Mittwoch,10.August 2022
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Goldpreis und Anleihe-Renditen auf dem Rückzug

Gold, Goldpreis, Anleihen
Wenn sich die Konjunktur-Daten weiter eintrüben, könnten auch die Inflations- und Zinserwartungen sinken. Anleihe-Renditen und Goldpreis sind derzeit auf dem Rückzug.

Der Goldpreis in Euro und US-Dollar nähert sich weiter an. Unterdessen sind die Anleihe-Renditen weiter gesunken.

Goldpreis

Am heutigen Dienstag um 15:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.731 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.721 Euro. Damit waren US-Dollar und Euro, sowie die Goldkurse auf Dollar- und Euro-Basis auf Paritätskurs. Dabei ist ein Belastungsfaktor für Gold weiter auf dem Rückzug, nämlich steigende Anleihe-Renditen. Denn die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen sind gegenüber Vorwoche noch einmal zurückgekommen.

Sinkende Anleihe-Renditen

So brachten entsprechende US-Papiere am Markt 2,92 Prozent Zinsen. Vor zwei Wochen waren es noch mehr als 3 Prozent. Vor allem sind aber die Renditen europäischer Staatsanleihen deutlich gesunken. Beispielsweise rentierten deutsche 10-Jährige am Dienstag mit nur noch 1,12 Prozent (Vorwoche: 1,33 Prozent). In gleichem Maße ging es auch mit den Zinsen in den anderen Euro-Ländern nach unten.

Anleihen, Renditen, Zinsen

Konjunktur- und Inflationserwartungen

In dieser Woche gibt es neue Inflationsdaten aus den USA. Diese können das Währungsgefüge zwischen US-Dollar und Euro, aber auch den Silber- und Goldpreis noch einmal durcheinanderwirbeln. Tatsache ist: Die Anleihe-Renditen sind in Erwartung steigenden Zinsen in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Aber sollten sich nun die Konjunktur-Daten deutlicher eintrüben, dann könnten auch die Inflations-Erwartungen sinken. Zuletzt sind in diesem Kontext schon die internationalen Ölpreise zurückgekommen.

In Deutschland ist der ZEW-Index am Vormittag mit -53,8 Punkten deutlicher abgesackt als von Analysten erwartet – auch wenn das kein hartes Wirtschaftsfaktum ist.

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf Gold? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigt der Goldpreis oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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