Donnerstag,25.April 2024
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Größter Gold-ETF: Investoren ziehen 675 Mio. Dollar ab

Trotz zuletzt gestiegenem Goldpreis stießen Investoren nun sechs Wochen in Folge Anteile am größten Gold-ETF ab. Aber es gab Silber-Käufer.

Gold- und Silberpreis

Am gestrigen Mittwoch schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.887 pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.776 Euro. Dagegen kostete Silber zum gleichen Zeitpunkt 22,13 US-Dollar beziehungsweise 20,83 Euro pro Unze. Damit legten die Edelmetall-Kurse im Vorwochenvergleich wieder deutlich zu. Denn Gold kam um 2,9 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent (in Euro) voran. Währenddessen stieg der Silberpreis um 4,6 Prozent und 3,4 Prozent (in Euro).

Gold, Goldbarren, Gold-ETF (Bild: Goldreporter)
Die Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) waren nun fünf Wochen in Folge rückläufig und haben ein neues Jahrestief erreicht (Bild: Goldreporter)

ETF-Investments

Die positive Kursentwicklung änderte allerdings nichts an den jüngsten Tendenzen im ETF-Bereich. Denn der größte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares (GLD), verzeichnete weitere Mittelabflüsse, während das Silber-Äquivalent, der iShares Silver Trust (SLV), erneut Investoren anzog.

Größter Gold-ETF

So meldete der GLD-Betreiber per 11. Oktober 2023 Goldbestände im Umfang von 862,37 Tonnen. Damit sank das Inventar gegenüber Vorwoche um 6,94 Tonnen oder 0,8 Prozent. In diesem Zuge verzeichnete der Fonds einen Netto-Kapitalabfluss von 675 Millionen US-Dollar. Denn jeder GLD-Anteil ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold physisch gedeckt. Mittlerweile sehen wir hier die sechste Woche in Folge rückläufige Fondsbestände.

Gold, Silber, ETF, GLD, SLV, Bestände

Größter Silber-ETF

Dagegen fanden sich für Anteile des SLV erneut Käufer. Denn die Silberbestände dieses ETFs stiegen gegenüber Vorwoche um 48,47 Tonnen auf 14.051,60 Tonnen. Diese Entwicklung war begleitet von einem Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 92 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteil muss der Fondsbetreiber eine Unze Silber physisch einlagern.

Einordnung Edelmetall-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Gold- und Silberpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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18 Kommentare

  1. Seit Juli 2020 befindet sich, recht großzügig gesehen, Gold($) in einer Seitwärtsbewegung und Silber($) leicht bärisch. In Anbetracht der Geldmengenausweitung (seit 2020) gibt es zunehmend für Gold und Silber, aus der Kaufkraft-Perspektive, also satte Rabatte. In der Eurozone sogar noch markanter.
    Für mein laienhaftes Verständnis bedeutet das, da Gold und speziell Silber seit 2020 tendenziell immer billiger werden, kann das nur daran liegen, dass es ein Überangebot an diesem ungenießbaren, renditeschwachen, nutzlosen Metall gibt. Oder etwa nicht?
    Naja, wenn es niemand braucht.
    Ich hätte da so eine Idee. Eine lebensgroße Goldstatue der lieben Frau Lagarde an der Sonnemannstraße 20 in Frankfurt- wäre ein echtes DENK-MAL. Warum nicht, Rohstoff dafür ist gerade billig.
    Und Silber. Da gehen wir diesmal anders vor.
    Hiermit rufe ich folgenden Befehl aus:
    Jeder Haushalt in Deutschland (ges.: 41 Mill.) kauft morgen 14:20 Uhr eine Unze Silber.
    Das wären insgesamt 1275 t.
    Befreien wir sie von ihrer Last.

    • @Ammit
      Damit werden Sie enttäuscht sein.
      Gold und Silber als monetäre Metalle gehorchen nicht den üblichen Marktregeln.
      Selbst wenn alle Haushalte monatlich 1 Kg Silber oder gar Gold kaufen würden ( physisch), käme es zwar zu Lieferverzögerungen, aber am Comex Preismarkt würde sich nichts ändern.
      En Grund ist, die Metalle werden, wenn der Preis sich nicht ändert oder gar fällt, schnell wieder verkauft und kommt in den Kreislauf zurück.
      Doch der Hauptgrund ist, dass der Preis sich eben nicht nach Angebot und Nachfrage richtet, sondern er wird 2 mal täglich festgelegt ( gefixt nennt sich das).
      Und das Fixing macht eben nicht der Markt, sondern eine Handvoll Banken, welche sich untereinander absprechen ( dürfen, ganz ohne Kartellamt).
      Und diese Banken sind allesamt Fiatmoney Banken, welche per Gesetz Banknoten schöpfen ( sprich drucken) oder böse gesagt, fälschen dürfen. ( staatlich geprüfter, beauftragter Fälscher).
      Und eben diese Institutionen, nicht einmal demokratisch gewählt, sondern einfach installiert, haben wenig Interesse daran, dass Gold zu Geld gemacht wird.
      Also wird der Preis festgelegt und festgezurrt.
      Und der Gesetzgeber verbietet, dass mit Gold bezahlt wird, sondern als Zahlungsmittel ist nur der Wechsel eben dieser Banken erlaubt.
      Wie gesagt, Wechsel, denn auf den Banknoten steht nicht einmal „Geld “ drauf. Denn Geld können diese Institutionen überhaupt nich gebrauchen.
      Deshalb geben sie Schuldscheine raus, auch Banknoten genannt.
      Daraus folgt, man kann soviel Gold / Silber kaufen, wie man bekommt, aber nur zum festgelegten Preis.
      So etwas funktionierte etwa in der DDR jahrzehnte lang.
      Das Kilo Bananen wurde auf 2 Mark festgelegt und das war es. Sie konnten diese um 2 Ostmark kaufen, solange Sie welche bekamen. Und genau so funktioniert Gold und Silber.
      Wird das physische Gold /Silber knapp, wird es 2 Preise geben. Den offiziellen, gefixten Comexpreis auf dem Papier und den unter der Hand. Wobei man sich bei letzterem wahrscheinlich nicht erwischen lassen darf.
      So durfte man sich in der DDR auch nicht beim Handel mit Westmark oder Dollars erwischen lassen, sondern erlaubt war nur der festgesetzte Zwang Umtausch Kurs.
      (Das haben die meisten nicht mehr in Erinnerung)

    • @Maruti
      für Gold mag das gelten, bei Silber bin ich mir da nicht so sicher.
      Silber transformiert zum Rohstoff, min. 50% geht in die Industrie, Schmuck und Silberwaren 25%.
      Auch das Silberfixing wurde offiziell 2014 beendet.
      Aber Sie haben recht, mein Gedanke war viel zu kleingeistig.
      Guter Vorschlag: Jeder Haushalt kauft 1 Kg Silber! Das sind dann 41.000 t. Knapp das Doppelte des JP Morgan Silberhortes, oder das 1,5 fache der Jahresproduktion.
      Das startet eine verdammte Revolution via Geldbeutel.
      „Wir müssen uns unser Geld zurückerobern.“ -frei nach so einer Grünen-Politikerin.
      (Vielleicht passiert das ja sogar schon….heimlich)

    • @Amnit
      „Seit Juli 2020 befindet sich, recht großzügig gesehen, Gold($) in einer Seitwärtsbewegung“. Nicht nach dem Chart bei Börse de. Dort hat Gold in den letzten 36 Monaten 9% an Wert gewonnen.
      @Maruti
      Man durfte sich in der DDR schon mit Westmark erwischen lassen. Dafür gab es sogar extra Geschäfte (intershop). Hat immer wieder einen aha Effekt, wenn hier mancher über den DDR Alltag fabulieren.

      • @Goldhase Maruti hat nicht Unrecht der private Tausch untereiander von D-Mark gegen Ostmark war immer in der DDR offiziell verboten.wobei sich die Vorschriften auch mit der Zeit geändert haben.Mir haben sie mal einen halben Urlaubstag geklaut weil ich am Grenzübergang in die Tschechei quasi als Souvenir 1 D Markmünze im Portemanie hatte.Das war Anfang der 70er Jahre ,später wurde es dann lockerer gehandhabt.

        • @Materialist
          Richtig, so habe ich es nicht gesehen, An solch schlechte Tauschgeschäfte habe ich damals vermutlich nicht gedacht . Bei den Ostgehältern 1 : 4 oder nach Maruti dann möglicherweise noch höher tauschen; illusorisch. Und ein Bürger der Altbundesländer, der seine DM in MDN tauschte, was hätte der wohl in der DDR damit kaufen können.

          • @ Goldhase Na ja die Handwerker egal ob Bäcker,Fleischer,Klempner oder Kfz.-Meister hatten alle Speck ohne Ende in der DDR.Wenn sie sich unbedingt im Inetrshop was kaufen wollten haben sie auch 1:5 oder 1:6 getauscht.In den Intershops war es selten leer.

          • @Goldhase
            die Geschichte der DDR hat noch jede Menge „Interpretationsspielraum“.
            Vielleicht ist sie zu jung, um in Geschichts-Büchern beschrieben zu sein.
            Die Straßen waren frei, Kinder spielten Fußball, die Kastanien der Straßen wurden der Futtergrippe im Wald zugeführt.
            Ich habe damals als Steppke die Glasflaschen der Nachbarin weggebracht. Die war so cool, aber leider nicht mehr fit , Das Geld durfte ich behalten. Meine Eltern haben es in einer 2 Zimmer Bude mit Ofenheizung, Plumsklo im Treppenhaus unter allen Widrigkeiten geschafft 2 Kinder erfolgreich ins Leben zu führen. Ist das was?
            Heutzutage würde die Hälfte daran scheitern.
            Unser „Kapital“ war das Wissen, wer was gut kann, nicht diese dämliche Idee was wohl einer bezahlt, wenn …

      • @Goldhase
        Richtig, ich meinte aber den Umtausch in Ostmark privat im Häusereingang.
        Denn der Umtauschkurs war staatlich festgelegt, privat bekam man mehr. Viel mehr Ostmark.
        Dazu kam noch, dass man mit Westmark oder Dollars eben nur im Intershop kaufen durfte, zu Westpreisen natürlich und nicht beim Metzger oder im Möbelladen, so der überhaupt Möbel hatte.
        Ich hoffe, es ist klargestellt.
        Jedenfalls waren das meine persönlichen Erfahrungen bei der Durchreise in die VR Polen.

        • @Amnit
          Ich wüßte nicht, das ich etwas anderes als Sie behauptet hätte. Nur gab es auch die
          andere Seite zu Ihrem Idyll. Die politischen Gefangenen in den Staßi Gefängnissen, den Zuchthäusern Bautzen, Waldheim oder Stolberg hätten Ihre Kastanienalleen auch gern
          gesehen.

    • Krass, ich hab das nicht so ganz ernst gemeint, aber die haben das wirklich gemacht.
      14:25 Uhr Kaufen, Kaufen, Kaufen. Silber geht nach Norden. :)

      • @Ammit
        Um Gotteswillen, niemals kaufen, wenn es nach oben geht. sondern nur, wenn es deutlich nach unten geht.
        Wir kaufen doch auch im Winter-Schlussverkauf und nicht 1 Tag vor Weihnachten.
        Es sei denn, jemand hat zu viel Bares.

        • @Maruti so ist es richtig. ich meinte nur, dass die alle besagtes Kilo Silber 14:20 gekauft haben müssen, anders konnte ich mir den auf die Minute genauen Preisanstieg am Freitag so gar nicht erklären. *Schmunzel*

  2. Die könnten vor 3 Stunden schon wieder 1 Milliarde
    eingelagert haben, ohne, dass es irgend jemand bemerkt hätte. Das geschieht erst in einer Woche.
    Man kann doch so einen ETF innerhalb 5 Sekunden kaufen und wieder verkaufen, je nach Nachrichtenlage von Fox und CNN.
    Für uns heisst das nur:
    Nur billiges Gold ist ein gutes Gold.

  3. @Maruti
    Wie sagte mal vor langer Zeit einer meiner „Lieblingsverkäufer“ bei pro Aurum, wenn Gott will wird Gold wieder zu Geld. Da sagte ich ihn, wenn dieser Tag kommen sollte sind Sie und Ihre Familie draußen auf die Straßen nicht mehr sicher. Wenn dieses System kollabiert, kollabiert auch der Staat, Sie können sich ausmalen was dies bedeutet. Anarchie, Chaos, kämpfen ums überleben.
    Ich nehme mal an das keiner in kopf vernünftige mensch, sich solche Zustände wünscht, speziell wenn man noch kinder hat.
    Wenn ich nun in Zukunft meine Goldunze zu 2000,00 $ oder 2500,00 $ verkaufe (?) ist mir Wurst. Hauptsache man hat den Wert seines Geldes einigermaßen in Zukunft gerettet. Bis dahin hat das Gold auch seine Funktion als Absicherung erfüllt.

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