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Hyperinflationäres Gold bei 175 Millionen Dollar

Gold offenbart wirtschaftliches Missmanagement und die Währungsabwertung, die in den letzten 100 Jahren in den meisten Ländern der Welt um sich griffen. Wenn die Schuldenblasen platzen, kommt globale Hyperinflation.

Gold, Goldpreis (Foto: Scanrail - Fotolia)

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Über der Weltwirtschaft hängt das Damoklesschwert, und nur ein einziges Rosshaar hält es. Eigentlich könnte man einer so offensichtlichen Gefahr dadurch entgehen, dass man das Haar mit einer Goldkette austauscht oder das Schwert ganz einfach entfernt. Doch die Elite und die Zentralbanker hatten andere Pläne. Das Haar wurde nicht durch eine solide Metallkette ersetzt, stattdessen hängt das Schwert heute an einem hauchdünnen Faden, der jederzeit reißen kann.

Vor einem Jahrzehnt stand das globale Finanzsystem kurz vor seinem Zusammenbruch. Auf der ganzen Welt pumpten Zentralbanken, allen voran die Federal Reserve, rund 25 Billionen Dollar an Krediten und Garantien ins System. Banken wie Citigroup, Morgan Stanley, Merrill Lynch und die Bank of America bekamen Billionen (siehe Tabelle unten).

Heute, mehr als zehn Jahre nach Beginn der großen Finanzkrise, ist das Schuldenproblem unkontrollierbar geworden. Seit 2006 kam es zu einer Verdoppelung der globalen Verschuldung, in Verbindung mit Derivaten und ungedeckten Verbindlichkeiten sprechen wir von einem exponentiellen Anstieg des Risikos. Das heißt: 100 Billionen Dollar mehr Schulden und Verbindlichkeiten haben keine nachhaltige Stabilisierung der Welt gebracht, sondern das weltwirtschaftliche Fundament derart geschwächt, dass der nächste Rettungsversuch komplett scheitern wird.

Regierung der neuen Weltordnung

Es ist daher unvermeidlich, dass das Damoklesschwert in Kürze fallen und der Welt irreparablen Schaden zufügen wird. Man kann darüber spekulieren, ob sich die Zentralbanker der Risiken überhaupt nicht bewusst sind oder ob sie heimliche Absichten verfolgen. Es existieren Theorien, denen zufolge die Elite einen Zusammenbruch des Dollars und des Finanzsystems – die Folge ist eine globale Panik – inszenieren will. Das Ziel wäre die Übertragung der politischen und wirtschaftlichen Macht an eine zentrale Behörde; hierbei könnten die BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) und der IWF (Internationaler Währungsfonds) eine zentrale Rolle spielen. Soziale Unruhen und Migration sind Teil des Plans. Das ultimative Ziel wäre eine NWO (Neue Weltordnung) für Regierungen und Währung. Mikrochips für alle und die Beseitigung von Privateigentum wären ebenfalls Teil des Plans.

Ob es sich dabei um Verschwörungstheorien handelt oder ob ein solcher Plan tatsächlich existiert, wird die Zeit zeigen. Die meisten halten das alles für sehr weit hergeholt und unwahrscheinlich. Sicher scheint zumindest, dass sich die gegenwärtige Weltwirtschaft als auch das politische System mit dem Platzen der Superblase drastisch verändern werden. Wenn Regierungen und Zentralbanken die Kontrolle über das Finanzsystem und das politische System verlieren, kann ein extrem gefährliches Vakuum entstehen. Wenn sich Recht und Ordnung nicht aufrechterhalten lassen, wird sich das gesamtgesellschaftliche Gefüge auflösen. Das würde auch die Auflösung der nationalen Grenzen bedeuten – und auch Massenmigration in noch viel größerem Umfang.

Eine andere Welt

Ganz gleich, wie sich die Dinge im Detail abspielen werden – ab den nächsten Jahren wird sich die Welt stark verändern. Mitte des Jahrhunderts werden unsere Kinder und Enkelkinder in einer ganz anderen Welt leben als die, die der Westen seit dem Zweiten Weltkrieg kannte. Im Verlauf der Geschichte hat sich die Menschheit immer wieder angepasst und sie wird es sicherlich auch diesmal tun. Trotzdem wird es für einen großen Teil der Weltbevölkerung wahrscheinlich Leid und Not bedeuten. Die Explosion der Weltbevölkerung von 1 Milliarde auf 7,5 Milliarden seit 1850 dürfte sich umkehren. Aufgrund von Kriegen, Unruhen, Hungersnöten und Nahrungsmangel wird es zu einem Rückgang von vielleicht 2-3 Milliarden kommen.

Jede Prognose ist per definitionem falsch – nur die zukünftigen Historiker werden die Fakten richtig einschätzen können. Allerdings lässt sich das, was auf kurze Sicht passieren wird, leicht und genauer prognostizieren. Wenn das Damoklesschwert innerhalb der nächsten 1 bis 3 Jahre fällt, wird der Schaden für das Finanzsystem so groß sein, dass die Zentralbanken verzweifelt hunderte Billionen oder aber Billiarden Dollar drucken werden, um das System zu retten. Doch diesmal wird das Geld nicht wie gewünscht wirken. Es wird stattdessen den Wert des Geldes zerstören und für die größte hyperinflationäre Periode der Geschichte sorgen.

Gold offenbart den globalen Währungseinbruch

Wichtige Trends beginnen in der Regel in der Peripherie, bevor sie ins Zentrum vorrücken. Es gibt kein besseres Maß für Hyperinflation als Gold: Gold offenbart wirtschaftliches Missmanagement und die Währungsabwertung, die in den letzten 100 Jahren in den meisten Ländern der Welt um sich griffen. Nehmen wir allein den US-Dollar: Seit 1970 ist er gegenüber Gold um 97 % gesunken – und seit 1999 um 80 %.

Hyperinflation in Venezuela

Das ist noch gar nichts im Vergleich zu anderen Ländern, die bereits von einer Hyperinflation erfasst wurden. Bis Ende dieses Jahres soll die Inflation in Venezuela 1 Million Prozent erreicht haben!

Angesichts solcher Entwicklungen stürmt Venezuela dem Gipfel der Weimarer Republik entgegen. Im Januar dieses Jahres lagen die Schätzungen des IWF für die venezolanische Inflation im Jahr 2018 bei 2.400%. Nur der IWF kann einen so unglaublichen Fehler machen: Er prognostiziert 2.400%, wenn der tatsächliche Wert bei 1 MILLION Prozent liegen wird. Dies zeigt aber auch, dass die Hyperinflation, wenn sie um sich greift, schwindelerregende Höhen erreicht. Eine Tasse Kaffee kostete vor einem Jahr noch 2.300 Bolivar, jetzt kostet sie 2 Millionen Bolivar. Ab August werden fünf Nullen von der Währung gestrichen. Mal sehen, wie lange es dauern wird, bis die Hyperinflation sie wieder anhängt.

Wie Margret Thatcher sagte: „Das Problem mit dem Sozialismus ist, dass einem schließlich das Geld anderer Leute ausgeht.“ Und an diesem Punkt ist Venezuela gerade. Eine ölreiche und einst wohlhabende Wirtschaft wendet sich dem Sozialismus zu und hat jetzt kein Geld mehr.

Die ökonomischen Auswirkungen sind vollkommen katastrophal. In den letzten 3 Jahren sank das BIP des Landes um über 40 %. Allein für 2018 wird ein Rückgang um 18% erwartet.

Die wirtschaftliche Notlage ist so groß, dass viele Menschen kein Geld und wenig Essen haben. 2017 lebten 87 % der Bevölkerung in Armut; seit 2016 haben 4 Millionen Venezolaner das Land verlassen.

Wenn man aber sehen möchte, welche Auswirkungen das Drucken wertloser Papierzettel (die man dann als Geld bezeichnet) hat, dann bietet sich einfach kein besserer Maßstab an als Gold. Denn Gold offenbart die betrügerischen Versuche von Staaten und Regierungen, die Wahrheit vor dem Volk zu verbergen. Hätte ein Venezolaner im Jahr 1998 sechs Unzen Gold für 900 Bolivar (1.800 $) gekauft, so wäre er heute Bolivar-Milliardär. Und das zum offiziellen Wechselkurs. Der Schwarzmarktkurs liegt um ein Vielfaches höher. Wie das Diagramm zeigt, begannen die exponentielle Aufwärtsbewegung beim Gold und der dramatische Anstieg der Hyperinflation in Bolivien im Jahr 2018.

Obgleich Venezuela derzeit noch das einzige Land ist, das in der Weimarer Liga spielt, so sind auch viele andere Länder auf dem Weg dahin. Schauen Sie sich unten Argentinien und die Türkei an – mit Inflationsraten von 12.000 % bzw. 10.000 % gemessen in Gold.

Die Chart-Bewegungen für Gold in venezolanischen Bolivar oben sind sehr typisch für ein hyperinflationäres Muster. Die Bewegung beginnt relativ langsam und explodiert dann, wie in Venezuela 2018. Und aus diesem Grund wird die Inflation in Venezuela in diesem Jahr 1 Million Prozent betragen – anstatt der erwarteten 2.400 %.

Wenn die Schuldenblasen platzen, kommt globale Hyperinflation

Mit Blick auf die Schuldenblasen in den USA, Europa, China, Japan und den Schwellenländern müsste die Welt in den nächsten 2-5 Jahren in gedrucktem Geld ertrinken. An diesem Punkt könnte Gold ohne große Probleme auf 175 Millionen Dollar, Euro oder Yen steigen. Real betrachtet, sind diese Stände natürlich bedeutungslos. Doch Folgendes ist von großer Bedeutung: Gold erhält zumindest die Kaufkraft und schützt vor allem die Anleger vor der totalen Vermögensvernichtung, die die armen Venezolaner gerade am eigenen Leib erfahren.

So wie sich die meisten Venezolaner gerade wünschen, sie hätten vor einiger Zeit etwas Gold gekauft, so werden sich auch die meisten Menschen im Westen und im Osten in den kommenden Jahren wünschen, sie hätten dasselbe getan.

Jetzt ist es entscheidend, eine Versicherung zu besitzen und nicht zu denjenigen zu gehören, die dann sagen werden, „Ach, hätte ich doch nur…“.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 10. Aug. 2018. gespeichert unter Gastartikel, Gold, Goldmünzen, Inflation, News, Welt. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

40 Kommentare für “Hyperinflationäres Gold bei 175 Millionen Dollar”

  1. Die Angst ist an den Märkten zurück. Türkei am Abgrund, welch Überraschung. Dem Gold hilft es aber auch nicht so wirklich.

    • @stillhalter
      Man wendet heute wieder Milliarden auf um den Goldpreis zu drücken und die Indizes zu stabilisieren.Bis 18:00 muss alles gürs Wochenende unter Kontrolle sein. Koste es, was es wolle.
      Wer Mut hat, kann den Index jetzt kaufen oder hat schon und geggen 1800 wieder verkaufen.Kleiner Gewinn droht.

    • @Stillhalter

      Schafft Erdogan das, was die Italiener/ Griechen bisher nicht schafften:
      EUro€ : †.

      https://www.mmnews.de/wirtschaft/83523-tuerkei-vor-kollaps-lira-2

      • Boa-Constrictor

        @Watchdog

        Am Preisverfall der „Erdogan-Lira“ ist natürlich der ungläugige, böse Westen schuld.

        http://www.finanztreff.de/news/erdogan-schiebt-lira-verfall-auf-wirtschaftskrieg-mit-westen/13554662

        Oder hat der Özil-Kumpel Erdogan die Finanzmacht der US-Banken/Hedgefonds unterschätzt, die wegen des inhaftierten US-Pastors die türkische Lira ‚tonnenweise‘ auf den Markt geworfen und damit „abgewertet“ haben?

        • @Boa-Constrictor

          „The Donald“ (Trump) setzt noch (mit gutem „Timing“) „einen oben drauf“ und erhöht die Strafzölle für Stahl und Aluminium (50% bzw. 25%) gegen die Türkei.

          https://www.zerohedge.com/news/2018-08-10/turkeys-agony-explodes-trump-authorizes-doubling-steel-aluminum-tariffs

          Das kommt davon, wenn man einen westlichen „Geistlichen und Würdenträger“ grundlos inhaftiert.
          Ich fürchte, Erdogan‘s Tage als „Groß-Mufti“ sind bald gezählt…

          • @watchdog
            Trump giesst Öl ins Feuer der europäischen Krise.
            Denn, fallen die Türkischen Banken, siehts mau aus mit der EZB und den Aktien hier im Lande.
            Und der Erdogan ?
            Hat das Druckmittel des Schuldners, welcher sagt, wenn ihr nicht spurt, seht ihr euer Geld nicht wieder und cooperiere mit Russen, Chinesen und womöglich dem Iran auch.
            Das gefährlichste was es gibt, ist ein Fanatiker, besonders ein religiöser.
            Nochmals kann das Militär nicht putschen.
            Der Wirtschaftskrieg weitet sich aus und kann zum Flächenbrand werden.
            Jedoch, bloss kein Gold halten, einfach weiter optimistisch sein und hoffen, dass der Kelch vorübergeht.

        • @Boa

          Alles halb so schlimm: Claro, die Amis mögen über die geldpolitische Pestilenz in Form des Dollars verfügen, ďoch, liebe türkische Landsleute, Ihr habt doch Allah!
          „Vergesst nicht: Wenn sie Dollar haben, dann haben wir Allah.“
          Das überzeugt doch auf der ganzen Linie.

          https://www.welt.de/wirtschaft/article180933730/Erdogan-zum-Lira-Verfall-Sie-haben-den-Dollar-wir-haben-Allah.html

          Soso, der Schamane Erdogan will also schleunigst ein „neues Wirtschaftsmodell“ für die Türkei vorstellen. Villeicht etwa jenseits der Dichotomie vom schuldeninduzierten Wachstum einerseits und Währungsstabilität durch Inflationsbekämpfung andererseits? Gar endlich der Tagtraum vom „Dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus? Man darf gespannt sein.

          Derweil fliehen die sagenumwobenen Finanzinvestoren aus dem Euro, weil sie ein Übergreifen der türkischen Währungskrise auf die Euro-Zone befürchten. Ein Euro kostete zuletzt nur noch 1,1351 Franken. Und der Euro verfällt weiter gegenüber Gold.

    • @Stillhalter
      heute können wir beobachten, wie die moderne Art der Kriegsführung über die Finanzplätze abläuft. Vor nicht allzulanger Zeit hat man dies mit Russland auch versucht, ist aber gescheitert. Heute müssen die Türken dran glauben, mal sehen, wie das Schauspiel enden wird. Wie sagte Jefferson noch so schön:
      Banken sind gefährlicher als stehende Armeen

      • @Familienvater Die Russen hatten den grossen Vorteil dass sie die Zinsen erhöhen konnten weil sie im Gegensatz zu Recip und auch der EU nicht in Schulden ersaufen.

        • @materialist
          es ist eh erstaunlich, wie niedrig die Verschuldungsrate in Russland ist im Vergleich zur westlichen „Werte“gemeinschaft.
          Kann mir jemand sagen was dran ist, dass die Zentralbank in Russland wieder verstaatlicht wird?

          • @Familienvater

            Soll bereits erfolgt sein. Das dürfte auch der Grund für die vor einigen Jahren begonnen Kampagne gegen Putin, die mittlerweile etwas abgeebt ist, gewesen zu sein, das Ding ist wohl durch. Man wollte unbedingt einen Krieg gegen Russland, hat ihn aber nicht bekommen.

            Nun ist Trump dran da er das Gleiche mit der FED vorhat. Momentan sind vier Plätze des siebenköpfigen Board of Governers der FED vakant. Da POTUS das Recht hat die Mitglieder zu benennen (was bei den „richtigen“ Presidenten für die privaten Eigner der FED bisher nicht nur kein Problem war sondern vor allem dazu diente dem Volk zu zeigen, dass alles mit rechten Dingen zugeht), kann er nun seine Leute einsetzen und das umsetzen, was Jackson, Lincoln und Kennedy bereits vorhatten aber nicht zu Ende bringen konnten. Übrigens hat Trump ein Portrait von Andrew Jackson im Oval Office aufhängen lassen.

            Im Hintergrund dürfte gerade ein ziemlich heftiger Kampf toben.

            • @christoff777
              Der zerstörerischte aller Kriege ist der Krieg im eigen Haus oder Land.Und darauf bewegt sich die USA zu und wird fallen.
              Diesmal drehen nämlich die anderen den Spiess um und forcieren den inneramerikanischen Konflikt. ( Putin macht das gerade herrlich vor). Alle Achtung.Jahrzehntelang hat sich die USA in andere Länder eingemischt, der CIA bezahlte die Revolutionen.
              Die Welt schwieg. Nun schweigt man vielleicht nicht, weils um die USA geht, aber mehr als Zähneknirschen ist auch nicht drinnen.
              Blackhawk down.

              • @Taipan

                Ja, die USA werden fallen.

                Sein (Trump) Motto lautet nicht:

                Make the USA great again

                sondern:

                Make America great again.

                Das ist ein himmelweiter Unterschied. Die USA sind nicht America.

            • @ Christof777

              man kann es nur erahnen, was im Hintergrund tobt. Zumindest hat sich Trump bei sehr vielen unbeliebt gemacht.
              Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn man in persönlichen Gesprächen auf Ihn zu sprechen kommt. Hier ist schön zu erkennen, wie „Meinungsbildung“ über unsere Medien stattfindet. Ich erlaube mir immer die Position einzunehmen, dass ich dies nicht beurteilen kann, weil nicht objektiv berichtet wird. Er wird seine Aufgabe zu erfüllen haben. Welche, dass werden wir erfahren. Gleiches übrigens gilt auch für Putin.
              Uns bleibt eh nur die Rolle des Zuschauers und in dieser sollte man sich ruhig verhalten. Als Kleiner bzw. Einzelner hat man eh nichts zu sagen und hat keine Möglichkeit ihr Handeln wesentlich zu beeinflussen.

              • @Familienvater

                Eine gute Einstellung.

                Ich weiß ja noch nicht einmal, was es bei den Nachbarn heute mittag zu essen gibt (ich glaube Grillwürstchen aber wissen tue ich es nicht) aber viele glauben zu wissen, dass Trump ein Verrückter sei und schlimme Dinge macht. Unglaublich, die Meisten davon haben noch nicht einmal das Wissen, nach welchem System ein President in den USA gewählt wird.

                Je geringer der Verstand umso überzeugter sind die Leute von ihrer Klugheit. Was eigentlich auch verständlich ist:

                Lebt man unter einem erheblich eingeschränkten Horizont muss die Welt draußen zwangsläufig einfach gestrickt sein. Grautöne schwächen da die Fähigkeit, Außen mit Innen in Deckung zu bringen.

                „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.“

  2. Die EZB macht sich wegen ihres Investment Sorgen um die Türkei.
    Wörtlich: Systemkrise droht und die Berta noch immer kaputt.
    Da hilft nur eines, den Euro an die Lira zu koppeln und gemeinsam abwerten und inflationieren.So eine schöne Inflation wie in der Türkei wäre auch hier was wunderbares.

  3. Diskussion um Gold.
    Einer hatte die Nase voll. 2011 gekauft, 2013 dann in Panik verkauft, auf Aktien gesetzt und nun sagt er, gerade etwa Null.Nie wieder Gold.
    Kommt nun wieder so eine Krise wie 2008 und danach, wird dieser Mensch den Notenbanken glauben und gleich auf Papiere setzen.Bloss kein Gold.
    Wie viele werden das sein ?
    Und nun, was aber, wenn diesmal es nicht so geschieht ? Ganz anders komnt ?
    Dann ist der gute Mensch erneut sein Geld los.
    Auf was wird ee dann setzen ?
    In den 20ern hatte meine Mutter ihre Goldmünzen ( Goldmark) umgetauscht und wegen der Zinsen oder Rendite zur Bank gebracht.Und 1929 alles verloren.
    Wenn ich Geld zur Bank bringe oder auch Gold, ist dieses im Besitz der Bank.
    Das Gleiche gilt für Aktien oder Bonds.
    Ich gabe dann lediglich einen Anspruch erworben
    Ich habe dem Goldzitterer gesagt, ich kann Gold um 1200 Euro kaufen und es kann auf 600 fallen, so ukunda. Vielleicht nur kurze Zeit, aber es kann.
    Ich kann Aktien um 1200 Euro kaufen und die können auf Null fallen und zwar für immer.
    Betrachten wir den DOW, den Dax gibt es erst ein paar Jahre.
    Wieviele dieser Werte sind bis heute verschwunden ?In den 100 Jahren.
    Gold ist bis heute noch da.
    Wo also müsste ich mehr zittern ?

    • @taipan

      Früher gab es Aktien in Papierform, die konnte man sich in den Tresor neben das Gold und Silber legen.
      Mal ganz abgesehen davon, dass Unternehmen auch pleite gehen können, waren diese Aktien aber tatsächlich noch im persönlichen Besitz des Käufers.
      Davon kann heute keine Rede mehr sein, auch wenn Aktien Sondervermögen sind.

      • @saxman gold
        Nicht ohne Grund hat man das geändert und den Banken die Aktiendepots anvertraut. Die können nun damit Handeln, diese verleihen, shorten oder was auch immer. Ähnlich wie beim Kontogeld.
        Sondervermögen ?
        Nützt nichts, wenn die Bank die Aktien verkauft hat und danach pleite geht.
        Dann sind die weg und sie müssen die Bank verklagen.
        Bei einem Missbrauch nützen alle Gesetze nämlich nichts.
        Übrigens erstreckt sich die Einlagesicherung ausdrücklich nicht auf Aktiendepots.
        Warum wohl ?

        • @taipan
          ja, das stimmt leider. Wenn eine Bank das macht (verleihen, verkaufen) ist das höchst kriminell. Deswegen vertraue ich angelsächsischen Instituten keine Werte (Depotwerte, Guthaben etc.) an. Dort habe ich größte Bedenken.
          Es gibt einen alten Spruch: Wo nichts mehr zu holen ist hat der Kaiser (in dem Fall der Kunde) sein Recht verloren.

        • @taipan

          Ach, das wusste ich noch gar nicht! Aktiendepots unterliegen gar nicht der Einlagensicherung?

          Na wenn das mal den Hobbyaktionären nicht die Schweißperlen auf die Stirn treibt!

          • @ Saxman Gold
            Ein Depot ist ein Verwahrvertrag (BGB 688 ff).
            Das mit der Einlagensicherung war doch nicht wirklich ernst gemeint ?

            • @Dieter

              Doch, das war ernst gemeint. Ich dachte, ein Depot bei einer Bank unterliegt den gleichen Regelungen, wie ein Girokonto oder ein Festgeldkonto.
              Ich muss dazu sagen, ich habe kein Depot bei einer Bank.
              (Ich hatte aber mal bei meiner Bank nachgefragt, ob es noch Aktien in Papierform gibt.)

              • @ Saxman Gold
                ja, das waren noch schöne Zeiten mit dem Mantel und Bogen, wo man die Dividendenscheine noch selbst abschneiden und bei der Bank anonym in Bargeld einlösen konnte. Jetzt frag mich aber nicht was ein Mantel und Bogen ist.

                • @Dieter

                  Du wirst jetzt vielleicht lachen, aber mir wurde bei der Bank gesagt, dass es noch Aktien in Papierform gibt.
                  Das wäre aber durch die entstehenden Gebühren sehr teuer!

            • @dieter
              Tja, ein Vertrag. Und nachdem Verträge gerne gedehnt oder gebrochen werden, ist das ein bedenkenswerter Faktor.
              Man soll sein Gold nicht den Bankenschliessfächern anvertrauen ( Verwahrungsvertrag), aber das Aktiendepot, das wird anvertraut und denkt, das Gesetz steht ja auf meiner Seite.
              Wenn es doch immer so wäre.

  4. @ taipan

    Wie immer sehr treffend

  5. Die Aktien im freien Fall, allen voran die ach so stabilen und gut augestellten Banken.Krise ? Welche Krise, war da mal eine ?
    Und nun der popelige Erdogan und alles macht in die Hose.
    Schönes Wochenende dem @ex und auch grandmaster.

  6. Hallo zusammen,

    Ich sammel seit kurzem Gold Münze mit geringer Auflage, aber zu einem erschwinglichen Preis (keine polierte Platte). Bin auf dem Gebiet noch relativ neu. Gibt es von euch Empfehlungen in irgendeine Richtung und Edelmetallhändler mit einer grösseren Auswahl an Sammlermünzen? Die Auflagen sollten die 1000 nicht übersteigen.
    Ich lese hier ab und zu mit und finde eure Meinungen sehr interessant, ich muß allerdings ab und zu schmunzeln. Aber auch das gehört zu einem sachlichen Diskurs dazu.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

    • @wombatAUS
      Was hälst Du vom Kaiserreich? Denke da an König Otto von Bayern (dem Wahnsinnigen) oder Ähnliches. 10 Mark. Bei durchschnittlicher Qualität auch schon ab 200 Euro zu haben.

      • @wombatAUS
        Der 20 Franken Schweizer Vreneli. Die Auflage war zwar gigantisch
        Feingewicht: 5,81 g
        Bruttogewicht: 6,45 g
        Nennwert: 20 SFRS
        Feinheit: 900/1000
        Größe in mm: Durchmesser 21,10
        An,-und Verkaufspreis liegen extrem nah beieinander.
        Händler: Heubach Edelmetalle
        Ein weiterer Händler ist Kronwitter. Hat auch schöne Münzen.
        schönes WE. an alle hier im Forum

    • @wombatAUS
      Kronwitter und Kettner Edelemtalle haben noch die Somalia Münzen mit 100er Auflage. Allerdings sind sie im Preis gestiegen. Vorteil: Sie werden weiter im Preis steigen. Grüße

  7. Wertpapierdepots sind allerdings ein Sonderfall. Hier wurde nämlich kein Geld an die Bank verliehen, sondern dort wurden nur Wertpapiere hinterlegt. Bei deutschen Banken kann man sich das so vorstellen, als hätte man in ein Schließfach bei der Bank ein Bündel Wertpapiere mit Mantel und Bogen gelegt. Die Bank darf diese auch nicht verkaufen oder verpfänden, die Papiere bleiben unangetastet, solange nicht kriminelle Energie am Werk ist.
    Bank-Pleiten und Broker-Insolvenzen wird es auch in Zukunft ab und an geben, Ihre Wertpapiere gehören natürlich Ihnen – und nicht dem insolventen Anbieter. Dieser hat, gegen Gebühr lediglich die treuhänderische Verwaltung der Wertpapiere übernommen.

    • @minenmanni
      Soweit die Theorie.In einem Krisenfall mit reihenweisen Bankpleiten oder sigar Staatspleiten, kann man nur sagen: grau ist alle Theorie.
      Die Praxis zeigt, was davon zu halten ist.
      Jedenfalls wird schon von Bankschliessfächern abgeraten.

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