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IN und OUT: Die Schlagworte der Krise im Wandel

Finanzkrise ungelöst, Stufe zwei gezündet. Begriffe, die vor einigen Monaten noch permanent durch die Medienwelt geisterten, wurden durch neue Schlagworte abgelöst.  Die Goldreporter-Redaktion präsentiert ihre subjektive In-und-Out-Liste ausgedienter und aktueller Schlagworte der Finanzkrisenberichterstattung.

  1. Deflation
    Sinkende Preise, erlahmende Wirtschaft, sinkende Steuereinnahmen, steigende Arbeitslosigkeit … Das Deflationsgespenst hat aufgehört, durch die Medien zu geistern. Vorerst.
  2. Kreditklemme
    2009 wurden die Banken plötzlich risikoscheu und vergaben kaum mehr Kredite an Mittelständler. Kreditklemme? Was war das nochmal?
  3. Bankenregulierung
    Kurz nach dem vorläufigen Höhepunkt der Finanzkrise versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Die Großbanken dürfen nie wieder so mächtig und marktbeherrschend werden, dass sie die Politik erpressen können“. Nach wie vor ein frommer Wunsch.
  4. Rettungsschirm
    2010 war Griechenland zum ersten Mal pleite. Kleiner Finanzmarktschauer. Schnell mal den Schirm aufgespannt und auf besseres Wetter gewartet.
  5. Hair Cut
    Nach dem ersten Griechenland-Schock verlief keine TV-Talk-Show ohne „Hair Cut“-Diskussion, aber (noch) auf rein hypothetischer Ebene.


  1. Aufschwung
    In Deutschland brummt die Wirtschaft. In anderen EU-Ländern nicht? Scheißegal. Wir werden wieder Exportweltmeister. Zur Not finanzieren wird den Konsum des Auslands einfach selbst. Was, das tun wir schon?
  2. Inflation
    Steigende Aktienkurse, steigende Rohstoffpreise, steigende Energiekosten, steigende Inflationsraten …
  3. Permanenter Rettungsmechanismus
    Alter Finne! Aus dem Griechenland-Schirm wird quasi eine staatliche Subventions-Institution, wenn nicht doch noch einige Länderparlamente ausscheren.
  4. Staatsbankrott
    Mittlerweile ein geflügeltes Wort, selbst in den Headlines der Publikumsmedien. Fast schon wieder „out“. Denn das Leserhirn stumpft schnell ab.
  5. Umschuldung
    Man traut sich endlich, Deutsch zu sprechen. Früher hieß es Hair cut. Müssen wir den Griechen wirklich ihre Schulden erlassen?  Es scheint alternativlos!  Mit dem Wörtchen „Umschuldung“ kann man an den Finanzmärkten tatsächlich noch richtig Angst verbreiten.

Was ist Ihr aktuelles Krisenlieblingswort? Über die Feiertage in Ruhe nachdenken und bitte unten eintragen!

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Eingetragen von am 22. Apr. 2011. gespeichert unter Deutschland, Euro, Europa, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

6 Kommentare für “IN und OUT: Die Schlagworte der Krise im Wandel”

  1. Mein Lieblingswort ist : Sachwerte

  2. Meines ist: alternativlos

  3. Meins ist Gold- und Silberblase!

  4. AnlageNotStand (Lieblingswort)

  5. Ich mag das Wort: „Überraschend“
    Egal was passiert, für die Wirtschaftsweisen kommen auf- und ab´s immer wieder überraschend.
    So weit ich mich erinnern kann, gab es keinen Artikel in den Medien, wo nicht etwas Überraschend, unvorhergesehen, unüblich,….war

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