Donnerstag,23.September 2021
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John Paulson: Goldpreis vor parabolischem Anstieg

Gold, Goldpreis, parabolisch (Foto: Goldreporter)
Goldpreis mit parabolischem Anstieg? Starkes Geldmengen-Wachstum, steigende Inflation, Umschichtung von Finanzkapital und Spekulation sind laut John Paulson die Stationen für eine solche Entwicklung (Foto: Goldreporter).

Zwar verbrannte sich John Paulson mit einem Milliarden-Gold-Investment womöglich bereits die Finger, der Hedgefonds-Manager glaubt aber weiter an einen starken Goldpreis-Anstieg.

Gold als Investment

Man sollte Gold als Versicherung nicht als Investment ansehen. Wenn man zu sehr von einem Goldpreis-Anstieg überzeugt ist, und viel Geld in Edelmetall investiert, dann kann man vorübergehend auch viel Geld verlieren. Diese Erfahrung musste der US-Milliardär John Paulson machen. Er ist Gründer und Namensgeber des Hedgefonds Paulson & Co. Inc. Seine Gesellschaft war lange Zeit der mit Abstand größte Anteilseigner des SPDR Gold Shares (GLD), dem weltgrößten Gold-ETF.

Ehemaliges Milliarden-Investment

Noch bis Ende 2012 hielt Paulson mehr als 21 Millionen GLD-Anteile im damaligen Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar. Der Goldpreis war schon deutlich von seinem Rekordständen im September 2011 zurückgekommen. Seinerzeit erklärte er noch gegenüber Bloomberg: „Obwohl Inflation und Inflationserwartungen verhalten bleiben, was den Appetit nach Gold in diesem Jahr bislang dämpfte, glauben wir, dass Zentralbankkäufe und eine starke Nachfrage aus China und Indien dabei helfen wird, den Goldpreis in naher Zukunft zu stützen“.

Verluste in der Goldpreis-Korrektur

Doch dann setzte im Zeitraum von 2012 bis 2015 eine kräftige Gold-Baisse ein. Der Goldpreis korrigierte um gut 30 Prozent. Mit dem steigenden Verkaufsdrucks stieß der Fonds dann große Teile der GLD-Beteiligung ab (Milliardär John Paulson halbiert Investment im größten Gold-ETF). Ob er mit dem Verkauf tatsächlich Verluste einfuhr, hängt natürlich von seinen Einstiegskursen ab.

Man könnte aber durchaus sagen, Paulson verbrannte sich mit diesem Investment die Finger. Er war zumindest nicht in der Lage, das Investment länger durchzuhalten. Im letzten Quartal verkaufte der Fonds unseren Recherchen sogar alle übrigen GLD-Anteile und hielt aber laut SEC-Bericht (13F-Report) einen Call auf den SPDR Gold Trust. Dessen Wert wurde per Ende Juni 2021 mit 2,9 Millionen US-Dollar beziffert. Also eine vergleichsweise geringe Summe im Vergleich zu dem einstigen Milliarden-Dollar-Investment im GLD.

Goldpreis vor parabolischem Anstieg?

Trotzdem gibt sich Paulson weiterhin optimistisch in Sachen Gold. In einem aktuellen Bloomberg-Interview (siehe auch Video unten) erklärt er, warum der Goldpreis seiner Ansicht nach parabolisch steigen werde. Das Edelmetall entwickle sich gut in Zeiten hoher Inflation. So sei Gold zuletzt in den 1970er-Jahren in einem entsprechenden Umfeld bereits parabolisch angestiegen. Und so lautet seine Erklärung.

Gold vs. Festverzinsliche

„Es gibt nur eine geringe Menge an investierbarem Gold. Es beträgt vielleicht einige Billionen, während das Volumen des gesamten Finanzvermögens rund 200 Billionen umfasst, davon vielleicht 120 Billionen an festverzinslichen Anlagen. Wenn sie also in langfristig US-Staatsanleihen investieren, die mit 2 Prozent rentieren und die Zinsen auf 5 Prozent steigen, dann verlieren diese Bonds stark an Wert. Und wenn man Geld auf der Bank hat, das null Prozent Zinsen bringt und die Inflation bei 4 Prozent liegt, dann vernichten Sie mit der Zeit den Wert Ihres Geldes. Wenn also die Inflation zunimmt, versuchen Anleger, aus festverzinslichen Papieren und Cash zu fliehen. Und der logische Schritt ist, ins Gold zu gehen“, so Paulson.

Inflation als Ausgangspunkt

Warum geht Paulson erneut von einer parabolischen Goldpreis-Entwicklung aus? Die Umschichtung von enormen Mengen an Vermögen in Richtung des nicht beliebig verfügbaren Goldes, führe auf Basis von Angebot und Nachfrage zu einem steigenden Goldpreis. Und der Kursanstieg sorge mit der steigenden Attraktivität für Investoren zu einer weiteren Beschleunigung der Preisentwicklung.

In der jüngsten Entwicklung mit deutlich steigenden Inflationsraten sieht sich Paulson bestätigt. Nach der Weltfinanzkrise von 2008 sei das durch die Zentralbank gedrückte Geld nur im Finanzsektor zirkuliert. Nun gelange es in die Privatwirtschaft und erzeugte eine entsprechende Teuerung der Verbraucherpreise. Das Interview (in Englisch) sehen sie im unten eingebundenen Video.

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6 KOMMENTARE

  1. Parabolisch hin oder her – Gold/Silber wird gegenüber FIAT-Geld aufwerten – das ist für mich der entscheidende Trigger. Der eigentliche Anstieg spielt eigentlich keine Rolle final !
    Wichtig ist nur dier Kaufkrafterhalt des Vermögens für einem selbst, bzw. für seine Kinder (nachfolgende Generation).
    Verbrennt Euch nicht die Finger an den anderen, überteuerten Assets (meine Schrottimmobilien, Aktien von Zombifirmen und Anleihen von Staaten, die eigenlich reif für den Insolvernzverwalter sind).
    Stetig und immer etwas Gold und Silber zukaufen – der Preise ist nicht der entscheidende Trigger am „Ende aller Tage“. Die Welt dreht sich auch nach dem Crash, wenn er denn mal kommt, in der gleichen Geschwindigkeit weiter. Und für die Umwelt ist ein Nachlassen der wirtschaftlichen Dynamik auch mal nicht schlecht. Der Traum vom ewigen Wirtschaftsaufschwung ist eh irgendwann mal ausgeträumt.

    • @kryptomane
      Sicher, der Wirtschaftsaufschwung einer Wirtschaft wie wir sie heute kennen, endet mal gewiss.
      Aber es gibt noch andere Formen der Wirtschaft.
      Ich nenne mal Umweltschutz und Umwelt Regenerierung
      Energiewirtschaft einer neuen Energieform oder auch die Informatik und Vernetzung.
      Mobilität wird damit in den Hintergrund treten, Vernetzung und Fern-Arbeits-Plätze in den Vordergrund.
      Das Zeitalter der Schwerindustrie mit Klopfen und Hämmern, mit Fliessband und Ölverschmierten Gesichtern wechselt in eine andere Form der Industrie.
      Mehr zum Wohle des Planeten, denn zur Ausbeutung.
      Berufe und ganze Industriezweige verschwinden, andere werden entstehen.
      Das Heil der Welt kann doch nicht darin bestehen, simple Autos zusammen zu schrauben, auch wenn die elektrisch fahren. Auch nicht, immerfort Strassen oder Eisenbahntrassen in die Landschaft zu pflastern oder um 100 Euro nach Mallorca zu fliegen um dort zu Saufen und zu Grölen.
      Es wird eine Abkehr von der Mobilität geben müssen.

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  3. Wenn der von einem Goldpreisanstieg faselt, hat er noch Restbestände von zu teuer eingekauften Gold Derivaten und möchte die jetzt möglichst Gewinn bringend veräussern.
    Merke: Wann immer einer von diesen Spekulanten etwas voraussagt, aus Eigennutz, tritt genau das Gegenteil ein.
    Und hofft, dass ihm die Anleger das Geld hinterher werfen.
    Übrigens, gibt es irgend einen Grund, dass der DAX, trotz US Feiertag 1% zulegt ?
    Hier nützt die EZB die Gelegenheit, DAX Aktien zu kaufen, ohne dass die USA ins Handwerk pfuschen kann.

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  5. Gold wieder unter 1800.
    Der Bitcoin mit 10% im Minus. Hoffentlich hat den hier zumindest keiner letzte Tage gekauft.
    Denn es ist durchaus möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass das Bankenkartell dieses ominöse und selbsternannte Währungskonstrukt voll unter Kontrolle hat.
    Wie gesagt, beim Gold ist oben der Deckel und nach unten die dünne Eisdecke.
    Deshalb, Vorsicht auf diesem Gelände.
    Vorsichtige Zukäufe, monatlich, machbar.
    Von grösseren Investitionen jedoch noch ! oder vorerst !
    abzuraten.
    Jedoch, für mich gilt der Kauf von 1kg dieses Jahr noch immer. Und wenn es unter 50.000 Euro liegt, dann auch.

    • @Maruti
      Es ist an der Zeit, die Sklaven zu befreien. Guckst Du.
      Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      https://www.youtube.com/watch?v=mnvmr8B7hSI

      Mein Aug‘, das sah den Aufstieg unseres Golds in seinem Ruhm.
      Wie es stampfet aus die Banken, wo des Zornes Früchte ruh’n.
      Und schon blitzt sein schrecklich schnelles Schwert, kündt‘ Unheil bösem Tun.
      Sein Wert geht ihm voran.
      /Refrain:/ Rühmt es, rühmt es, halleluja! Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      Rühmt es, rühmt es, halleluja! Sein Wert geht ihm voran.

      In viel hunderten von Drückernächten sah ich sein Gesicht,
      In dem Lügendunst des Nullzins ein Altar ward Ihm erricht’.
      Und sein Richterspruch erscheint vor mir im hellen Rampenlicht.
      Sein Wert geht ihm voran.
      /Refrain:/ Rühmt es, rühmt es, halleluja! Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      Rühmt es, rühmt es, halleluja! Sein Wert geht ihm voran.

      In dem steilen Chart graviert die Botschaft klang wie Glockenton:
      „Euer Kampf gegen Enteignung findet meiner Gnade Lohn.“
      Es enteilt der Kurs des Physischen, Papiergold erntet Hohn.
      Und Gold marschiert voran.
      /Refrain:/ Rühmt es, rühmt es, halleluja! Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      Rühmt es, rühmt es, halleluja! Sein Wert geht ihm voran.

      Gold stieß in die Posaune, die zum FIAT-Ende ruft,
      Und nun labet es die Sparer, die erweckt‘ es aus der Gruft.
      Denn QE und Bankenrettung sind all wirkungslos verpufft,
      Sein Wert geht ihm voran.
      /Refrain:/ Rühmt es, rühmt es, halleluja! Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      Rühmt es, rühmt es, halleluja! Sein Wert geht ihm voran.

      In der Schönheit all der Barren von Valcambi und von PAMP,
      Wir, verklärt von ihrem Glanze, glauben nicht an Donald Trump.
      Denn er ist nicht unser Heiland, lügt und twittert ganz verkrampft.
      Und Gold marschiert voran.
      /Refrain:/ Rühmt es, rühmt es, halleluja! Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      Rühmt es, rühmt es, halleluja! Sein Wert geht ihm voran.

      Denn sein Glanz, der gleicht dem Strahlen morgendlicher Sonnenpracht,
      Auf der Welt den Goldbesitzern hat Erlösung es gebracht.
      Alle Blasen sind geplatzt, und auch die Börsen sind gekracht.
      Und Gold marschiert voran.
      /Refrain:/ Rühmt es, rühmt es, halleluja! Rühmt es, rühmt es, halleluja!
      Rühmt es, rühmt es, halleluja! Sein Wert geht ihm voran.

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