Samstag,01.Oktober 2022
Anzeige

Kriegsangst: Goldpreis und Anleihekurse steigen

Gold, Goldpreis, Staatsanleihen
Goldpreis steigt, Anleiherenditen fallen: Sichere Häfen sind derzeit gesucht.

Der Krieg in der Ukraine lässt den Goldpreis steigen und die Anleihe-Renditen fallen. Die Märkte sind weiter im charakteristischen Krisenmodus.

Goldpreis steigt

Der Goldpreis am Spotmarkt notierte am Dienstagvormittag um 11:20 Uhr mit 1.918 US-Dollar pro Unze (+0,5 % gegenüber Vortag). Das entsprach 1.715 Euro (+0,85 %). Die Silberunze kostete 24,50 US-Dollar beziehungsweise 21,92 Euro (+0,6%). Der Ölpreis (Brent Crude) zog an um 3,5 Prozent auf 101,48 US-Dollar pro Barrel. Währenddessen gab der DAX um mehr als 2 Prozent nach auf 14.100 Punkte.

Ukraine-Krise

Der Krieg in der Ukraine treibt mehr Investoren in die allgemein als „sichere Häfen“ angesehenen Anlageklassen. Dazu gehört natürlich Gold. Allerdings sind nun auch wieder Staatsanleihen als defensive Anlageform gefragt. Dies verdeutlicht der jüngste Rückgang der Anleiherenditen. Hier gilt die bekannte Arithmetik: Stärker Nachfrage, steigende Anleihekurse, sinkende Anleiherendite.

Fallenden Zinsen

So brachten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstagvormittag an der Börse 1,86 Prozent Zinsen. Diese waren vergangene Woche zeitweise auf über 2 Prozent angestiegen. Auch die Renditen deutscher Papiere kam zurück, von 0,21 Prozent in der Vorwoche auf nun 0,14 Prozent. Allerdings gibt es bislang keine Rückkehr zu Negativzinsen in den von uns beobachteten Ländern.

Anleihen, Staatsanleihen, Renditen, Länder, USA, Deutschland

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigt der Goldpreis oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse). Das erleben wir derzeit.

Goldreporter

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?



20 Kommentare

  1. Nun ist es geschafft. Der Ölpreis über 100 Dollar.
    Nächster Schritt 120 Dollar. Er sollte doch laut Analysten
    längst negativ sein. Wie kommts ? Ach, ja, nur vorübergehend. Mein Maruti ist vollgetankt und beim nächsten Tank ist es ja wieder umsonst.
    Die Infla schreitet wie gewünscht munter voran. Draghi sei Dank. Endlich Inflation und bald wieder Zinsen.
    Die Welt ist in Ordnung gekommen, dank EZB und FED.
    Und auch Putin kommt zu Besinnung und erschafft wieder die DDR, die Mauer und den Vorhang.
    Endlich, zurück zur Normalität nach all den Exzessen der Vergangenen Tage.
    Ich werde bald mal wieder die DDR und auch Ostberlin besuchen. Gänsefleisch die Kuffer uffmache……

    • @Maruti
      Du hast was vergessen. Pro Tag Deines Aufenthalts 25 Schweizer Franken gegen 25 Euro-Holzrubel eintauschen (Zwangs-Umtausch). Erinnere Dich mal, als Österreich in den 1990ern der EU beitreten wollte. Da wurde vorab Zar Boris der Durstige im Kreml gefragt, ob die Russen das als Verletzung des Neutralitäts-Gebots aus dem Staatsvertrag von 1955 ansehen. Jelzin war’s egal. Sollte die NATO jemals Truppen auf dem Gebiet der Ex-DDR stationieren, so wäre der 2+4-Vertrag tatsächlich hinfällig. Ich will ja kein Gespenst an die Wand malen, aber frag mich lieber nicht zu meiner Meinung zu den Amis. Da schmeißt mich der GR glatt aus dem Forum. Aber die Ösis ärgern, muß einfach mal sein. Also: https://www.youtube.com/watch?v=2j75-a1GmSY

      (1) Land der Berge, Land am Strome,
      Maut zahlt jeder, der hier wohnet,
      Kriegt man so auch die Piefkes weich!
      Spucken die auch große Töne,
      Auf der Autobahn müssen sie löhnen,
      bringt doch Geld für Österreich.
      Bringt doch Geld für Österreich.

      (2) Heiß umfehdet, wild umstritten,
      liegst im Euroland inmitten
      einem starken Zahler gleich.
      Hast seit frühen Ahnentagen
      hoher Beiträge Last getragen,
      vielgeprelltes Österreich.
      Vielgeprelltes Österreich.

      (3) Bargeldlos in neue Zeiten,
      frei von Cash sieht man uns schreiten,
      arbeitsfroh und hoffnungsreich.
      Einig laß in Jubelchören,
      Euroland, dir Treue schwören,
      ausgesaugtes Österreich.
      Ausgesaugtes Österreich.

  2. Den letzten Maruti Absatz kann ich zwar so nicht erkennen, aber Inflation wieder über 5% ist schon eine
    Hausnummer. Sie wird sich dort eher verfestigen als das 2% Ziel, für das es nie eine ökonomisch haltbare
    Begründung gab. Gut angepasste Opportunisten werden aber auch von solche Inflationszahlen nicht besonders betroffen sein.

    • @goldhase
      Wenn auch manches von maruti wie ein Märchen klingt,
      aber meist ist immer ein Körnchen Wahrheit dabei….
      Hat Putin in der Ukraine Erfolg, sind als nächstes die balt. Staaten, dann Warschau zum entnazifizierungsprozess dran. Darauf folgt dann die DDR, welche, da wird mir sogar mal Thanatos oder Krösus recht geben, dringend
      entnazifiziert werden müsste. Jedenfalls von Höcke und co.

  3. Presse Aktuell:
    – der Silberpreis klettert über die Marke von $25,- Dollar
    – der Schweizer Franken steigt auf den höchsten Stand seit der Abkehr
    von der Anbindung an den Euro im Januar 2015.
    – Der „FrechDAX“ fällt wieder unter 14.000 Punkte
    – Die Nordstream 2 AG steht vor der Insolvenz(( mehr:))

    „WEF-Schnattergans“: wir freuen uns, daß unsere
    amerikanischen Freunde uns mit ( verganem,
    Bio-umweltfreundlichen und nachhaltigem
    ) LNG-
    Fracking-Gas aushelfen wollen.
    Und wir sind gern bereit, dafür auch den doppelten
    Preis zu bezahlen.

    @WS
    (Brzeziński-Think-Tank: „Mission accomplished“.)
    ( ͡◒ ͜ʖ ͡◒)

  4. Wer denkt, mit Rüstungsaktien den schnellen Gewinn mitnehmen zu können, soll sich mal den Absturz der Hensoldt Aktie ansehen.
    Hensoldt, eines der bekanntesten Rüstungskonzerne und Waffenschmieden.

  5. Warum der DAX nicht schon längst unter 10.000 Richtung 3.000 marschiert, liegt sicher daran, dass die meisten dieser Aktien von den EZB Grossbanken gehalten werden. Wären es normale Anleger, stünde der DAX jetzt schon bei 7500.
    Aber, lange kann die EZB das auch nicht mehr aufrecht erhalten und die nahestehenden Banken und Fonds werden aussteigen müssen. Nach dem Motto, rette, wer sich kann. Und das ist immer einer, welcher zu erst anfängt zu rennen.
    Reise, reise, nach Jerusalem.

    • Sie könnten auch mal kurz recherchieren, bevor sie Dinge posten, die Sie womöglich nur vermuten. Ich mach das ausnahmsweise mal für Sie. Die EZB hält keine Aktien, obwohl schon darüber nachgedacht wurde: https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2020/heft/7/beitrag/ezb-aktienkauf-gedankenexperimente-beenden.html
      Die größten DAX-Investoren sind Fonds- und Investmentgesellschaften: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/510662/umfrage/groesste-investoren-im-dax/
      Bitte, gern geschehen ;)

      • @Maruti – GR
        So ist es.
        Das Problem sind die dummen Schafe, die ihr Geld blind ihrer Bank anvertrauen und in die Fonds stecken.
        Und noch schlimmer: drin lassen, bis es zu spät ist.
        Dort trifft es dann auch die Leute mit Lebensversicherungen etc., die auch so wunderbar in Staatsanleihen investiert sind.

        Nur ein kleiner Teil der Anleger legt clever selbst an.
        Das „Smart-Money“ ist schon lange raus aus Aktien. Oder abgesichert.
        Sehen Sie z.B. sich nur die katastrophalen Kursverläufe von Biontec und Moderna an.
        Die Cleverles riechen die Sache immer weit vor der Masse.

        Jeder denkende Mensch hätte spätestens ab Herbst seine Fondsanteile verkaufen und in Edelmetall drehen müssen.
        Aber die Masse ist dumm und träge.
        Davon lebt das System und die Profiteure.

        Irgendwann (zu spät) merkt es die Masse.
        Sehen wir uns nur die DAX- etc. Charts der Jahre 2000 bis 2003 und 2008 an.
        Keine Sorge: es geht bald richtig los.

        Wie sagt der ehrbare britische Kapitän in solchen Fällen:
        „And from now on, Gentrlemen, everybody for himself“.
        Deutsch: Rette sich, wer kann.

        • @Meister Eder
          Mit „Rette sich wer kann“ ist das so eine Sache.

          Ich hab da z.B. noch so einen Fonds, der durch die AG-Spende noch ein paar Jahre gesperrt ist. In Summe ist das nichts bewegendes, obgleich ich beim „Allzeithoch“ im Januar tatsächlich kurz überlegte den vernachlässigbaren Betrag oberhalb der Sperrsumme umzuschichten. Mit dem Wissen von heute hätte ichs gemacht. In Summe sind das seit Jahreswechsel 15% Minus und Au im gleichen Zeitraum 10% im Plus, unberücksichtigt von Abschlägen und Aufgeld.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige