Montag,05.Dezember 2022
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Leichte Erholung bei Gold und Anleihe-Renditen

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Der Goldpreis rutschte zuletzt kurzzeitig unter die Schwelle von 1.800 US-Dollar, parallel stieg die US-Rendite auf mehr als 30 Prozent. Nun zeichnet sich in beiden Fällen erst einmal eine Erholung ab.

Der Goldpreis hat sich wieder deutlicher oberhalb von 1.800 US-Dollar etabliert. Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen sind zurückgekommen.

Goldpreis leicht erholt

Am Dienstagvormittag um 9 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 1.828 US-Dollar. Das entsprach 1.747 Euro. Damit stand der Goldpreis 1,7 Prozent tiefer als vor einer Woche. In Euro gerechnet betrug das Minus 0,8 Prozent.

Staatsanleihen

Währenddessen sind die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen gegenüber Vorwoche erstmals seit Anfang April in unserer regelmäßigen Marktbeobachtung wieder zurückgekommen. Entsprechende US-Bonds rentierten am Vormittag mit 2,92 Prozent. Vergangene Woche waren diese Zinsen noch auf mehr als 3 Prozent angestiegen. Die Rendite deutscher Papiere rutschten nun wieder unter 1 Prozent (siehe Tabelle unten).

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf Gold? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Anleihen, Staatsanleihen, Renditen, USA, Deutschland

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigt der Goldpreis oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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8 Kommentare

  1. Charttechnisch ist Gold noch nicht über den Berg
    Erst ab 1858 wären wieder Kaufsignale zu erwarten, welche durchaus über 1900 führen könnten.
    Mal sehen, ob das jetzt nur ein kurzer Rücksetzer war oder ein nachhaltiger erneuter Anstieg.
    Man vergesse nicht, vor wenigen Tagen sahen wir bereits
    2040 Dollar beim Gold.
    Es müsste also auch hier deutlich darüber gehen, um die 2500 zu erreichen und zu überwinden.
    Goldbesitzer wird das alles nicht interessieren, da die nicht verkaufen und buchtechnisch sich nicht drum kümmern.
    ( jene, welche wissen wollen, was mein Gold jetzt wert ist, brauchen bloss auf die Ankaufskurse der Händler sehen. Das sind pi mal Daumen gleichzeitig auch die Spotkurse).
    Goldaufstocker jedoch sollten aufpassen, nicht in Bullenfallen zu laufen, wie 2011, 2020 oder vor jetzt vor 4 Wochen.
    Nur billig erworbenes Gold ist gutes Gold.

    • „zumal Gold bekanntlich seit 1971 kein Geld mehr ist“

      Gold ist der inbegriff von Geld sonst würde es nicht bei jeder Zentralbank lagern ,aber ich vermute mal er meinte das es seit 1971 kein Zahlungsmittel mehr ist .

      • @goldi
        So ist es. Nur ein Zahlungsmittel hat die gesetzliche Legitimation. Und zwar in Papierform oder als Münze.
        So steht es ausdrücklich auch auf dem Dollar:
        “ ….a legal tender for private and public debt…
        Also ein gesetzliches Zahlungsmittel, für private und öffentliche ( Steuer) Schulden.
        Und zwar nur der Papier Schein. Das Konto Geld hat diese Freigabe nicht.
        Deshalb ist auch das Finanzamt in Deutschland gezwungen, bar bezahlt werden zu können.
        Sie können theoretisch auch bei der GEZ, beim Finanzamt ect bar bezahlen und die Einzugsermächtigung oder Überweisung ablehnen.
        Das wird auch versucht von gewissen Querulanten.
        Aus diesem Grund nur „Bares und Gold Wahres“
        :). Schon lustig, unsere Gesetzgeber mit der grünen Pulle.

    • @klapperschlange
      Dann scheint es doch mit dem Goldpreis wieder aufwärts zu gehen. Solche und ähnliche Meldungen kommen nämlich immer dann, wenn Gold sich zu rentieren beginnt.
      Ein Goldverbot als solches kann und wird es nicht geben.
      Nicht mal eine Diktatur hätte diese Möglichkeit.
      Im Prinzip kann man sagen, je verbotener Gold ist, desto wertvoller wäre es für den Besitzer und umso begehrter für den Erwerber. Das scheint sich bei Staaten rumgesprochen zu haben. Beispiel: Freigabe von Hasch.
      Kaum ist das Zeug frei von Verboten, will es keiner mehr haben. Man könnte die komplette Drogenmafia ausschalten, würde man die Substanzen legalisieren.
      Beispiel: Alkohol und Ende war es mir Al Capone und Co.

  2. Schon spassig sind die USA.
    Dass das kleine Irland, Luxemburg oder die Caiman Inseln neben Japan, China oder UK zu grössten Gläubigern der US Staatsanleihen gehören, hat nicht nur ein Geschmäckle, es ist schon dreist, kriminell betrügerisch und arrogant.
    Genau so gut könnte man auch maruti nehmen, als grössten Gläubiger der USA. Käme aufs selbe hinaus.

  3. Ob sich der heutige Tag als mini Bullenfalle erweist
    wird sich gegen 17:30 zeigen.
    Jedenfalls klettert Gold heute bis auf 1835 Dollar.
    Wer hat da gekauft ?
    Die Hausfrauen natürlich, in der Mittagspause.

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