Mittwoch,08.Dezember 2021
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Lockdown: Händler melden Run auf Gold und Silber

Deutsche Edelmetall-Händler melden nach der Ankündigung eines harten bundesweiten Lockdowns einen rasanten Anstieg der Nachfrage nach Gold und Silber.

Gold, Edelmetall, Handel (Foto: Goldreporter)
Gold und Silber stark gefragt. In der Corona-Krise suchen viele Menschen in Sachen Geldanlage nach Sicherheit (Foto: Goldreporter).

Gold und Silber / Lockdown

Gold und Silber in Form von Münzen und Barren erleben einen enormen Nachfrageschub im deutschen Edelmetall-Handel. Am heutigen Mittwoch tritt hierzulande ein bundesweiter Lockdown in Kraft, um die hohen COVID-19-Infektionszahlen einzudämmen – zunächst bis 10. Januar 2021. Das Robert Koch Institut meldete am Vormittag 27.728 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am vergangenen Sonntag hatten sich die Ministerpräsidenten in Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt auf die Schließungsmaßnahmen verständigt. Davon betroffen ist auch der deutsche Edelmetall-Handel. Und der meldet einen rasanten Anstieg der Nachfrage nach Goldmünzen, Goldbarren und Silbermünzen.

Edelmetall-Handel

Henry Schwarz, Geschäftsführer von Anlagegold24 erklärt gegenüber Goldreporter: „Am Sonntag als der erneute große Lockdown bekannt gegeben wurde, hat sich unser Tagesumsatz innerhalb von Minuten verdoppelt. Dies zeigt mir welch einen großen Stellenwert Edelmetalle in der Lockdown-Situation haben.“ Dominik Kettner, von Kettner Edelmetalle meldet:„Die Nachfrage bei uns hat sich verdrei- bis vervierfacht. Und auch Andreas Heubach von Heubach Edelmetalle in Schwaig bei Nürnberg bestätigt: „Die Nachfrage ist riesig – vor der Tür und auch online“. Mit den kürzlich bereits verschärften Sicherheitserfordernissen für den Einzelhandel gelangten zuletzt weniger Kunden pro Verkaufsfläche in die Läden.

Lange Warteschlangen

Raphael Scherer, Managing Director der Philoro Edelmetalle GmbH meldet: „Mit der Ankündigung des harten Lockdowns in der vergangenen Woche erhöhte sich die Nachfrage nochmals deutlich. In allen Filialen konnten wir einen starken Kundenansturm verzeichnen und es kam zu langen Warteschlangen vor den Filialen. Das Onlinegeschäft zog ebenfalls kräftig an, wenn auch nicht so stark wie das Filialgeschäft“. Und er führt aus: „Die Nachfrage nach Münzen und Barren war das ganze Jahr über deutlich stärker als im Vorjahr. Mit Beginn des Lockdown light im November nahm die Nachfrage nach Edelmetallprodukten nochmals stark zu und die Edelmetallproduzenten kamen mit der Produktion kaum nach.“

Es wird gehamstert

„Die Menschen sind am goldhamstern“, sagt Tim Schieferstein, Geschäftsführer der Solit Management GmbH (GoldSilberShop.de). „Insbesondere in unserem Ladengeschäft in Mainz, aber auch bei unseren regionalen Vor-Ort-Partnern konnten wir am Montag einen regelrechten Run verzeichnen: Die Kunden standen zeitweise circa 50 Meter Schlange. Erinnerungen an den starken Andrang anlässlich der Absenkung der Bargeldgrenze für anonyme Käufe im letzten Dezember werden wach“. Dagegen sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG: „Der Lockdown hat dieses mal (bis jetzt) noch keine solchen Panikkaufwellen ausgelöst wie beim ersten Mal. Die Nachfrage ist eher Weihnachtsgeschäftsbedingt auf hohem Niveau.“

Anleger, die jetzt noch Gold und Silber kaufen möchten, müssen einiges bedenken. So zeichnet sich jetzt schon ein Engpass bei einigen Anlageprodukten ab. Über die aktuelle Liefersituation und auch über die Lage in Österreich berichten wir in diesem Artikel: Edelmetall kaufen im Lockdown: Das müssen Sie beachten!

Goldreporter

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12 KOMMENTARE

  1. Auch wenn es vielleicht verleiten sollte:
    Keine Käufe, jetzt will jeder zu beinahe jeden Preis. Das Aufgeld kann m. E. schon beinahe als frech bezeichnet werden. Z.B. Kettner hat bei Silber Aufpreise von 60% und mehr!

    Die Zeiten werden- so hoffen wir – auch wieder ruhiger….

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  3. Wie ich es schon vorausgesagt habe:
    Der Run auf Gold sowie die Krise führt zu billigeren Goldpreisen.
    Das kann man heute deutlich sehen:
    Die Wirtschaft liegt im Coma, Firmen vor der Pleite, der totale Lockdown und
    Die Aktienindizes schiessen durch die Decke und Gold wird immer günstiger.
    Noch warten bis die Krise richtig heftig wird und die Leute schon um 4 Uhr morgens Schlange bei Kettner stehen.
    Erst dann ist Gold wirklich günstig zu haben.
    Dafür sorgt Kartell und Notenbank.
    Mitte Jänner bis Anfang Februar.

    • @maruti
      wie du schon vorausgesagt hattest, warte ich immer noch auf die 1000 Euro per Unze, hab alles zusammengekratzt was ich habe um dann zuzuschlagen.
      Dafür, dass fast jeder Beitrag von dir mit „wie ich es schon vorausgesagt habe“ ist deine Trefferquote aber äußerst gering. „Wie ich schon vorausgesagt habe“
      sollte über Weinachten mal Urlaub machen.

  4. BITCOIN über $20.000,-…

    * Das Privileg, Geld zu drucken wie‘s beliebt, ist Sache der Notenbanken.
    * Geld ist „Macht“ – und diese Macht lassen sich die Notenbanken „ungern“ nehmen.
    * Bei BITCOIN-Kursen > $20.000,- verschiebt die Macht zugunsten BTC, ..wenn man es in Geldscheine umtauscht, und die Zentralbanken die Kontrolle über ..das Geld verlieren.

    Mir sagte vor ein paar Monaten ein Banker in Frankfurt, daß die Notenbanken am BTC-Markt eingreifen würden, wenn ihnen die Konkurrenz durch Bitcoin & Co. zu groß wird und vor allem über Ländergrenzen hinweg „die FIAT-Money-Show“ stehlen würden.

    Ich meine: jetzt ist es so weit. Die „Power“, die Geldströme zu kontrollieren, werden sie sich nicht nehmen lassen.

  5. Der steigende Bitcoin ist eine Katastrophe für alle Notenbanken und Finanzämter.
    Denn, all das, was man bisher installiert hat, gegen Schwarzgeld, Steuerhinterziehung bis hin zur Geldwäsche wird mit dem Bitcoin möglich und damit ad absurdum geführt.
    Jeder Handwerker, Arzt, Gewerbetreibender kann sich mit Bitcoin bezahlen lassen,
    ohne Rechnung und damit preiswerter und braucht nicht mit dem Geldkoffer in die Schweiz.
    Jeder Drogendealer kann Gelder nach Südamerika schicken und dort bestellen. Beim Kartell direkt.
    Wenn jetzt Notenbanken und Staaten nicht reagieren, ist es vorbei.
    Ein Bitcoinverbot ist der einzig gangbare Weg.

    • Da die meisten reichen Personen da irgendwie involviert sind, wird das Verbot nicht so schnell kommen. Außerdem kann man Bitcoin nicht verbieten, das Netzwerk ist dezentral.
      Interessant an Bitcoin ist, das jetzt langsam Institutionelle Anleger auf den Zug springen.
      Die aktuelle Marktkapitalisierung von 350 Mrd. ist ein Witz im Vergleich zu andere Assets.

      Die Chancen bei Bitcoin sind aktuell einfach nur genial. Ja – auch wenn der Preis im Vergleich vor 10 Jahren teuer ist, aber Bitcoin wird gerade erwachsen und dadurch ist viel weniger Risiko vorhanden als z.B. vor 3 Jahren. Wenn ich nicht in physischem Gold drin wäre, würde ich sofort umschichten.

  6. maruti:
    An die “Allmächtigkeit“ von Bitcoin glaube ich nicht. Und die Vorstellung, dass Staaten wie China, Russland oder die USA sich in dieser Hinsicht an der Nase herumführen lassen, halte ich für abenteuerlich. Wird an der richtigen Stelle der Stecker gezogen, ist Schluss mit Bitcoin.
    Im Übrigen würde mich interessieren, wer Bitcoin hält. Ob es z.B. auch big player sind, oder eher diejenigen, die mit wirecard hingefallen sind. Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass es hierzu keine Erhebungen gibt. Vielleicht ist gerade das aber auch gewollt.
    Man soll bekanntlich niemals “nie“ sagen und es mag sein, dass ich falsch liege. Aber es gibt ein Argument, dass niemand kleinreden kann: Bitcoin gibt es seit 10 Jahren, Gold hat aber über unzählige Kriege, Krisen, Revolutionen, Unrechtssysteme, etc. hinweg seine Funktion als Zahlungsmittel und Wertspeicher hinweg behalten.
    Und ein Punkt fällt mir in diesem Zusammenhang immer wieder ein: wenn Bitcoin bildlich dargestellt werden, dann stellt man sie regelmäßig als goldene Münzen dar. Das ist aus meiner Sicht etwa so, also würde man Tesla-Autos mit einem Mercedes-Stern aufhübschen.

  7. maruti:
    Bitte klären Sie mich auf, denn ich verstehe Ihre Überlegungen nicht. Wenn – wie von Ihnen sicherlich zutreffend dargestellt – der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die wirtschaftliche Lage einen Tiefpunkt erreicht und die Menschen den Ernst der Lage erkennen, ist damit zu rechnen, dass die Leute sich auf Sachwerte stürzen werden. Diese Situation hatten wir bereits im Frühjahr vor dem ersten Lockdown. Der Unterschied wird m.E. aber darin zu sehen sein, dass die wirtschaftliche Lage beim nächsten Run auf EM weitaus schlechter sein wird. Denn dass eine Pleitewelle und daraus folgend ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit vor der Tür steht, ist nicht von der Hand zu weisen. Ebenso ist es Fakt, dass seit dem ersten Lockdown zig Milliarden Euro produziert worden sind, ohne dass Güter oder Dienstleistungen hergestellt bzw. erbracht worden sind. D.h., diese Gelder sind weniger wert als warme Luft. Gleichsam ist seitdem die Sparquote gestiegen, weil die Menschen in Anbetracht der ungewissen Zukunft sich beim Geldausgeben zurückhalten.
    Wenn also in naher Zukunft diese Faktoren zusammenkommen werden und wenn sich in der Bevölkerung die Erkenntnis breit macht, wie es um den Euro und um ihre Sparvermögen bestellt ist, dann werden die Menschen an Sachwerten kaufen, was sie irgendwie in die Finger bekommen können. Und spätestens dann werden die Preisraketen – auch bei den EM – gezündet werden.
    Mir ist klar, dass der Goldpreis Manipulationen ausgesetzt ist. Jedoch gehe ich davon aus, dass die bisherigen Instrumente dann wirkungslos sein werden. Denn die Wirkung von Angebot und Nachfrage kann man nicht ohne weiteres ausschalten, wenn Panik entsteht und wenn Geldmassen in die Märkte eingebracht werden. So ist es schon seit Jahren auf dem Immobilienmarkt mit dem Ergebnis, dass man mittlerweile für Schrottbuden Mondpreise zahlen soll.
    Werter marudi, bitte erklären Sie mir, wie es vor diesem Hintergrund dazu kommen soll, dass wir Preise von 1.000,00 Dollar für die Unze zu erwarten haben. Und bitte kommen Sie mir nicht mit pauschalen Hinweisen auf irgendeine “Drückermafia“.

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  9. @maruti
    Ich warte auch noch auf die Tausend. Hoffentlich macht Gold bis Jaenner (laeppische 2 bis 3 Wochn) noch einen ordentlichen Totalabsturz, sonst kommen wir nimmer hin. Und frueher kauf i ned. Du hast uns das so eingeredet, maruti. Und ich glaube an dich ;)
    Wehe, wenn du uns nur gepflanzt hast.

    • Wie dem auch sei… Maruti hat es nur gut gemeint. Und es waere ja auch zu schoen gewesen der ertraeumte Tausenderpreis.
      Aber immerhin ist es günstiger geworden. Und wer jetzt erst/ oder Jänner/Februar kauft als zum Hoehepunkt damals, hat auch viel gewonnen pro Unze. Somit hat es sich ausgezahlt, auf ihn zu hoeren.

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