Sonntag,03.März 2024
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New Yorker Fed sammelt weiteres Gold ein

Im Juni sind die in Manhattan bei der Federal Reserve Bank of New York gelagerten Fremdbestände an Gold um weitere 13 Tonnen angestiegen.

Gold in Manhattan

Die US-Notenbank hat erneut eine Veränderung in ihren in Manhattan gelagerten Goldbeständen zu verzeichnen. Dabei handelt es sich nunmehr drei Monate in Folge um einen Zugang von Metall. Denn per Ende Juni summierten sich die als „Earmarked Gold“ (in fremdem Auftrag) bezeichneten Bestände auf einen Wert von 7.855 Millionen US-Dollar (Vormonat: 7.837 Mio. USD).

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Das in solchen Compartments bei der New Yorker Fed im Fremdauftrag gelagerte Gold umfasst derzeit offiziell umgerechnet 5.786,78 Tonnen. Im Juni kamen 13,26 Tonnen hinzu (Foto: Federal Reserve Bank of New York).

Weitere 13 Tonnen eingelagert

Bewertet ist dieses Gold traditionell mit 42,22 US-Dollar pro Unze – dem Preis für die Feinunze Ende des Goldstandards Anfang der 1970er Jahre. Das heißt, aus dem aktuellen Bilanzeintrag errechnet sich eine Goldmenge von 186.049.265,75 Unzen, was 5.786,78 Tonnen entspricht. Damit sind diese Bestände gegenüber Vormonat um 426.338,23 Unzen beziehungsweise 13,26 Tonnen angestiegen (Vormonat: +19,89 Tonnen).

Geheime Goldbestände

Hintergrund: Einmal im Monat legt die Fed ihren Rechnungsbericht vor. Darin enthalten sind auch Angaben zu dem in der Federal Reserve Bank of New York gelagerten Gold. In den Tresorräumen unter den Straßen von Manhattan befinden sich nicht etwa die US-Goldreserven, sondern das im Auftrag von anderen Staaten und Zentralbanken verwahrte Währungsgold („Earmarked Gold“). Adresse: Liberty Street 33.

Bleibt die Frage, welcher Nation oder Entität das Gold gehört. Hierüber legen die New Yorker den Mantel der Verschwiegenheit. Auskunft erlangt man letztlich nur von den Auftraggebern, also in der Regel den Besitzern den Eigentümern der nationalen Goldbestände.

Vertrauen in die Fed

Der erneute Zugang (zweiter seit Mai) ist auch deshalb bemerkenswert, weil in den vergangenen Jahren vor allem Gold in großem Stile aus New York abgezogen wurde. Unter anderem holten DeutschlandÖsterreich und die Niederlande  Gold von Manhattan in die Heimat. Goldreporter hatte 2014 Gelegenheit den unterirdische Tresor persönlich zu besuchen. Daraus wurde eine spannende Reportage, die im Goldreporter-Shop für 9,95 Euro erhältlich ist: Der Fed-Report

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16 Kommentare

  1. Man kann sich dieses Gold bei der FED gegen geringe Gebühr ausleihen und für Shortverkäufe nutzen.
    Was heisst, Leerverkaufen. Das brachte noch immer den Goldpreis runter.
    Im Gegensatz zu einen geliehenen Auto steht bei geliehenem Gold nicht im Vertrag, dass man es nicht verkaufen darf, sondern nur, dass man Gold zum Termin zurückgeben muss oder den Leihvertrag gegen eine geringe Gebühr zu verlängern hat. ( Rollen).
    Im Prinzip ist mir dieses Gebaren wurst ( wie Conchita),
    ich will nur das Zeug so billig wie möglich selbst kaufen
    und so kommt mir das Procedere dieser Banken sehr gelegen.

  2. D erhält von der FED regelmäßig eine Barrenliste zum Nachweis des Vorhandenseins der Hälfte des deutschen
    Goldbestandes. Die andere Hälfte wurde bis 2017 nach D überführt. “ Die Rücküberführung sei damit erfolgreich
    abgeschlossen“. Im Jahr 2012 kritisierte der Bundesrechnungshof, das D keine Möglichkeit zur Prüfung der
    FED Goldbestände auf Qualität und Quantität erhält. Aber warum auch, bekommt doch eine Barrenliste. Immer diese Zweifler.

    • @Goldhase
      Kleinigkeit: eine persönliche Überprüfung der Bestände in NY wurde der Bundesbank bisher nie erlaubt.
      Man muss einfach den Zetteln glauben.
      Auch dem US-Kongress wurde seit 1950 die Überprüfung verwehrt.
      Man muss nur einfach den Zetteln glauben.
      So wie bei Papiergeld.
      Toll.

        • @Klugerrand
          Um mit Radio Eriwan zu antworten:
          Im Prinzip schon. Wenn der Bitcoin Gedanke nicht so grottenschlecht umgesetzt worden wäre.
          Maruti meint:
          Diese einmalige Chance hat man versaubeutelt und nun ziehen die Moneymaker nach.
          Man hätte das Blockchain Prinzip und das Kryptosystem patentieren lassen können. Das wäre schon mal was gewesen. Und jeden verklagen, der nur ansatzweise versucht diese Idee nachzuahmen oder zu vermarkten.
          Man hätte nicht an die Börse gehen sollen, sondern eine eigene Börse schaffen. Dann wären die absichtlich herbeigeführten Kursstürze nicht gewesen.
          Man hätte auch den Bitcoin nur mit Gold kaufen und gegen Gold verkaufen lassen können oder ihn schürfen.
          Dann wäre das Fiat money komplett aussen vor gewesen.
          Wenn man dann noch eine Warenplattform geschaffen hätte, mit allen derzeitigen Gütern, ähnlich Ebay und Co, und als einziges Zahlungsmittel den Bitcoin zugelassen hätte, wäre das Fiat System zusammengebrochen.
          Offenbar war das aber nicht gewollt. Die Bitcoingründer wollten eher schnell Fiatmoney verdienen als einen goldgedeckten Bitcoin schaffen.

          • @maruti
            Beeindruckende Analyse zu Bitcoin. Damit wäre das weltweite Währungssytem auf den Kopf gestellt worden. Aber was nicht sein darf das nicht sein kann. Ich bin überzeugt, die Staaten und deren Zentralbanken hätten absolute Verbote erlassen und mit diakonischen Strafen reagiert.

  3. @Meister Eder
    Wer ist die FED überhaupt, oder derer Mitglieder, stehen die über dem US-Kongress? Da müssen die deutschen happy sein, trotz fremdbesatzung (-Achtung fake news), das überhaupt die Hälfte der Goldbestände zurück auf deutschen Boden sind. Was die FED angeht müssen dies die Amis selbst klären. Wir in Europa müssen unsere Sachen klären, anfangen könnte man mit dem EU-Parlament. Zuerst kommen deutsche Interessen, vor EU Interessen, vor USA Interessen, usw. Arbeit gibt’s genug für die blau-weiss-rot, damit ist nicht das Emblem von Chevron gemeint oder gar die russische Farne.

    • @Big Driver
      Wem gehört die Fed, steht die über der Regierung ?
      Ganz einfach:
      Die Fed besteht aus 12 Regional-Feds, die jeweils den dortigen Banken gehören.

      Ergebnis: der ganze Laden gehört dem Big Money.
      Alleine.

      Genau denselben Leuten gehören auch die Abgeordneten, Senatoren und der Präsident.
      Diese kommen nur durch Milliardenspenden und sonstige Hilfsdienste an ihre Pöstchen.
      Und die wissen ganz genau, wem sie ihr schönes Pöstchen zu verdanken haben.
      Notfalls kann man die auch daran erinnern, wers bezahlt hat.
      In 2 Jahren sind Midterms……..

      Am Ende auf der Leiter des Marionettentheaters stehen Jamie Dimon, Larry Fink, David Solomon und noch 5 Freunde.
      Wer denen die Befehle erteilt, werden wir wohl nie herausbekommen.

  4. @Meister Eder
    Ohne an den Glauben an die bedruckten Zettel mit den vielen Sicherheitsmerkmalen, würde das ganze System
    nicht funktionieren. Und natürlich wird dieses riesige Währungsexperiment genauso scheitern, wie alle anderen der Geschichte.

  5. Das Deutsche Gold, welches noch in den USA lagert, wird nie mehr den Weg nach Hause finden. Historisch betrachtet war es zu Zeiten des kalten Krieges eine gute Idee, Gold im Ausland zu lagern. Jedoch wurde der Zeitpunkt verpasst, es zurück zu holen. Dies hätte 1990 geschehen müssen.

    • @Snow Flake
      Der Kalte Krieg hat aber Frankreich nicht am Zurückholen gehindert.
      Forbes begründet die deutsche Goldlagerung im Ausland noch etwas anders:
      “ Das hat heutzutage vor allem Sicherheitsgründe. Schließlich ist es sicherheitstechnisch sinnvoller, das Gold dezentral zu lagern, sodass Diebe nicht alles auf einem Haufen vorfinden.“ So trickst man Kriminelle aus.
      Sollten die Dresdner mit ihrem Grünen Gewölbe auch tun. Ein paar Diamantorden nach NY, die wertvollsten
      Waffen nach London usw.

      • @ Goldhase In Dresden lag es am unfähigen Wachschutz in Verbindung mit einem unfähigen Direktor der Sammlungen(musste unbedingt ein Wessie sein)und in erster Linie an der Tatsache dass man vor reichlich 40 Jahren so wie heut überall damal nur über Berlin Schönefeld (Osten) von überall her ohne Papiere nach Westberllin einreisen konnte.Ich habe sie damals kommen sehen

  6. den ami’s würd‘ ich nicht mal den dreck unterm fingernagel überlassen,
    wenn ich einen hätte.
    wo lagert eigentlich die berühmten ~8300 tonnen us gold? in fort nix?

  7. @1150
    Wieviel Gold aktuell noch in Fort Knox lagern, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Wer hat eigentlich das Recht dort mal nachzuzählen wieviel Gold noch da ist? Der Präsident der USA? Offenbar interessiert das aber kein Schwein.

    Es gehen Gerüchte um, dass dort gar kein gottverdamntes Gramm Gold mehr vorhanden ist, die Amis haben alles verramscht?? Zuzutrauen wäre es denen ja.

    Irgendwann wird vielleicht auch ans Tageslicht kommen, wer Präsident John F. Kennedy wirklich erschossen hat. Irgendwo ist das aktenkundig. Aber die Akte wird nicht geöffnet, weil sonst das ganze Ausmaß dieser Verschwörung rauskommt.
    Grüsse aus der Schweiz

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