Sonntag,01.März 2026
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Perth Mint: Gold- und Silberabsatz explodiert im Oktober

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Im Oktober boomte der Goldmarkt international. Die australische Prägeanstalt Die Perth Mint verzeichnete einen kräftigen Sprung bei den Verkäufen von Gold- und Silberprodukten.

Goldabsatz erreicht neues Jahreshöchstniveau

Nach Angaben der Perth Mint stieg der Absatz von Gold im Oktober auf 85.603 Unzen in Form von Münzen und Barren. Damit legten die Verkäufe gegenüber September um 186 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 134 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Goldabsatz nun auf 363.261 Unzen – rund 20 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Noch stärker fiel der Anstieg beim Umsatz aus. Bewertet man die Oktober-Lieferungen mit dem durchschnittlichen Goldpreis von 4.053 US-Dollar pro Unze (London-Referenz), ergibt sich ein Gegenwert von 347 Millionen US-Dollar. Das bedeutet ein Plus von 330 Prozent gegenüber Oktober 2024 und von 158 Prozent gegenüber September. Der deutlich höhere Goldpreis – rund 50 Prozent über Vorjahr – verstärkte diesen Effekt zusätzlich.

Mehr dazu: Überblick der Top-Goldmünzen zur Geldanlage

Starke Nachfrage aus USA und Europa

Laut Neil Vance, General Manager Minted Products, war die robuste internationale Nachfrage der Haupttreiber. „Die Nachfrage im Einzelhandel blieb weltweit stark. Besonders in den USA sahen wir hohe Abverkäufe bei geprägten Goldbarren, während Europa solide Zuwächse bei Goldmünzen verzeichnete“, so Vance. „Der steigende Goldpreis sorgte für breites Interesse, während die Einführung unserer Silver Kangaroo 2026 die Silbernachfrage deutlich belebte.“

Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint von Oktober 2022 bis Oktober 2025.

Silberabsatz fast verdoppelt

Auch beim Silbergeschäft zog das Tempo deutlich an. Im Oktober lieferte die Perth Mint 1.061.231 Unzen Silber aus – fast doppelt so viel wie im Vorjahr und 83 Prozent mehr als im September. Im laufenden Jahr liegt der Absatz mit 5.812.177 Unzen allerdings noch rund 25 Prozent unter Vorjahr.

Gemessen am durchschnittlichen Silberpreis von 49,43 US-Dollar pro Unze ergibt sich ein Umsatz von 52 Millionen US-Dollar. Das sind 113 Prozent mehr als im Vormonat und 189 Prozent mehr als im Oktober 2024.

Abwärtstrend gestoppt

Damit hat die Perth Mint ihren Abwärtstrend vorerst beendet. Denn die starke Goldnachfrage, die stabile Marktstimmung und die Erholung beim Silberabsatz deuten auf eine nachhaltige Belebung hin. Erleben wir eine Jahresendrally bei den Edelmetallen?

Mehr dazu: Nachfrage, Förderung, Analysen – Goldmarkt international

Goldpreis mit Bodenbildung: Charttechnik deutet auf neue Aufwärtsphase hin

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Nach dem Rücksetzer zeigt der Goldpreis Stärke. Ein Doppelboden könnte jetzt die Basis für den nächsten Aufwärtsschub legen.

Goldpreis-Momentum erwacht

Die Goldpreis gewinnt wieder an Dynamik. Nach der Konsolidierung der vergangenen Wochen hat sich ein charttechnischer Boden gebildet. Am Dienstag beendete das Edelmetall den US-Futures-Handel mit 4.130 US-Dollar je Unze (Lieferung Ende November). Der Kurs entsprach 3.564 Euro. Damit legte Gold innerhalb einer Woche um 5 Prozent (in USD) und 4 Prozent (in EUR) zu. Aufgrund des schwächeren Dollar-Kurses fiel die Euro-Performance etwas geringer aus. Der Abstand zum Allzeithoch beträgt noch 5 Prozent (4,8 % in EUR).

Unter Goldpreis aktuell den Spotkurs tagesaktuell verfolgen! Wir analysieren die charttechnische Lage auf Basis der US-Futures.

Gold-Charttechnik deutlich verbessert

Nachdem Gold auf dem Niveau von 3.927 US-Dollar einen Doppelboden ausbildete, erfolgte ein deutlicher Rebound. Damit befindet sich der Goldchart wieder im kurzfristigen Aufwärtstrend. Widerstände liegen bei 4.150 und 4.250 US-Dollar, während Unterstützungen bei 4.100, 4.050 und 4.000 US-Dollar zu finden sind.

Goldsentiment neutral

Währeddessen signalisiert der RSI (Relative-Stärke-Index) bei 59 Spielraum für weitere Erholung – solange die Marke von 70 nicht überschritten wird. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt 22 Prozent, zum 50-Tage-Schnitt 5,8 Prozent.

Gold-Charttechnik, Goldpreis 6 Monate, US-Futures
Charttechnische Goldpreis-Betrachtung: Gold in US-Dollar, 6 Monate auf Basis der US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract) am 14. November 2025.




Auch Goldpreis in Euro stark 

Auch beim Euro-Goldchart zeichnet sich wieder ein leichter Aufwärtstrend ab. Entscheidend bleiben die Widerstände bei 3.570 und 3.650 Euro. Dabei stützen Unterstützungen bei 3.530, 3.475 und 3.440 Euro die kurzfristige Struktur. Der jüngste Kursumschwung erfolgte knapp unter 3.400 Euro. Zudem zeigt der RSI von 60 keine Anzeichen einer Überhitzung.

Euro-Goldpreis in der Chartanalyse, Zeitraum. 6 Monate
Goldpreis-Chart in Euro, 6-Monats-Betrachtung, US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract) per 4. November 2025.

Fazit – Warten auf  Impulse

Ein größerer Abverkauf blieb bislang aus. Denn nach dem Rücksetzer um rund 10 Prozent vom Rekordhoch kam eine technische Gegenreaktion. Dadurch scheint eine solide Basis entstanden zu sein, zumindest für eine fortgesetzte Seitwärtsphase. Aber erst neue Impulse – etwa eine mögliche Fed-Zinssenkung im Dezember oder ein Ende des US-Shutdowns – könnten dem Goldpreis im Zuge einer Jahresendrally weiteres Momentum verleihen.

Mehr zu den technischen Aspekten: Goldpreis-CharttechnikÜbersicht der Analysen

Goldpreis aktuell: Leichte Verluste am Mittwoch – Fed-Reden im Fokus

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Der Goldpreis startet am Mittwoch leicht schwächer bei 4.122 USD. Anleger achten auf neue Hinweise aus Reden mehrerer Fed-Mitglieder.

Gold beginnt unter Vortag

Der Mittwoch beginnt für Gold mit kleinen Verlusten. Denn um 8:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 4.122 US-Dollar bzw. 3.558 Euro pro Unze. Damit waren es 0,1 Prozent weniger als am Dienstagabend. Das Rekordhoch war Gold war 5,4 Prozent (in USD) bzw. 4,7 Prozent (in EUR ) entfernt.

Goldpreis am Vortag: Konjunkturelle Unsicherheiten

Nach anfänglichen Kursgewinnen gab der Goldpreis am Dienstagnachmittag nach und ging 0,3 Prozent beziehungsweise unverändert bei 4.126 USD oder 3.562 EUR aus dem Spothandel. Weiterhin sorgen Unsicherheiten über Aktienbewertungen und Konjunktur-Aussichten für Schwankungen an den Märkten. 

Ausblick – Gold am Mittwoch

Mit Wiliams, Paulson, Waller, Bostic und Miran melden sich mehrere Fed-Mitglieder zu Wort. Den Reden wird Einfluss auf die Zinserwartungen zugeschrieben. Die FedWatch-Wahrscheinlichkeit für ein Dezember-Senkung liegt bei 67 Prozent.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Nachrichten & Livecharts unter Goldpreis aktuell

China zahlt mehr für Gold – Aufschlag auf europäischen Kurs steigt auf 31 USD

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Der Goldpreis-Aufschlag in China ist auf 31 USD gestiegen und unterstreicht den zunehmenden Einfluss des Landes auf den Goldmarkt.

Goldpreis China

Auch in der ersten Novemberwoche blieb der chinesische Goldpreis über dem internationalen Niveau. Laut unseren Berechnungen betrug der Aufschlag an der Shanghai Gold Exchange (SGE) am 7. November 2025 rund 31 US-Dollar, drei Dollar mehr als eine Woche zuvor.

Messzeit: [Fr. 07.11.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +31 USD/oz (31.10.25: +28 USD); Δ: +3 USD

Goldpreis China: Aufschlag an der Shanghai Gold Exchange steigt auf 31 US-Dollar
Der Kursaufschlag an der Shanghai Gold Exchange stieg im November 2025 auf 31 US-Dollar je Unze.

Preisaufschlag im China-Goldmarkt

Markt / Kennzahl 07.11.25 31.10.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 919,30 920,45 -0,12 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 129,87 129,85 +0,02
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.039 4.039 +0
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.008 4.011 -0,07 %
Aufschlag China
→ Europa (USD/oz)
+31 +28 +3

Goldpreis Shanghai Gold Exchange

Die Gold-Aufschläge in China waren in den Wochen zuvor kontinuierlich geschrumpft und sogar in einen Abschlag übergegangen. Dabei gab es zuletzt Hinweise auf eine steigende Goldnachfrage aus Asien – auch Zentralbanken haben Gold zugekauft.

Asiatische Goldnachfrage nimmt zu

Dass zuletzt wieder mehr Edelmetall nach China gelangt ist, zeigen die Goldexport-Daten der Eidgenössischen Zollverwaltung. Der Goldpreis-Aufschlag an der Shanghai Gold Exchange passt hier gut ins Bild. Damit steigt der chinesische Einfluss auf den internationalen Goldpreis wieder. 

Goldreporter verfolgt den China-Aufschlag auf wöchentlicher Basis. In Hochphasen 2024 und im April 2025 lagen die Gold-Spreads zeitweise bei bis zu 90 US-Dollar. Signifikante Goldaufschläge werden von Arbitragehändlern genutzt und können den internationalen Goldpreis spürbar beeinflussen.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 07.11.25; Umrechnung über 7,0788 CNY/USD (Vorwoche: 7,0887 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spotpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Mehr zur aktuellen Kursentwicklung bei Gold: Goldpreis aktuell

Gold am Dienstag – Goldpreis steigt auf 4.133 USD, Hoffnung auf Shutdown-Ende

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Gold aktuell am 11. November 2025: Der Goldpreis steigt auf 4.133 USD. Anleger hoffen auf ein Ende des längsten US-Shutdowns der Geschichte.

Gold steigt weiter

Der Goldpreis notierte am Dienstag um 9 Uhr bei 4.133 US-Dollar bzw. 3.575 Euro pro Unze. Damit startete das Edelmetall mit einem Plus von 0,4 Prozent in den Handel. Von der Bestmarke im Oktober war Gold  noch 5 Prozent (in USD) bzw. 4,4 Prozent (in EUR ) entfernt.

Goldpreis am Vortag: Kursaufschwung

Die Aussichten auf ein baldiges Ende des US-Shutdown haben die Aktienmärkte und auch Gold beflügelt. Auch wenn das Repräsentenhaus den Prozess noch abschließen muss, weicht ein Stück Unsicherheit aus dem Markt. Eine Rückkehr zur Normalität könnte auch den nächste Kursaufschwung beim Goldpreis bedeuten. Der Goldpreis schloss fast 3 Prozent fester über 4.100 US-Dollar – erstmals seit dem 25. Oktober 2025.

Ausblick – Gold am Dienstag

Das endgültige Ende des US-Shutdown wird erwartet. Es bleibt abzuwarten, wann die Behörden ihre Betrieb wieder aufnehmen und die Berichtsroutine zurückkehrt. In Deutschand erscheint der ZEW-Index. Und es gibt wöchentliche US-Jobdaten von ADP.

Mehr zum aktuellen Kursgeschehen auf dem Goldmarkt: Goldpreis aktuell

Goldreserven weltweit: Schwellenländer im Gold-Kaufrausch – massive Zukäufe gemeldet

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Neue große Käufer auf dem Goldmarkt: Brasilien, Indonesien, Guatemala, Irak und Aserbaidschan erweitern ihre Goldreserven deutlich.

Wachsende Goldbestände weltweit

Der World Gold Council (WGC) hat neue Daten zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Demnach haben zahlreiche Zentralbanken ihre Bestände weiter aufgestockt. Die Übersicht basiert in den meisten Fällen auf den offiziellen Angaben der Länder per Ende September 2025. Besonders auffällig ist das starke Engagement mehrerer Schwellenländer, die mit größeren Käufen überraschen.

Goldbarren vor Länderflaggen – Schwellenländer kaufen massiv Gold
Mehrere Schwellenländer haben ihre Goldreserven kräftig erhöht. Brasilien, Indonesien und Irak melden deutliche Zukäufe im September/Oktober 2025.

Neue Großkäufer: Brasilien, Indonesien, Irak

Denn mit starken Goldkäufen tauchen folgende Staaten in der November-Meldung des WGC auf:

  • Brasilien erhöhte seine Reserven um 15,4 Tonnen auf 145,1 Tonnen.
  • Indonesien kaufte 14,8 Tonnen hinzu und hält nun 204,7 Tonnen – ein Sprung von Platz 49 auf Rang 26 der WGC-Liste.
  • Guatemala verdoppelte seine Bestände auf 13 Tonnen (+6,1 t).
  • Aserbaidschan steigerte um 3,7 Tonnen auf 184,8 Tonnen.
  • Der Irak legte um 8,2 Tonnen auf 170,9 Tonnen zu.
  • Auch Kasachstan meldet ein Plus von 7,9 Tonnen auf 324,4 Tonnen.

Weitere Länder auf dem Goldmarkt und regionale Trends

Auch die Türkei vergrößerte ihre rein staatlichen Reserven um 2,3 Tonnen auf 641,3 Tonnen. Einschließlich der bei der Zentralbank hinterlegten Bankbestände summiert sich das türkische Gesamtinventar auf 798,8 Tonnen.

Dagegen reduzierten sich die Bestände Usbekistans um 4,4 Tonnen auf 361,4 Tonnen.

Auch kleinere Notenbanken waren aktiv:

  • Tschechien: +1,5 t
  • Ghana: +1,1 t
  • Katar: +0,8 t
  • Philippinen: +0,6 t
  • VAE: +0,5 t
  • Kirgisien: +0,4 t
  • Serbien: +0,4 t
  • Ägypten: +0,2 t

Top 5 unverändert – Russland mit Zuwachs

An der Spitze bleibt das Bild stabil: Die USA führen mit 8.133,5 Tonnen, gefolgt von Deutschland (3.350,3 t), Italien (2.451,8 t) und Frankreich (2.437 t). Russland verzeichnet einen Anstieg um 3,1 Tonnen auf 2.329,6 t – genau jene Menge, die im Vormonat noch ausgebucht worden war.

Auch China hat seine Goldbestände um 1,9 Tonnen auf 2.302,3 Tonnen erhöht. Damit erreichte der Wert der chinesischen Reserven, wie bereits berichtet, ein neues Rekordniveau von 253 Milliarden US-Dollar.

Mehr: Vollständige Tabelle der weltweiten Goldreserven per November 2025

Globale Goldreserven stabil

Insgesamt weist der World Gold Council die weltweiten staatlichen Goldbestände nun mit 36.359,5 Tonnen aus – 0,2 Tonnen weniger als im Vormonat.

Aber nicht alle Länder veröffentlichen regelmäßige Zahlen. Zu den Staaten ohne laufende Berichte gehören Iran, Israel und Nordkorea. Die WGC-Daten basieren auf Meldungen der Zentralbanken sowie Informationen des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – neueste Entwicklungen, aktuelle Übersicht nach Ländern.

US-Senat ebnet Weg für Ende des Shutdowns – Demokraten gespalten

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Der US-Senat stimmt für einen Kompromiss, der das Ende des 40-tägigen Shutdowns einleiten soll. Einige Demokraten stimmen dafür – trotz parteiinterner Kritik.

Der US-Senat hat mit 60 zu 40 Stimmen ein Verfahren zur Beendigung des längsten Regierungs-Shutdowns der US-Geschichte eingeleitet. Mehrere moderate Demokraten unterstützten laut Bloomberg den Entwurf, der eine teilweise Wiederfinanzierung der Ministerien und rückwirkende Bezahlung der rund 600.000 beurlaubten Staatsangestellten vorsieht. Präsident Trump sprach von einem Durchbruch, doch die Zustimmung des Repräsentantenhauses gilt als unsicher. Dort fordern führende Demokraten weiterhin eine Verlängerung der auslaufenden Obamacare-Subventionen. Das Haushaltsabkommen könnte die Regierung noch in dieser Woche wieder öffnen.

Goldreporter-Kommentar: Das Ende des US-Shutdowns verringert die Unsicherheit an den Finanzmärkten. Warum steigt der Goldpreis dennoch? Man kann die Entwicklung als Rückkehr zur Normalität interpretieren. Die Geldpolitik tritt wieder in den Vordergrund. Genauso wie die anhaltende Schuldenproblematik, in der die USA in erster Reihe stehen.

Mehr dazu: Alle News rund um den Goldpreis

Goldpreis springt nach Ende des US-Shutdowns über 4.070 USD

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Der Goldpreis steigt zum Wochenauftakt kräftig auf 4.075 US-Dollar. Nach 40 Tagen endet wohl der längste US-Shutdown der Geschichte – Anleger reagieren erleichtert.

Gold steigt, Ende des US-Shutdowns

Der Goldpreis startete am Montag mit deutlichen Gewinnen in den Handel. Nach 40 Tagen US-Shutdown (Rekord-Regierungsstillstand) einigen sich Demokraten und Republikaner auf eine Wiedereröffnung der Regierung – ohne Einigung bei der Gesundheitsreform. Gold notierte um 9:00 Uhr bei 4.075 US-Dollar bzw. 3.520 Euro. Damit schoss der Kurs jeweils um 1,8 Prozent nach oben. Die Distanz zum Rekordstand verkürzt sich auf 6,4 Prozent  (in USD) bzw. 5,9 Prozent (in EUR).

Goldpreis am Vortag: 4.000 USD im Fokus

Der Goldspotkurs bewegte sich im Verlauf des Freitags um die 4.000er-Marke und schloss mit 4.001 USD bzw. 3.459 Euro rund 0,5 Prozent höher. Die Entwicklung war geprägt von einer Gesamtmarktschwäche. An vielen Stellen machten Anleger zuletzt Kasse oder gaben Positionen aufgrund von Abverkaufsängsten auf. Das gilt vor allem für extrem hoch bewertete Tech-/KI-Aktien, aber auch Kryptowährungen und Anleihen erlitten Kursverluste. 

Ausblick – Gold am Montag

Bedeutende Konjunkturdaten gibt es heute nicht. Allerdings stehen diese Woche die Auktionen neuer Staatsanleihen im Mittelpunkt des Interesses. Diese Woche werden US-Staatspapiere im Volumen von 125 Milliarden US-Dollar angeboten, am Montag mit Laufzeiten von 3 und 6 Monaten sowie 3 Jahren. Die Nachfrage nach US-Treasuries dürfte zeigen, wie stabil sich das Vertrauen in den Anleihemarkt nach dem Rekord-Shutdown gestaltet.

Mehr dazu: News und Hintergründe zum Thema Gold, Geldpolitik & Zinsen

Goldpreis ringt mit 4.000 USD: COMEX-Daten zeigen Stabilisierung

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Goldpreis pendelt um 4.000 USD. COMEX-Daten zeigen eine Zunahme der Gold-Futures-Verträge bei sinkenden Lagerbeständen. Markt bleibt in Wartestellung.

Der Goldpreis pendelt weiter um die Marke von 4.000 US-Dollar. Trotz seitlicher Bewegung lassen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung erkennen. COMEX-Daten deuten auf eine vorsichtige Rückkehr institutioneller Händler hin – bei zugleich sinkenden Lagerbeständen.

Seitwärtsphase mit Widerstand

Die Feinunze schloss am Freitag im US-Futures-Handel knapp unter der 4.000-Dollar-Marke bei 3.999 USD (3.458 EUR). Damit blieb der Kurs nahezu unverändert zur Vorwoche. Vom Rekordhoch am 20. Oktober trennt Gold rund acht Prozent. Die Marktteilnehmer warten auf Impulse, nachdem viele Anleger zuletzt Gewinne aus Aktien und Anleihen mitgenommen hatten.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis kämpft um die Marke von 4.000 USD – COMEX-Daten zeigen steigenden Open Interest und sinkende Lagerbestände.
COMEX-Daten zeigen steigenden Open Interest bei sinkenden Lagerbeständen. Goldpreis pendelt weiter um die Marke von 4.000 USD.

Open Interest steigt – Stimmung hellt sich auf

An der COMEX erhöhte sich der Open Interest auf 476.871 Kontrakte (+2,4 %). Damit engagierten sich erstmals seit drei Wochen wieder mehr Futures-Händler. Auch bei den Gold-Optionen nahm das Handelsvolumen zu. Allerdings stieg die Zahl der Puts leicht gegenüber den Calls, was auf leicht sinkenden Optimismus hindeutet.

Das Put/Call-Verhältnis stieg auf 0,80. Auf 100 Puts kamen zuletzt 125 Calls – ein Indikator für sinkende Long-Wetten am Goldmarkt.




COMEX-Lager schrumpfen weiter

Die physischen Goldbestände in den COMEX-Tresoren nahmen um 440.000 Unzen auf 37,72 Millionen Unzen ab. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Kategorie „eligible“ aus – also bei jenen Beständen, die Händlern gehören und kurzfristig ausgeliefert werden können.

Physische Deckung sinkt

Bei einem Open Interest von 476.871 Kontrakten ergibt sich eine physische Deckung des Gold-Futures-Handels von rund 79 Prozent – nach 82 Prozent in der Vorwoche. Im Frühjahr 2025 lag der Wert zeitweise bei 98 Prozent, ausgelöst durch Einfuhrwellen infolge von Zollspekulationen. Historisch betrachtet schwankte die Deckungsquote teils deutlich, oft lagen nur rund 30 Prozent des Handels physisch hinterlegt vor.

Lieferanträge und physische Abwicklung

Für den laufenden Kontraktmonat meldete die CFTC bislang 7.119 Auslieferungsanträge, was rund 22 Tonnen Gold entspricht. Im Oktober summierten sich die physischen Abrufe auf 182 Tonnen. Der bisherige Höchstwert stammt aus Januar 2025 mit 238 Tonnen.

Technisches Bild und Ausblick

Der Wochenchart zeigt ein schwankendes, aber stabiles Kursverhalten. Nach Rücksetzern auf 3.939 USD testete der Preis mehrfach die 4.000er-Marke und verteidigte sie auf Schlusskursbasis.

Goldpreis-Chart 03.10. bis 07.11.2025, US-Futures (meistgehandelter Kontrakt -> Dezember): Wie in der Vorwoche pendelte der Kurs um die Marke von 4.000 US-Dollar (Quelle: CME Group).

Steigender Open Interest bei stabilen Kursen spricht dafür, dass sich neue Marktpositionen aufbauen – ein potenziell bullisches Signal. Solange aber frische Impulse ausbleiben, dürfte sich die Seitwärtsbewegung fortsetzen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

China erhöht Goldreserven im Oktober leicht – Zwölfter Anstieg in Folge

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China erhöht seine Goldreserven im Oktober leicht. Die Zentralbank meldet einen Zuwachs auf 2.304 Tonnen und setzt ihre Kaufserie fort.

China stockt Goldreserven weiter auf

Die chinesische Zentralbank hat im Oktober erneut Gold gekauft – und damit ihre Serie an monatlichen Zukäufen fortgesetzt.

Allerdings blieb das Volumen auch diesmal überschaubar. Laut der State Administration of Foreign Exchange (SAFE) stiegen die offiziellen Bestände nur um 30.000 Unzen auf insgesamt 74,09 Millionen Unzen. Das entspricht rund 0,9 Tonnen zusätzlichem Gold.

Damit halten die People’s Bank of China (PBOC) nun 2.304,45 Tonnen Gold, was den zwölften Anstieg in Folge bedeutet – jedoch mit abnehmender Dynamik.

China erhöht Goldreserven im Oktober 2025 – Zwölfter Anstieg in Folge
Die People’s Bank of China meldet im Oktober 2025 erneut Goldkäufe. Der Goldanteil an den Währungsreserven steigt auf acht Prozent.

Das heißt, die gesamten Bestände der People’s Bank of China (PBOC) belaufen sich nun auf umgerechnet 2.304,45 Tonnen – also rund 0,9 Tonnen mehr als Ende September.

Langfristige Entwicklung der PBOC-Reserven

China veröffentlicht traditionell unregelmäßig Angaben zu seinen Goldbeständen.
Auf Phasen ohne Aktualisierungen folgen häufig Perioden mit monatlichen Anpassungen.
Zwischen November 2022 und April 2024 summierten sich die Zukäufe auf rund 316 Tonnen Gold. Danach blieb es mehrere Monate still, bevor im Herbst 2024 wieder neue Meldungen folgten (Quelle: SAFE / PBOC, eigene Darstellung)

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Januar 20261,2440.000
Gesamt seit 2022358,06 11.510.000

Währungsreserven und Goldanteil steigen

Parallel zu den Goldkäufen nahm auch der Wert der gesamten chinesischen Währungsreserven zu – um 0,5 Prozent oder 18 Milliarden US-Dollar auf 3.706,84 Milliarden US-Dollar.

Der Goldanteil an diesen Reserven erhöhte sich leicht auf 8 Prozent (Vormonat: 7,7 %).

Mit einem Wert von 297,2 Milliarden US-Dollar erreichte das Goldportfolio der PBOC zugleich einen neuen Rekordstand.

Einordnung – China Goldreserven

Die anhaltenden, wenn auch kleinen Zukäufe gelten als Signal für Chinas strategische Positionierung im internationalen Währungsgefüge.

Denn die PBOC verfolgt das Ziel, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und Gold als Reservekomponente langfristig zu stärken.

In der aktuellen geopolitischen Lage unterstreicht jeder Zukauf, dass Gold für China eine stabilisierende Reservefunktion behält – auch bei minimalem Kaufvolumen.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

GOLD & WEISS: Zweite Ausgabe des neuen Edelmetall-Magazins erschienen

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Die zweite Ausgabe des Branchen-Magazins GOLD & WEISS erscheint heute als Beileger im Handelsblatt und ist auch online verfügbar.

GOLD & WEISS – zweite Ausgabe erscheint am 7. November 2025
Die zweite Ausgabe von GOLD & WEISS erscheint am 7. November als Handelsblatt-Beileger und ist online verfügbar.

Ab heute verfügbar ist die zweite Ausgabe des Branchen-Magazins GOLD & WEISS. Herausgeber ist Wolfgang Wrzesniok-Rossbach, Geschäftsführer der Fragold GmbH und Veranstalter des ZukunftsForum Edelmetalle. Das Magazin blickt hinter die Kulissen der Edelmetall- und Rohstoffmärkte. In rund einem Dutzend Beiträgen werden Themen rund um Werte, Stabilität und Vertrauen behandelt – passend zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Die Printausgabe erscheint als Handelsblatt-Beileger und wird zusätzlich an rund 5.000 Fachadressen versendet. GOLD & WEISS ist auch online abrufbar.

Goldreporter-Kommentar: GOLD & WEISS verbindet langjährige Markterfahrung mit fundiertem Fachwissen zu einem informativen Branchenmagazin. Mit dem erfahrenen Edelmetall-Experten Wolfgang Wrzesniok-Rossbach als Herausgeber dürfte sich das Magazin als relevante Stimme des deutschen Edelmetallmarkts etablieren.

Silber oder Gold kaufen? Nachfrage bleibt hoch, manche Produkte knapp

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Einige Produkte im Edelmetall-Handel bleiben schwer verfügbar. Besonders bei Silbermünzen zeigen sich Engpässe, während die Ankaufspreise zuletzt deutlich angezogen haben. Hier unser wöchentlicher Marktüberblick.

Goldpreis stabil – Seitwärtsbewegung hält an

Der Goldpreis schwankte in den vergangenen Tagen um die Marke von 4.000 US-Dollar. Am Freitagmittag um 11:15 Uhr notierte die Feinunze auf dem europäischen Spotmarkt bei 4.006 US-Dollar beziehungsweise 3.469 Euro. Damit bewegte sich der Kurs nahezu auf Vorwochenniveau. Auch Silber zeigte sich stabil bei 48,70 US-Dollar beziehungsweise 42,22 Euro pro Unze.

Silber und Gold kaufen: Händler melden knappe Bestände und stabile Preise
Edelmetall-Handel im Fokus: Einige Produkte bleiben knapp, Preise stabilisieren sich.

Edelmetall-Handel: Beliebte Produkte teils schwer lieferbar

In zahlreichen Onlineshops des Edelmetall-Handels sind derzeit verschiedene Produkte nicht oder nur mit Verzögerung erhältlich. Betroffen sind vor allem prägefrische Silbermünzen, Kilo-Silberbarren sowie bestimmte Serien von 100-Gramm-Goldbarren. Die Folge sind längere Lieferzeiten und vereinzelt leicht steigende Aufschläge.

Lesetipp: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster

Gold kaufen – Aufgelder zeigen leichte Bewegung

Wie haben sich die Preise und Aufgelder im deutschen Handel entwickelt? Unsere wöchentliche Erhebung bei fünf Anbietern zeigt nur geringe Veränderungen.
Für prägefrische Krügerrand-Münzen (aktueller Jahrgang) zahlten Käufer durchschnittlich 3.594 Euro – rund 5 Euro weniger als in der Vorwoche. Das durchschnittliche Aufgeld sank auf 3,60 Prozent (Vorwoche: 3,83 %). Währenddessen blieben ältere Jahrgänge mit einem Abschlag von rund 65 Euro pro Unze auf erhöhtem Niveau.

Dagegen stieg das mittlere Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren leicht auf 2,59 Prozent (Vorwoche: 2,48 %). Ein Exemplar kostete im Schnitt 11.446 Euro und damit etwa 24 Euro mehr als vor einer Woche.




Silber kaufen – Nachfrage nach Münzen hoch

Beim Silberhandel bleiben die Preisaufschläge hoch. Eine Unze der Anlagemünze Maple Leaf (aktueller Jahrgang) kostete am Freitag im Mittel 56,98 Euro. Das entspricht einem stabilen Aufgeld von etwa 35 Prozent.

Dagegen verteuerten sich 1-Kilogramm-Silberbarren mit durchschnittlich knapp 30 Prozent Aufgeld etwas stärker (Vorwoche: 28 %).

Auffällig: Die Spreads zwischen An- und Verkaufspreis sanken deutlich auf 32 Prozent. Ursache sind gestiegene Händler-Ankaufspreise, die das Preisgefüge im Silberhandel enger werden lassen.

Rückblick: Die Gold- und Silberpreise der Vorwoche im Überblick zeigen, wie sich Aufgelder und Händlerpreise zuletzt entwickelt haben.

Preisdaten vom 7. November 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung

Leichte Veränderungen bei Aufgeldern geben Hinweise auf kurzfristige Nachfrage- und Liefertrends. In Phasen erhöhter Marktspannung können sie deutlichere Ausschläge zeigen. Derzeit dominiert ein ausgeglichenes Marktumfeld – allerdings bei weiterhin eingeschränkter Produktverfügbarkeit.

Mehr zum Thema: Ratgeber Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipp zum Weiterlesen: Altersvorsorge mit Gold
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Wie der Gold-ETF-Handel funktioniert: Das Beispiel SPDR Gold Shares

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Gold-ETFs verbinden Finanzmärkte mit physischem Metall. Am Beispiel des SPDR Gold Shares erklären wir Handel, Lagerung und Preiswirkungen.

Jede Woche berichtet Goldreporter über die Bestands- und Kapitalbewegungen im größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares (GLD). Exchange Traded Funds ermöglichen Investoren, am Goldpreis teilzuhaben, ohne selbst Barren kaufen oder lagern zu müssen. Offiziell steht jedem Anteil physisches Metall, das nach dem „Good Delivery“-Standard der LBMA hinterlegt wird. Wir erläutern, wie Fonds dieser Art strukturiert sind und Handel und Management konkret ablaufen.

Wer kann Gold erhalten – und wer nicht?

Privatanleger handeln nur die Anteile dieses ETFs. Ein direkter Anspruch auf Auslieferung des hinterlegten Edelmetalls besteht nicht. Diese Möglichkeit ist ausschließlich sogenannten Authorized Participants (APs) vorbehalten. Dabei handelt es sich um große Banken und Market Maker, die im Auftrag institutioneller Kunden agieren. Sie agieren neutral, verdienen an Arbitrage, nicht an eigener Marktrichtung.

Goldbarren in Regalen, wie sie für Gold-ETFs wie den SPDR Gold Shares in London gelagert werden
Goldbarren nach LBMA-Standard werden für Gold-ETFs wie den SPDR Gold Shares in Londoner Tresoren eingelagert.

Außerdem lagert das Gold überwiegend in London, traditionell in Tresoren großer Banken wie HSBC sowie im Umfeld der Bank of England. Die Barren sind standardisiert, eindeutig identifiziert und revisionsfähig. Der Betreiber veröffentlicht und aktualisiert täglich eine detaillierte Barrenliste. Es handelt sich dabei um 400-Unzen-Barren des London-Good-Delivery-Standards, die im OTC-Markt Londons gehandelt werden.

Creation und Redemption: Der physische Motor

Die Handelstechnik hinter dem GLD basiert auf zwei Prozessen:

Creation (Erzeugung):
APs liefern physisches Gold an den Fonds und erhalten neue ETF-Anteile.

Redemption (Einlösung):
APs geben ETF-Anteile zurück und entnehmen physisches Gold aus dem Bestand.

Diese Mechanismen halten den ETF-Preis eng am Spotpreis. Weicht er ab, entsteht Arbitrage. Das sorgt für Liquidität und verhindert dauerhafte Preisverzerrungen.

Warum Privatanleger nichts ausliefern lassen können

Die Auslieferung erfolgt nur in großen Paketen, den sogenannten „Creation Units“. Diese umfassen typischerweise mehrere hundert Goldbarren. Voraussetzung sind regulatorische und logistische Anforderungen, die in der Regel nur institutionelle Häuser erfüllen.

Was passiert, wenn ETF-Anteile verkauft werden?

Bei einfachen Verkäufen wechseln die Anteile meist nur den Besitzer. Erst wenn APs aktiv werden, entstehen physische Konsequenzen:

  • Die Bestände steigen bei Creation.
  • Die Bestände sinken bei Redemption.

Daher ist es möglich, dass Kursbewegungen und Bestandsmeldungen zeitlich versetzt wirken. Im Goldhandel gilt üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist (T+2) bis zur physischen Lieferung.

Warum Bestandsdaten verzögert wirken

ETF-Berichte zeigen häufig:

  • Kapitalflüsse heute
  • physische Bestandsänderungen erst in zwei Tagen

Deshalb können Anleger zeitweise widersprüchliche Signale sehen.

Welche Auswirkungen haben ETF-Bestände auf den Goldpreis?

Gold-ETFs bewegen realen Marktbedarf. Je nach Phase kann das Wirkung entfalten:

Kurzfristig:

  • Hohe Zuflüsse signalisieren Risikoneigung
  • Zusätzliche Goldnachfrage stützt Preise
  • Abflüsse belasten Sentiment

Mittelfristig:

  • Physische Abgänge aus London verknappen Angebot
  • Gold fließt oft weiter nach Asien
  • Regionale Preisaufschläge können entstehen

Langfristig:

ETF-Bestände gelten als messbarer Indikator institutioneller Goldallokation.

Steigen die Bestände über Monate, zeigt das wachsendes Vertrauen. Fallen sie anhaltend, deutet das auf gedrehte Risikoerwartungen.

Warum der GLD wie ein Marktthermometer wirkt

Der Fonds gehört zu den größten Haltern von Anlagegold weltweit. Veränderungen spiegeln:

  • Inflationserwartungen
  • Zinserwartungen
  • geopolitische Unsicherheit
  • Dollar-Stärke

Institutionelle Orders können hunderte Tonnen Gold bewegen – und genau deshalb wird GLD global aufmerksam beachtet.

Fazit Gold-ETF

Gold-ETFs wie der SPDR Gold Shares ermöglichen liquiden Zugang zum Goldmarkt, sind schnell handelbar und weltweit zugänglich. Sie sind kein Ersatz für tatsächliches physisches Gold. Private Goldbarren und Goldmünzen besitzt man ohne Gegenparteirisiko. ETFs dagegen sind reine Finanzinstrumente. Aber Authorized Participants verbinden Finanzmärkte mit dem wahren Metall. Wer die Mechanik von Creation und Redemption versteht, erkennt, warum nicht jeder Anteilverkauf automatisch Barren bewegt – und weshalb ETF-Ströme am Londoner Goldmarkt spürbare Preiswirkungen entfalten können.

Tagesaktuelle kursrelevante Entwicklungen unter Goldpreis aktuell

Goldpreis aktuell: Stabil über 4.000 USD – Anleger warten auf US-Daten am Freitag

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Der Goldpreis bleibt am Freitag über 4.000 USD. Anleger warten auf US-Daten zum Verbrauchervertrauen und zu Inflationserwartungen.

Der Goldpreis setzte am Freitag seinen Tanz um die 4.000-Dollar-Marke fort. Gold kostete um 9:00 Uhr 4.008 US-Dollar bzw. 3.475 Euro und am Spotmarkt damit jeweils rund 0,8 Prozent über Vortagsschluss. Vom Allzeithoch war der Goldpreis damit 8 Prozent (in USD) bzw. 7 Prozent (in EUR) entfernt. 

Goldpreis am Vortag: Breite Marktschwäche

Am Donnerstag gab der Goldpreis seine Gewinne vom Vormittag erneut ab und schloss mit 3.976 US-Dollar bzw. 3.444 Euro praktisch unverändert. Die Kursentwicklung spiegelt das Umfeld anhaltender Gewinnmitnahmen an den Finanzmärkten, wo vor allem Tech-Aktien aber auch der Kryptobereich (Bitcoin) unter Abgabedruck stehen. Schwache US-Arbeitsmarktdaten aus dem Privatsektor warfen einen Schatten auf die Konjunkturaussichten. Aufgrund des Rekord-Shutdowns müssen Analysten weiterhin ohne amtliche Wirtschaftsdaten auskommen.

Ausblick – Gold am Freitag

In den USA soll das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft geben. Auüerdem gibt es Daten zu den Inflationserwartungen.

Mehr dazu: Aktuelle Gold Newa & Live-Charts unter Goldpreis-aktuell

Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster

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Edelmetall-Lieferengpässe entstehen in Krisen immer wieder. Was dahintersteckt, welche Folgen es für Händler, Prägeanstalten und Anleger hat.

Warum Lieferengpässe im Edelmetall-Handel immer wieder auftreten

Immer dann, wenn wirtschaftliche Unsicherheit zunimmt, steigt die Nachfrage nach Gold, Silber und anderen Edelmetallen. Produzenten und Großhändler stoßen dabei regelmäßig an Kapazitätsgrenzen, weil die physische Produktion nicht beliebig skalierbar ist. Vor allem Barren und Münzen brauchen Fertigung, Lieferung und Qualitätskontrolle – ein System, das nur in konstanten Rhythmen funktioniert.

Menschen stehen vor einem Edelmetallgeschäft Schlange. Goldbarren und Münzen sind aufgrund eines Lieferengpasses knapp.
Lieferengpässe bei gängigen Gold- und Silberprodukten sorgen regelmäßig für Verzögerungen und steigende Aufgelder im physischen Edelmetall-Handel.

Historische Engpässe: Die wiederkehrenden Muster seit 2008

Mehrfach zeigte sich, wie schnell Lieferketten hin zum deutschsprachigen Edelmetall-Handel ins Stocken geraten:

  • Finanzkrise 2008/2009: Große Anleger suchten Sicherheit, Münzprägestätten kamen nicht hinterher. Aufgelder schossen nach oben, Lieferzeiten explodierten.
  • Euro- und Griechenland/Zypernkrise 2010–2012: Bankenmisstrauen befeuerte die Nachfrage. Lieferengpässe bei populären Formaten (Krügerrand, Maple Leaf) wurden zur Regel.
  • Corona-Pandemie:Grenzschließungen und Produktionsstopps führten zu echten Bruchstellen in der Lieferkette. Flugfrachter fielen aus, Raffinerien reduzierten Schichten.
  • Russischer Einmarsch in die Ukraine: Geopolitische Unsicherheit trieb Anleger in Gold und Silber – erneut mit deutlichen Spuren im physischen Handel.

Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber

Rückschläge für die Produktion: Wenn Nachfrage schwächelt

Phasen niedriger Nachfrage führen dazu, dass große Prägestätten und Raffinerien ihre Produktion drosseln. Denn Stillstand bedeutet geringere Auslastung und sensible Kostenstrukturen. Springt die Nachfrage später schlagartig an, müssen Anlagen wieder hochgefahren, Materialflüsse organisiert und Personal eingeplant werden. Dieser Prozess dauert – und verknappt während der Übergangsphase zusätzlich die Ware.

Hohe Aufgelder: Edelmetall-Handel nicht allein verantwortlich

Steigt der Druck, erhöhen nicht nur Händler die Aufschläge. Prägestätten selbst verlangen Aufpreise, wenn Rohmaterial knapp oder Produktionsslots ausgelastet sind. Händler geben diese Konditionen weiter, wodurch Endkunden die Belastung direkt spüren. Besonders betroffen sind standardisierte Massenprodukte wie 1-Unzen-Münzen, deren Preise stark auf Nachfrage reagieren.

In Phasen hoher Nachfrage fahren Prägestätten ihre Produktion oft nur verzögert hoch. Produktionsstatistiken der U.S. Mint zeigen, wie stark die Volumina schwanken.

Sonderfall 2024/2025: Recycling-Schwemme statt Neuproduktion

In den Jahren 2024 und 2025 verkauften viele Besitzer ihre Bestände zu hohen Kursen zurück an den Handel. Dieser konnte einen Teil der Nachfrage über Rückläufer decken, statt Neuware zu ordern. Prägestätten reduzierten daraufhin den Output – mit der Folge, dass Engpässe erneut entstehen, sobald Verkaufswellen abebben und Neuware knapper wird.

Seltene Produkte: Warum Platin und Palladium teurer werden

Geringe Handelsvolumina bei Platin- und Palladium-Anlagestücken bedeuten geringere Fertigungsserien. Hier wirken Produktionsumstellungen unverhältnismäßig schwer. Sind Bestände knapp, schnellen die Aufgelder schnell deutlich stärker als bei Gold.

Tagesaktuelle Edelmetall-Kurse finden Sie unter Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Neue steuerliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Seit der Einführung der vollen Mehrwertsteuer auf alle Silberanlageprodukte verteuert sich Neuware. Nur sogenannte „Zweitware“ darf weiter differenzbesteuert verkauft werden (§ 25a UStG, Differenzbesteuerung) – und ist deshalb besonders gefragt. Konsequenz: geringere Aufgelder in diesem Segment, aber zunehmende Knappheit für bestimmte Münztypen.

Hintergründe: Gold kaufen – Ratgeber, wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Folgen für Anleger: Lieferengpässe, Preisunterschiede, Marktverschiebungen

Engpässe im Edelmetall-Handel führen typischerweise zu:

  • verlängerten Lieferzeiten
  • deutlichen Aufgeldern bei Standardware
  • schneller Verfügbarkeit bei exotischen Produkten, aber höheren Preisen
  • verstärktem Handel mit Rückläufer-Material

Wer früh kauft, zahlt weniger. Wer in der Spitze kauft, trägt Marktdynamik und Produktionsdruck mit.

Daten der London Bullion Market Association (LBMA) zeigen, dass Raffineriekapazitäten global auf wenige Standorte konzentriert sind, was Lieferketten empfindlich macht.

Fazit: Lieferketten sind fragil – und bleiben ein Preistreiber

Edelmetalle sind physische Güter mit industrieller Fertigung. In Krisenzeiten steigt die Nachfrage abrupt, während Produktion und Logistik naturgemäß träge reagieren. Das macht Lieferengpässe zu einem wiederkehrenden Begleitphänomen aller Edelmetall-Haussephasen. Für Anleger bedeutet das: Preise vergleichen, flexibel bleiben – und Vorsorge treffen, bevor die Knappheit kommt.

Mehr dazu: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt

Goldpreis stabilisiert, während GLD starke Abflüsse meldet

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Goldpreis stabilisiert sich nahe 4.000 USD. Kapitalabflüsse beim ETF GLD zeigen Zurückhaltung institutioneller Anleger.

Goldpreis: Stabilisierung nach dem Rücksetzer

Nach dem deutlichen Preisrutsch der vergangenen Wochen versucht Gold derzeit, eine charttechnische Basis auszubilden. Am Mittwochabend schloss die Feinunze im US-Futures-Handel bei 3.970 US-Dollar beziehungsweise 3.453 Euro. Damit lagen die Kurse gegenüber der Vorwoche um 1,3 Prozent (USD) und 2,2 Prozent (EUR) höher. Silber zeigte sich in der gleichen Periode etwas fester und gewann 0,7 Prozent auf 47,94 US-Dollar beziehungsweise 1,6 Prozent auf 41,70 Euro je Unze.

Kapitalströme beim SPDR Gold Shares (GLD)

Parallel zur jüngsten Gegenbewegung am Goldmarkt waren die Kapitalbewegungen beim SPDR Gold Shares (GLD) erneut ausgeprägt. Im Berichtszeitraum bis zum 5. November 2025 meldet der Fonds Nettoabflüsse im Volumen von rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Solche Redemptions gelten häufig als Hinweis auf Umschichtungen institutioneller Anleger, insbesondere nach starken Kursphasen. Auffällig ist, dass der physische Goldbestand des Fonds dennoch zulegte.

Nettokapitalflüsse SPDR Gold Shares (GLD) vom 30. Oktober bis 5. November 2025
Nettokapitalflüsse SPDR Gold Shares (GLD) vom 30. Oktober bis 5. November 2025




GLD: Nettokapitalflüsse 30. Oktober bis 5. November 2025

Nach Angaben des Betreibers erhöhte sich das hinterlegte Goldinventar innerhalb einer Woche um 2,58 Tonnen auf nun 1.038,63 Tonnen. Die Entwicklung belegt, dass Kapitalflüsse nicht zwingend zeitgleich mit Bestandsmeldungen verlaufen.

Abwicklung: physische Hinterlegung erfordert Zeit

Der Betreiber des ETFs muss pro Anteilsschein ein Zehntel Feinunze physisch vorhalten. Buchungen erfolgen jedoch zeitversetzt, da auf dem Goldmarkt die T+2-Abwicklung gilt: Erst zwei Handelstage nach Abschluss wandern die entsprechenden Barren in die Tresore. Das erklärt vermeintliche Widersprüche zwischen Kapitalflussdaten und Bestandsangaben.

Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 5. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.
Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 5. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.

iShares Silber Trust (SLV) mit Bestandsabgängen

Auch im Silbersegment kam es zuletzt zu Veränderungen. Beim iShares Silber Trust sank das ausgewiesene Inventar um 58,86 Tonnen auf nun 15.150,71 Tonnen. Der Netto-Kapitalabfluss beläuft sich laut Berichten auf rund 55 Millionen US-Dollar. Der SLV ist pro Anteilsschein mit einer Feinunze Silber gedeckt.

Jahresverlauf: deutliche Zuwächse

Seit Jahresbeginn zeigen beide großen Edelmetall-ETFs kräftige Bestandssteigerungen. Beim SPDR Gold Shares nahmen die hinterlegten Tonnen um 166 zu, verbunden mit Nettozuflüssen von rund 18,5 Milliarden US-Dollar. Beim SLV summieren sich die Zuwächse auf 775 Tonnen und knapp 1 Milliarde US-Dollar Nettozuflüsse.

ETFs als Marktindikator

Im Umfeld steigender Edelmetallpreise nehmen die Bestände großer ETFs häufig zu. Strukturell reagieren diese Werte jedoch zeitversetzt: Erst anhaltende Kursanstiege veranlassen größere Anleger, über „Papiergold“ zu investieren. Besonders junge US-Privatanleger nutzen dafür zunehmend Discount-Broker, was den institutionellen Anteil leicht verschiebt.

Einordnung

ETF-Bestände zeigen Stimmungsumschwünge in komprimierter Form. Größere Abflüsse können Liquiditätsbedarf in anderen Asset-Klassen widerspiegeln, während Zuflüsse Vertrauen in die Tragfähigkeit des Goldmarktes signalisieren. Für die kurzfristige Preisbildung bleibt dennoch der Terminmarkt zentral.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis aktuell: Leichte Gewinne über 4.000 USD – Fed-Signale im Fokus am Donnerstag

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Goldpreis über 4.000 USD am Donnerstag. Leichte Gewinne, Anleger warten auf Fed-Signale, während der US-Shutdown mit 36 Tagen einen neuen Rekord setzt.

Der Goldpreis stieg am Donnerstagmorgen erneut über die Marke von 4.000 US-Dollar. Um 9:00 Uhr notierte Gold am Spotmarkt bei 4.005 US-Dollar (+0,6 %) bzw. 3.479 Euro (+0,5 %). Damit verkürzte sich der Abstand zum Allzeithoch auf 8 Prozent (in USD) bzw. 7 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn liegt das Edelmetall weiterhin deutlich im Plus.

Goldpreis am Vortag: Gegenbewegung nach Rücksetzern

Am Mittwoch konnte sich Gold mit rund 1,2 Prozent Zuwachs erholen. Aktienanleger nutzten die jüngste Schwächephase für selektive Wiedereinstiege, vor allem im Tech-Sektor. Trotz Bewertungswarnungen unterstützen solide Unternehmensgewinne und das anhaltende KI-Momentum das Marktsentiment. Der laufende US-Shutdown überschritt mit 36 Tagen eine neue Rekordmarke und sorgt zusätzlich für politische Unsicherheit.

Marktumfeld: Dollar-Impuls bleibt entscheidend

Während der US-Dollar-Index (DXY) zuletzt an Dynamik verlor, stabilisierte sich Gold technisch oberhalb der 4.000-USD-Zone. Für eine nachhaltige Trendwende wäre eine Rückeroberung des Bereichs um 4.050 USD auf Tagesschlussbasis relevant.

Ausblick – Gold am Donnerstag

Im Fokus stehen Äußerungen zahlreicher Fed-Mitglieder (Hammack, Waller, Paulson). Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise auf Konjunktur, Bilanzpolitik und den weiteren Zinspfad. Zudem kann die US-Notenbankbilanz neue Einblicke in Liquiditätsströme liefern. Der Supreme Court zeigte sich skeptisch gegenüber Trumps Notstands-Zöllen, was Rückzahlungen und neue Handelsrisiken auslösen könnte. 

Mehr dazu: Live-Charts und aktuelle Nachrichten: Goldpreis-aktuell

Rekord-Shutdown drückt US-Wirtschaft – Milliardenkosten pro Woche

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Der US-Shutdown dauert nun 36 Tage und kostet die Wirtschaft wöchentlich Milliarden. Folgen für Jobs, Konsum und Hilfsprogramme wachsen.

Der US-Shutdown ist mit 36 Tagen der längste der Geschichte und richtet zunehmenden wirtschaftlichen Schaden an. Analysten schätzen via Bloomberg die Kosten auf rund 15 Milliarden US-Dollar pro Woche. Millionen Bürgern drohen Kürzungen bei Sozialleistungen wie SNAP, während staatliche Dienste eingeschränkt sind. Unternehmen erhalten keine Kleinkredite (SBA-Programme), Flughäfen melden Verzögerungen durch Personalmangel. Laut Moody’s könnte sich der Schaden in die Weihnachtssaison hinein verstärken und die US-Wirtschaft bremsen.

Goldreporter-Kommentar: Mit dem Rekord-Shutdown fehlen Seit Ende Septeber auch die Aufsichtsdaten vom US-Gold-Futures-Handel. Es fehlt also an Orientierung auf dem Goldmarkt. Dennoch kann ein lang anhaltender Stillstand das Vertrauen in US-Institutionen schwächen und Anleger wieder verstärkt in Gold treiben.

Goldreserven verschieben sich: Kambodscha lagert erstmals Bestände in China

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Kambodscha will erstmals Gold in China einlagern. Das stärkt Pekings Ambitionen als globaler Gold-Hub und zeigt wachsende geopolitische Diversifikation.

China baut seine Rolle als Verwahrort für Gold aus. Laut Bloomberg will Kambodscha künftig Teile seiner Reserven in einem mit der Shanghai Gold Exchange registrierten Tresor in Shenzhen lagern. Weitere Länder prüfen ähnliche Schritte, um von traditionellen Standorten wie London unabhängiger zu werden. Dies unterstützt Pekings Ziel, ein Finanzsystem weniger abhängig vom US-Dollar zu gestalten. Kambodscha hält rund 54 Tonnen Gold, etwa ein Viertel seiner Devisenreserven. Einige Zentralbanken holen dagegen Bestände zurück, um Zugriff und Souveränität zu sichern. Der Schritt zeigt den Trend, Gold näher an befreundete Staaten zu bringen – eine Entwicklung, die zuletzt auch die Lagerdebatte in den USA verstärkte (siehe unseren Artikel zu den Goldreserven in Manhattan).

Goldreporter-Kommentar: Auch beim Thema staatliche Goldlagerung baut China nun Opposition zu den Vereinigten Staaten auf. Damit dürfte der Schritt den Trend verstärken, Gold geografisch neu zu verteilen. Womöglich sehen wir in den kommenden Monaten weitere Verschiebungen internationaler Goldreserven.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelles Länderranking und Hintergründe

Goldpreis unter 4.000 USD: Charttechnik zeigt fragile Bodenbildung

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Der Goldpreis schwankt um 4.000 USD. Charttechnik zeigt fragile Unterstützungen, Momentum bleibt schwach und Umkehrsignale fehlen.

Goldpreis unter 4.000 USD

Der Goldpreis arbeitet an einer Bodenbildung, nach der spektakulären Kursrally bis Mitte Oktober und dem nachfolgenden Abverkauf.

Am Dienstag ging der Goldpreis mit 3.934 US-Dollar bzw. 3.425 Euro aus dem US-Futures-Handel. Damit entwickelten sich die Notierungen im Verlauf der vergangenen fünf Handelstage uneinheitlich. Denn in US-Dollar sank der Goldpreis um 0,5 Prozent, während der Kurs aud Euro-Basis 1 Prozent anstieg. Die US-Dollar-Abwertung, sichtbar insbesondere über den sinkenden US-Dollar-Index (DXY), sorgte für das Ungleichgewicht.

Gold notierte zuletzt 9,7 Prozent oder 423 US-Dollar unter der Oktober-Bestmarke. In Euro sind es 8,5 Prozent oder 317 Euro. Die heutige Goldpreis-Entwicklung gibt es hier: Goldpreis aktuell –Tagesaktuelle Chart und News

Wie ist Gold charttchnisch zu beurteilen? Dazu analysieren die Lage per 4. November 2025.

Gold charttechnisch: Umkehrsignale?

Nachdem der Goldpreis zwischenzeitlich auf 3.926 US-Dollar zurrückgefallen war, folgte eine starke technische Gegenbewegung. Allerdings kam es zu keinem nachhaltigen Rebound und Gold fiel erneut unter die kritische Schwelle von 4.000 US-Dollar zurück.

Als kurzfristige Unterstützung dienen nun der erwähnte Wert von 3.926 US-Dollar sowie 3.855 US-Dollar. Dagegen ergäbe sich ein starkes Umkehrsignal, sollte des Kurs auf Tagesschlussbasis über 4.050 US-Dollar schaffen.

Marktstimmung

Das Gold-Semtiment befindet sich wie schon in der vergangenen Woche im neutralen Bereich. Das signalisiert der RSI (Relative-Stärke-Index) von 46. Steigt er über 70, gilt die Lage als technisch „überkauft“. Unterhalb von 30 wird ein Rebound wahrscheinlich.

Gold-Charttechnik, Goldpreis 6 Monate, US-Futures
Chartbild: Gold in US-Dollar, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract) am 4. November 2025.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist mit 18 Prozent weiter hoch. Währenddessen nahm die Distanz zum 50-Tage-Mittel ab auf nur noch 2,4 Prozent.


Goldpreis in Euro zeigt sich stärker

In Euro gerechnet notierte Gold am Dienstag noch auf der Kante einer bedeutenden Unterstützung. Die US-Dollar-Erholung sorgte für Aufwind. Das Sentiment gleich dem Dollar-Goldchart. Währenddessen liegen die wichtigsten Support bei 3.425 und 3.385 Euro sowie auf der Höhe des 50-Tage-Schnitts (3.292 Euro).

Euro-Goldpreis in der Chartanalyse, Zeitraum. 6 Monate
Charttechnische Darstellung der Euro-Goldpreises, 6 Monate, auf Basis der US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract) per 4. November 2025.

Technischer Ausblick – Anhaltender Druck

Die Goldpreis-Entwicklung blieb bis zuletzt volatil und der Kurs schwankt um die Marke von 4.000 US-Dollar. Damit fehlt noch ein eindeutiger Hinweis auf ein belastbares Tief. 

Mehr zur Charttechnik Gold: Übersicht der Analysen und Charttechnik-Wissen