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Goldpreis per 6. August: Hohe Spannung vor möglichem Richtungswechsel

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Der Goldpreis bewegt sich weiter auf hohem Niveau seitwärts. Wir analysieren die charttechnische Lage am 6. August 2025.

Goldpreis stabil seitwärts

Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 3.379 US-Dollar pro Unze (August-Kontrakt). Dieser Wert entsprach 2.918 Euro. Damit verteuerte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 1,6 Prozent (in USD) bzw. 1,4 Prozent (in EUR).
Damit setzte sich die im April gestartete volatile Seitwärtsbewegung weiter fort. Wir skizzieren die aktuelle charttechnische Lage auf Basis des US-Gold-Futures-Handels per 5. August 2025.

Charttechnik

Der Goldpreis bewegt sich seit zwei Monaten in einer Bandbreite von rund 160 US-Dollar seitwärts. Dreimal seit Anfang April berührte der Goldchart das Rekordniveau um 3.430 US-Dollar. Dagegen sprang der Goldpreis nach Rücksetzern bis in den Bereich von 3.265 US-Dollar zweimal in den vergangenen sechs Wochen wieder nach oben.
Aktuell ist der Kurs 1,6 Prozent von der Bestmarke vom 6. Mai 2025 entfernt. Der wichtigste kurzfristige Widerstand liegt bei 3.400 US-Dollar. Hier erreichte Gold Anfang Mai ein markantes Zwischenhoch.

Gold, Goldpreis, Goldchart
Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract*) per 6. August 2025.

Mit dem jüngsten Kurssprung ist der Goldchart in den Mitte Mai etablierten inneren Aufwärtstrend zurückgekehrt. Damit bleibt es dabei. Es fehlt der letzte Impuls für einen Anstieg über das Rekordhoch. Dagegen fanden sich auf der Höhe der Unterstützung von 3.265 US-Dollar zuletzt schnell wieder Käufer.

Auch die Marktstimmung bleibt im neutralen Bereich. Denn mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 55 (Vorwoche: 47) ist Gold aus 14-Tage-Sicht technisch weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Hier bilden Werte von 70 und 30 die definierten Grenzen.

Goldpreis in Euro

Währenddessen verzeichnete der Euro-Goldpreis zuletzt eine noch deutlich höhere Volatilität. Das Juni-Tief wurde bei 2.790 Euro erreicht. Der davon ausgehende vierwöchige Aufwärtstrends führte die Gold-Notierung zurück über die 50-Tage-Linie. Nun stößt der Euro-Goldchart bei 2.920 Euro auf einen bedeutenden kurzfristigen Widerstand. Denn an dieser Barriere scheiterte der Wert bereits einmal Mitte Juli. Gleichzeitig nähert sich von oben die Kante des dreimonatigen Abwärtstrends. Mit Schlusskursen oberhalb von 2.940 Euro könnte neue Aufwärtsdynamik entstehen. Kurzfristige Unterstützung gibt es bei 2.900 Euro und im Bereich von 2.880 Euro. Auch hier sehen wir das 14-Tage-Sentiment im neutralen Bereich.

Goldpreis, Gold, Goldchart
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract*) per 6. August 2025.

Ausblick

Die volatile Richtungssuche bei Gold hält an. In beiden Währungen orientiert sich der Goldpreis wieder an der Oberseite. Solange die kritischen Unterstützungen (3.200 USD; 2.790 EUR) nicht unterschritten werden, kann sich die Seitwärtsbewegung noch länger fortsetzen. Nach Norden lautet Devise: Warten auf den großen Impuls.

Hinweis Goldpreis-Chartanalyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlagevermittlung dar.

*kontinuierliche Kursreihe: Die Kursdarstellung auf Basis von „Continuous Contract“ ist ein synthetisch zusammengesetzter Chart, der laufend aus den aufeinanderfolgenden Futures-Kontrakten erstellt wird – typischerweise durch Aneinanderreihung der Frontmonate (nächstfällige Kontrakte). Er stellt also eine kontinuierliche Kursreihe dar, obwohl echte Futures-Kontrakte jeweils ein Verfallsdatum haben. Dabei können frühere Kurse rückwirkend angepasst werden, um Preislücken beim „Roll-over“ zu vermeiden.

Deutsche Industrieaufträge im Juni überraschend rückläufig

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Deutsche Industrieaufträge sinken im Juni um 1 Prozent – erwarteter Anstieg verfehlt, Flugzeug- und Autoindustrie belasten.

Die deutschen Industrieaufträge fielen im Juni 2025 um 1,0 Prozent zum Vormonat, entgegen der Prognose eines Anstiegs. Es war der zweite Rückgang in Folge. Hauptgrund war ein Einbruch um 23,1 Prozent bei Flugzeugen, Schiffen, Zügen und Militärfahrzeugen. Auch die Autoindustrie (-7,6 Prozent) und Metallerzeugnisse (-12,9 Prozent) schwächelten. Dagegen legten Bestellungen für elektrische Ausrüstungen um 23,5 Prozent zu. Inlandsaufträge stiegen, Auslandsaufträge sanken deutlich. Mehr dazu: Aktuelle Wirtschaftsdaten aus Deutschland via Destatis.

Goldreporter-Kommentar: Schwache Industrieaufträge könnten die Konjunktursorgen in Deutschland verstärken. Sollten sich die Rezessionssignale mehren, könnte dies die Erwartungen an geldpolitische Lockerungen seitens der EZB stützen – und damit dem Goldpreis zusätzlichen Auftrieb geben.

Goldsteuer in Florida gesenkt – das sind die Unterschiede zu Deutschland!

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Gesenkte Goldsteuer in Florida: Mehr US-Bundesstaaten begünstigen das Edelmetall. Bis zu diesen Grenzen kann man dort anonym Gold kaufen.

Goldsteuer in Florida

Seit dem 1. August 2025 gilt in Florida keine Mindestkaufsumme mehr für die Umsatzsteuerbefreiung von Gold-, Silber- und Platinbarren. Zuvor mussten Edelmetallkäufe mindestens 500 US-Dollar umfassen, um steuerfrei zu sein. Diese Grenze fiel nun durch House Bill 7031, unterzeichnet von Gouverneur Ron DeSantis. Ziel ist es, auch Kleinanlegern und Händlern faire Rahmenbedingungen zu bieten.

Goldmünzen auf einem Tisch – Symbol für steuerfreien und anonymen Goldkauf in Florida
In Florida sind Goldkäufe seit August 2025 steuerfrei – und oft auch ohne Ausweis möglich.

Kleinanleger berücksichtigt

Die alte Regelung hatte zur Folge, dass Käufer kleiner Barren oder Münzen in Florida weiterhin Sales Tax zahlen mussten, während größere Käufe steuerfrei waren. Mit der Gesetzesänderung reiht sich Florida in eine wachsende Zahl von US-Bundesstaaten ein, die Edelmetalle steuerlich bevorzugen. In Texas, Utah, Arizona oder Wyoming gilt bereits vollständige Steuerfreiheit für Anlagegold und -silber, teils ergänzt durch die Streichung von Kapitalertragsteuern. Selbst Staaten ohne eigene Umsatzsteuer – wie Alaska – profitieren indirekt, da Edelmetallkäufe dort generell nicht besteuert werden.

Gold und Steuern in den USA

So ist die Regelung in anderen US-Bundesstaaten

  • Texas: Keine Sales Tax auf Anlagegold und -silber, staatliches Golddepot für Bürger und Institutionen.
  • Utah: Anerkennung von Gold und Silber als gesetzliches Zahlungsmittel, keine Umsatzsteuer auf Edelmetallkäufe.
  • Arizona: Aufhebung der Kapitalertragsteuer auf physische Edelmetalle, keine Sales Tax.
  • Wyoming: Vollständige Umsatzsteuerbefreiung auf Edelmetalle, keine Haltefristbesteuerung.
  • Louisiana: Sales-Tax-Befreiung, jedoch mit Einschränkungen bei Sammler- und historischen Münzen.
  • Alaska: Keine bundesstaatliche Sales Tax (gilt für alle Waren, also auch für Edelmetalle).

Anonym Gold kaufen: USA vs. Deutschland

Hierzulande ist Anlagegold von der Mehrwertsteuer befreit. Außerdem fällt nach einem jahr Haltedauer keine Abgeltungssteuer an. Mehr zum Thema gibt es hier: Langfristiges Gold-Investment: Darauf kommt es an

Neben der Steuerfrage ist für viele Anleger die Möglichkeit des anonymen Edelmetallkaufs entscheidend. In welchem Umfang kann man anonym Gold kaufen? In Deutschland gilt seit 2020 eine strikte Grenze: Wer mehr als 2.000 Euro in bar in Gold oder Silber investiert, muss seine Personalien angeben (Österreich: 10.000 Euro; Schweiz: 15.000 CHF).

Aber in den USA existiert keine vergleichbare landesweite Schwelle. Auf Bundesebene müssen Edelmetallhändler Bargeschäfte erst ab 10.000 US-Dollar (oder mehreren zusammenhängenden Transaktionen, die diesen Betrag erreichen) per Formular 8300 an die Steuerbehörde IRS melden. Unterhalb dieser Grenze sind Bartransaktionen in vielen Bundesstaaten ohne Ausweis möglich – es sei denn, lokale Vorschriften verlangen strengere Prüfungen.

US-Dienstleistungssektor stagniert – ISM-Index fällt überraschend

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US-Dienstleistungssektor stagniert: ISM-Index fällt im Juli auf 50,1 Punkte – Preisrisiken und Zolleffekte belasten.

Der ISM Services PMI sank im Juli 2025 überraschend auf 50,1 Punkte nach 50,8 im Juni und signalisiert eine fast stagnierende US-Dienstleistungswirtschaft. Geschäftstätigkeit, neue Aufträge und Lagerbestände gaben nach, während der Preisindex auf den höchsten Stand seit Oktober 2022 stieg. Die Beschäftigung fiel weiter und verharrte im Schrumpfungsbereich. Auch Exporte und Importe rutschten in die Kontraktion. Befragte nannten vor allem wetterbedingte Belastungen und Zölle auf Rohstoffe als Hauptursachen der Schwäche.

Goldreporter-Kommentar: Ein schwächerer ISM-Index kann Zinssenkungserwartungen verstärken, was den Goldpreis stützen könnte. Gleichzeitig steigende Preisindizes deuten auf anhaltende Inflation, was Gold als Inflationsschutz attraktiv hält.

Misstrauen in US-Inflationsdaten: Gefahr für den TIPS-Markt

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US-Investoren fürchten um die Glaubwürdigkeit der Inflationsdaten. Der TIPS-Markt könnte unter politischem Druck massiv leiden. Profitiert Gold?

Anleger im 2-Billionen-Dollar-Markt für US-Treasury-Inflationsanleihen (TIPS) warnen vor einem massiven Vertrauensverlust, sollte das Bureau of Labor Statistics (BLS) politisch beeinflusst werden. Das berichtet Bloomberg. Hintergrund ist die Entlassung von BLS-Chefin Erika McEntarfer durch Präsident Donald Trump, der schwache Arbeitsmarktdaten als „manipuliert“ bezeichnete. TIPS basieren auf dem Verbraucherpreisindex (CPI), den das BLS berechnet. Änderungen an der Methodik könnten die Inflationsmessung spürbar verändern – und damit Renditen und Bewertungen beeinflussen. Experten betonen, dass die Integrität dieser Daten entscheidend für den Markt ist. Während Preiswachstum und Zölle den Druck auf die Fed erhöhen, erwarten viele Investoren eine baldige Zinssenkung. 2025 verzeichnen TIPS bislang starke Kursgewinne.

Goldreporter-Kommentar: Ein Vertrauensverlust in US-Inflationsdaten könnte Anleger vom TIPS-Markt weg und verstärkt in Gold treiben – als politisch unabhängige Absicherung gegen Kaufkraftverlust. Dabei würde Gold nicht nur als Inflationsschutz, sondern auch als sicherer Hafen in Zeiten möglicher Datenmanipulation an Bedeutung gewinnen.

Goldpreis im Wartemodus: Das sind die Signale für die Herbst-Rally

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Der Goldpreis notiert weniger als zwei Prozent unter Rekordhoch. Die Weichen für neue Zinssenkungen in den USA sind gestellt. Basis für den Kursausbruch?

Goldpreis nahe am Rekordhoch

Am Dienstagvormittag um 10 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 3.372 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.921 Euro. Damit blieben die Kurse gegenüber Vortag nahezu unverändert. Von seinen Rekordhochs Anfang Mai war Gold noch 1,7 Prozent (in USD) bzw. 3,1 Prozent entfernt. Damit sehen wir eine Fortsetzung der Goldpreis-Konsolidierung auf hohem Niveau.

Goldbarren vor Börsenchart – Symbol für steigenden Goldpreis
Seit April läuft der Goldpreis auf hohem Niveau seitwärts. Die Wichen für einen Kursausbruch sind gestellt. Denn eine US-Zinssenkung steht bevor und die wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten bleiben bestehen.

US-Zinssenkung erwartet

Nach den schwachen US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag und dem Druck der Trump-Administration auf die US-Notenbank gilt eine Zinssenkung im September nun als sicher. Denn am US-Terminmarkt wird ein entsprechender Schritt nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent gehandelt.




Sinkende Marktzinsen

In diesem Umfeld sind auch die Markzinsen deutlicher zurückgekommen. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstagvormittag mit 4,39 Prozent – nach 4,41 Prozent in der Vorwoche. Und trotz des Zinsstopps der EZB sind auch die europäischen Renditen gesunken. Deutsche 10-jährige rentierten zuletzt mit 2,62 Prozent (Vorwoche: 2,71 Prozent).

Aktuelle Marktzinsen, Anleiherenditen verschiedener Länder

Goldpreis-Ausblick

Was in dieser Woche noch auf dem Terminkalender steht, haben wir in unserer Wochenvorschau am Montag beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf dem ISM Services Index am Dienstag, den wöchentlichen Jobdaten am Donnerstagund den wöchentlichen Jobdaten am Donnerstag – beide aus den USA. Auf dem Goldmarkt warten die Investoren auf eindeutige Signale. Auch an den Aktienmärkten stieg zuletzt die Volatilität.

Nach wie vor sorgt Trumps Zollpolitik für Unsicherheit, auch in Europa. Außerdem wird das Säbelrasseln zwischen den USA und Russland lauter. In diesem Umfeld darf man den Goldpreis als gestützt ansehen. Es gibt gute Argumente für einen möglichen Kursausbruch im Herbst: Kommt jetzt die Herbst-Rally bei Gold?

Mit Blick auf die kommenden Jahre dürfte Gold bei der Geldanlage weiterhin eine Schlüsselrolle zukommen. Mehr dazu in unserem Hintergrundbeitrag „Langfristiges Gold-Investment: Darauf kommt es an“.

Renditen und Gold

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann gelten sie bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren als attraktiver. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gefragt sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

Goldhandel Schweiz-USA: Trump-Zölle sorgen für Streit

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Trump verhängt 39 Prozent Strafzölle auf Schweizer Importe – doch der Goldhandel Schweiz-USA verzerrt die Handelsbilanz. Die Schweiz wehrt sich.

Streitpunkt Goldhandel Schweiz-USA

Die jüngsten Strafzölle der US-Regierung auf Schweizer Importe rücken den Goldhandel in den Fokus. Präsident Donald Trump begründet die Maßnahme mit der unausgeglichenen Handelsbilanz zwischen beiden Ländern. Doch ein Großteil dieses Überschusses resultiere aus dem Reexport von Gold, sagen Experten. Goldexporte aus der Schweiz prägen die Handelsbilanz mit den USA – Trump reagiert mit Zöllen

Goldbarren als Symbol für den Handelskonflikt zwischen Schweiz und USA
Goldexporte aus der Schweiz prägen die Handelsbilanz mit den USA – Trump reagiert mit Zöllen

Schweizer Gold-Lieferungen

Wie aus unseren monatlichen Berichten über die Schweizer Im- und Exporte hervorgeht, sind die Eidgenossen tatsächlich der weltweit größte Umschlagplatz von Gold. Denn hier ist der Sitz einer ganzen Reihe bedeutender Goldverarbeitungs-Unternehmen. Diese bedienen bis zu zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach aufbereitetem Gold. Das heißt, sie gießen Rohgold und bestehende Goldbarren für verschiedene Märkte um.   

Laut Bloomberg machte Gold im ersten Quartal 2025 über zwei Drittel des Schweizer Handelsüberschusses mit den USA aus – mehr als 36 Milliarden US-Dollar. Die Schweizerische Nationalbank plädiert daher dafür, Gold aus der Handelsstatistik herauszurechnen. Auch weil es nicht „hergestellt“, sondern lediglich „verarbeitet“ werde. Allerdings entstehen mit der Goldverarbeitung auch konkrete Produkte und eine klare Wertschöpfung. Diese macht aber freilich nur einen Bruchteil des transferierten Goldwertes aus.

Goldhandel Schweiz-USA

Wie Goldreporter berichtete, wanderten im ersten Quartal 2025 440 Tonnen Gold aus der Schweiz in die USA. US-Händler befürchteten Importzölle auf Gold, außerdem boomte das Arbitragegeschäft (siehe: Goldpreis steigt: Gold-Engpässe in London gemeldet). 

Goldexporte aus der Schweiz in die USA (Januar–Juni 2025)

Monat Menge Wert (CHF)
Januar 2025 192 t 15,3 Mrd.
Februar 2025 147 t 12,3 Mrd.
März 2025 103 t 8,8 Mrd.
April 2025 12,7 t 1,5 Mrd.
Mai 2025 1,8 t 151 Mio.
Juni 2025 282 kg 23 Mio.

Insgesamt exportierte die Schweiz im ersten Halbjahr 2025 rund 458 Tonnen Gold im Wert von 37,8 Milliarden Franken – umgerechnet 46,8 Milliarden US-Dollar (Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung/Goldreporter; 1 CHF aktuell: 1,24 US-Dollar).

Allerdings kehrten danach auch wieder größere Mengen auf der gleichen Lieferstrecke zurück – von April bis Juni waren es 136 Tonnen.

Goldhandel Schweiz-USA – Zölle nicht für Anlagegold 

Trotz der neuen US-Strafzölle auf Schweizer Importe bleibt der milliardenschwere Goldhandel von den Abgaben ausgenommen. Denn in den begleitenden Dokumenten zur neuen Zollpolitik unter Präsident Trump wurde „Bullion“ – also Gold-, Silber-, Platin- und Palladiumbarren sowie bestimmte Münzen – klar von der 10 Prozent-Basiszollrate ausgenommen. Auch im Rahmen der sogenannten „reciprocal tariffs“, die abhängig vom Handelspartner zwischen 10 und 50 Prozent betragen, wurde Rohgold weiterhin nicht belegt.

Allerdings ist die Zollbefreiung nicht für alle Edelmetallprodukte gültig: Während reines Roh- und Anlagegold zollfrei bleibt, unterliegen veredelte Produkte wie Schmuck oder kunsthandwerklich bearbeitete Goldwaren regulären oder teils deutlich erhöhten Zollsätzen – mit Abgaben zwischen 15 und bis zu 34 Prozent, je nach Ursprung und Produktkategorie.

International betrachtet sind solche Zölle rechtlich zulässig, sofern sie im Rahmen der WTO-Verpflichtungen liegen. Das GATT erlaubt Importzölle, solange sie vertraglich gebundene Grenzen nicht überschreiten; mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen sind dagegen weitgehend untersagt.

Fazit: Ob die USA bei der Bewertung ihrer Handelsbilanz künftig differenzierter vorgehen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Goldhandel Schweiz-USA bleibt ein Sonderfall – wirtschaftlich wie politisch.

Trump kündigt neue Fed- und BLS-Spitze an – Kritik an politischem Druck

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Trump will in Kürze einen neuen Fed-Gouverneur und BLS-Datenchef benennen – erneut steht die politische Unabhängigkeit auf dem Prüfstand.

Donald Trump will bald einen neuen Gouverneur der US-Notenbank sowie einen neuen Chef des Statistikamts BLS ernennen. Vorausgegangen war die Entlassung von BLS-Leiterin Erika McEntarfer nach enttäuschenden Jobdaten. Der Schritt sorgt für Kritik: Experten sehen die Unabhängigkeit wichtiger Institutionen gefährdet. Auch bei der Fed spitzt sich der Druck auf Zinssenkungen weiter zu. Mehr dazu: Trump to Name New Fed Governor, Jobs Data Head in Coming Days – via Bloomberg

Goldreporter-Kommentar: Ein personeller Umbau an den Schaltstellen der US-Geld- und Wirtschaftspolitik könnte die Zinssenkungserwartungen weiter anheizen – mit möglichem Rückenwind für den Goldpreis.

Goldpreis-Wochenvorschau: US-Daten im Fokus für Anleger

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Gold bleibt zum Wochenbeginn stabil. Diese Goldpreis-Wochenvorschau zeigt, warum US-Konjunkturdaten diese Woche entscheidend sein könnten.

Goldpreis-Wochenvorschau: US-Konjunkturdaten im Blick

Am Montagmittag notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 3.358 US-Dollar je Feinunze beziehungsweise 2.904 Euro. Damit bewegte sich der Kurs gegenüber dem Vortag kaum – ein Zeichen für die fortgesetzte Konsolidierung auf hohem Niveau. Nach dem Aufschwung am vergangenen Freitag, ausgelöst durch enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten und neue Zolldrohungen aus Washington, treten die Märkte zunächst in eine abwartende Haltung.

Goldpreis Wochenvorschau mit Kalenderblatt Montag
Wochenstart für Goldanleger: Was bringt die neue Handelswoche? Goldpreis ruhig am Montag – Impulse erwartet von US-Diensten, deutschen Exporten und Chinas Außenhandel im Wochenverlauf.

Rückblick: Gold profitiert von Unsicherheit

In der Vorwoche geriet die Zuversicht an den Börsen ins Wanken. Die US-Jobdaten für Juli fielen mit lediglich 73.000 neuen Stellen weit unter den Erwartungen aus. Noch schwerer wog jedoch die drastische Korrektur der Vormonate. Begleitet wurde dies von einer neuen Zolloffensive der US-Regierung, die protektionistische Töne anschlug und wichtige Handelspartner ins Visier nahm.

Diese Kombination aus wirtschaftlicher Abschwächung und geopolitischer Unsicherheit sorgte für eine kurzfristige Umschichtung in Richtung sicherer Häfen – Gold konnte davon profitieren und notierte am Freitag zeitweise nur knapp unter dem Rekordhoch.

Ausblick: Datenlage entscheidet

Ob sich daraus eine neue Aufwärtsbewegung entwickeln kann, hängt nun stark von den anstehenden Konjunkturzahlen ab. Im Fokus stehen vor allem die Dienstleistungsdaten aus den USA, neue Inflations- und Arbeitsmarktzahlen sowie Produktions- und Außenhandelsdaten aus Europa und China. Die Zahlen könnten Hinweise darauf liefern, wie schnell eine geldpolitische Wende – etwa durch Zinssenkungen – realistischer wird.

Besonderes Augenmerk liegt daher auf dem ISM Services Index am Dienstag, den wöchentlichen Jobdaten am Donnerstag und den deutschen Außenhandelszahlen am Donnerstagmorgen.

️Wichtige Termine der Woche

Auswahl – Zeiten in MESZ; alle Angaben ohne Gewähr

Tag Uhrzeit Land Ereignis
Dienstag 14:30 USA Handelsbilanz (Juni)
  16:00 USA ISM Services PMI (Juli)
  16:00 USA ISM-Komponenten: Aufträge, Preise, Jobs
  16:00 USA Wirtschaftsoptimismus (TIPP-Index)
  19:00 USA Verbraucherverschuldung (Q2)
Mittwoch 08:00 DE Auftragseingänge Industrie (Juni)
  11:00 EU Einzelhandelsumsätze (Juni)
Donnerstag 05:00 CN Handelsbilanz (Juli)
  08:00 DE Exporte, Importe, Industrieproduktion
  14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  14:30 USA Produktivität Q2 (vorläufig)
  14:30 USA Arbeitskosten Q2 (vorläufig)
  17:00 USA Inflationserwartungen der Verbraucher

Gold im Spannungsfeld: Zinsspekulation vs. Konsolidierung

Die kommenden Tage dürften zeigen, ob sich der Goldpreis oberhalb der Marke von 3.350 USD stabilisieren kann – oder ob der jüngste Anstieg nur eine technische Reaktion auf die Freitagsdaten war. Der Markt preist weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen durch die US-Notenbank im Herbst ein. Doch selbst kleinste Abweichungen in den Wirtschaftsdaten könnten diese Erwartungen verschieben.

Der schwächere US-Dollar der Vorwoche bleibt ein stützender Faktor für Gold, ebenso wie die weiterhin bestehenden geopolitischen Risiken. Auf der anderen Seite stehen Gewinnmitnahmen, wenn neue Impulse ausbleiben.

Fazit: Anleger sollten wachsam bleiben

Für Goldanleger bleibt das Umfeld grundsätzlich unterstützend – allerdings mit hoher Sensitivität gegenüber makroökonomischen Daten. Die bevorstehende Woche bringt zahlreiche solcher Impulse. Wer langfristig physisch investiert ist, kann entspannt bleiben. Wer auf kurzfristige Bewegungen spekuliert, sollte die Datenlage genau beobachten – insbesondere am Dienstag und Donnerstag.

Kommt jetzt die Herbst-Rally bei Gold?

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Gold steht nahe dem Rekord. Kommt jetzt die Herbst-Rally? Was August und September historisch für den Goldmarkt bedeuten.

Saisonaler Rückenwind für Gold

Der Goldpreis steht nahe dem Rekordhoch – doch kommt jetzt die Herbst-Rally bei Gold? Die saisonal starke Phase beginnt traditionell im August. In vielen Jahren war der Spätsommer der Startpunkt für kräftige Kursanstiege beim Edelmetall.

Die Monate August und September zählen traditionell zu den stärkeren Goldmonaten. Häufig beginnt in dieser Zeit eine neue Aufwärtsbewegung. 2024 zog der Goldpreis im August um rund vier Prozent an, 2023 waren es sogar über fünf Prozent. Auch 2019 und 2020 markierten den Spätsommer als Startpunkt für neue Höchststände. 

Goldbarren auf herbstlichem Waldweg – Symbolbild für saisonale Gold-Rally
Goldpreis stagniert auf hohem Niveau – doch historisch beginnt oft im Herbst ein neuer Aufwärtstrend

Diese saisonale Tendenz ist kein Zufall: In Asien beginnt im Spätsommer die Hochzeitssaison, die Schmucknachfrage steigt. Gleichzeitig positionieren sich institutionelle Investoren für das Jahresende – insbesondere in volatilen Börsenphasen. Der Herbst war in der Vergangenheit oft geprägt von Marktkorrekturen, auf die Gold als Absicherungsinstrument profitierte.

Goldpreis hält sich auf hohem Niveau

Trotz leichter Rücksetzer lag der Goldpreis zuletzt nur knapp unter dem Allzeithoch. In US-Dollar notiert das Edelmetall am Freitag bei rund 3.360 Dollar pro Unze, in Euro bei knapp 2.900. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von mehr als 15 Prozent. Der Markt hat sich im Juli konsolidiert – und genau das könnte die Basis für eine neue Aufwärtswelle bilden.

Technisch bleibt das Bild stabil: Die Unterstützungszonen bei 3.280 und 3.220 US-Dollar haben bislang gehalten. Ein Anstieg über 3.370 Dollar könnte als neues Kaufsignal gewertet werden. Auch aus charttechnischer Sicht ist der Weg nach oben nicht versperrt.

Rückenwind von Zentralbanken und ETFs

Ein weiterer Faktor, der für steigende Goldpreise spricht, ist die anhaltende Nachfrage institutioneller Käufer. Die jüngsten Daten des World Gold Council zeigen: Zentralbanken kaufen weiter auf hohem Niveau. Länder wie China, Indien oder Polen stocken ihre Goldreserven auf – und setzen damit ein geopolitisches Signal.

Auch die ETF-Bestände steigen wieder. Der SPDR Gold Shares (GLD), der weltweit größte Gold-ETF, verzeichnete zuletzt Zuflüsse von mehreren Tonnen. Selbst der iShares Silber Trust meldete neue Kapitalbewegungen – ein Zeichen dafür, dass Anleger wieder auf Edelmetalle setzen.

Zinswende im Blick

Ein Schlüsselfaktor bleibt die Zinsentwicklung. Die US-Notenbank hat auf ihrer letzten Sitzung die Leitzinsen unverändert gelassen. Gleichzeitig mehren sich Anzeichen, dass die Inflation vorläufig moderat bleibt und sich die US-Konjunkturdaten eintrüben. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnten Zinssenkungserwartungen wieder in den Fokus rücken – was Gold tendenziell stützt.

Auch geopolitisch bleibt die Lage angespannt: Handelskonflikte, die US-Wahl und neue Zölle sorgen für Unsicherheit. Auch die Kriegsrhetorik zwischen den USA und Russland erhielt zuletzt eine neue Qualität. In solchen Phasen neigen Anleger dazu, sichere Häfen zu suchen.

Fazit: Die Basis für eine Gold-Rally ist gelegt

Zwar ist der Ausbruch noch nicht erfolgt, doch die Basis für eine Herbst-Rally bei Gold ist gelegt. Saisonalität, technische Stabilität und Nachfrageimpulse aus dem institutionellen Bereich sprechen für weiter steigende Kurse. Ob der Goldpreis in den kommenden Wochen tatsächlich neue Höchststände erreicht, bleibt offen – aber das Momentum ist da.

Anleger sollten die Lage genau beobachten. Der August könnte zum Wendepunkt werden – und der Startschuss für die nächste Goldpreis-Rally sein. Was jetzt die Profis tun, zeigen die aktuellen CoT-Daten vom US-Terminmarkt.

Langfristiges Gold-Investment: Darauf kommt es an

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Ein langfristiges Gold-Investment schützt Vermögen auch in unsicheren Zeiten. Wie viel sinnvoll ist und welche Strategie sich bewährt, zeigen wir im Überblick.

Warum Gold langfristig relevant ist

Gold ist kein Schuldversprechen, sondern ein realer Sachwert – unabhängig von Banken, Staaten oder Emittenten. Es lässt sich nicht beliebig vermehren, ist weltweit anerkannt und in Krisenzeiten besonders gefragt. Über Jahrhunderte hinweg hat Gold seine Kaufkraft bewahrt – selbst in Kriegen, Hyperinflationen oder Währungsumstellungen.

Zwei Goldbarren auf Finanzzeitung – Symbolbild für Vermögensschutz
Wer Gold langfristig hält, setzt auf Kaufkrafterhalt und Krisenresistenz

Auch ohne apokalyptisches Szenario bleibt Gold ein verlässlicher Wertspeicher. In einem System aus Schulden, Papiergeld und expansiver Geldpolitik dient es als Versicherung gegen die schleichende Entwertung von Kaufkraft. Wer langfristig denkt, investiert nicht wegen kurzfristiger Kursziele – sondern aus Überzeugung in Stabilität und Substanz.

Gold versus andere Anlageklassen

Aktien bieten Rendite. Immobilien bringen Miete. Anleihen zahlen Zinsen. Gold zahlt nichts – und liefert trotzdem seinen Beitrag im Portfolio. Denn es korreliert kaum mit anderen Anlageklassen. Besonders in Phasen von Stress, Inflation oder geopolitischer Unsicherheit steigt sein Wert oft dann, wenn andere Werte fallen.

Langfristige Vergleichsstudien zeigen: Über Jahrzehnte hat Gold mit inflationsbereinigten Realrenditen von rund 5  Prozent pro Jahr überzeugt. Das ist beachtenswert, und stabil. Gerade in Kombination mit Aktien oder Immobilien erhöht Gold die Risikostreuung – ohne großen Renditeverzicht.




Strategien für das Gold-Investment

Wer langfristig investieren will, sollte auch langfristig denken. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist zweitrangig – entscheidend ist, dass überhaupt eine Position aufgebaut wird. Ideal sind 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens als Gold-Anteil im Portfolio.

Physisches Gold – in Form von Barren oder Münzen – bleibt dabei die erste Wahl. Es ist unabhängig von Banken, besitzt kein Emittentenrisiko und lässt sich direkt besitzen. Wer flexibel bleiben will, kann auf physisch hinterlegte ETFs oder Goldsparpläne zurückgreifen. Wichtig: Papiergold und Derivate eignen sich nicht für die langfristige Absicherung.

Steuerliche Vorteile in Deutschland

Ein großer Vorteil physischer Goldanlagen: Wer mindestens ein Jahr hält, kann steuerfrei verkaufen. Anders als bei Aktien oder Fonds fällt keine Abgeltungsteuer an – auch nicht auf Kursgewinne.

Diese Steuerfreiheit macht Gold besonders attraktiv für langfristige Investoren. Gerade im Vergleich zu zinstragenden Anlagen mit versteckter Steuerbelastung ist Gold hier im Vorteil. Das Gleiche gilt für die Mehrwertsteuer: Anlagegold ist in der EU von der Umsatzsteuer befreit.

Risiken und Irrtümer

Natürlich ist Gold kein Allheilmittel. Wer kurzfristige Gewinne erwartet, kann enttäuscht werden – der Preis schwankt mitunter stark. Und wer alles in Gold steckt, verpasst die Chancen anderer Anlageklassen.

Gold zahlt keine Zinsen oder Dividenden, muss es auch nicht. Schließlich sind Zinsen nichts anderes als eine Entschädigung für einen Verzicht auf Liquidität und eine Risikoprämie. Die Liquidität ist bei dem Edelmetall mit seiner leichten Umtauschbarkeit jederzeit vorhanden. Außerdem ist das langfristige Risiko aufgrund seiner Wertbeständigkeit sehr überschaubar.

Auch deshalb halten Zentralbanken in großem Stil Gold als Reserve. In Zeiten hoher Realzinsen kann kann der Goldpreis aber unter dem Zinsnachteil leiden.

Natürlich ist der Handel mit physischem Gold weniger flexibel als etwa mit Aktien, die man auf quasi auf Knopfdruck kauft und verkauft. Dennoch: Ein Totalverlust ist bei physischem Gold praktisch ausgeschlossen.

Fazit: Wer langfristig denkt, investiert in Gold

Ein langfristiges Gold-Investment ist keine Spekulation, sondern ein stabiler Vermögensanker. Es sichert Kaufkraft, schützt vor Systemrisiken und bietet steuerliche Vorteile. Wer es langfristig in sein Portfolio integriert, profitiert nicht von kurzfristigen Trends – sondern von der Konstanz eines echten Wertes.

Deshalb gehört Gold in jedes langfristig aufgestellte Vermögen – nicht als Renditetreiber, sondern als Sicherheitsnetz.

Wer über ein langfristiges Gold-Investment nachdenkt, findet im Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ viele weitere wertvolle Tipps der Goldreporter-Redaktion.

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipp zum Weiterlesen: Altersvorsorge mit Gold
Wer sich intensiver mit der strategischen Rolle von Gold im Vermögensaufbau beschäftigen möchte, findet im Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ fundierte Antworten. Der Report zeigt, wie Gold als langfristiger Vermögensbaustein genutzt werden kann – inklusive steuerlicher Aspekte, Produktvergleichen und Fallbeispielen. Jetzt erhältlich im Goldreporter-Shop

Goldpreis kurz vor Rally – doch wer kauft eigentlich?

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Schwache US-Daten und neue Zölle schocken die Märkte – Gold kurz vor dem Ausbruch? CoT-Daten zeigen überraschende Wende.

Turbulente Kursentwicklung – Gold, Aktien

Nach einer erneut volatilen Woche stieg der Goldpreis am Freitag deutlich. Der DAX sackte um über zwei Prozent ab, während Gold am Spotmarkt um 2 Prozent auf 3.362 US-Dollar (2.902 Euro) zulegte.

Schwache Jobzahlen in den USA und drastische Korrekturen der Vormonate verstärkten Zinssenkungserwartungen. Gleichzeitig schockte Trump mit neuen Importzöllen auf Produkte aus rund 40 Ländern. Die Märkte reagierten mit Risikoaversion – und Gold profitierte als sicherer Hafen. Einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse der vergangenen Woche erhalten Sie in diesem Artikel: Goldpreis am Freitag: US-Daten schocken Märkte – Gold +1,8 %

Goldbarren vor Chartbild als Symbol für Spannungen am Markt und einen möglichen Goldpreis-Ausbruch
Mit 3.388 US-Dollar pro Unze notierte der Goldpreis im US-Futures-Handel am Freitag nur noch 1,3 Prozent unter dem Rekordhoch vom April.

Was sagt der Terminmarkt über Gold?

An dieser Stelle betrachten wir die jüngsten Entwicklungen im Goldhandel am US-Terminmarkt –  mit den aktuellen CoT-Daten („Commitments of Traders“) der US-Börsenaufsicht CFTC. Darin enthalten sind die Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 29. Juli 2025. Das war der Verfallstag der Juli-Kontrakte.

Dabei sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche um hohe 8  Prozent auf 259.079 Kontrakte. Vergangene Woche war hier der höchste Wert seit dem 18. März 2025 erreicht worden. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ sogar um 11 Prozent ab auf 223.596 Kontrakte.

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 Futures-Handel bricht ein – warum?

Auch der Open Interest ging bis zum Dienstag stark zurück. Denn gegenüber der Vorwoche verringerte sich die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX um 9 Prozent auf 445.259 Kontrakte. Hier kam es also im Umfeld der Verfallstermine zu einer vermehrten Auflösung von Futures-Kontrakten.

Daran änderte auf Goldpreis-Anstieg am Freitag nicht viel, denn bis zum Wochenschluss fiel der Open Interest zusätzlich um 0,9 Prozent auf 441.731 Kontrakte.

Damit ergab sich im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ein Rückgang um 5 Prozent.

Trader setzen auf steigende Kurse

Im Handel mit Gold-Optionen brach der Open Interest gegenüber der Vorwoche deutlich ein um 19 Prozent auf 728.602 Optionen. Der starke Rückgang ist typisch ist nach einem Optionsverfall.

Dabei sank das Put/Call-Verhältnis deutlich 0,579. Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 173 Call-Optionen kamen – nach 149 in der Vorwoche. Damit nahm der überwiegende Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment gegenüber der Vorwoche stark zu.

Goldpreis-Entwicklung

Der unten gezeigte Wochenchart verdeutlicht die erneut hohe Volatilität beim Goldpreis. Während das Edelmetall praktisch auf Wochenhoch ins Wochenende ging (3.388,80 US-Dollar; Oktober-Kontrakt), ereignete sich am Mittwoch das Wochentief bei 3.294 US-Dollar. Das heißt, die Handelspanne betrug fast 100 US-Dollar.

Goldpreis-Chart auf Basis der US-Futures, Wochendarstellung vom 1. August 2025
Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (Oktober-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart vom 28. Juli bis 1. August 2025 (Quelle: CME Group).

Gegenüber der Vorwoche verteuerte sich Gold um 1,5 Prozent – auf Eurobasis um sogar um 2,9 Prozent auf 2.923 Euro.

COMEX-Goldlager

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX per 31. Juli 2025. Hier stieg das Inventar gegenüber Vorwoche um weitere 950.000 Unzen an auf 38,71 Millionen Unzen (Vorwoche: +570.000 Unzen).

Dabei nahmen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 350.000 Unzen zu auf 17,55 Millionen Unzen. Alle Zahlen sind gerundet. Dieses Gold gehört Händlern – nicht den Bullionbanken. Das bedeutet, es kann jederzeit von Kunden abgezogen werden.

Physische Deckung des COMEX-Goldhandels

Bei einem Open Interest von 441.731 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 44.173.100 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war zuletzt wieder mit hohen 88 Prozent durch Lagerbestände gedeckt (Vorwoche: 81 Prozent). Der Rekordstand betrug am 10. April 2025 ganze 98 Prozent. Damals hatten Händler Zölle auf Goldimporte befürchtet und tonnenweise Gold in die USA eingeführt.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung des US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Diesen Anteil kann man ebenfalls einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnehmen.

Auslieferungsanträge

So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den ausgelaufenen Kontraktmonat Juli nun 12.010 Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Das entspricht einer Menge von etwa 37 Tonnen.

Für den neuen Kontraktmonat August liegen nun bereits 20.126 „Delivery Notices (62 Tonnen). Der bisherige Rekordmonat war der Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen Gold an abgerufenem Gold (76.567 Anträge).

Höhere Goldpreis-Aufschläge in China

Welche Impulse gingen zuletzt von China aus? Dazu betrachten wir die dortige Goldpreis-Entwicklung. Am vergangenen Donnerstag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 2:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 766,68 Yuan pro Gramm. Das waren umgerechnet 107,17 US-Dollar je Gramm bzw. 3.333 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.302 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der sechsundzwanzigsten Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Dabei stieg der Abstand laut unseren Berechnungen wieder auf 31 US-Dollar pro Unze (Vorwoche: 7 US-Dollar).

Gold vor dem Ausbruch? Das spricht dafür

Was verraten die jüngsten Terminmarktdaten über die kurzfristigen Goldpreis-Aussichten? Auch der starke Goldpreis-Anstieg am Freitag war von Gewinnmitnahmen geprägt. Denn es wurden selbst im Kursaufschwung weiter Futures-Positionen abgebaut. Marktstärke sieht anders aus. Vor diesem Hintergund wäre eine Gegenbewegung bei Gold am Montag plausibel.

Allerdings könnten die anhaltenden wirtschafts- und geopolitischen Spannungen den Konsolidierungsdruck an den Aktienmärkten verstärken und die Nachfrage nach risikoärmeren Vermögenswerten fördern. Davon könnte Gold kurzfristig profitieren und vielleicht auch technisch den entscheidenden Schritt vollziehen, um aus der langen Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen.  

Goldpreis am Freitag: US-Daten schocken Märkte – Gold +1,8 %

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Die Aktienmärkte rutschen ab, der Goldpreis zieht an: Schwache US-Jobdaten und Trumps neue Zölle sorgen für Unruhe. Was das für Anleger bedeutet.

Aktien unter Druck, Gold gefragt

Am heutigen Freitag rutschte der DAX-Future um mehr als zwei Prozent ab. Gleichzeitig kletterte der Goldpreis deutlich. Um 18 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 3.349 US-Dollar (+1,8 %) bzw. 2.897 Euro (+0,5 %).

Die Bewegungen an den Märkten wurden maßgeblich durch zwei Entwicklungen begleitet: schwache US-Arbeitsmarktdaten und eine überraschende Zoll-Eskalation durch Donald Trump. Die Flucht in sichere Häfen wie Gold setzte ein – und markierte möglicherweise den Beginn einer neuen Goldpreis-Rally.

Kalenderblatt „Freitag“ vor Goldreporter-Logo – Symbolbild für wöchentlichen Goldpreis- und Goldmarkt-Bericht
Freitagsbericht von Goldreporter: Was den Goldpreis diese Woche bewegt hat

Dramatisch schlechte US-Arbeitsmarktdaten

Die Entwicklungen im Detail: Die am Freitag veröffentlichten US-Jobdaten offenbarten eine drastische Eintrübung des Beschäftigungsmarktes. Im Juli wurden lediglich 73.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, während Experten mit 110.000 gerechnet hatten.

Noch gravierender fiel die Korrektur der Vormonate aus: Die Juni-Zahl wurde von 147.000 auf nur 14.000 nach unten revidiert. Auch der Mai wurde um 125.000 Stellen nach unten angepasst. Zusammengenommen ist das Beschäftigungsplus der beiden Vormonate um 258.000 Jobs geringer als bisher gedacht – ein herber Rückschlag für Konjunktur-Optimisten.

Diese Zahlen dürften die Debatte über eine mögliche Zinssenkung in den USA neu entfachen. Denn ein schwächelnder Arbeitsmarkt erhöht den Druck auf die US-Notenbank, geldpolitisch gegenzusteuern. Zugleich stellt sich die Frage, ob die Fed angesichts weiterhin erhöhter Inflation und robuster Konsumnachfrage überhaupt über genügend Spielraum verfügt.

Neue Trump-Zölle schockieren die Märkte

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte die Ankündigung einer neuen Zolloffensive durch Donald Trump. Der US-Präsident belegte Produkte aus rund 40 Ländern mit zusätzlichen Einfuhrabgaben: Zölle auf Rekordhoch: Trump schockt Handelspartner weltweit




Die durchschnittliche US-Zollrate steigt damit auf 15,2 Prozent – das höchste Niveau seit dem Zweiten Weltkrieg. Diese Maßnahme droht den Welthandel erneut zu belasten. Unternehmen weltweit müssen sich auf steigende Preise, unterbrochene Lieferketten und eine Verschärfung geopolitischer Spannungen einstellen.

Impulse für den Goldpreis

Die Kombination aus konjunktureller Abschwächung und handelspolitischer Eskalation verleiht dem Goldmarkt spürbare Impulse. Anleger schichten um – weg von Aktien, hin zu stabilen Sachwerten. In diesem Umfeld zeigte sich Gold einmal mehr als Stabilitätsanker.

Der Preis für eine Feinunze kletterte am Freitag wieder über 3.300 US-Dollar und näherte sich der Marke von 2.900 Euro. Rückblickend war der Juli trotz gefühlter Sommerpause ein positiver Monat für Goldanleger – vor allem in Europa, mit einem Kursplus von 3 Prozent.

Diese Entwicklung ist vor allem auf die jüngste Schwäche des US-Dollars zurückzuführen, der nach seinem starken Lauf im ersten Halbjahr wieder deutlich nachgab. Dagegen wertete der US-Dollar nach den Ereignissen am  Freitag kurzfristig wieder um 1 Prozent ab. Zuletzt lag der Wechselkurs bei 1,156 US-Dollar pro Euro.

Geldpolitik in der Eurozone

Neben den internationalen Entwicklungen bleibt auch die Lage in der Eurozone relevant für den Goldmarkt. In Deutschland stagnierte die Inflationsrate im Juli bei 2,0 Prozent – exakt im Zielkorridor der EZB.

Allerdings bleibt die Kerninflation, bereinigt um Energie und Nahrungsmittel, mit 2,7 Prozent deutlich erhöht. Besonders Dienstleistungen trieben die Teuerung an. Energiepreise hingegen sanken erneut um 3,4 Prozent.

Diese gemischten Signale machen es der Europäischen Zentralbank nicht leicht, über eine Lockerung der Geldpolitik zu entscheiden. Solange die Kerninflation hartnäckig bleibt, dürfte ein Kurswechsel unwahrscheinlich sein – mit direkten Auswirkungen auf den Euro und indirekten auf den Euro-Goldpreis.

Auch in den USA bleibt die Zinspolitik ein Balanceakt. Neue Wirtschaftsdaten vom Donnerstag zeichnen ein gemischtes Bild. Die Kerninflation (Core PCE) stieg im Juni um 0,3 Prozent zum Vormonat und um 2,8 Prozent zum Vorjahr – etwas über den Erwartungen.

Markterwartungen – Goldpreis-Ausblick

Zinssenkungen erscheinen aus konjunktureller Sicht zunehmend geboten, doch die Inflationsrisiken bleiben virulent. Genau in diesem Spannungsfeld gewinnt Gold zunehmend an Bedeutung: als Absicherung gegen Währungsschwäche, politische Risiken und geldpolitisches Zögern.

Insgesamt zeigt sich: Gold behauptet sich in einem zunehmend unsicheren Umfeld als verlässlicher Stabilitätsanker. Wer das Edelmetall hält, dürfte in den kommenden Wochen von anhaltender Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und geldpolitischen Umschwüngen profitieren.

Gold kaufen – Aktuelle Lage und Preise im Edelmetall-Handel

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Jetzt Gold kaufen? Der Euro-Goldpreis hat sich von der Dollar-Notierung abgekoppelt. Wir analysieren die aktuellen Preise im Edelmetall-Handel.

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis verfolgt weiterhin eine volatile Seitwärtsbewegung, die das Edelmetall Anfang April eingeschlagen hat. Aber kurzfristig kamen Impulse von der US-Wirtschaft. Denn die jüngsten Arbeitsmarktdaten fielen schwach aus:  US-Arbeitsmarkt enttäuscht: Massive Korrekturen und schwaches Stellenplus

Und dieser Umstand stützt Erwartungen an eine baldige Zinssenkung, etwa im Zuge der nächsten Fed-Sitzung im September.

Gold kaufen im Edelmetall-Handel, die Preise am 1. August 2025
Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Mit der kurzfristigen Aufwertung des US-Dollars sind die Kosten für Goldmünzen und Goldbarren gegenüber der Vorwoche gestiegen, während der Goldpreis in US-Dollar schwächer notierte.

Am Freitag um 14:00 Uhr notierte der Goldpreis auf dem europäischen Spotmarkt mit 3.298 US-Dollar pro Unze, was 2.893 Euro entsprach. Damit verbilligte sich Gold in US-Dollar zwar gegenüber der Vorwoche um 1,3 Prozent. Allerdings sorgte ein kurzfristig erstarkter US-Dollar für einen Euro-Goldpreis-Anstieg um 1,5 Prozent.

Währenddessen gab der Silberpreis im Vorwochenvergleich um 6 Prozent bzw. 3,3 Prozent nach auf 36,43 US-Dollar bzw. 31,92 Euro pro Unze. Das war der Zeitpunkt unserer wöchentlichen Preisanalyse aus dem deutschen Edelmetall-Handel. Wir analysieren im Folgenden wie gewohnt die Daten sechs deutscher Edelmetall-Anbieter. 

Gold kaufen oder verkaufen?

Wer am Freitagmittag in Form prägefrischer Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.996 Euro – und damit 44 Euro mehr als vor einer Woche. Dabei blieb das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware konstant bei 3,56 Prozent. Dagegen stiegen die Abschläge für ältere Jahrgänge auf durchschnittlich 70 Euro (Vorwoche: 65 Euro).

Währenddessen stieg das Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren in unserer Analyse geringfügig auf 1,96 Prozent. Ein Exemplar kostete in unserer Erhebung durchschnittlich 9.485 Euro. Damit waren es 140 Euro mehr als vor einer Woche.

Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze der Anlagemünze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 42,96 Euro. Dabei stieg das Aufgeld für Silber-Maples leicht auf 34,57 Prozent. Dagegen zeigte sich bei 1-Kilogramm-Silberbarren ein deutlicher Anstieg der Aufschläge auf durchschnittlich 27,55 Prozent – nach 25,30 Prozent am vergangenen Freitag. Zugleich sanken auch die durchschnittlichen Abschläge für angekaufte Silbermünzen auf rund 4 Euro pro Unze (Vorwoche: 4,50 Euro).

Jetzt Gold kaufen? Aktuelle Münz- und Barrenpreise im Edlemetall-Handel inklusive Aufgeld für Gold und Silber.

Silber und Gold kaufen

Beachten Sie: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind keine geeignete Grundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterliegen. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern und Hinweise auf die allgemeine Marktlage.

US-Arbeitsmarkt enttäuscht: Massive Korrekturen und schwaches Stellenplus

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US-Jobwachstum bricht ein: Neue Zahlen zeigen starke Revisionen der Vormonate und deutlich enttäuschende Juli-Daten.

Die US-Wirtschaft hat im Juli 2025 nur 73.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen – deutlich weniger als erwartet (Prognose: 110.000). Zugleich wurden die Zahlen für Juni massiv von 147.000 auf nur 14.000 korrigiert. Auch der Mai wurde um 125.000 nach unten revidiert. Damit liegt das Beschäftigungsplus der beiden Vormonate zusammen 258.000 Jobs unter der bisherigen Schätzung. Beschäftigungszuwächse gab es nur im Gesundheitswesen und in der sozialen Betreuung. Mehr dazu: US-Stellenwachstum deutlich schwächer als gedacht – via Bureau of Labor Statistics

Goldreporter-Kommentar: Die schwachen Arbeitsmarktdaten könnten den Druck auf die US-Notenbank erhöhen, früher als erwartet über Zinssenkungen nachzudenken. Das wiederum könnte dem Goldpreis neue Impulse geben.

Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber

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Informationen und Kontaktdaten von Edelmetall-Händlern und spezialisierten Lagerunternehmen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien im Portrait (Werbepartner von Goldreporter). Neu: Reisebank

Übersicht/Schnellauswahl:

Edelmetall-Händler Edelmetall-Lagerung (international)
Anlagegold24 Swiss Gold Safe
Degussa Goldhandel BullionVault
ESG Edelmetalle  
Gold & Co  
GoldSilberShop  
Heubach Edelmetalle  
Reisebank  
   

 

Edelmetall-Händler





Anlagegold24

Anlagegold24, GfM
GfM-Zentrale in Gifhorn

Anlagegold24 ist die Handelsmarke der 1998 gegründeten Gesellschaft für Münzeditionen mbH (GfM). Unter der Adresse Anlagegold24.de erreicht man den Online-Shop des Unternehmens. Neben der Hauptverwaltung im niedersächsischen Gifhorn betreibt GfM unter dem Namen Anlagegold24 Ladengeschäfte in Wiesbaden und Braunschweig sowie eine Zweigstelle in Linz (Österreich). Der Edelmetall-Händler wird von den großen internationalen Prägestätten direkt beliefert. Erklärtes Ziel des Händlers ist es, Gold, Silber und andere Edelmetalle zu Anlagezwecken nahe an den Spotpreisen anzubieten. GfM ist Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels e.V. Geschäftsführer ist Henry Schwarz.

Kontakt:
Anlagegold24
GfM Gesellschaft für Münzeditionen GmbH
Celler Straße 106 d
D-38518 Gifhorn
Telefon: +49 (0)5371 – 589 00
Internet: https://anlagegold24.de


Degussa Goldhandel

Degussa, Goldhandel
Degussa-Filiale in Köln (Bild: Degussa Sonne/Mond Goldhandel GmbH)

Die Degussa Mond/Sonne Goldhandel GmbH gehört zu den bedeutendsten Edelmetall-Anbietern in Europa. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an, darunter der Verkauf und Ankauf von Münzen und Barren, die sichere Lagerung von Edelmetallen sowie die Unterstützung beim langfristigen Vermögensaufbau. Die Experten von Degussa stehen Kunden sowohl in den Niederlassungen als auch online über den Webshop zur Verfügung.

Vertrauenswürdige Beratung steht im Mittelpunkt der Geschäftsphilosophie. An den verschiedenen Degussa-Standorten ist eine Auswahl an traditionellen Barren und bekannten Anlagemünzen von verschiedenen Emittenten verfügbar. Neben dem Verkauf bietet das Unternehmen auch den Ankauf von Goldschmuck, Altgold und Silber zu fairen, tagesaktuellen Preisen an. Für Münzsammler stehen erfahrene Numismatiker zur Verfügung.

Die meisten Verkaufsgeschäfte von Degussa bieten zudem Schließfächer an, um die sichere und diskrete Aufbewahrung von Wertsachen außerhalb des Bankensektors zu ermöglichen.

Die Standorte von Degussa erstrecken sich über verschiedene deutsche Städte wie Augsburg, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg, Pforzheim und Stuttgart. International ist das Unternehmen in Zürich, Genf, London und Madrid präsent.

Das Management-Team der Degussa Goldhandel GmbH setzt sich aus zwei erfahrenen Geschäftsführern zusammen: Christian Rauch als CEO und Sprecher der Geschäftsführung sowie Mark Sommer als CFO. 

Kontakt

Firmenzentrale
Degussa Sonne/Mond Goldhandel GmbH
Kettenhofweg 29
D-60325 Frankfurt
Telefon: 069 / 860 068 0
E-Mail: info@degussa-goldhandel.de
Internet: https://www.degussa-goldhandel.de/

Geschäftsstelle Augsburg
Maximilianstraße 53
D-86150 Augsburg
Telefon: +49 (0)821- 508 667 0
E-Mail: augsburg@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Berlin
Fasanenstrasse 70
D-10719 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 8872 838 0
E-Mail: berlin@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Frankfurt
Kettenhofweg 25
D-60325 Frankfurt
Telefon: +49 (0)69 860 068 100
E-Mail: frankfurt@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Hamburg
Ballindamm 5
D-20095 Hamburg
Telefon: +49 (0)40-329 0872 0
E-Mail: hamburg@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Hannover
Theaterstrasse 7
D-30159 Hanover
Telefon: +49 (0)511-897 338 0
E-Mail: hannover@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Köln
Gereonstrasse 18-32
D-50670 Köln
Telefon: +49 (0)221 – 120 620 0
E-Mail: koeln@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle München
Promenadeplatz 12
D-80333 München
Telefon: +49 (0)89-13 92 613 18
E-Mail: muenchen@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Nürnberg
Prinzregentenufer 7
D-90489 Nürnberg
Telefon: +49 (0)911-669 488 0
E-Mail: nuernberg@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Pforzheim
Freiburger Straße 12
D-75179 Pforzheim
Telefon: +49 (0)7231 – 587 95 0
E-Mail: pforzheim@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstelle Stuttgart
Kronprinzstraße 6
D-70173 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711-305 893 6
E-Mail: stuttgart@degussa-goldhandel.de

Geschäftsstellen Schweiz

Degussa Goldhandel AG
Bleicherweg 41
CH-8002 Zürich
Telefon: +41 (0)44 403 41 10
E-Mail: info@degussa-goldhandel.ch

Quai du Mont-Blanc 5
CH-1201 Genève
Telefon: +41 (0)22 908 14 00
E-Mail: geneve@degussa-goldhandel.ch

Geschäftsstelle Madrid

Degussa Metales Preciosos
Calle de Velázquez 2
E-28001 Madrid
Telefon: +34 (0)911 982 90 0
Internet: https://www.degussa-mp.es/


ESG Edelmetall-Service, Zentrale in Rheinstetten

 

ESG Edelmetalle

Die ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG mit Sitz in Rheinstetten und die Tochtergesellschaft ESG Edelmetall-Service GmbH in Schänis (nahe Zürich) recyceln seit vielen Jahren europaweit edelmetallhaltiges Scheidgut der Schmuck-, Elektronik-, Galvanik- und Dentalindustrie. Als Handels- und Recyclingunternehmen ist die ESG für edelmetallverarbeitende Unternehmen sowie im Bereich des privaten Edelmetallankaufs und -verkaufs tätig. Die ESG bietet ein umfangreiches Sortiment an Anlageprodukten aus Gold, Silber, Platin, Palladium und anderen Edelmetallen, entweder persönlich per Tafelgeschäft oder über den Edelmetall-Shop im Internet. Geschäftsführer ist Dominik Lochmann.

Kontakt:
ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG
Gewerbering 29b
D-76287 Rheinstetten
Telefon: +49(0)7242 – 953 51 77
Internet: https://www.scheideanstalt.de


 

Gold & Co, Edelmetall-Händler
Gold & Co. betreibt in Wien zwei Filialen und verkauft Anlageprodukte über den Online-Shop.

Gold & Co

Gold & Co ist ein Goldhändler mit Sitz in Wien. Im Mittelpunkt des Geschäftsbetriebs steht der Verkauf, Ankauf und die Beratung rund um Edelmetalle. Gold & Co betreibt in Österreichs Hauptstadt zwei Filialen. An beiden Wiener Standorten und im Online-Shop erhalten Kunden eine große Auswahl an Edelmetall-Produkten zur Geldanlage. Neben österreichischen Klassikern wie Wiener Philharmoniker, Dukaten, Kronen etc. sind auch gängige Bullionmünzen aus aller Welt und Barren aus Gold, Silber und Platin erhältlich.

Die Experten von Gold & Co beraten auch gerne, wenn es um den Goldankauf geht. Dabei können Kunden ihr Edelmetall nicht nur direkt in den Filialen verkaufen, sondern auch per Post-Versand, kontaktloser Abgabebox oder Hausbesuch.

Der Familienbetrieb blickt auf eine 120-jährige Tradition im Geschäft mit Edelmetallen zurück. Gold & Co.-Firmengründer Mag. Walter Hell-Höflinger ist seit mehreren Jahrzehnten in der Edelmetall-Branche tätig, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Edelmetalle sowie Europäischer Gemmologe (FEEG).

Kontakt:

Gold & Co
Filiale Wien 9. Bezirk
Währinger Str. 48
Nähe Kreuzung Nußdorfer Str.
A-1090 Wien

Gold & Co
Filiale Wien 22. Bezirk
K1 Einkaufszentrum
Kagraner Platz 1 im 1. Stock
A-1220 Wien

E-Mai: info@goldundco.at
Telefon: +43 (0)1 – 23 50 222
Internet: https://www.goldundco.at/


GoldSilberShop-Filiale in Mainz
Beratung in der R(h)eingoldboutique in Mainz

GoldSilberShop.de

Bei GoldSilberShop.de, Marke der SOLIT Gruppe, erwartet Sie ein Sortiment aus fast 1.000 Barren und Münzen aus Gold, Silber, Platin und Palladium. Der Anbieter betreibt Filialen in Wiesbaden (R(h)eingoldpalais) und Mainz (R(h)eingoldbotique). Über Vertriebspartner werden bundesweit Edelmetalle im „Tafelgeschäft“ angeboten. Zum Service des Unternehmens gehört ebenfalls eine bankenunabhängige Lagerung physischer Werte.

Kontakt:
SOLIT Management GmbH
GoldSilberShop.de
Otto-von-Guericke-Ring 10
D-65205 Wiesbaden
Telefon: + 49 (0)6122 – 58 70 58
E-Mail: info@goldsilbershop.de
Internet: www.goldsilbershop.de

GoldSilberShop.de Mainz
R(h)eingoldboutique
Rheinstraße 103
D-55116 Mainz
Telefon: + 49 (0)6131 – 26 74 774
E-Mail: mainz@goldsilbershop.de
Internet: www.goldsilbershop.de/mainz

GoldSilberShop.de Wiesbaden
R(h)eingoldpalais
Wilhelmstraße 4
D-65185 Wiesbaden
Telefon: + 49 (0)611 – 34 18 68 19
E-Mail: wiesbaden@goldsilbershop.de
Internet: www.goldsilbershop.de/wiesbaden


Heubach Edelmetalle, in Schwaig
Heubach Edelmetalle, Ladengeschäft in Schwaig

Heubach Edelmetalle

Renommierter Nürnberger Edelmetall-Händler, Familiengeschäft mit 50-jähriger Tradition. Der Ankauf und Verkauf von Edelmetallen erfolgt über den Online-Shop und die Filiale in Schwaig (Röthenbacherstr 1). Geschäftsführer ist Andreas Heubach. Mehr Informationen finden Sie hier: Heubach Edelmetalle: Neues Geschäft, bewährtes Konzept

Kontakt:
Heubach Edelmetalle
Röthenbacherstr 1
D-90571 Schwaig
Telefon: +49 (0)911 – 953 388 00
Internet: www.heubach-edelmetalle.de


 

Reisebank

Reisebank-Filiale in Berlin: Deutschlandweit kann man bei der Reisebank in rund 50 deutschen Städten Gold und Silber kaufen oder bestellen.
Deutschlandweit betreibt die Reisebank rund 80 Filialen in etwa 50 Städten, in denen man Gold und Silber kaufen oder bestellen kann. (Bild: Reisebank AG)

Die Reisebank ist einer der größten Edelmetall-Händler in Deutschland und gehört zu den wenigen deutschen Banken, die sich auf den Handel mit physischem Gold und Silber für Privatkunden spezialisiert haben. Sie beliefert als hundertprozentige Tochter der DZ BANK mehr als 600 Finanzinstitute der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken in Deutschland mit Edelmetall-Produkten. In ihren knapp 80 Filialen bundesweit sowie im eigenen Onlineshop bietet sie Anlegerinnen und Anlegern den direkten Kauf von physischem Gold und Silber an – ohne Konto oder Depot.

Zum Sortiment gehören Goldbarren in Größen von 1 g bis 1.000 g sowie international anerkannte Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker. Auch Silberprodukte sind erhältlich – in allen Filialen oder per Onlinebestellung.

Die Reisebank ergänzt ihr Angebot durch tagesaktuelle Preise, transparente Abwicklung und sicheren Online-Versand nach Hause.

Die Präsenz der Reisebank vor Ort konzentriert sich auf stark frequentierte Standorte: Hauptbahnhöfe, Flughäfen und Innenstadtlagen in rund 50 deutschen Städten – darunter Berlin, München, Frankfurt oder Hamburg. Dort können Gold und Silber praktisch im Vorübergehen gekauft oder bestellt werden.

Die Reisebank handelt ausschließlich Barren von LBMA-zertifizierten Herstellern, Münzen von namhaften Refineries sowie Umlauf- oder Kurantgold, das einmal gesetzliches Zahlungsmittel war. Grundsätzlich handelt es sich dabei um Anlagegold, das im physischen Bestand oder kurzfristig verfügbar ist.

Auch der Rückverkauf ist in den Filialen unkompliziert möglich – zu marktgerechten Konditionen.  

Kontakt:
Reisebank AG
Platz der Republik 6
60325 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 97 88 07 – 650
Internet: https://www.reisebank.de/


Edelmetall-Lagerung / Edelmetall-Konten

 

Swiss Gold Safe
Swiss Gold Safe: Schließfächer in Schweizer Hochsicherheits-Anlage (Symbolfoto)

Swiss Gold Safe

Die Swiss Gold Safe AG bietet private und diskrete Lagerung von physischen Edelmetallen wie z.B. Gold und Silber, Valoren und anderen Wertgegenständen in Einzelverwahrung oder Schließfächern. In modernen Hochsicherheitsanlagen und Tresoren in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein erhalten die Kunden bankenunabhängige Lagerlösungen.

Kontakt:
Swiss Gold Safe AG
Kapuzinerweg 16
CH-6460 Altdorf UR
Schweiz
Telefon: +41 (0)41 – 884 04 04
Internet: https://swissgoldsafe.ch


BullionVault

Über die Handelsplattform BullionVault kann man Gold, Silber und Platin per Online-Konto jederzeit kaufen und verkaufen. Man erwirbt jeweils Anteile an Investment-Barren, die wahlweise in Tresoren an verschiedenen Standorten eingelagert sind (z.B. London, New York, Singapur, Toronto, Zürich). Für die Verwahrung fallen jeweils Lagerkosten an, die monatliche abgerechnet werden.

Kontakt:

Galmarley Ltd T/A BullionVault
3 Shortlands (7th floor)
London   W6 8DA
Großbritannien
Telefon: +44 (0)20 – 8600 01 30
Internet: https://gold.bullionvault.de/


Zölle auf Rekordhoch: Trump schockt Handelspartner weltweit

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Trump verhängt neue Zölle – mit teils drastischen Folgen für Handelspartner. Der Welthandel steht vor einer neuen Belastungsprobe.

US-Präsident Trump hat neue Importzölle auf Produkte aus rund 40 Ländern verhängt. Die durchschnittliche US-Zollrate steigt damit auf 15,2 Prozent – der höchste Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Besonders betroffen sind Kanada (35 Prozent), die Schweiz (39 Prozent) und asiatische Länder wie Taiwan (20 Prozent). Der Schritt dürfte internationale Handelsbeziehungen belasten und Unsicherheit für Unternehmen und Investoren verstärken. Mehr dazu: Neue US-Zölle erschüttern den globalen Handel – via Bloomberg

Goldreporter-Kommentar: Am heutigen Freitag geben die Aktienmärkte weltweit deutlich nach. Der Goldpreis notierte am Morgen minimal unter Vortag. Die erneute Zolldebatte bringt neue Unsicherheit, tatsächlich höhere US-Zölle könnten mittelfristig die Inflation anheizen und die Zentralbanken unter Zugzwang setzen. Das wiederum dürfte Gold als Absicherung gegen Preissteigerungen stärken.

So entwickelt sich der Goldpreis im August

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Nachdem der Euro-Goldpreis im Juli 3 Prozent anstieg, folgt nun mit dem August der statistisch drittbeste Goldmonat des Jahres. Ein Ausblick!

Gold verteuert sich im Juli

Gefühlt, legte der Goldpreis in diesem Jahr eine Sommerpause ein. Die vergangenen Wochen waren durch eine ausgedehnte Seitwärtsbewegung geprägt. Sie fand allerdings auf hohem Niveau statt. Und der Juli brachte immerhin einen kräftigen Anstieg des Euro-Goldpreises.

Denn laut Londoner Referenzpreis beendet Gold den zurückliegenden Monat mit einem Kurs von 3.298,85 US-Dollar pro Unze, was 2.891 Euro entsprach. Damit legte der Goldpreis gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent im US-Dollar, aber um 3 Prozent in Euro gerechnet zu. Das heißt auch, dass der US-Dollar nach dem starken Anstieg im ersten Halbjahr zuletzt deutlich nachgab (zuletzt: 1 Euro = 1,14 US-Dollar). Der Zinsstopp in der Eurozone im Zuge der Unsicherheiten im US-Zollstreit hat zu diese Entwicklung beigetragen.

Goldbarren vor Bergpanaroma symolisieren das im August in Jackons Hole stattfindende Notenbanker-Treffen, dass auch Bedeutung für den Goldpreis hat.
Goldbarren vor Bergpanorama: Im August findet in den USA das jährliche Jackson-Hole-Meeting, wo immer wieder geldpolitische Weichenstellungen erfolgten, die auch Einfluss auf den Goldpreis hatten (z. B. QE2).

Vor einem Jahr kostete die Feinunze Gold in London 2.237 Euro. Damit stieg der Goldpreis innerhalb von zwölf Monaten um 29 Prozent

Goldpreis im August

Wir werfen einen Blick voraus und betrachten die saisonalen Vorgaben für den Monat August. In unserer bis ins Jahr 1970 zurückreichenden Erhebung brachte dieser Monat im Durchschnitt einen Kursgewinn von 0,98 Prozent. Damit rangiert der August immerhin auf Platz drei der besten Gold-Monate des Jahres und rückt einen Platz nach vorn. Denn vergangenes Jahr war es noch Rang vier, als der Februar knapp besser lag.




Im Zeitraum der letzten 55 Jahre endete der August 31-mal mit einem Monatsgewinn. Das heißt die Quote beträgt 57 Prozent.

In den letzten beiden Jahren gab es Kursgewinne. Dagegen verbuchte der Goldpreis in den drei August-Zeiträumen davor leichte Verluste.

Grafik über die Euro-Goldpreis-Entwickllung im Monat August seit 1970

2019 lieferte Gold zuletzt eines seiner besten Ergebnisse mit knapp 8 Prozent Kursgewinn. Damals erreichte der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 1.385 Euro. Während in Großbritannien um einen Brexit-Vertrag verhandelt wurde, herrschte zwischen USA und China bereits Handelskrieg während Trumps erster Amtszeit als US-Präsident. Währenddessen erlebte Italien eine Regierungskrise. Auch 2020 Auch 2020 erreichte der Goldpreis im August eine Rekordmarke (1.741 Euro am 06.08.20) – während der damaligen Corona-Krise.

Beste August-Jahre

Die beste August-Performance (Top-5)

  • 1982: +20,92 %
  • 2011: +10,86 %
  • 2010: +9,04 %
  • 2003: +8,79 %
  • 2019: +7,97 %

Die schlechteste August-Performance (Top-5)

  • 1993: -12,14 %
  • 1976: -9,65 %
  • 1992: -9,42 %
  • 1973: -5,71 %
  • 1999: -5,10 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,955 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

Goldpreis-Ausblick August 2025

Die kommenden Wochen dürften weiter geprägt sein von den Verhandlungen im internationalen Zollstreit mit den USA. Sollte es weitere Abkommen geben, so dürfte dies Unsicherheiten aus dem Markt nehmen. Allerdings kann auf kurzfristige Erleichterung auch herbe Ernüchterung folgen. Dann, wenn deutlich wird, dass die Handelsbedingungen sich für die meisten Länder verschlechtern, bei ohnehin labiler Konjunktur und anhaltender Inflation.

Außerdem findet im August das jährliche Jackson Hole Economic Policy Symposium statt. In dem abgelegenen Bergressort im US-Bundesstaat Wyoming treffen sich westliche Zentralbanker, oft begleitet von Vertretern staatlicher Finanz- und Wirtschaftsressorts. Das Thema des Treffens lautet in diesem Jahr „Labor Markets in Transition: Demographics, Productivity, and Macroeconomic Policy“ (Arbeitsmärkte im Wandel: Demografie, Produktivität und makroökonomische Politik). Immer wieder wurden auf solchen Meetings wichtige geldpolitische Weichen gestellt, die auch Auswirkungen auf den Goldpreis haben. 

US-Konjunkturdaten vom Donnerstag: Gedämpfter Optimismus

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Frische US-Daten zeigen eine robuste Konjunktur mit ersten Bremsspuren. Was das für die Zinspolitik der Fed und den Goldpreis bedeuten könnte.

Am Donnerstag veröffentlichte US-Daten zeigen ein gemischtes Bild der Konjunktur. Der Chicago Business Barometer stieg im Juli deutlich auf 47,1 Punkte (nach 40,4 im Juni) und übertraf die Erwartungen (42), blieb aber den 20. Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50. Treiber war ein starker Anstieg bei neuen Aufträgen (+14,6 Punkte). Die Kerninflation (Core PCE) legte im Juni um 0,3 % zum Vormonat und 2,8 % zum Vorjahr zu – etwas über den Erwartungen (2,7 %). Die persönlichen Einkommen stiegen um 0,3 %, ebenso die Konsumausgaben, wobei die reale Kaufkraft stagnierte. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 218.000 leicht über der Vorwoche, aber unter den Prognosen (224.000). Die Daten deuten auf eine sich nur langsam abkühlende Wirtschaft hin – mit solider Konsum- und Arbeitsmarktbasis, aber anhaltendem Inflationsdruck.

Goldreporter-Kommentar: Die Nachfrage nach dem „sicheren Hafen“ bleibt gestützt – insbesondere bei schwächerem Wachstum. Doch solange die US-Notenbank angesichts robuster Arbeitsmarktdaten und hartnäckiger Inflation abwartet, bleibt der geldpolitische Spielraum begrenzt. Der Goldpreis könnte daher kurzfristig volatil bleiben, aber mittelfristig profitieren – vor allem bei sich konkretisierenden Zinssenkungserwartungen.

Inflation stagniert bei 2,0 % – Kernrate bleibt erhöht

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Inflation in Deutschland verharrt im Juli bei 2,0 Prozent – doch Dienstleistungen und Kernrate bleiben deutlich höher.

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2025 laut vorläufigen Daten bei 2,0 Prozent. Damit blieb sie im Vergleich zum Juni stabil. Die Preise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Deutlich höher liegt weiterhin die sogenannte Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel: Sie beträgt 2,7 Prozent. Besonders Dienstleistungen (+3,1 %) trugen zur Teuerung bei, während Energiepreise erneut sanken (–3,4 %). Mehr zur aktuellen Inflation in Deutschland via Destatis.

Goldreporter-Kommentar: Die stabile Inflationsrate von 2,0 Prozent liegt formal im Zielkorridor der EZB. Doch die anhaltend hohe Kerninflation dürfte die Währungshüter weiter vorsichtig stimmen. Solange Deutschland als Euro-Kernland keine Inflationsdynamik zeigt, wächst der Druck auf schnelle Zinssenkungen nicht. Das begrenzt den Spielraum für einen schwächeren Euro – und bremst kurzfristige Impulse für den Goldpreis.