Frische US-Daten zeigen eine robuste Konjunktur mit ersten Bremsspuren. Was das für die Zinspolitik der Fed und den Goldpreis bedeuten könnte.
Am Donnerstag veröffentlichte US-Daten zeigen ein gemischtes Bild der Konjunktur. Der Chicago Business Barometer stieg im Juli deutlich auf 47,1 Punkte (nach 40,4 im Juni) und übertraf die Erwartungen (42), blieb aber den 20. Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50. Treiber war ein starker Anstieg bei neuen Aufträgen (+14,6 Punkte). Die Kerninflation (Core PCE) legte im Juni um 0,3 % zum Vormonat und 2,8 % zum Vorjahr zu – etwas über den Erwartungen (2,7 %). Die persönlichen Einkommen stiegen um 0,3 %, ebenso die Konsumausgaben, wobei die reale Kaufkraft stagnierte. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 218.000 leicht über der Vorwoche, aber unter den Prognosen (224.000). Die Daten deuten auf eine sich nur langsam abkühlende Wirtschaft hin – mit solider Konsum- und Arbeitsmarktbasis, aber anhaltendem Inflationsdruck.
Goldreporter-Kommentar: Die Nachfrage nach dem „sicheren Hafen“ bleibt gestützt – insbesondere bei schwächerem Wachstum. Doch solange die US-Notenbank angesichts robuster Arbeitsmarktdaten und hartnäckiger Inflation abwartet, bleibt der geldpolitische Spielraum begrenzt. Der Goldpreis könnte daher kurzfristig volatil bleiben, aber mittelfristig profitieren – vor allem bei sich konkretisierenden Zinssenkungserwartungen.
Inflation in Deutschland verharrt im Juli bei 2,0 Prozent – doch Dienstleistungen und Kernrate bleiben deutlich höher.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2025 laut vorläufigen Daten bei 2,0 Prozent. Damit blieb sie im Vergleich zum Juni stabil. Die Preise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Deutlich höher liegt weiterhin die sogenannte Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel: Sie beträgt 2,7 Prozent. Besonders Dienstleistungen (+3,1 %) trugen zur Teuerung bei, während Energiepreise erneut sanken (–3,4 %). Mehr zur aktuellen Inflation in Deutschland via Destatis.
Goldreporter-Kommentar: Die stabile Inflationsrate von 2,0 Prozent liegt formal im Zielkorridor der EZB. Doch die anhaltend hohe Kerninflation dürfte die Währungshüter weiter vorsichtig stimmen. Solange Deutschland als Euro-Kernland keine Inflationsdynamik zeigt, wächst der Druck auf schnelle Zinssenkungen nicht. Das begrenzt den Spielraum für einen schwächeren Euro – und bremst kurzfristige Impulse für den Goldpreis.
Aktuelle Goldmarkt-Daten: Trotz Rekordpreis kaufen Investoren in Q2 so viel Gold wie seit Jahren nicht mehr. Der Schmuckmarkt hingegen fällt auf Krisenniveau zurück.
Goldnachfrage-Trends
Trotz rekordhoher Preise stieg die weltweite Goldnachfrage im zweiten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahr leicht an. Das berichtet der World Gold Council in seiner aktuellen Ausgabe der „Gold Demand Trends“. Demnach griffen vor allem Investoren verstärkt zu – getrieben von geopolitischen Unsicherheiten und einem schwächelnden US-Dollar. Im Schmuckbereich dagegen setzte sich der Abwärtstrend fort.
Goldmarkt im 2. Quartal 2025: Der Goldpreis steigt – doch vor allem Anleger greifen bei Gold zu, Schmuckkäufer blieben laut den Gold Demand Trends zurückhaltend.
Rekordwert bei Goldnachfrage in US-Dollar
Die physische Goldnachfrage inklusive OTC-Geschäften (direkt zwischen zwei Parteien) belief sich im zweiten Quartal auf 1.249 Tonnen – ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In US-Dollar gerechnet schoss der Wert der Nachfrage um 45 Prozent auf einen Rekordwert von 132 Milliarden US-Dollar in die Höhe. Der Durchschnittspreis lag mit 3.280 US-Dollar pro Unze so hoch wie nie zuvor.
Investmentnachfrage auf Mehrjahreshoch
Ausschlaggebend für die Entwicklung war der starke Anstieg der Investmentnachfrage. Diese legte im Jahresvergleich um 78 Prozent zu. Besonders Gold-ETFs verzeichneten kräftige Zuflüsse: Mit einem Anstieg von 170 Tonnen war dies das zweitstärkste Quartal seit dem Rekordjahr 2020. Auch Barren- und Münzkäufer griffen verstärkt zu – insbesondere in China, Europa und Indien.
In China wurde mit 115 Tonnen so viel Gold in Form von Barren und Münzen gekauft wie seit 2013 nicht mehr. Die Gründe: eine schwache Konjunktur, enttäuschende Aktienmärkte, anhaltender Immobilienverfall und Zinssenkungen bei Bankeinlagen. In Europa verdoppelte sich die Investmentnachfrage auf 28 Tonnen – getragen von Deutschland und Osteuropa, wo politische Unsicherheit und Inflationssorgen den Goldkauf stützten.
Zentralbanken kaufen weniger Gold
Zentralbanken blieben auch im zweiten Quartal eine wichtige Stütze der globalen Goldnachfrage. Sie kauften netto 166 Tonnen – das entspricht einem Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorquartal, liegt aber weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Nationalbank von Polen führte die Käuferliste an, gefolgt von Aserbaidschan, der Türkei und Kasachstan. Die People’s Bank of China setzte ihre moderaten Käufe fort. Trotz der Verlangsamung erwarten laut einer Umfrage des World Gold Council 95 Prozent der Zentralbanken einen weiteren globalen Anstieg der Goldreserven innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Goldnachfrage und Goldangebot Q2 2025
Sector
Q2'24
Q1'25
Q2'25
VQ %
VJ %
Minenproduktion
896.2
833
908.6
+9
+1
Netto-Hedging der Produzenten
-20.4
-7.1
-7.1
Recyceltes Gold
334.2
348.5
347.2
0
+4
Gesamtangebot
1210
1174.5
1248.8
+6
+3
Schmuckherstellung
417.2
425.4
356.7
-16
-14
Schmucknachfrage
395.6
383.4
341
-11
-14
Schmucklagerbestände
21.6
42
15.7
-63
-27
Technologie
80.2
80.4
78.6
-2
-2
Elektronik
66.8
67
65.8
-2
-2
Sonstige Industrie
11.1
11.3
10.8
-4
-3
Zahnmedizin
2.3
2.1
2.1
-2
-9
Investment
268.1
551.2
477.2
-13
+78
Gesamt Barren und Münzen
275.2
324.6
306.8
-6
+11
Barren
200.2
257.7
243.1
-6
+21
Offizielle Münzen
49.6
44.3
38.9
-12
-22
Medaillen und Nachbildungen
25.4
22.7
24.8
+9
-3
ETFs und ähnliche Produkte
-7.1
226.6
170.5
-25
Zentralbanken und andere Institutionen
211.5
248.6
166.5
-33
-21
Goldnachfrage
977
1305.6
1079
-17
+10
OTC und Sonstiges
233
-131.2
169.8
-229
-27
Gesamtnachfrage
1210
1174.5
1248.8
+6
+3
LBMA-Goldpreis (US-Dollar je Unze)
2338.2
2859.6
3280.4
+15
+40
Quellen: Metals Focus, Refinitiv GFMS, ICE Benchmark Administration, World Gold Council
Schmuckmarkt unter Preisdruck
Demgegenüber verzeichnete der Schmucksektor einen deutlichen Rückgang. Die weltweite Schmucknachfrage fiel um 14 Prozent auf nur noch 341 Tonnen – das niedrigste Quartalsergebnis seit der Pandemie. In China und Indien, den beiden größten Märkten, gingen die Käufe um 20 bzw. 17 Prozent zurück. In vielen Ländern wich die Nachfrage auf leichtere, günstigere Schmuckformen oder mit Gold plattierte Alternativen aus. Trotz des Rückgangs bei den Volumina stieg der Gesamtwert der Schmucknachfrage weltweit um 21 Prozent auf 36 Milliarden US-Dollar.
Technologiebranche bleibt schwach, AI sorgt für Lichtblicke
Die industrielle Goldnachfrage schrumpfte um zwei Prozent auf 79 Tonnen. Hauptgrund war die Unsicherheit durch US-Zölle und Exportbeschränkungen. Besonders die Nachfrage in der LED- und Drahtlos-Sparte war rückläufig. Positive Impulse kamen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz, etwa durch steigende Nachfrage nach High-End-Chips und Serverkomponenten.
Gold-Recycling steigt nur moderat
Trotz hoher Preise blieb das Goldrecycling mit 347 Tonnen weit unter früheren Spitzenwerten. Viele Konsumenten hielten an ihren Beständen fest – in Erwartung weiter steigender Preise oder wegen fehlender Alternativen. In Indien wurde alter Schmuck oft gegen neuen getauscht oder als Kreditsicherheit hinterlegt, anstatt verkauft zu werden.
Goldmarkt-Fazit
Die Dynamik am Goldmarkt bleibt zweigeteilt: Während der Investmentsektor floriert, steht der Schmuckmarkt unter Druck. Auch die Zentralbanken agieren angesichts der Preisentwicklung vorsichtiger, bleiben aber grundsätzlich dem Gold treu. Der Ausblick für das zweite Halbjahr bleibt geprägt von geopolitischen Risiken, geldpolitischer Unsicherheit und der Frage, ob sich der Preis auf dem Rekordniveau stabilisieren kann – oder neue Impulse nötig sind.
Trotz des starken Kursrückgangs bei Gold und Silber, floss innerhalb einer Woche zusätzliches Kapital in die größten Edelmetall-ETFs.
Edelmetall kurzfristig billiger
Der Goldpreis bewegt sich weiterhin im Bereich von 3.300 US-Dollar seitwärts. Am Mittwoch kam mit der Bekanntgabe neuer US-Wirtschaftsdaten erneut Druck auf. Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker gewachsen als erwartet (Goldreporter berichtete). Am Abend beließ die Fed die Zinsen unverändert. Doch positive Wirtschaftszahlen verringern die Chance aus schnelle Zinssenkungen.
Die Edelmetall-Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) sind nun drei Wochen in Folge auf ein neues Jahreshoch gestiegen – obwohl der Goldpreis gefallen ist.
Unter diesem Eindruck schloss der Goldpreis gestern im US-Futures-Handel (Juli-Kontrakt) mit 3.278 US-Dollar, was 2.868 Euro entsprach. Damit verbilligte sich das Edelmetall gegenüber der Vorwoche um 3,2 Prozent (in USD) bzw. 0,3 Prozent (in EUR). Die zeigt, wie stark der US-Dollar kurzfristig gegenüber dem Euro aufgeholt hat – innerhalb einer Woche um fast 3 Prozent. Währenddessen sank der Silberpreis gegenüber der Vorwoche um 5,4 Prozent auf 37,13 US-Dollar, bzw. um 2,5 Prozent auf 32,50 Euro.
Größter Gold-ETF
Dennoch verzeichnete der größte Gold-ETF in diesem Zeitraum Mittelzuflüsse. Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) meldet per 30. Juli 2025 Lagerbestände von 955,37 Tonnen. Das entspricht einem Zuwachs von 0,57 Tonnen. Dabei flossen diesem ETF netto 159 Millionen US-Dollar zu.
Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist, innerhalb derer physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.
Größter Silber-ETF mit Bestandsabgang
Demgegenüber verzeichnete der iShares Silver Trust (SLV) Metallabgänge. Denn die Lagerbestände des weltweit größten Silber-ETFs werden aktuell mit 15.149,90 Tonnen beziffert. Damit waren es 57,92 Tonnen weniger als vor einer Woche. Dennoch ergibt sich aus den Fondsberichten ein Nettokapitalzufluss von 19 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.
Edelmetall-ETFs und Goldpreis
Bullenmärkte bei Silber und Gold werden regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände aber als Nachläufer, denen ein steigender Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar vorausgeht. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.
Die US-Notenbank belässt die Zinsen unverändert. Zwei Mitglieder fordern dennoch eine Senkung – der Druck auf die Fed wächst.
Die US-Notenbank hat den Leitzins erneut im Korridor von 4,25 bis 4,5 Prozent belassen. Gleichzeitig senkte sie ihre Einschätzung der Wirtschaftslage und verwies auf eine Abkühlung der Konjunktur. Zwei Mitglieder des Fed-Vorstands stimmten erstmals seit 1993 gegen den Beschluss – sie forderten eine Zinssenkung. Fed-Chef Powell deutete jedoch keine rasche Lockerung an. Der Markt rechnet für September mit einer 60-Prozent-Wahrscheinlichkeit für eine Senkung (FedWatchTool).
Goldreporter-Kommentar: Die zurückhaltende Fed stärkt kurzfristig den US-Dollar. Für den Goldpreis bleibt das belastend – zumindest bis zur nächsten Zinsdebatte. Am Abend notierte Gold am europäischen Spotmarkt mit 3.280 US-Dollar 1,5 Prozent unter Vortag. Der Euro-Goldpreis gab 0,5 Prozent nach auf 2.867 Euro.
Chinas Gold-ETFs verzeichnen starke Abflüsse. Viele Anleger steigen auf Aktien um. Chinesische Goldpreis-Impulse blieben zuletzt aus.
Aktien statt Gold?
Die Goldpreis-Impulse aus China ließen zuletzt merklich nach. Laut Goldreporter-Recherche sank der Aufschlag auf den internationalen Kurs in der vergangenen Woche auf nur noch 7 US-Dollar. Zum Vergleich: Die Goldpreis-Aufschläge in Shanghai notierten in den Hochphasen des Jahres 2024 und auch im April 2025 bis zu 90 US-Dollar über den westlichen Kursen.
Nun gibt es Berichte, dass in China viele Anleger aus Gold-ETFs zurückziehen und dafür stärker in Aktien investieren. Laut Bloomberg flossen im Juli rund 3,2 Milliarden Yuan – etwa 450 Millionen US-Dollar – aus den vier größten inländischen Goldfonds ab. Zugleich legte der CSI 300 Aktien-Index in Shanghai um 5,5 Prozent zu – was in dem Bericht als stärkster Monatsanstieg seit September 2024 beschrieben wird.
Gold-ETFs in China mit deutlichen-Abflüssen – Anleger schichten in Aktien um. Auch die Goldpreis-Aufschläge in China kamen zuletzt stark zurück.
Stimmung dreht zugunsten der Börse
Analysten sprechen von einer Umschichtung. Steve Zhou von Huaan Fund Management sagte, dass viele Privatanleger Gewinne beim Gold mitgenommen hätten, um vom Momentum am Aktienmarkt zu profitieren. Der Aufschwung werde durch neue Maßnahmen der Regierung unterstützt, die Preiskämpfe und Überkapazitäten im Industriesektor eindämmen will. Diese sogenannte Anti-Involutionspolitik soll die Unternehmensgewinne und damit auch die Attraktivität von Aktien steigern.
Goldpreis-Entwicklung
Der Goldpreis gehörte 2025 bislang zu den stärksten Assetklassen. In den ersten vier Monaten des Jahres stieg er um rund 25 Prozent – beflügelt durch die Suche nach sicheren Häfen, einen schwachen US-Dollar und starke Käufe der Zentralbanken. Allerdings läuft der Kurs seit dem Rekordhoch im April seitwärts. Banken wie Goldman Sachs sehen weiteres Potenzial, kurzfristig fehlen jedoch neue Impulse.
Zugang zu physischem Gold begrenzt
Gold-ETFs spielen in China laut Bloomberg eine zentrale Rolle, da der direkte Zugang zu physischem Gold stark eingeschränkt sei. Demnach dürfen Banken seit 2020 keine neuen Bullion-Handelskonten für Privatkunden eröffnen. ETF-Bewegungen gelten daher als aussagekräftiger Stimmungstest.
Ob die ETF-Mittel tatsächlich in Aktien geflossen sind, lasse sich nicht sicher sagen. Die Gesamtzuflüsse in Aktien-ETFs in Shanghai und Shenzhen seien zuletzt sogar negativ gewesen. Kenny Ng von China Everbright Securities rechnet mit weiter starker Nachfrage nach Aktien, erwartet aber keinen starken Rückgang beim Gold. Die Kapitalflüsse in Gold-ETFs dürften sich seiner Ansicht nach stabilisieren – ohne extreme Ausschläge.
US-Wirtschaft überrascht mit starkem Plus: Im zweiten Quartal legt das BIP um 3 Prozent zu – vor allem dank sinkender Importe.
Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2025 um annualisiert 3 Prozent gewachsen – deutlich stärker als erwartet (+2,4 %). Der Anstieg folgt auf ein Minus von 0,5 Prozent im Vorquartal. Haupttreiber laut Bericht war ein starker Rückgang der Importe um 30,3 Prozent, nachdem im ersten Quartal noch vor den Zollerhöhungen eingekauft wurde. Hinweis: Sinkende Importe führen zu einem höheren BIP, weil sie in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vom Gesamtoutput abgezogen werden. Wenn dieser negative Beitrag kleiner wird, steigt das rechnerische Ergebnis – auch ohne realen Zuwachs an inländischer Produktion. Aber auch der private Konsum zog an. Rückgänge gab es hingegen bei Exporten und Investitionen, besonders im Bau.
Goldreporter-Kommentar: Ein starkes US-BIP könnte den Druck auf Zinssenkungen dämpfen – für den Goldpreis ist das kurzfristig eher ein Gegenwind. Das gilt insbesondere im Rahmen der kurzzeitig eingetrübten Charttechnik.
Deutsche Wirtschaft leicht im Minus: Das BIP schrumpfte im 2. Quartal 2025 um 0,1 Prozent zum Vorquartal – trotz steigenden Konsums.
Im zweiten Quartal 2025 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Während der Konsum von privaten und staatlichen Haushalten leicht zulegte, gingen Investitionen in Ausrüstungen und Bauten zurück. Im Vorjahresvergleich blieb das BIP preisbereinigt unverändert, kalenderbereinigt stieg es um 0,4 Prozent. Mehr dazu: Detaillierte BIP-Zahlen für das 2. Quartal 2025 – via Destatis
Nachdem der große Ausbruch scheiterte, setzt der Goldpreis seine volatile Seitwärtsbewegung fort. Wir betrachten die charttechnische Lage.
Goldpreis erneut schwächer
Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 3.326 US-Dollar pro Unze (Juli-Kontrakt). Dieser Wert entsprach 2.879 Euro. Damit verbilligte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 3 Prozent (in USD) bzw. 1,5 Prozent (in EUR).
Nach dem Anlauf auf das April-Hoch in der Vorwoche kam der Goldpreis somit wieder deutlicher zurück. Damit notierte der Goldpreis wieder 3,1 Prozent (in USD) bzw. 4 Prozent unter dem Allzeithoch.
Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract*) per 29. Juli 2025.
Wir skizzieren die aktuelle charttechnische Lage auf Basis des US-Gold-Futures-Handels per 29. Juli 2025.
Charttechnik
Vor zwei Wochen gelang dem Goldchart der Sprung über die Marke von 3.350 US-Dollar. Dabei löste sich die Kursbewegung in einer über sechs Wochen etablierten Dreiecksformation nach oben auf. Dieses Ereignis entpuppte sich nun als Fehlausbruch. Somit stellen nun erneut die Marke von 3.350 US-Dollar sowie die 50-Tage-Linie kurzfristige Widerstände dar.
Dagegen liegen die wichtigsten Unterstützungen in den Bereichen 3.270 US-Dollar, 3.230 US-Dollar. Schlusskurse unter 3.180 US-Dollar können weiteren Abgabedruck bis in den Bereich von 3.000 US-Dollar auslösen.
Marktstimmung
Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 47 (Vorwoche: 63) ist Gold wieder klar in den neutralen Bereich gerutscht. Das heißt, aus 14-Tage-Sicht ist Gold technisch weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Hier bilden Werte von 70 und 30 die definierten Grenzen.
Goldpreis in Euro
Die charttechnische Lage beim Euro-Goldpreis ist in der Konsolidierungsbewegung bereits weiter fortgeschritten. Zwar hatte sich die Notierung vom Juni-Tief zwischenzeitlich stark erholt. Aber es folgte eine weitere Abwärtsbewegung und der Kurs rutschte erneut unter die 50-Tage-Linie. Der wichtigste kurzfristige Widerstand liegt bei 2.900 Euro. In diesem Bereich schneidet auch die Kante des Mitte Juni begonnen Abwärtstrends den Chart. Dagegen bietet die Schwelle von 2.840 Euro kurzfristig Unterstützung. Mit einem RSI von 51 ist das Sentiment auch hier im neutralen Bereich.
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract*) per 30. Juli 2025.
Ausblick
Die volatile Richtungssuche bei Gold hält an. Nachdem der Goldpreis keine neuen Bestmarken erreicht hat, steigen in diesem Umfeld immer wieder die Abwärtsrisiken. Aber solange kritische Unterstützungen (3.200 USD; 2.790 EUR) nicht unterlaufen werden, kann sich die ausgeprägte Seitwärtsbewegungen noch eine ganze Weile fortsetzen.
Hinweis Goldpreis-Chartanalyse
Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlagevermittlung dar.
*kontinuierliche Kursreihe: Die Kursdarstellung auf Basis von „Continuous Contract“ ist ein synthetisch zusammengesetzter Chart, der laufend aus den aufeinanderfolgenden Futures-Kontrakten erstellt wird – typischerweise durch Aneinanderreihung der Frontmonate (nächstfällige Kontrakte). Er stellt also eine kontinuierliche Kursreihe dar, obwohl echte Futures-Kontrakte jeweils ein Verfallsdatum haben. Dabei können frühere Kurse rückwirkend angepasst werden, um Preislücken beim „Roll-over“ zu vermeiden.
Fidelity erwartet einen Goldpreis von 4.000 Dollar bis Ende 2026. Zinssenkungen, Dollarschwäche und neue Zentralbankkäufe sollen den Markt treiben.
Zinssignal der Fed als möglicher Auslöser
Der Goldpreis könnte laut Einschätzung von Fidelity International auf bis zu 4.000 US-Dollar steigen. Das erklärt Ian Samson, Multi-Asset-Manager des Vermögensverwalters, in einem Interview. Dabei beruft er sich auf die Erwartung einer geldpolitischen Wende in den USA sowie eine anhaltende Schwäche des US-Dollars.
Fidelity erwartet neuen Rekord-Goldpreis: Zinssenkungen und Staatsdefizite als Treiber
Samson verweist auf eine wachsende Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve im weiteren Jahresverlauf. Einige Fonds hätten vor diesem Hintergrund ihre Gold-Allokation zuletzt deutlich erhöht – teils sogar verdoppelt. Auch sei die klassische Sommerflaute an den Märkten ein Argument für breitere Diversifikation gewesen.
Zentralbanken treiben die Gold-Nachfrage
Außerdem sei zu erwarten, dass die weltweiten Zentralbanken weiterhin physisches Gold akkumulieren. Dies könne laut Samson eine stabile Nachfragebasis sichern – insbesondere angesichts wachsender fiskalischer Risiken.
Denn der US-Staatshaushalt weise zunehmende Defizite auf. Deshalb könne Gold seine Rolle als werthaltiges Realvermögen erneut unter Beweis stellen.
Rückblick und historische Parallelen
Obwohl der Goldpreis seit Jahresbeginn bereits um rund 25 Prozent zugelegt habe, sieht Samson keine Übertreibung. Vielmehr befinde sich der Markt weiterhin im Rahmen eines strukturellen Aufwärtstrends.
Dabei zieht er Parallelen zum Bullenmarkt zwischen 2001 und 2011, als Gold im Schnitt 20 Prozent pro Jahr an Wert gewonnen habe. Auch seit 2021 liege die durchschnittliche jährliche Rendite in ähnlicher Größenordnung. Deshalb erscheine ein weiterer Anstieg – selbst auf Niveaus um 4.000 Dollar – nicht unrealistisch.
Widerstand gegen konjunkturelle Risiken
Zugleich blieben geopolitische Risiken bestehen. Dabei verweist Samson auf die Handelskonflikte unter Präsident Donald Trump, Spannungen im Nahen Osten und den Krieg in der Ukraine.
Deshalb könne der Goldpreis auch in einem Umfeld moderater politischer Stabilisierung weiter profitieren – insbesondere, wenn sich die US-Konjunktur abschwäche.
Sollte die Fed mit Zinssenkungen auf eine schwächere Wirtschaft reagieren, könnte dies laut Fidelity zusätzlichen Rückenwind für Gold bedeuten. Dabei dürfte auch der Dollar weiter unter Druck geraten – ein Umfeld, das erfahrungsgemäß positiv auf den Goldpreis wirke.
Positionierung vor möglichen Machtwechseln
Darüber hinaus deutet Samson an, dass mit einem möglichen Wechsel an der Spitze der Federal Reserve weitere Lockerungssignale verbunden sein könnten.
Denn Donald Trump strebe laut aktuellen Berichten an, Fed-Chef Jerome Powell nach Auslaufen seiner Amtszeit im Mai kommenden Jahres durch einen Zinssenkungs-bereiteren Kandidaten zu ersetzen.
Gold als strategisches Asset
Zusammenfassend betont Samson die strategische Bedeutung von Gold. Es sei weder renditelos noch überbewertet, sondern ein entscheidender Baustein zur Absicherung gegen systemische Risiken.
Auch in der Vergangenheit habe sich das Edelmetall als robust erwiesen – besonders dann, wenn Vertrauen in Währungen oder Anleihen erodiert sei.
Wer ist Fidelity? Fidelity International ist ein globaler Vermögensverwalter mit Sitz in London. Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und verwaltet rund 800 Milliarden US-Dollar. Es bietet Fonds, Altersvorsorgeprodukte und Multi-Asset-Lösungen an. Fidelity agiert unabhängig von der US-Mutter Fidelity Investments und äußert sich regelmäßig zu Gold und Märkten. Fondsmanager wie Ian Samson vertreten dort strategische Goldpositionen, oft mit langfristiger Perspektive.
Gold verliert an Schwung – vor der Fed-Sitzung fehlen klare Impulse. Jetzt blicken Anleger auf Zinsen, Konjunkturdaten und Terminmarkt.
Goldpreis gefallen
Der Goldpreis setzt seine im April begonnene, volatile Seitwärtsphase fort. Vergangene Woche scheiterte Gold an einem neuen Rekordversuch. In der Folge knickte der Kurs deutlicher ein. Am Dienstagvormittag um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 3.315 US-Dollar pro Unze, was 2.872 Euro entsprach.
Der Goldpreis fiel zuletzt unter 3.320 Dollar – Anleger blicken auf die Fed.
Damit verbilligte sich das Edelmetall gegenüber der Vorwoche um 2 Prozent (in USD) bzw. 0,8 Prozent (in EUR). Die kurzzeitige Erholung des US-Dollars stützte in den vergangenen Handelstagen den Euro-Goldpreis.
Anleihe-Renditen
Dagegen gab es keine Unterstützung von Seiten der Marktzinsen. Denn die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sind wieder angestiegen. So rentierten entsprechende US-Papiere am Dienstag mit 4,41 Prozent – nach 4,39 Prozent in der Vorwoche. Währenddessen stieg die Rendite deutscher 10-jähriger noch deutlicher auf 3,13 Prozent.
Die Europäische Zentralbank verzichtete vergangene Woche auf eine weitere Zinssenkung. Seit Juni 2024 hatte man die Zinsen acht Mal gesenkt. Derzeit ist offen, ob in diesem Jahr noch weitere Schritte folgen werden.
Auch die US-Notenbank hält zunächst weiter die Füße still. Denn eine Veränderung der Federal Funds Rate am Mittwoch gilt als ausgeschlossen, obwohl die US-Regierung zuletzt den Druck auf die Fed erhöhte. Wiederholt platzierte man das Szenario einer Entlassung von Fed-Präsident Jerome Powell.
In diesem Umfeld sind die Erwartungen für eine Zinssenkung im September stabil geblieben. Denn am US-Terminmarkt wird diese Option mit einer Wahrscheinlichkeit von 63 Prozent gehandelt (FedWatch Tool).
Wichtige Termine
Was kann den Goldpreis in dieser Woche noch bewegen? Zunächst einmal stehen weitere Verfallstermine an. Am Montag liefen bereits die Gold-Optionen des Monats August aus. Heute ist letzter Handelstag der Juli-Futures.
Im Zentrum der Berichtswoche steht das Ergebnis der Fed-Sitzung am Mittwochabend, sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht und die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal.
Am Donnerstag wird die deutsche Inflationsrate für den Monat Juli avisiert. Hinzu kommt aus den USA der PCE-Preisindex, an dem sich die Fed bei ihrer Geldpolitik orientiert. Außerdem werden Zahlen zu den privaten Einnahmen und Ausgaben veröffentlicht. Schließlich erscheinen am Freitag die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Juli (Non-farm Payrolls), der ISM-Einkaufsmanager-Index sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.
Goldpreis-Ausblick
Wie reagiert der Goldpreis auf diese Events? Positive Konjunktursignale senken die Chancen schneller Zinssenkungen, das gilt auch für den Fall einer zunehmenden Inflation. Bei Gold gibt derzeit aber das Momentum den Takt vor. Es fehlen eindeutige Impulse, die eine klare Richtungsentscheidung ermöglichen. Also setzt sich zunächst die vertraute Seitwärtsbewegung fort, und charttechnische Einflüsse gewinnen an Bedeutung.
Renditen und Goldpreis
Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann gelten sie bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren als attraktiver. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gefragt sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).
China und Russland bauen eigene Goldbörsen auf – und wenden sich von westlicher Kontrolle ab. Auch andere Länder holen ihr Gold heim.
Russland und China streben nach mehr geldpolitischer Unabhängigkeit – und richten eigene Goldbörsen ein. Ziel ist es, sich von der Dominanz westlicher Institutionen wie der London Bullion Market Association (LBMA) zu lösen. Laut Medienberichten kündigte Russland an, eine physisch gedeckte Goldbörse zu etablieren, die vor allem BRICS-Staaten offenstehen soll.
China wiederum eröffnete sein erstes Offshore-Goldlager in Hongkong. Damit können Handelspartner mit Überschüssen in Yuan diese direkt in Gold tauschen – ohne Umweg über den US-Dollar. Der Schritt soll laut chinesischen Offiziellen für mehr Transparenz sorgen und an alte Handelsprinzipien anknüpfen: „Wo Gold ist, ist Geld.“
Zudem repatriieren immer mehr Staaten wie Serbien ihre Goldreserven aus dem Westen. Analysten werten dies als Bruch mit der bestehenden globalen Finanzordnung. Gold bleibt in diesem Kontext ein geopolitisches Machtinstrument – und rückt im Zuge wachsender Sanktionen und Unsicherheiten weiter in den Fokus.
Ganz ohne den Westen kommt zumindest China noch nicht aus. Denn obwohl China weltweit größter Goldproduzent ist, muss das Land große Mengen an Gold aus dem Westen importieren, um die heimische Goldnachfrage zu decken. Im vergangenen Jahr lieferte alleine die Schweiz über 300 Tonnen Gold nach China. Die Entwicklung zeigt aber, dass Gold in den BRICS-Staaten zunehmend an Bedeutung als strategisches, wirtschaftliches und finanzielles Asset gewinnt.
Steht der Goldpreis vor einem historischen Ausbruch? Ronald Stöferle erkennt Parallelen zu den 1970ern – und sieht noch Luft bis 6.800 Dollar.
Ronald Stöferle analysiert in einem aktuellen Beitrag die Gold-Bullenmärkte der 1970er-, 2000er- und 2020er-Jahre. Trotz historischer Unterschiede erkennt er strukturelle Ähnlichkeiten wie Inflation, geopolitische Risiken und negative Realzinsen. In den letzten 18 Monaten stieg der Goldpreis um fast 62 Prozent. Seine Feststellung: Einem Muster folgend könnte der Preis bis 2030 auf über 6.800 US-Dollar steigen. Auch Silber, Minenaktien und Rohstoffe zeigten Parallelen. Ein neu definiertes 60/40-Portfolio mit Gold-Komponente zeige bisher klare Vorteile.
Goldreporter-Kommentar: Erst kürzlich sorgten die Analysten von Incrementum mit einem stattlichen Kurziel für Aufsehen: Goldpreis-Prognose bis 2030: Wie realistisch sind 8.926 Dollar? Doch Stöferles historische Parallelen sind nicht nur poetisch, sondern statistisch gut untermauert. Sollte sich das Muster der „zweiten Hälfte“ bestätigen, könnten Anleger in Edelmetallen noch glänzende Jahre erleben.
Im Juni blieben die Gold-Importe der Türkei im Bereich von 10 Tonnen gedeckelt. Die türkische Silber-Einfuhr sank gegenüber Vormonat um 83 Prozent.
Gold-Importe der Türkei
Laut den Angaben der Borsa Istanbul hat die Türkei im vergangenen Monat 9,3 Tonnen Gold ins Land geholt. Damit sank die Liefermenge gegenüber dem Vormonat um 24 Prozent auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten. Dagegen stiegen die türkischen Goldimporte im Vorjahresvergleich um 28 Prozent, nach einem besonderes schwachen Vorjahresmonat (nur 7,2 Tonnen).
Insgesamt reiht sich die jüngste Transfermenge in eine Phase relativ schwacher türkischer Goldimporte ein. Das zeigt auch der Blick auf die Einfuhr seit 2017 (unten). Der Mittelwert der vorangegangenen zwölf Monate lag bei 10,6 Tonnen. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2023 waren es noch durchschnittlich 27 Tonnen pro Monat.
Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm (Quelle: Borsa Istanbul)
Goldimporte weiter limitiert?
Schon im Jahr 2024 waren die türkischen Goldimporte auf durchschnittlich 10 Tonnen gesunken. Allerdings ist der Goldpreis innerhalb von zweieinhalb Jahren auch um rund 80 Prozent gestiegen. Im April vergangenen Jahres berichteten wir über eine staatliche Importquote für Gold. Der Zweck lag darin, die Handelsbilanz der Türkei zu stabilisieren und die Lira zu stützen. Denn um Gold und Silber an internationalen (westlichen) Märkten zu kaufen, benötigt man US-Dollar.
BNNBloomberg zitierte dazu im vergangenen Mai Burak Yakin, Vorsitzender des türkischen Verbandes der Schmuckexporteure. Er sagte: „Juweliere können nur auf einen Teil der monatlichen Goldimporte zugreifen, und die tatsächliche Nachfrage ist höher“.
Silber-Importe eingebrochen
Währenddessen brach die Silber-Einfuhr im Juni regelrecht ein. Denn mit nur 8,3 Tonnen ging die Liefermenge gegenüber Vormonat um 83 Prozent zurück. Allerdings hatte die Türkei im Juni 2024 lediglich 446 Kilogramm Silber importiert, so dass sich gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1.700 Prozent ergibt.
Die Türkei hat im Juni nur 8,3 Tonnen Silber importiert. Der Silberpreis stieg zuletzt auf ein 14-Jahres-Hoch und hat in Lira innerhalb eines Jahres um 69 Prozent zugelegt.
Hintergrund – Wirtschaft und Währung
Angesichts der wirtschaftlichen Probleme und der hohen Inflation gab es in der Türkei bis zuletzt eine große private Gold- und Silbernachfrage (Schmuck). Diese ist aber auch preissensibel. Denn auch in Lira gerechnet markierte der Goldpreis zuletzt mehrfach neue Rekordhochs und der Silberpreis erreicht zuletzt ein 14-Jahres-Hoch.
Nach einem kontinuierlichen Rückgang der Inflationsrate seit dem Hoch vor einem Jahr (85 Prozent im Oktober 2022) sind die türkischen Verbraucherpreise in den vergangenen Monaten nicht mehr so stark gestiegen. Im Juni waren (immer noch hohe) 35 Prozent Inflation gemeldet worden.
Schwache Währung, Gold und Silber steigt
Außerdem wertete die Türkische Lira trotz der allgemeinen Dollar-Schwäche weiter kontinuierlich gegenüber dem US-Dollar ab. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate gab die Landeswährung um 19 Prozent gegenüber dem Greenback nach. Währenddessen stieg der Goldpreis in türkische Lira innerhalb eines Jahres um 72 Prozent. Der Silberpreis legte im gleichen Zeitraum um 69 Prozent zu.
USA und EU einigen auf 15 Prozent Zölle – ein Handelskrieg mit massiven Folgen für Exportbranchen wird damit vorerst abgewendet.
Die USA und die EU haben sich laut Reuters auf ein neues Handelsabkommen geeinigt: Ein pauschaler Zollsatz von 15 Prozent soll künftig für die meisten EU-Exporte gelten, darunter Autos, Halbleiter und Pharmazeutika. US-Zölle auf Stahl und Aluminium bleiben vorerst bei 50 Prozent bestehen. Im Gegenzug sollen 600 Milliarden Dollar aus Europa in die USA fließen. Das Abkommen soll einen drohenden Handelskonflikt verhindern – stößt aber in Brüssel auf Kritik.
Goldreporter-Kommentar: Das Abkommen kann kurzfristig für Entspannung an den Aktienmärkten sorgen – und damit auch die jüngste Gold-Schwäche verstärken. Angesichts der Verfallstermine bei Gold-Futures in dieser Woche könnten sich Short-Seller am Goldmarkt vorübergehend durchsetzen
Zufallsfund mit Folgen: Nach einem Autobahn-Stopp findet der Zoll dreieinhalb Kilo Gold – und klärt damit einen Enkeltrick-Fall.
Dreieinhalb Kilo Gold im Kissenbezug: Bei einer Kontrolle auf der A2 entdeckte der Zoll das Edelmetall unter dem Sitz eines 30-jährigen Autofahrers. Der Mann behauptete, nur 150 Euro bei sich zu haben – und konnte das Gold nicht erklären. Ermittlungen enthüllten einen Enkeltrick-Betrug in Wuppertal. Ein Seniorenehepaar hatte Gold und Schmuck im Wert von rund 350.000 Euro verloren. Die Polizei gab das Gold zurück. Quelle: Zoll.de (24.07.2025)
Der Goldpreis rutscht ab: Kurzfristig könnten Verkäufer den Goldmarkt dominieren. Wir analysieren die jüngsten Zahlen vom US-Terminmarkt.
Goldpreis scheitert am Rekordhoch
Der Goldpreis scheiterte vergangene Woche erneut am Ausbruch über das Allzeithoch – trotz anhaltender Unsicherheiten an den Märkten. Fortschritte bei US-Handelsgesprächen mit EU und Japan bremsten die Krisenstimmung und setzten den Goldkurs unter Druck. Gleichzeitig sorgte die Entscheidung der EZB, den Leitzins unverändert zu lassen, für neue Zinsspekulationen.
Gold kurzzeitig auf Tauchgang: In der kommenden Woche stehen die Verfallstermine an der COMEX an. Damit könnte sich der vorübergehende Abverkaufstrend fortsetzen.
Doch die Unsicherheit bleibt: Trump droht weiter mit Zöllen, China zeigt sich unnachgiebig. Gold verharrt in der Seitwärtsbewegung, doch Anleger bleiben aufmerksam – zumal die Terminmärkte in der kommenden Woche neue Impulse liefern könnten.
CoT-Daten
Wir betrachten zunächst die jüngsten Entwicklungen im Goldhandel am US-Terminmarkt – mit den aktuellen CoT-Daten („Commitments of Traders“) der US-Börsenaufsicht CFTC. Darin enthalten sind die Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 22. Juli 2025.
Hier stieg die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche noch einmal kräftig um 12 Prozent auf 282.337 Kontrakte. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert seit dem 18. März 2025. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ sogar um knapp 19 Prozent zu auf 253.038 Kontrakte.
Open Interest
Auch der Open Interest stieg bis zum Dienstag rasant an. Denn gegenüber der Vorwoche erhöhte sich die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX um 9 Prozent auf 489.423 Kontrakte. Doch im Umfeld des gescheiterten Rekordversuch kam es zu einer vermehrten Auflösung von Futures-Kontrakten. Denn der Open Interest sank bis zum Handelsschluss am Freitag wieder um 5 Prozent auf 466.174 Kontrakte. Dennoch ergibt sich im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ein Anstieg um 2,7 Prozent.
Gold-Optionen
Im Handel mit Gold-Optionen zog der Open Interest gegenüber der Vorwoche um 11 Prozent an auf 904.999 Optionen. Dabei sank das Put/Call-Verhältnis minimal auf 0,671. Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 149 Call-Optionen kamen – nach 148 in der Vorwoche. Damit hielt der überwiegende Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment an.
Goldpreis-Entwicklung
Am Dienstag erreichte der Goldpreis im US-Futures-Handel die Marke von 3.450 US-Dollar pro Unze. Auf Tagesschlussbasis war am 21. April 2025 das Rekordhoch vom 3.434 US-Dollar erreicht worden. Der Abverkauf startete dann am Mittwochvormittag unter großem Handelsvolumen und er setzte sich bis zum Freitagabend fort. So schloss Gold im US-Futures-Handel (August-Kontrakt) mit 3.338,50 US-Dollar (2.841 Euro) und damit ein Prozent unter der Vorwoche (-1,9 % in EUR).
Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (August-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart vom 21.07. bis 25.07.2025 (Quelle: CME Group).
COMEX-Gold-Lager
Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX per 17. Juli 2025. Hier stieg das Inventar gegenüber Vorwoche um weitere 570.000 Unzen an auf 37,76 Millionen Unzen (Vorwoche: +450.000 Unzen).
Dabei nahmen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 200.000 Unzen zu auf 17,20 Millionen Unzen. Alle Zahlen sind gerundet. Dieses Gold gehört Händlern, nicht den Bullionbanken. Das bedeutet, es kann jederzeit von Kunden abgezogen werden.
Golddeckung des COMEX-Handels
Bei einem Open Interest von 466.174 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 46.617.400 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war zuletzt immer noch mit hohen 81 Prozent durch Lagerbestände gedeckt (Vorwoche: 82 Prozent). Der Rekordstand stammt vom 10. April 2025 mit 98 Prozent. Damals hatten Händler Zölle auf Goldimporte befürchtet und tonnenweise Gold in die USA eingeführt.
In den vergangenen Jahren war die physische Deckung des US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Diesen Anteil kann man ebenfalls einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnehmen.
Auslieferungsanträge
So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den aktuellen Kontraktmonat 11.481 Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Das entspricht einer Menge von etwa 36 Tonnen.
Im Juni waren es 29.897 „Delivery Notices (93 Tonnen). Dagegen wurden im bisherigen Rekordmonat Januar 2025 insgesamt 238 Tonnen Gold abgerufen (76.567 Anträge).
Sinkende Goldpreis-Aufschläge in China
Welche Impulse gingen zuletzt von China aus? Dazu betrachten wir die dortige Goldpreis-Entwicklung. Am vergangenen Donnerstag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 2:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 774,80 Yuan pro Gramm. Das waren umgerechnet 108,76 US-Dollar je Gramm bzw. 3.382 US-Dollar pro Unze.
Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.375 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der fünfundzwanzigsten Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Dabei stieg der Abstand laut unseren Berechnungen aber deutlich auf nur noch 7 US-Dollar pro Unze (Vorwoche: 22 US-Dollar).
Goldpreis-Ausblick
Was verraten die jüngsten Terminmarktdaten über die kurzfristigen Goldpreis-Aussichten? Ein fallender Goldkurs bei steigendem Open Interest ist ein deutlichen Anzeichen für Marktschwäche. Der Abverkauf bei Annäherung an das Allzeithoch zieht kurzfristige Short-Seller an.
Kommende Woche ist Verfallstermin an der COMEX. Am Montag laufen die Gold-Optionen des Monats August aus und am Dienstag ist letzter Handelstag der Juli-Kontrakte im amerikanischen Gold-Futures-Handel. In diesem Umfeld könnte sich der jüngste Trend zu Gewinnmitnahmen noch einmal verstärken.
Laut einem aktuellen Beitrag von Analyst Jesse Colombo hat sich das Gold-Silber-Verhältnis erneut als Frühindikator für eine Silber-Rally erwiesen. Wie bereits im Jahr 2020 stieg die Ratio im Frühjahr 2025 über 100, gefolgt von einem kräftigen Kurssprung bei Silber. Colombo verweist auf den erfolgreichen Ausbruch über den langjährigen Widerstand bei 35 US-Dollar. Aus seiner Sicht markiert dies den Beginn eines neuen Aufwärtstrends mit Zielmarken bei 50 Dollar und mehr. Mehr dazu: Analyst vergleicht Silber-Rally 2025 mit Corona-Muster – via The Bubble Buble Report
Goldreporter-Kommentar: Wenn der Silberpreis einmal den bestehenden Rekord aus dem Jahr 1980 geknackt hat (knapp 50 US-Dollar pro Unze, können Silberfans von noch höheren Kursen träumen. Aber dieser Widerstand wird eine Herausforderung – genau wie 2011. Bis dahin muss Silber aber ersteinmal um weitere 30 Prozent steigen.
BullionVault hat Preisprognosen für Gold, Silber, Platin und Palladium 2025 ausgewertet – von KI-Tools wie ChatGPT bis hin zu Analysten und Privatanlegern. Dabei lag ChatGPT-4 Turbo bisher am nächsten an den tatsächlichen Goldkursen. Auch die BullionVault-Nutzer zeigen sich zunehmend optimistisch. Denn ihre im Juli 2025 revidierte Prognose sieht den Goldpreis zum Jahresende bei 3.679 Dollar pro Unze. Das ist deutlich höher als die ursprüngliche Erwartung von 3.070 Dollar.
Goldreporter-Kommentar: Spannend bleibt, ob KI künftig treffsicherer ist als das Gros menschlicher Analysten. Schon in der Vergangenheit schnitten Schimpansen mitunter besser ab. Sicher ist: Steigt die Verschuldung schneller als die Wirtschaft, wird auch der Goldpreis weiter zulegen.
Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis scheiterte bei einem neuen Rekordversuch. Unterdessen hält der Edelmetall-Handel das Preisniveau konstant.
Silber- und Goldpreis
Der Goldpreis verfolgt weiterhin eine ausgeprägte Seitwärtsbewegung, die das Edelmetall Anfang April eingeschlagen hat. In dieser Woche scheiterte abermals der Anlauf auf ein neues Rekordhoch.
Am Freitag um 13:45 Uhr notierte der Goldpreis auf dem europäischen Spotmarkt mit 3.341 US-Dollar pro Unze, was 2.850 Euro entsprach. Damit verbilligte sich Gold gegenüber der Vorwoche leicht um 0,2 Prozent (in USD) bzw. 1 Prozent (in EUR).
Im Edelmetall-Handel bestehen weiterhin günstige Bedingungen, wenn man Gold kaufen oder verkaufen möchte: Niedriges Aufgeld für Goldanlageprodukte, deutliche Abschläge für gebrauchte Münzen.
Auch der Silberpreis gab nach. Denn mit 38,70 US-Dollar bzw. 32,02 Euro notierte Silber 1 Prozent (in USD) bzw. 0,2 Prozent niedriger am vergangenen Freitag, dem Zeitpunkt unserer wöchentlichen Preisanalyse aus dem deutschen Edelmetall-Handel.
Lage im Edelmetall-Handel
Vergangene Woche berichteten Anbieter über das eingeschränkte Angebot an Ankaufware, das aufgrund seiner Preisabschläge gegenüber Neuware sehr beliebt ist. Aber solange der Goldpreis keine eindeutige Richtung vorgibt (Ausbruch oder Korrektur), warten viele Investoren ab.
Jetzt Gold kaufen oder verkaufen?
Wir analysieren die Preisentwicklung im Handel mit den Daten sechs deutscher Edelmetall-Anbieter. Wer am Freitagmittag in Form prägefrischer Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.952 Euro – und damit 30 Euro weniger als vor einer Woche. Dabei verringerte sich das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware unwesentlich auf 3,56 Prozent. Dagegen stiegen die Abschläge für ältere Jahrgänge auf durchschnittlich 65 Euro (Vorwoche: 50 Euro).
Währenddessen sank das Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren in unserer Analyse auf 1,95 Prozent. Ein Exemplar kostete in unserer Erhebung durchschnittlich 9.345 Euro. Damit waren es 95 Euro weniger als vor einer Woche.
Silber kaufen
Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze der Anlagemünze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 44,26 Euro. Dabei sank das Aufgeld für Silber-Maples minimal auf 34,04 Prozent. Dagegen zeigte sich bei 1-Kilogramm-Silberbarren ein deutlicher Rückgang der Aufschläge auf durchschnittlich 25,30 Prozent – nach 28,10 Prozent am vergangenen Freitag. Währenddessen stiegen auch die durchschnittlichen Abschläge für angekaufte Silbermünzen an auf 4,50 Euro pro Unze (Vorwoche: 4,30 Euro).
Silber und Gold kaufen
Beachten Sie: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.
Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind keine geeignete Grundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterliegen. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern und Hinweise auf die allgemeine Marktlage.