Laut einem aktuellen Beitrag von Analyst Jesse Colombo hat sich das Gold-Silber-Verhältnis erneut als Frühindikator für eine Silber-Rally erwiesen. Wie bereits im Jahr 2020 stieg die Ratio im Frühjahr 2025 über 100, gefolgt von einem kräftigen Kurssprung bei Silber. Colombo verweist auf den erfolgreichen Ausbruch über den langjährigen Widerstand bei 35 US-Dollar. Aus seiner Sicht markiert dies den Beginn eines neuen Aufwärtstrends mit Zielmarken bei 50 Dollar und mehr. Mehr dazu: Analyst vergleicht Silber-Rally 2025 mit Corona-Muster – via The Bubble Buble Report
Silber-Ausbruch nach Ratio-Signal – Analyst sieht Potenzial über 50 Dollar
KI vs. Anleger: Wer trifft die Goldpreis-Prognose 2025?
BullionVault hat Preisprognosen für Gold, Silber, Platin und Palladium 2025 ausgewertet – von KI-Tools wie ChatGPT bis hin zu Analysten und Privatanlegern. Dabei lag ChatGPT-4 Turbo bisher am nächsten an den tatsächlichen Goldkursen. Auch die BullionVault-Nutzer zeigen sich zunehmend optimistisch. Denn ihre im Juli 2025 revidierte Prognose sieht den Goldpreis zum Jahresende bei 3.679 Dollar pro Unze. Das ist deutlich höher als die ursprüngliche Erwartung von 3.070 Dollar.
Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel
Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis scheiterte bei einem neuen Rekordversuch. Unterdessen hält der Edelmetall-Handel das Preisniveau konstant.
Silber- und Goldpreis
Der Goldpreis verfolgt weiterhin eine ausgeprägte Seitwärtsbewegung, die das Edelmetall Anfang April eingeschlagen hat. In dieser Woche scheiterte abermals der Anlauf auf ein neues Rekordhoch.
Am Freitag um 13:45 Uhr notierte der Goldpreis auf dem europäischen Spotmarkt mit 3.341 US-Dollar pro Unze, was 2.850 Euro entsprach. Damit verbilligte sich Gold gegenüber der Vorwoche leicht um 0,2 Prozent (in USD) bzw. 1 Prozent (in EUR).

Auch der Silberpreis gab nach. Denn mit 38,70 US-Dollar bzw. 32,02 Euro notierte Silber 1 Prozent (in USD) bzw. 0,2 Prozent niedriger am vergangenen Freitag, dem Zeitpunkt unserer wöchentlichen Preisanalyse aus dem deutschen Edelmetall-Handel.
Lage im Edelmetall-Handel
Vergangene Woche berichteten Anbieter über das eingeschränkte Angebot an Ankaufware, das aufgrund seiner Preisabschläge gegenüber Neuware sehr beliebt ist. Aber solange der Goldpreis keine eindeutige Richtung vorgibt (Ausbruch oder Korrektur), warten viele Investoren ab.
Jetzt Gold kaufen oder verkaufen?
Wir analysieren die Preisentwicklung im Handel mit den Daten sechs deutscher Edelmetall-Anbieter. Wer am Freitagmittag in Form prägefrischer Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.952 Euro – und damit 30 Euro weniger als vor einer Woche. Dabei verringerte sich das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware unwesentlich auf 3,56 Prozent. Dagegen stiegen die Abschläge für ältere Jahrgänge auf durchschnittlich 65 Euro (Vorwoche: 50 Euro).
Währenddessen sank das Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren in unserer Analyse auf 1,95 Prozent. Ein Exemplar kostete in unserer Erhebung durchschnittlich 9.345 Euro. Damit waren es 95 Euro weniger als vor einer Woche.
Silber kaufen
Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze der Anlagemünze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 44,26 Euro. Dabei sank das Aufgeld für Silber-Maples minimal auf 34,04 Prozent. Dagegen zeigte sich bei 1-Kilogramm-Silberbarren ein deutlicher Rückgang der Aufschläge auf durchschnittlich 25,30 Prozent – nach 28,10 Prozent am vergangenen Freitag. Währenddessen stiegen auch die durchschnittlichen Abschläge für angekaufte Silbermünzen an auf 4,50 Euro pro Unze (Vorwoche: 4,30 Euro).
Silber und Gold kaufen
Beachten Sie: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.
Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind keine geeignete Grundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterliegen. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern und Hinweise auf die allgemeine Marktlage.
Ifo-Stimmung steigt leicht – Hoffnung auf US-Deal wächst
Das Ifo-Geschäftsklima hellt sich leicht auf: Die Stimmung unter deutschen Unternehmen steigt auf den höchsten Stand seit April 2023. Hoffnung macht die Aussicht auf ein mögliches Handelsabkommen zwischen EU und USA. Laut Ifo-Chef Fuest könnten deutsche Exporteure mit einem 15-Prozent-Zoll leben, solange Planungssicherheit bestehe. Kanzler Merz setzt auf neue Wachstumsimpulse und kündigt Großinvestitionen an. Mehr dazu: Deutsche Firmen hoffen auf Zoll-Deal mit USA – via Bloomberg
Trump fordert Zinssenkung – Powell soll trotzdem bleiben
Donald Trump kritisierte bei einem Rundgang durch die Fed-Zentrale die hohen Kosten des Umbaus, verzichtete aber auf eine Entlassung von Notenbankchef Powell. Zwar sei die Renovierung „luxuriös“, doch Trump betonte, wichtiger sei ihm eine Senkung der Zinsen. Der Dollar reagierte prompt. Das Treffen zeigte erneut, wie stark Trump auf Powell einwirkt – trotz formeller Unabhängigkeit der US-Notenbank. Mehr zur Fed-Politik unter Trump lesen Sie hier: Trump fordert Zinssenkung – Powell soll trotzdem bleiben
Gold trotzt 19.000 Grad – deshalb ist es das stabilste Geld der Welt
Gold trotzt selbst extremster Hitze: Neue Erkenntnisse zeigen, warum das Edelmetall physikalisch einzigartig ist – und seit Jahrtausenden geschätzt wird.
Geschätzt und einzigartig
Gold ist weit mehr als ein Edelmetall. Seit Jahrtausenden gilt es als Symbol für Reichtum, Sicherheit und Beständigkeit. Doch seine Anziehungskraft beruht nicht nur auf kultureller Bedeutung – sondern auf außergewöhnlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften, die es von allen anderen Metallen abheben.

Warum Gold selbst bei extremer Hitze stabil bleibt
Ein Team um Thomas White von der University of Nevada hat nun einen neuen Beweis für die Einzigartigkeit von Gold geliefert. Die Forscher erhitzten eine dünne Goldfolie auf 19.000 Kelvin (Umrechnung: °C = K – 273,15 = 18.700 °C) – das entspricht rund 14-facher Schmelztemperatur. Doch statt zu schmelzen, blieb das Metall für Sekundenbruchteile kristallin – ein Verhalten, das physikalischen Modellen zufolge eigentlich unmöglich ist.
In dem Bericht heißt es: Gold besitzt eine der stabilsten Atomgitter-Strukturen unter den bekannten Metallen. Es ist nicht nur extrem korrosionsbeständig, sondern zeigt auch außergewöhnliche thermodynamische Stabilität. Schon bei Raumtemperatur ist das Edelmetall nahezu völlig reaktionsträge – es oxidiert nicht, läuft nicht an und widersteht selbst aggressiven Umwelteinflüssen.
Diese Eigenschaften haben dazu beigetragen, dass Gold in jeder Zivilisation als wertvoll galt – und über Jahrhunderte als echtes Geld diente.
Physikalischer Beweis für die Ausnahmestellung
Dabei ist Gold nicht nur chemisch edel, sondern offenbar auch thermisch erstaunlich robust. Die Studie belegt: Wenn das Edelmetall extrem schnell erhitzt wird – mit mehreren Billiarden Grad pro Sekunde – bleibt ihm schlicht keine Zeit, sich auszudehnen oder zu schmelzen. Die Atomkerne vibrieren zwar heftig, bleiben aber im Gitter gefangen. Das bislang gültige physikalische Limit für sogenannte Überhitzung, die sogenannte „Entropie-Katastrophe“, wird dadurch um das Vierfache überschritten.
Solch ein Verhalten wurde bislang bei keinem anderen Metall beobachtet. Es unterstreicht, warum Gold nicht nur schön und selten ist – sondern auch physikalisch eine Ausnahmeerscheinung. Diese Eigenschaften machen es nicht nur für Schmuck und Technik, sondern auch für Anleger attraktiv: Gold korrodiert nicht, verliert nie an Substanz – und bleibt unter extremsten Bedingungen stabil.
Gold bleibt Gold: Stabilität für Anleger
Deshalb dient Gold seit Jahrtausenden als letzter Anker in Krisenzeiten. Es ist das Gegenteil von Fiatgeld: nicht beliebig vermehrbar, nicht manipulierbar, nicht ersetzbar. Die neuen Forschungsergebnisse liefern der alten Wahrheit ein modernes Argument: Wer Substanz sucht, findet in dem Edelmetall mehr als nur Glanz – sondern dauerhafte Stabilität bis zur Hitze des physikalischen Limits.
Silber-Rally: Halbe Milliarde Dollar in größten Fonds geflossen
Innerhalb der vergangenen Fünf Handelstage flossen erneut erhebliche Mengen an Kapital in die größten Edelmetall-ETFs.
Silber- und Goldpreis
Der Goldpreis wurde am gestrigen Mittwoch kurz vor Erreichen eines neuen Rekordhochs ausgebremst (Goldpreis-Ausbruch erneut gescheitert – das steckt dahinter!). Der Goldpreis schloss im US-Futures-Handel (Juli-Kontrakt) bei 3.387 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.877 Euro. Damit verteuerte sich Gold innerhalb einer Woche um 1,1 Prozent, in Euro gerechnet blieb der Kurs dagegen praktisch unverändert. Die Rekordkurse von Anfang Mai liegen bei 3.430 US-Dollar bzw. 2.998 Euro.

Währenddessen stieg der Silberpreis gegenüber der Vorwoche um weitere 3,6 Prozent auf 39,26 US-Dollar, bzw. um 2,5 Prozent auf 33,35 Euro.
Größter Gold-ETF
Die positive Wochenbilanz war begleitet von weiteren Zuflüssen in den größten Gold-ETF. Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) meldet per 23. Juli 2025 Lagerbestände von 954,80 Tonnen. Das entspricht einem Zuwachs von 4,01 Tonnen. Dabei flossen diesem ETF netto 448 Millionen US-Dollar zu.
Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist, innerhalb derer physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.
Größter Silber-ETF
Parallel verzeichnete auch der iShares Silver Trust (SLV) Mittelzuflüsse – und die fielen sogar kräftig aus. Denn die Metallbestände des weltweit größten Silber-ETFs stiegen innerhalb von fünf Handelstagen um 388,53 Tonnen auf 15.207,82 Tonnen. Dabei steckten Investoren netto 482 Millionen US-Dollar an Kapital in den Fonds. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.
Edelmetall-ETFs und Goldpreis
Bullenmärkte bei Silber und Gold werden regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände aber als Nachläufer, denen ein steigender Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar vorausgeht. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.
EZB stoppt Zinssenkungen – Lagarde sieht „Abwartephase“ wegen Zollrisiken
EZB-Chefin Lagarde kündigt nach dem Zins-Stopp eine Beobachtungsphase an. Doch Risiken wie Zölle und Euro-Stärke bleiben bestehen.
Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen erstmals seit über einem Jahr nicht verändert. Präsidentin Christine Lagarde erklärte am Donnerstag, man befinde sich nun in einer „Abwartehaltung“. Grund sei vor allem die Unsicherheit über künftige Handelszölle, insbesondere im Verhältnis zu den USA.
Trotz stabiler Inflation bei zwei Prozent und leicht positiven Konjunkturdaten bleibe das Umfeld herausfordernd, so Lagarde. Eine starke Euro-Aufwertung, anhaltende geopolitische Spannungen und ein möglicher Rückgang der Unternehmensinvestitionen belasteten die Perspektiven.
Die EZB hatte seit Juni 2024 bereits acht Mal die Zinsen gesenkt. Ob ein weiterer Schritt folgt, sei noch offen. Analysten halten eine letzte Zinssenkung im September für möglich. Der Markt sieht dafür nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent.
Die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar um über 13 Prozent könnte laut Bloomberg zusätzlich auf die Inflation drücken. Das erschwert der EZB den Kurs Richtung Preisziel.
Goldpreis in Euro in Gefahr? So wirkt ein Dollar-Crash auf europäische Anleger
Goldpreis auf Rekordkurs? Nicht unbedingt für Europäer. Ein starker Euro kann den Effekt ausbremsen – und Anlegern böse Überraschungen bringen.
Warum der Goldpreis in Euro nicht automatisch steigt
Fällt der US-Dollar, steigt oft der Goldpreis – doch für europäische Anleger ist das nur die halbe Wahrheit. Denn entscheidend ist nicht der US-Dollar-Goldpreis, sondern der Goldpreis in Euro. Gold wird in Dollar gehandelt. Wird der Euro gleichzeitig stärker, fällt der Preisanstieg in Euro geringer aus. Und in Extremfällen kann der Goldpreis in Euro sogar sinken – obwohl er in US-Dollar explodiert.
Ein Rechenbeispiel zeigt das Risiko
Bei einem Goldpreis von 10.000 US-Dollar pro Unze und einem Wechselkurs von 1 Euro = 20 US-Dollar würde der Euro-Goldpreis gerade einmal 500 Euro betragen. Ein dramatischer Rückgang, der zeigt, wie stark der Wechselkurs den realen Anlagewert beeinflussen kann.
Warum der Wechselkurs für Goldanleger entscheidend ist
Auch wenn ein solches Szenario unwahrscheinlich ist: Es unterstreicht die Bedeutung der eigenen Währung für die Bewertung von Goldinvestments. Denn die großen Währungen sind über Zinspolitik, Kapitalströme und Währungsreserven miteinander verflochten. Deshalb bleibt Gold langfristig eine Absicherung – nicht nur gegen den Dollar, sondern gegen den Wertverlust von Papiergeld insgesamt.
Fazit für Gold-Anleger
Wer Gold besitzt, sollte nicht nur den Dollarpreis verfolgen – sondern auch die Entwicklung des Euro. Denn die eigene Kaufkraft entscheidet am Ende über den realen Wert.
Eine ausführliche Betrachtung zu diesem Thema finden Sie im Gastbeitrag von Jürgen Fröhlich bei Gold & Co: Wenn der Dollar fällt: Was Goldbesitzer in Europa jetzt wissen müssen
Irak startet Gold-Offensive: Neue Schmuck-Metropole in Bagdad
Der Irak plant mit der „Gold City“ in Bagdad ein Zentrum für Goldhandel und -produktion – mit modernem Markt, Handwerkszentren und Exportambitionen.
Die irakische Regierung hat grünes Licht für den Bau einer „Global Gold City“ in Bagdad gegeben. Laut Shafaq News will das Handelsministerium mit dem Projekt die heimische Gold- und Schmuckindustrie stärken und die Hauptstadt zu einem regionalen Zentrum für Edelmetallhandel machen.
Die geplante Anlage umfasst spezialisierte Industrieeinheiten, ein modernes Gold- und Schmuckhandelszentrum sowie Ausbildungsstätten für Goldhandwerk nach internationalen Standards. Der Handelsminister sprach von einem „strategischen Schritt“ zur Förderung lokaler Produktion.
Das Projekt wird in der integrierten Wirtschaftszone Bagdads umgesetzt. Es soll gezielt den Privatsektor stärken und dessen Rolle in der irakischen Wirtschaft ausweiten. Bereits angelaufen ist die Abstimmung mit der Nationalen Investitionskommission über Grundstücksvergabe und Lizenzen.
Goldpreis-Ausbruch erneut gescheitert – das steckt dahinter!
Der Goldpreis gibt nach: Fortschritte bei Handelsgesprächen fördern die Risikofreude. Doch Zinssenkungen bleiben Thema.
Goldpreis-Ausbruch vertagt
Der Goldpreis geriet am Mittwoch unter Druck, ausgerechnet wenige US-Dollar unterhalb der Bestmarke von Anfang Mai. Analysten von Bloomberg begründen den Rückgang mit Fortschritten bei US-Handelsgesprächen mit der EU und Japan.

Brüssel könnte einem 15-Prozent-Zoll auf Exporte in die USA zustimmen. Auch Japan unterzeichnete ein Abkommen mit einer Investitionszusage über 550 Milliarden Dollar.
Am Donnerstagvormitag um 8:45 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 3.376 US-Dollar, was 2.869 Euro entsprach. Damit entfernten sich die Goldkurse wieder 1,6 Prozent (in USD) bzw. 4,9 Prozent von ihren Bestmarken.
Dagegen ging es an den Aktienmärkten bergauf. Der DAX-Future legte am Donnerstag um 1 Prozent zu auf 24.490 Punkte und notierte damit nur 0,6 Prozent unter dem Allzeithoch.
Zollunsicherheit bleibt
Doch trotz der optimistischen Signale bleibt Unsicherheit bestehen. US-Präsident Trump drohte weiterhin mit Zöllen von bis zu 50 Prozent gegen Länder wie Südkorea und Indien. Die Märkte warteten zudem auf Klarheit zu den China-Verhandlungen.
Der Goldpreis am 6. Mai ein Rekordhoch mit 3.430 US-Dollar erreicht (3.016 Euro). Seitdem läuft der Kurs auf hohem Niveau seitwärts. Dabei scheiterte ein Ausbruch im Bereich des Rekordhochs nun bereits zum zweiten Mal. Ganz offensichtlich fehlt für diesen wichtigen Schritt ein bedeutender Impuls. Kurzfristig gewinnen dann Shortseller immer wieder die Oberhand.
Doch mittel- bis langfristig stützen sinkende Zins-Erwartungen, hohe Staatsausgaben und ein schwacher Dollar den Goldpreis. Eine Zinssenkung im Herbst gilt als wahrscheinlich. In der kommenden Woche sind die Verfallstermine im Handel mit Gold-Futures und Gold-Optionen am US-Terminmarkt. Kommt der Goldpreis dann noch einmal stärker unter Druck?
Goldmarkt in China: ETFs boomen, Schmuck bleibt schwach
Trotz schwacher Schmucknachfrage verzeichnet China starke Gold-Investments. ETFs erreichen Rekord, SGE-Abflüsse sinken deutlich.
Chinas Goldmarkt zeigte sich im ersten Halbjahr 2025 zweigeteilt. Während laut World Gold Council die Schmucknachfrage unter Konsumzurückhaltung und hohen Preisen litt, legte die Investmentnachfrage kräftig zu. Die Goldpreise stiegen in RMB und USD so stark wie seit 2016 nicht mehr. Zugleich sanken die physischen Abflüsse der Shanghai Gold Exchange (SGE) um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und blieben damit deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt.
Dennoch verbuchten chinesische Gold-ETFs Zuflüsse in Höhe von 8,8 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Die gehaltene Goldmenge stieg um 74 Prozent auf 200 Tonnen. Auch am Terminmarkt nahm die Aktivität zu, mit durchschnittlich 534 Tonnen pro Tag – dem höchsten Halbjahreswert überhaupt. Die chinesische Zentralbank stockte ihre Goldreserven unterdessen acht Monate in Folge auf und hält nun 2.299 Tonnen. Der Goldanteil an den Devisenreserven kletterte auf 6,7 Prozent.
Goldpreis über 3.400 US-Dollar: So nahe ist der große Kursausbruch!
Der Goldpreis schloss am Dienstag nur wenige Dollar unter dem Rekordhoch. Gelingt Gold nun der große Kursausbruch?
Goldpreis knapp unter Rekordhoch
Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 3.430 US-Dollar pro Unze (Juli-Kontrakt). Dieser Wert entsprach 2.922 Euro. Damit verteuerte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 3,1 Prozent (in USD) bzw. 1,9 Prozent (in EUR).
Damit notierte der Goldpreis lediglich 4 US-Dollar unter dem Rekordhoch vom 21. April 2025. Dagegen war Gold auf Euro-Basis noch 2,5 Prozent von der Bestmarke entfernt. Wir skizzieren die aktuelle charttechnische Lage auf Basis des US-Gold-Futures-Handels per 22. Juli 2025.

Charttechnik
Mit dem Sprung über die Marke von 3.350 US-Dollar ist der Goldpreis aus der in der vergangenen Woche skizzierten Dreiecksformation nach oben ausgebrochen. Das brachte neuen Schwung in die Kursbewegung. Nun lautet die wichtige Frage: Gelingt der Ausbruch über das Rekordhoch von 3.434 US-Dollar? In diesem Fall dürfte eine neue Goldpreis-Rally vorprogrammiert sein, angesichts des Drucks der sich nach der ausgedehnten Konsolidierung der vergangenen drei Monate aufgebaut hat.
Marktstimmung
Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 63 (Vorwoche: 49) ist Gold aus 14-Tage-Sicht noch nicht „überkauft“. Dies wäre definitionsgemäß erst bei Werten oberhalb von 70 der Fall. Somit lässt das Sentiment technischen Spielraum für den Kursausbruch.
Goldpreis in Euro
Der Euro-Goldchart hängt der Entwicklung aufgrund der starken Dollar-Abwertung weiter hinterher. Allerdings hat der Euro-Goldpreis nach Erreichen des Juni-Tiefs bei 2.785 Euro einen starken Aufwärtstrend etabliert und ist seither um knapp 5 Prozent gestiegen. Nun gilt es, die Widerstände bei 2.925 Euro und 2.940 Euro (fallende Trendgerade) zu überwinden, um die Anfang Mai begonnene Kurskonsolidierung endgültig zu beenden. Starke Unterstützung gibt es an der Schwelle von 2.900 Euro. Auf diesem Niveau verläuft auch die 50-Tage-Linie.

Hinweis Goldpreis-Chartanalyse
Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlagevermittlung dar.
Gold-Rekord treibt Rückkäufe: Royal Mint meldet höchsten Goldankauf aller Zeiten
Goldpreis auf Rekordkurs: Die Royal Mint meldet massive Rückkäufe von Goldmünzen – Anleger nutzen Steuervorteil.
Der Goldpreis hat im Frühjahr neue Rekorde erreicht – und bei Anlegern eine Verkaufswelle ausgelöst. Denn immer mehr Investoren nutzen die Gelegenheit, ihre steuerfreien Gewinne zu realisieren. Das zeigt sich besonders deutlich bei der britischen Royal Mint.
Laut einem Bericht von This is Money meldete die staatliche Prägestätte zwischen April und Juni die höchsten Rückkäufe von Goldmünzen in ihrer Geschichte. Der Rückkaufwert stieg im Vergleich zum Vorquartal um 75 Prozent – gegenüber dem Vorjahr sogar um 55 Prozent.
Grund dafür sei das neue Allzeithoch beim Goldpreis im April. Mit 2.611 Pfund je Unze erreichte der Kurs einen historischen Wert. Gleichzeitig profitieren Besitzer britischer Anlagemünzen wie Britannia oder Sovereign von einem steuerlichen Vorteil: Gewinne beim Verkauf sind – wie in Deutschland – komplett von der Kapitalertragssteuer befreit.
Trotz der massiven Rückgaben überstieg die Nachfrage weiterhin das Angebot. Auf sechs neue Käufe kam nur ein Rückverkauf, wie die Royal Mint mitteilte. Auch der Online-Umsatz mit Goldmünzen legte deutlich zu – im Jahresvergleich um 117 Prozent.
Nicht nur Gold war gefragt: Der Silberabsatz stieg im ersten Quartal um 51 Prozent, Platin sogar um 188 Prozent. Laut Royal Mint nutzen viele Anleger die hohen Kurse, um umzuschichten – etwa von Gold in andere Edelmetalle.
Goldpreis 2026: Kommt jetzt der große Ausbruch?
Der Goldpreis konsolidiert – doch ein US-Analyst sieht Parallelen zur Inflationsära der 1970er. Seine These: 2026 könnte ein historischer Wendepunkt für Gold werden.
Goldpreis vor historischem Ausbruch? Der bekannte Technik-Analyst Jordan Roy-Byrne glaubt: 2026 könnte zum Schlüsseljahr für Edelmetalle werden.
Im Gespräch mit Money Metals betonte er die Parallelen zur Inflation der 1970er. Gold habe nach dem Ausbruch über 3.300 US-Dollar eine typische Konsolidierung begonnen. Doch genau diese Phase spreche für neue Höchststände – wie schon 1972.
Auch Silber habe Potenzial: Der Kurs könne bald auf 50 Dollar steigen. Danach sei mit einer Verschnaufpause zu rechnen.
Dabei warnt Roy-Byrne vor zu viel Vertrauen in politische Aussagen. Denn während die Fed von Stabilität spreche, zeigten die Märkte ein anderes Bild. Kupfer, Gold und Anleihen signalisierten strukturelle Veränderungen.
Außerdem steigen institutionelle Käufe – vor allem über ETFs in Asien. Deshalb erwartet Roy-Byrne eine neue Phase wachsender Nachfrage.
Sein Fazit: Wer nur auf kurzfristige Rücksetzer achtet, könnte den eigentlichen Trend verpassen.
Goldpreis-Rekord treibt Südafrikas Goldabsatz auf Höchstwert
Im Rekordmonat Mai erzielte Südafrika den bislang höchsten Goldabsatz. Der starke Goldpreis ließ die Erlöse auf über eine Milliarde Euro steigen.
Gold aus Südafrika
Am 6. Mai erreichte der Goldpreis im europäischen Spothandel sein bisheriges Rekordhoch. Gold verteuerte sich auf 3.430 US-Dollar beziehungsweise 3.016 Euro. Für den gleichen Monat meldet Stats SA nun einen starken Anstieg der südafrikanischen Golderlöse.

Denn laut den Angaben des Instituts setzte man im Mai Gold im Wert von 21,3 Milliarden Rand ab. Zu aktuellem Kurs entspricht dies einem Wert von 1,02 Milliarden Euro. Laut unserer Recherche liegt damit ein neuer Absatzrekord vor. Zuletzt erreichten die Golderlöse des Landes im Juni 2024 diese Region mit seinerzeit 20,49 Milliarden Rand – wobei der Eurowert mit 1,04 Milliarden Euro höher lag.

Platin-Umsatz
Auch der Absatz von Metallen der Platin-Gruppe (PGM: vor allem Platin und Palladium) stieg im Mai kurzfristig an. Denn hier wird ein Umsatz von 14,4 Milliarden Rand (691 Mio. Euro) gemeldet; der Sechsmonatsschnitt lag bei 12,6 Milliarden Rand (605 Mio. Euro). Gegenüber Vormonat stieg der PGM-Umsatz um 14 Prozent. Dagegen ergibt sich im Vorjahresvergleich ein Minus von 15 Prozent.
Gold- und PGM-Produktion
Erstmals seit Januar ist auch die südafrikanische Goldproduktion im Vorjahresvergleich wieder gestiegen. Denn Stats SA meldet ein Plus von 1,5 Prozent. Dagegen verharrte die Produktion von Platin-Metallen im Mai weitgehend auf dem Vorjahresniveau (-0,6 Prozent).
Südafrika ist der weltweit größte Platin-Produzent. Allerdings gibt Stats SA in den Monatsberichten keine absoluten Zahlen zur Mineralien-Produktion an, sondern bietet nur Prozentvergleiche.

Hintergrund
Bis zum Jahr 2006 war Südafrika größter Goldproduzent (Sorge in Südafrika: „Goldförderung am Ende“). Aber im Folgejahr übernahm China die Rolle des globalen Marktführers. Die rückläufige Mineralisierung im Gestein und das Ausbleiben neuer substanzieller Goldfunde ließen die Produktionszahlen des Landes sinken. Allerdings litt die südafrikanische Minenbranche in den vergangenen Jahren auch unter schwierigen Förderbedingungen wie Bergbau in extremer Tiefe, Streiks, Stromausfällen und Corona. Außerdem steigen die Kosten der Goldförderung weiter. Zuletzt profitierte die Minenbranche vom starken Goldpreis-Anstieg.
Goldpreis vor Ausbruch: Zinsspekulation bringt Spannung in den Markt
Goldpreis nahe Allzeithoch: Zinsspekulation, Anleiherenditen und politischer Druck auf die Fed erhöhen die Spannung an den Märkten.
Goldpreis knapp unter Rekordhoch
Wann platzt der Knoten beim Goldpreis? Die Goldpreis-Entwicklung der vergangenen Wochen war geprägt von einer Seitwärtsbewegung nahe des Rekordhochs von Anfang Mai. Am Dienstagvormittag um 9 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 3.384 US-Dollar, was 2.896 Euro entsprach.
Damit verteuerte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 0,6 Prozent (in USD) bzw. 0,7 Prozent (in EUR). Der Abstand zu den Höchstkursen betrug nur noch 1,4 Prozent (in USA) bzw. 4,1 Prozent (in EUR).

Anleihe-Renditen
Währenddessen sind die Anleiherenditen etwas zurückgekommen. Denn 10-jährige US-Staatsanleihen rentierten am Dienstag mit 4,39 Prozent – nach 4,43 Prozent in der Vorwoche. Auch die europäischen Renditen gaben nach. So verzeichneten deutsche Papiere einen Rückgang der Marktzinsen von 2,71 Prozent auf 2,62 Prozent.
Die moderaten Inflationsdaten der vergangenen Wochen schüren Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in den USA und Europa. Am Donnerstag gibt die EZB das Ergebnis ihrer aktuellen geldpolitischen Sitzung bekannt. Allerdings wird zu diesem Zeitpunkt keine Zinsänderung erwartet. Das gilt auch für die nächste Fed-Sitzung in der kommenden Woche.
Druck auf US-Geldpolitik
Zuletzt erhöhte die US-Regierung erneut den Druck auf die US-Notenbank. Der von Trump als Powell-Nachfolger nominierte Fed-Gouverneur Christopher Waller forderte eine schnelle Zinssenkung um 25 Basispunkte, da der Arbeitsmarkt schwächele und die Inflation kein Hindernis mehr sei. Damit stellt er sich gegen den vorsichtigen Kurs der Mehrheit im Offenmarktausschuss. Und im Weißen Haus wurden offensichtlich Pläne durchgespielt, den amtierenden Fed-Chef zu ersetzen (Goldpreis springt an – Trump will angeblich Fed-Chef feuern).
Berichtstermine
In dieser Woche gibt es an der Berichtsfront nur wenige Indikatoren, die Aufschluss über den Zustand der Konjunktur in den USA (S&P Einkaufsmanager-Index) und Europa (EZB-Ausblick) geben und damit auch die Zinserwartungen sowie den Goldpreis tangieren können. In der kommender Woche geht es ans Eingemachte, unter anderem mit den Schätzungen des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal in der EU und in den USA.
Am heutigen Dienstag eröffnete Fed-Chef Jerome Powell die Konferenz zur Überprüfung des Kapitalrahmens für Großbanken in Washington mit einer Rede.
Renditen und Goldpreis
Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann gelten sie bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren als attraktiver. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gefragt sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).
Russlands Edelmetall-Exporte nach China fast verdoppelt
Russlands Edelmetall-Verkäufe nach China verdoppelten sich fast. Gold, Silber und Platin sichern Moskaus Exporteinnahmen trotz Sanktionen.
Russlands Edelmetall-Verkäufe nach China haben sich im ersten Halbjahr 2025 massiv erhöht. Laut Bloomberg und Daten von Trade Data Monitor stiegen die chinesischen Importe von russischem Gold und Silber um 80 Prozent auf rund 1 Milliarde US-Dollar.
Hauptgrund ist der starke Goldpreis, der sich seit Jahresbeginn um 28 Prozent verteuerte. Auch geopolitische Spannungen und hohe ETF-Zuflüsse treiben die Nachfrage. Für Russland bleibt China ein zentraler Absatzmarkt – denn westliche Handelsplätze wie London und New York sind seit der Ukraine-Invasion 2022 tabu.
Die russische Zentralbank, früher größter staatlicher Goldkäufer, hält sich weiter zurück. Dafür boomt die Nachfrage im Inland: 2024 erreichte der Edelmetallkauf russischer Privatanleger ein Rekordniveau.
Auch Norilsk Nickel profitiert. Der Konzern steigerte seine Ausfuhren von Platin und Palladium nach China deutlich. Beide Metallpreise legten seit Januar kräftig zu.
Goldreserven der Türkei im Juni auf 788 Tonnen gestiegen
Die TCMB hat aber erneut Gold zugekauft und hält nun 788 Tonnen. Der Wert der türkischen Goldreserven sank im Juni jedoch knapp unter den Rekord.
Türkische Fremdwährungsreserven gesunken
Die türkische Zentralbank (TCMB) hat neue Angaben zu den finanziellen Rücklagen ihres Landes gemacht. Demnach beliefen sich die gesamten Währungsreserven der Türkei Ende Juni auf 149,89 Milliarden US-Dollar. Damit sank dieser Wert gegenüber dem Vormonat um 2 Prozent oder 3,3 Milliarden US-Dollar.
In diesem Zuge sanken die Fremdwährungsreserven ebenfalls um 3,3 Milliarden US-Dollar auf 59,07 Milliarden US-Dollar.
Goldreserven knapp unter Rekordwert
Währenddessen kam der Wert der türkischen Goldreserven mit 83,09 Milliarden US-Dollar leicht vom Rekord des Vormonats zurück – um 71 Millionen US-Dollar oder 0,09 Prozent.
Die Goldbestände werden nun mit 25,354 Millionen Unzen angegeben, was einer Menge von 788,60 Tonnen entspricht. Damit kamen innerhalb eines Monats 103.000 Unzen beziehungsweise 3,2 Tonnen hinzu.

Damit sind die Bestände seit Jahresanfang um 3,5 Prozent oder 857.000 Unzen (26,7 Tonnen) gestiegen und innerhalb von zwölf Monaten um 1,6 Prozent oder 12,5 Tonnen.
Die bislang größte Menge an Gold hatte die TCMB im Februar 2023 gehalten. Damals waren es umgerechnet 836,65 Tonnen – also rund 48 Tonnen mehr als zuletzt.
Zuletzt belief sich der Goldanteil an den gesamten Währungsreserven der Türkei auf 55 Prozent (Vormonat: 54 %).
Gold der Türkei
In den oben genannten Zahlen ist auch Gold enthalten, das von Geschäftsbanken bei der TCMB (zum Beispiel als Sicherheiten für Zentralbankgeld) hinterlegt wurde. Die rein staatlichen türkischen Goldreserven bezifferte der World Gold Council zuletzt auf 632,4 Tonnen.
Die Türkei verzeichnet seit Jahren einen sinkenden Außenwert ihrer Landeswährung. Hohe Goldimporte trugen dazu bei, da dafür in der Regel US-Dollar erforderlich sind. Deshalb haben die türkischen Behörden laut Medienberichten bereits vor einem Jahr Beschränkungen für die Goldeinfuhr erlassen (Goldreporter berichtete). Die Gold-Einfuhrmengen der Türkei stagnierten in den vergangenen Monaten auf relativ niedrigem Niveau im Bereich von 10 und 12 Tonnen.
Gold-Vreneli zum 100. Jubiläum: Sammler erstatten Anzeige – Preise explodieren
Wegen Verkaufschaos beim Jubiläums-Goldvreneli hat ein Sammler Swissmint angezeigt – der Vorwurf: Betrug und Amtsmissbrauch.
Zum 100. Jubiläum des legendären Goldvrenelis brachte Swissmint eine Sondermünze in limitierter Auflage auf den Markt (Goldreporter berichtete). Doch statt Feierlaune herrscht nun Ärger. Denn der Onlineverkauf dieser Schweizer Goldmünze endete im Chaos: Der Webshop brach unter dem Andrang zusammen, viele bestätigte Käufe wurden später storniert. Einer der Betroffenen reichte nun Strafanzeige ein – wegen Betrugsverdachts und ungetreuer Amtsführung. Besonders pikant: Wie Schweizer Medien berichten, durften offizielle Münzhändler offenbar bevorzugt gleich mehrere Stücke erwerben. Auf Plattformen wie Ricardo werden diese Vreneli-Ausgabe inzwischen zu Höchstpreisen gehandelt – mit Angeboten bis 99.999 Franken. In den Berichten heißt es, die Erinnerung an einen ähnlichen Fall 2022 verschärfe die Debatte über Fairness und Transparenz im Edelmetall-Verkauf staatlicher Stellen. Damals habe sich der Swissmint-Chef persönlich bereichert. Nun will sogar das Parlament den Fall prüfen.




