Der Goldpreis setzt seine Rekordrally fort. Markttechnik und Momentum treiben Gold in Richtung 5.000 USD – am Freitagmorgen fehlt nur noch 1 Prozent.
Goldpreis heute – 5.000 USD in Sicht
Der Goldpreis setzt am Freitag seine Rekordrally fort. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.955 USD beziehungsweise 4.220 EUR. Gegenüber dem Vortag entspricht das einem Plus von rund 0,5 Prozent. Dabei liefern sowohl das Momentum als auch die Markttechnik Rückenwind für den Kursaufschwung. Investoren richten den Blick zunehmend auf die Marke von 5.000 USD, von der Gold aktuell nur noch rund ein Prozent trennt.
Auch Silber zieht weiter an. Das Metall verteuert sich um 2,8 Prozent auf 98,88 USD beziehungsweise 82,21 EUR.
Update, 23. Januar 2026, 18:15 Uhr: Silber erreicht 100 USD
Der Silberpreis hat am frühen Abend 100 USD erreicht – bei einem neuerlichen Intraday-Anstieg von 4,5 Prozent. Damit ist ebenfalls klar: der Markt will bei Gold die 5.000-Dollar-Marke sehen. Nachrichten, dass die USA soeben ihre Militärpräsenz im Nahen Osten erhöhen, verstärkt die geopolitischen Aspekte der Edelmetall-Rally. Ansonsten sind die Kurse bei Gold und Silber weiter vom Mo,entum getrieben, bei zunehmender technischer Überhitzung. Auch im Edelmetall-Handel hält die Anspannung an.
Vortag – Gold und Silber mit neuen Rekorden
Nach dem Start des US-Börsenhandels zogen die Edelmetalle am Mittwoch kräftig an. Gold schloss 2 Prozent höher und markierte neue Bestmarken bei 4.936 USD sowie 4.198 EUR (+1,6 Prozent). Silber legte um 3,3 Prozent auf 96,19 USD (81,82 EUR) zu – ebenfalls ein Allzeithoch.
Besser als erwartete US-Wirtschaftsdaten bremsten den Anstieg zwischenzeitlich. Dennoch preisen die Märkte für dieses Jahr zwei Zinssenkungen ein. Dabei rückt auch der im Mai anstehende Wechsel an der Spitze der US-Notenbank in den Fokus. Trump dürfte in Kürze seinen Kandidaten vorstellen. Zusätzlich sorgten Entspannungssignale vom Weltwirtschaftsforum in Davos, insbesondere im Zusammenhang mit Grönland, für eine freundliche Gesamtmarktstimmung.
Ausblick – US-Daten und Davos-Abschluss
Am Donnerstag stehen aus den Vereinigten Staaten der S&P-Einkaufsmanager-Index sowie das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan an. Außerdem werden die finalen Ergebnisse des heute endenden World Economic Forum in Davos erwartet.
Starke Daten der US-Wirtschaft sorgen für Gegenwind bei Gold. Nach kurzem Rücksetzer hielt sich der Goldpreis aber über 4.810 USD und 4.100 EUR.
Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal 2025 stärker zugelegt als zunächst gemeldet. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs laut den finalen Daten annualisiert um 4,4 Prozent. Ausschlaggebend waren höhere Exporte und Investitionen, während der private Konsum etwas schwächer ausfiel.
Auch der Arbeitsmarkt bleibt stabil. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen nur leicht auf 200.000 und lagen klar unter den Erwartungen. Die fortlaufenden Anträge sanken weiter und signalisierten ein weiterhin robustes Beschäftigungsumfeld.
Inflationsseitig zog der Kern-PCE-Preisindex auf 2,9 Prozent an. Nach Veröffentlichung der Daten rutschte der Goldpreis kurzzeitig ins Minus, hielt sich jedoch oberhalb von 4.810 USD beziehungsweise 4.100 EUR.
Goldreporter-Kommentar: Starke US-Konjunkturdaten können den Goldpreis kurzfristig belasten, wenn der Zinsaspekt wieder in den Vordergrund rückt. Derzeit gibt es jedoch eine ganze Reihe von Katalysatoren, die Gold antreiben. Aber wenn sich die geopolitischen Risiken deutlich abschwächen, könnte aus dieser Richtung mehr Druck aufkommen.
Gold erreicht neue Höchststände. Während Anleger Gold-ETFs weiter aufstocken, geraten Silber-ETFs durch Gewinnmitnahmen unter Druck.
Gold erreicht neue Höchststände, während Silber-ETFs zuletzt unter Gewinnmitnahmen standen.
Goldpreis setzt Rally fort, Silber schwächer
Der Goldpreis setzte seine Aufwärtsbewegung fort und erreichte zur Wochenmitte ein neues Rekordhoch. Es ist die vierte Bestmarke seit Jahresbeginn.
Am Mittwoch kostete die Feinunze 4.831 USD beziehungsweise 4.133 EUR. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Anstieg von 4,4 Prozent in US-Dollar und 4,0 Prozent in Euro.
Silber entwickelte sich dagegen schwächer. Der Preis für eine Feinunze sank im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent auf 91,59 USD beziehungsweise 78,46 EUR.
Beim größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares (GLD), zeigte sich im Zeitraum vom 15. bis 21. Januar eine ausgeprägte Handelsaktivität. Die täglichen Bewegungen fielen teils deutlich aus, glichen sich jedoch teilweise wieder aus.
Per Saldo stiegen die physischen Goldbestände um 3,4 Tonnen. Das entspricht einem Kapitalzufluss von rund 0,5 Milliarden US-Dollar. Jeder GLD-Anteil ist weiterhin mit einer Zehntel Feinunze Gold physisch hinterlegt.
Kapitalbewegungen im größten Gold-ETF GLD im Zeitraum 15.–21. Januar 2026. Trotz zwischenzeitlicher Abflüsse blieb per Saldo ein moderater Nettoaufbau bestehen.
Silber-ETF: Abflüsse nach vorheriger Stärke
Ein anderes Bild zeigt sich beim iShares Silver Trust (SLV), dem weltweit größten Silber-ETF. Hier gingen die Metallbestände innerhalb einer Woche um 76,12 Tonnen zurück. Daraus ergibt sich ein Netto-Kapitalabfluss von 59 Millionen US-Dollar.
Da jedem SLV-Anteil eine Feinunze Silber physisch zugeordnet ist, können sich Kapitalbewegungen und Bestandsveränderungen zeitlich verschieben.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 21. Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass es nach der vorherigen Kursrally zu Gewinnmitnahmen gekommen ist.
Bedeutung für den Edelmetallmarkt
Edelmetall-ETFs gelten als gut beobachtbarer Indikator für die Marktstimmung. Zuflüsse sprechen häufig für Vertrauen in den bestehenden Trend, während Abflüsse eher auf taktische Umschichtungen oder kurzfristigen Liquiditätsbedarf hinweisen.
Für die kurzfristige Preisbildung bleibt jedoch der Terminmarkt entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken in der Regel zeitverzögert und spiegeln vor allem die mittelfristige Positionierung größerer Anlegergruppen wider.
Der Goldpreis hält sich am Donnerstag bei 4.832 USD. Politische Entspannungssignale von Trump sorgen für Rückenwind an den Märkten.
Goldpreis heute
Der Goldpreis zeigt sich am Donnerstagmorgen stabil. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.832 USD beziehungsweise 4.135 EUR. Silber erholt sich nach dem Rücksetzer am Vortag und legt um 1,3 Prozent auf 94,28 USD (80,68 EUR) zu. Rückenwind kommt von den Aktienmärkten, die nach der Grönland-Kehrtwende wieder fester tendieren. Der Goldpreis hat auch charttechnisch Rückenwind.
Gold bleibt stabil, während Trump-Signale den Fokus der Märkte auf Politik und Konjunkturdaten lenken.
Vortag – Trump setzt die Richtung
Der Goldpreis verbuchte am Mittwoch deutliche Gewinne, gab am späten Nachmittag jedoch einen Teil davon wieder ab. Am Ende blieb ein Plus von 1,4 Prozent auf 4.831 USD beziehungsweise 4.133 EUR – ein weiteres Rekordniveau. Silber entwickelte sich schwächer und verlor 1,6 Prozent auf 93,09 USD (79,54 EUR). Im Fokus stand der Auftritt von US-Präsident Trump in Davos. Seine Aussagen zum Verzicht auf Gewalt in der Grönland-Frage, zur Rücknahme von Zolldrohungen sowie zu einem möglichen NATO-Deal sorgten für eine kräftige Erholung an den Aktienmärkten.
Ausblick – Grönland und Konjunkturdaten im Fokus
An den Märkten richtet sich der Blick nun auf konkrete Ergebnisse der Davos-Gespräche, insbesondere auf Details zu einem möglichen Grönland-Abkommen im NATO-Rahmen. Zudem stehen aus den USA mehrere wichtige Konjunkturdaten an, darunter die finale Schätzung zum Wirtschaftswachstum, die wöchentlichen Jobdaten sowie der PCE-Preisindex und neue Zahlen zu Einkommen und Konsum.
Donald Trump fordert Europa zu Verhandlungen über Grönland auf. Die Eskalation erhöht geopolitische Risiken – Gold bleibt gefragt.
US-Präsident Donald Trump hat Europa offen aufgefordert, Gespräche über eine Abtretung Grönlands aufzunehmen. In Davos erklärte er, die Kontrolle über die Insel sei aus Gründen der nationalen Sicherheit notwendig. Militärische Gewalt schloss Trump aus, deutete jedoch an, dass die Haltung Europas Einfluss auf das künftige US-Engagement in der North Atlantic Treaty Organization haben könne. Die Zuspitzung verstärkt geopolitische Unsicherheit – ein Umfeld, das strukturell den Goldpreis stützt. Trump erhöht Druck auf Europa wegen Grönland, schließt Gewalt aus – via Bloomberg
Update, 22. Januar 2026, 11 Uhr: Märkte atmen auf nach Grönland-Kompromiss Nachdem Trump zunächst einen Gewaltverzicht im Rahmen der Grönland-Ambitionen ausschloss, kamen weitere Entspannungs-Signale aus Davos. Die US-Regierung nahm die Zolldrohungen gegenüber der EU zurück und kündigte einen Kompromiss hinsichtlich der territorialen Ansprüche in der Region an. Demnach wollen sich die USA auf beschränkte Landrechte einlassen, um eine mit der NATO koordinierte Sicherheitsarchitektur umzusetzen. Daraufhin legten die Aktienmärkte deutlich zu und der Goldpreis rutschte am Donnerstag leicht in Minus bei 4.822 EUR (11 Uhr).
Goldreporter-Kommentar: Die Rede von Donald Trump anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos hatte an den Märkten für Nervosität gesorgt. Dass Trump Gewalt bei seinen Grönland-Ambitionen ausschloss, besänftigte die Aktienmärkte. Der Goldpreis kam leicht von seinen Tageshochs zurück, blieb aber über 4.800 USD. Denn die geopolitische Unsicherheit bleibt bestehen. Die Machtspiele stärken Gold als strategische Absicherung gegen politische Risiken und Vertrauensverluste.
Der Goldpreis erreicht neue Rekorde. Nach dem Ausbruch über zentrale Marken beschleunigt sich der Aufwärtstrend trotz überkaufter Signale.
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 20. Januar 2026, 6-Monats-Betrachtung.
Goldpreis auf Rekordniveau – Rally gewinnt weiter an Tempo
Der Goldpreis hat den Dienstag bei 4.758 US-Dollar je Unze (CME Spot) beendet und damit ein weiteres Allzeithoch markiert. Auf Wochensicht entspricht das einem Plus von 3,8 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg inzwischen auf rund 10 Prozent.
Der Goldpreis beschleunigt seinen Aufwärtstrend nach dem Ausbruch – technische Überhitzung bremst die Rally bislang nicht.
Nach einer mehrwöchigen Konsolidierung zwischen November und Anfang Januar hatte sich der Aufwärtstrend zunächst in einer Keilformation beruhigt. Mit dem Jahreswechsel änderte sich das Bild jedoch spürbar. Der Ausbruch über die Zone um 4.600 US-Dollar wirkte als Katalysator und beschleunigte die Rally erneut.
Technische Marken rücken in den Fokus
Auf der Unterseite bilden die Bereiche um 4.600, 4.540 und 4.350 US-Dollar derzeit die maßgeblichen Unterstützungen. Oberhalb des aktuellen Kursniveaus rücken nun vor allem die Schwellen bei 4.800 und 4.900 US-Dollar in den Blick. Sie dürften kurzfristig als psychologische Orientierung dienen.
Indikatoren signalisieren Überhitzung, aber keine Trendwende
Der Relative-Stärke-Index liegt mit einem Wert von 75 klar im überkauften Bereich. Gleichzeitig beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie rund 29 Prozent, zur 50-Tage-Linie etwa 11 Prozent. Damit ist die Bewegung technisch weit fortgeschritten, bislang jedoch ohne typische Exzesse.
Euro-Goldpreis ebenfalls mit klarem Ausbruch
Auch der Euro-Goldpreis hat eine zentrale Hürde überwunden. Der Ausbruch über 3.850 Euro bestätigte sich am Dienstag mit einem Schlusskurs von 4.057 Euro. Damit liegt das Plus seit Jahresbeginn ebenfalls bei rund 10 Prozent. Der RSI notiert hier bei 76 und signalisiert ebenfalls eine überhitzte Marktphase. Als zentrale Unterstützungen gelten die Zonen um 3.950, 3.850 und 3.700 Euro.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 21. Januar 2026.
Ausblick: Aufwärtstrend bleibt strukturiert
Trotz der wiederholten technischen Überdehnung zeigt sich die Gold-Rally bislang ungewöhnlich geordnet. Rücksetzer wurden zuletzt rasch aufgefangen und als Einstiegschancen genutzt. Eine klassische Übertreibungsphase mit extremen RSI-Werten oder einer fahnenstangenartigen Beschleunigung ist bisher ausgeblieben. Solange dieses Muster anhält, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt.
Polen will seine Goldreserven massiv ausbauen. Die Zentralbank genehmigt Käufe von 150 Tonnen und stärkt damit den strukturellen Goldpreis-Trend.
Die National Bank of Poland hat den Kauf weiterer 150 Tonnen Gold genehmigt. Die Bestände sollen auf 700 Tonnen steigen. Damit würde Polen in die Top 10 der Länder mit den größten Goldreserven aufsteigen. Das Volumen entspreche fast 23 Milliarden US-Dollar und übertreffe die gesamten Goldbestände von Volkswirtschaften wie Brasilien oder Mexiko. Zentralbankkäufe gelten als wichtiger Treiber der Goldpreis-Rally. Quelle: Polnische Nationalbank
Goldreporter-Kommentar: Der Schritt Polens unterstreicht den strategischen Trend vieler Zentralbanken, Währungsreserven stärker in physisches Gold umzuschichten. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten bleibt Gold ein machtpolitischer Stabilitätsanker. Und dieser Aspekt ist weiterhin ein starker Treiber für Goldpreis.
Goldpreis steigt über 4.800 USD. Der Grönland-Streit und mögliche Zollrisiken erhöhen die politische Unsicherheit an den Märkten.
Goldpreis heute
Der Goldpreis setzt seine Aufwärtsbewegung zur Wochenmitte fort. Am Mittwochmorgen um 8:15 Uhr notierte die Feinunze am Spotmarkt bei 4.840 USD beziehungsweise 4.128 EUR, was einem Tagesplus von 1,6 Prozent entspricht. Silber zeigte sich zum Handelsstart dagegen weitgehend stabil bei 94,55 USD beziehungsweise 80,71 EUR je Unze.
Für zusätzliche Spannung sorgt weiterhin die geopolitische Lage. Der Konflikt um territoriale US-Ansprüche auf Grönland bleibt ein zentrales Thema und beeinflusst das Marktumfeld. Außerdem hat die polnische Zentralbank bekanntgegeben, sie wolle weitere 150 Tonnen Gold kaufen.
Geopolitische Spannungen um Grönland treffen auf einen historisch starken Goldmarkt.
Update, 21. Januar 2026, 18:30 Uhr: Märkte reagieren auf Trump-Rede
Der Goldpreis war im Tagesverlauf um bis zu 2 Prozent nach oben gelaufen, während Silber schwächer tendierte. Nachdem Donald Trump in Davos einen Gewaltverzicht bei seinen Grönland-Ambitionen erklärte, erholten sich die Aktienmärkte und die Edelmetalle kamen zurück. Gold notierte am Abend aber weiter knapp über 4.800 USD (+1 %). Dagegen sank Silber um 2 Prozent auf 92,58 USD pro Unze.
Vortag – Gold setzt sich vom Aktienmarkt ab
Während die Aktienmärkte am Dienstag schwächer tendierten, konnte sich der Goldpreis deutlich absetzen. Die Feinunze verteuerte sich um 2 Prozent auf 4.763 USD beziehungsweise 4.061 EUR (+1,3 Prozent) auf neue Rekordhochs. Silber zeigte dagegen über weite Strecken kaum Bewegung und schloss aber mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent bei 94,57 USD. Auch hier wurde ein neues Allzeithoch erreicht. In Euro gab der Silberpreis aufgrund des schwächeren US-Dollars um 0,5 Prozent nach auf 80,64 EUR.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten geopolitische Entwicklungen. Zum Auftakt der Davos-Konferenz rückte der Grönland-Konflikt zwischen den USA und der EU in den Mittelpunkt der Schlagzeilen und prägte das Marktumfeld.
Ausblick
Am heutigen Mittwoch richtet sich der Blick nach Davos, wo US-Präsident Donald Trump erwartet wird. Marktteilnehmer beobachten genau, wie sich der Streit um territoriale US-Interessen in Grönland weiterentwickelt und ob daraus neue Zollrisiken im transatlantischen Verhältnis entstehen. Außerdem sorgen sich Analysten, dass die stark gestiegenen Anleiherenditen in Japan und die Yen-Schwäche die Weltmärkte belasten. Hochrelevante US-Konjunkturdaten stehen heute nicht an.
Der Goldpreis setzt seine Rekordrally fort und steigt über 4.700 USD. Geopolitische Risiken stützen das Momentum, während steigende Marktzinsen an Bedeutung verlieren.
Der Goldpreis setzt seine Rekordrally fort: Geopolitische Risiken stützen Gold trotz steigender Marktzinsen.
Gold und Silber setzen Rekordrally fort
Silber- und Goldpreis bleiben auf Rekordkurs. Gleich zum Wochenstart erzielten die Edelmetalle neue Allzeithochs. Am Dienstagmittag notierte Gold bei 4.727 USD / 4.030 EUR und Silber kostete am Spotmarkt 95,18 USD / 81,15 EUR pro Unze.
Damit verteuerten sich die Edelmetalle innerhalb einer Woche um 3 Prozent (Gold) bzw. 11 Prozent (Silber). Der Euro wertete gegenüber dem US-Dollar um 0,5 Prozent auf, sodass sich die Eurokurse der Edelmetalle entsprechend schwächer entwickelten.
Geopolitik und Strukturwandel schlagen Zinslogik: Gold und Silber bleiben trotz steigender Renditen auf Rekordkurs.
Aktuelle Marktbedingungen: Geopolitik und strukturelle Faktoren dominieren
Zuletzt tangierte der Streit um die Grönland-Ambitionen der USA und die von Trump angedrohten Zölle im Falle von politischer Blockaden aus Europa die Märkte. Die US-Administration wird am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos erwartet. Hier könnte sich der Konflikt zwischen den USA und Europa weiter ausweiten.
Darüber hinaus dominiert in Sachen Gold und Silber weiterhin der asiatische Einfluss. Dies zeigte sich auch in den starken Kursanstiegen am Montag, während in den USA aufgrund eines Feiertages nicht gehandelt wurde.
Marktzinsen steigen an
In diesem Umfeld sind an den Anleihemärkten steigende Zinsen zu verzeichnen. So stieg die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen am Dienstag auf 4,29 Prozent. Der Bereich um 4,5 Prozent wird von Analysten als kritisch für die Aktienmärkte gesehen. Dieses Niveau stellt insbesondere für kapitalintensive Branchen (Technologie, KI) eine Belastung dar. Die Indizes gaben zum Wochenbeginn etwas deutlicher nach.
Dagegen fiel der Anstieg der Renditen im Euroraum insgesamt geringer aus. Das gilt allerdings nicht für deutsche Papiere. Auch hier ergibt sich ein stärkerer Aufschlag mit 2,88 Prozent – nach 2,83 Prozent in der vergangenen Woche. Dagegen zahlt Frankreich in der Eurozone weiter die höchsten Marktzinsen (3,56 Prozent).
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 20. Januar 2025
Zinslogik am Goldmarkt: Wirkung abgeschwächt
Steigende Zinsen gelten klassisch als Gegenwind für Gold. Sinkende Renditen würden das Edelmetall dagegen stützen. Doch dieses einfache Muster trägt derzeit nur begrenzt. Statt klarer Abflüsse aus Gold zeigen sich vor allem Verschiebungen innerhalb der Portfolios.
Dabei hat der Anleihezins einen Teil seiner Orientierungsfunktion eingebüßt. Renditen reagieren zunehmend auf das hohe Emissionsvolumen, den staatlichen Finanzierungsbedarf und taktische Nachfrage, weniger auf Konjunktur- oder Inflationssignale. Deshalb rückt der kurzfristige Zinseinfluss auf den Goldpreis aktuell in den Hintergrund.
Goldpreis heute fester: Gold steigt auf 4.715 USD, Silber hält sich nahe Rekordniveau. China-Impulse und geopolitische Risiken prägen den Markt.
Goldpreis heute
Der Goldpreis ist fester in den Handel gestartet, während Silber stabil blieb. Am Dienstagmorgen um 8:15 Uhr notierte die Feinunze Gold am Spotmarkt bei 4.715 USD beziehungsweise 4.042 EUR. Damit legte der Goldpreis um 1 Prozent zu, auf Eurobasis um 0,8 Prozent. Dabei sorgen zusätzliche geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem Grönland-Streit und möglichen neuen US-Zöllen für erhöhte Aufmerksamkeit an den Märkten.
Zollrisiken im Umfeld des Grönland-Konflikts treffen auf ein politisch sensibles Marktumfeld
Der Silberpreis zeigte sich dagegen nahezu unverändert bei 94,33 USD beziehungsweise 80,85 EUR je Unze. Silber liegt seit Jahresbeginn mit 32 Prozent deutlich im Plus. Gold verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 9 Prozent, auf Eurobasis von rund 10 Prozent.
Update, 20.01.2026, 19:15 Uhr: Gold baut Gewinne aus, Silber stagniert
Der Goldpreis baute seine Gewinn nach US-Börsenstart aus, während Silber im Tagesverlauf auf der Stelle trat. Mit 4.763 USD (+2 %) bzw. 4.061 EUR (+1,2 %) ist Gold erneut auf Rekordkurs. Silber kostete 94,92 USD / 80,92 EUR pro Unze. Der Grönland-Konflikt zwischen den USA und der EU zum Auftrakt der Davos-Konferenz dominierte die Schlagzeilen. Der ADP-Bericht zeigte, dass der Beschäftigungsaufbau im US-Privatsektor zwar anhielt, das Tempo zum Jahresende jedoch nachließ.
Vortag – Neue Rekorde am US-Feiertag
Der Montag zeigte eindrucksvoll, wo die Edelmetallpreise derzeit primär gemacht werden: in China. Dort wurden zuletzt weiter hohe Aufschläge für Silber gezahlt. Und trotz des handelsfreien Tages in den USA zog der Silberpreis erneut deutlich an. Gold folgte auf dem Fuße. Silber schloss 4,7 Prozent höher bei 94,35 USD (81,01 EUR / +4,3 %). Gold legte um 1,6 Prozent zu auf 4.670 USD (4.010 EUR / +1,2 %). In beiden Fällen wurden neue Rekordwerte erreicht. Silber verzeichnete den siebten Rekordtag innerhalb der ersten 12 Handelstage des Jahres.
Ausblick
Weiterhin richten sich die Blicke in die Schweiz. Das Weltwirtschaftsforum in Davos dauert noch bis zum 23. Januar. Am Mittwoch wird US-Präsident Donald Trump dort erwartet. Wie wird die Zolleskalation im Zuge des Grönland-Streits weitergehen? Aus den USA kommt zudem der wöchentliche ADP-Arbeitsmarktbericht. An den deutschen Märkten stehen die Erzeugerpreise für Dezember sowie der ZEW-Index im Fokus.
Territoriale Ambitionen, Rohstoffkonflikte und wachsender Druck auf den Dollar erhöhen die Unsicherheit. Der Goldpreis profitiert davon strukturell.
Gold als Absicherung gegen geldpolitische und geopolitische Risiken in den USA.
Territoriale Machtansprüche als neuer Unsicherheitsfaktor
Die geopolitische Lage hat sich spürbar verschärft. Ein wesentlicher Grund ist die Rückkehr offener territorialer Machtansprüche in die internationale Politik. Die jüngsten Vorstöße von Donald Trump stehen exemplarisch für diese Entwicklung.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Handelspolitik oder Zölle. Trumps Denken folgt einer sicherheitspolitischen Logik, die ganze Regionen umfasst. Diese Logik erhöht weltweit die politische Risikoprämie. Der Goldpreis erreichte mit Kursen über 4.650 USD bzw. 4.000 EUR zuletzt neue Allzeithochs.
Territoriale Machtausdehnung auf Pump, ein geschwächter Dollar und steigende Rohstoffpreise treiben den Goldpreis strukturell nach oben.
Besonders Mittelamerika rückt in den Fokus dieser Strategie. Länder wie Panama geraten wegen strategischer Infrastruktur wie des Panamakanals verstärkt ins Blickfeld. Auch Kuba passt in dieses geopolitische Raster.
Die zentrale Frage lautet: Welches Land kann sich noch sicher fühlen, wenn ganze Regionen pauschal zur sicherheitspolitischen Einflusssphäre erklärt werden? Solche Ansätze widersprechen etablierten völkerrechtlichen Normen – und nähren globale Unsicherheit.
Von Kanada bis Grönland: Macht kennt wieder Grenzenlosigkeit
Schon früher hatte Trump öffentlich über eine engere politische Einbindung von Kanada spekuliert. Später folgte das Angebot, Grönland zu kaufen – oder notfalls militärisch zu sichern. Diese Aussagen markieren einen Paradigmenwechsel. Territoriale Fragen werden wieder offen formuliert. Genau das verschiebt die Wahrnehmung politischer Stabilität.
Die Kosten globaler Machtpolitik
Zwar verfügen die USA über das weltweit stärkste Militär. Doch diese Vormachtstellung ist nicht kostenlos. Territorialer Machtausbau bedeutet dauerhaft höhere Staatsausgaben – finanziert auf Kredit. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit. Der Zugriff auf strategische Rohstoffe entscheidet über technologischen Vorsprung und künftigen Wohlstand.
Rohstoffe als geopolitischer Machtfaktor
Der globale Rohstoffmarkt sendet deutliche Signale. Silber, ein Schlüsselmetall für Rüstung, Künstliche Intelligenz, Photovoltaik und Elektromobilität, ist seit Jahresbeginn um weitere dreißig Prozent gestiegen – nach einem Plus von nahezu 160 Prozent im Jahr 2025. Doch auch Kupfer, Aluminium, Nickel und Seltene Erden verteuern sich spürbar. Dieser breite Anstieg zeigt: Der Wettbewerb um Ressourcen hat begonnen. Gleichzeitig baut sich damit ein neuer Inflationsimpuls auf.
Goldpreis als Schutz vor geopolitischer Inflation
Steigende Rohstoffpreise wirken zeitverzögert. Früher oder später schlagen sie sich in höheren Produktionskosten und Verbraucherpreisen nieder. Inflation wird damit zur logischen Folge geopolitischer Machtpolitik. Hinzu kommt: Trumps territoriale Ambitionen sind hochdefizitär. Um sie finanzierbar zu halten, braucht es niedrige Zinsen – für den Staat ebenso wie für die kapitalintensive US-Techbranche. Dazu braucht der Staat kaufkräftige private Imvestoren und eine gesunde Dollar-Nachfrage. Ansonsten bleibt nur die gefährliche Staatsfinanzierung durch die Notenpresse.
Schulden, Zinsen und systemischer Druck
Die US-Staatsschulden liegen inzwischen bei rund 38 Billionen US-Dollar und haben im Verhältnis zum BIP stark zugenommen – ein Maß dafür bietet die Serie des Federal Reserve Economic Data (FRED) zur Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Laut den Daten der Federal Reserve Bank of St. Louis ist dieser Wert in den letzten Jahren deutlich gestiegen und lag zuletzt bei 125 Prozent (US Federal Government Debt to GDP, FRED). Das erklärt, warum niedrige Zinsen politisch so entscheidend geworden sind.
US-Schuldenquote 2025: Staatsschulden 125 Prozent des BIP
Jetzt schon nimmt die politische Druck auf die Federal Reserve zu. Der nächste Fed-Präsident soll der Regierung möglichst gewogen sein – Jerome Powells Amtszeit endet im Mai. Eine politisch beeinflusste Geldpolitik untergräbt jedoch das Vertrauen in die Währung. Dabei gilt ein schwächerer Dollar historisch als zentraler Treiber steigender Edelmetallpreise.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die schrittweise Abkehr vom US-Dollar als globale Reservewährung. Dieser Prozess läuft seit Jahren. Er vollzieht sich leise, aber konsequent.
Immer mehr Staaten diversifizieren ihre Währungsreserven, reduzieren Dollar-Bestände und erhöhen ihre Goldkäufe. Gold ist dabei kein politisches Versprechen, sondern ein neutrales, schuldenfreies Vermögensgut.
Zentralbanken weltweit haben in den vergangenen Jahren so viel Gold gekauft wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gold dient als Absicherung gegen Währungsrisiken, Sanktionen und geopolitische Verwerfungen. Je stärker geopolitische Machtpolitik in den Vordergrund rückt, desto logischer wird Gold als Instrument staatlicher Vermögenssicherung. Trumps Politik dürfte diesen Trend weiter beschleunigen.
Was Staaten vormachen, bleibt nicht folgenlos für private Anleger. Historisch zeigt sich ein klarer Gleichlauf: Wenn Staaten Währungsrisiken reduzieren und Gold akkumulieren, folgt der private Sektor zeitverzögert. Dabei gilt: Gold wird nicht gekauft, weil es steigt. Es steigt, weil es gebraucht wird – als Schutz realer Kaufkraft.
Der Goldpreis ist in diesem Umfeld kein Spekulationsobjekt, sondern ein Spiegel politischer Risiken. Trumps Machtpolitik, der globale Rohstoffkampf, die Erosion des Dollar-Vertrauens und der Druck auf die Geldpolitik greifen ineinander.
Territoriale Machtausdehnung ist teuer, kreditfinanziert und inflationär. Gleichzeitig beschleunigt sie die Abkehr vom US-Dollar – und genau deshalb heizt sie die Gold-Rally weiter an.
Der Goldpreis notiert in China unter dem europäischen Spotkurs. Silber wird in Shanghai dagegen mit rund zehn Prozent Aufschlag gehandelt.
Gold und Silber im Vergleich: Während der Goldpreis in China unter dem europäischen Spotkurs liegt, wird Silber in Shanghai mit starkem Aufschlag gehandelt.
Goldpreis: Direkter China-Impuls gedämpft
Der chinesische Goldmarkt liefert derzeit keine direkten Preissignale für den Weltmarkt. In der vergangenen Woche wurde Gold an der Shanghai Gold Exchange (SGE) erneut unter dem europäischen Spotniveau gehandelt. Am Freitag lag der Abschlag bei rund 12 US-Dollar je Feinunze. Noch vor etwa sechs Wochen hatte China dagegen einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt.
Während der Goldpreis in China unter dem Spotkurs bleibt, zieht Silber mit hohen Aufschlägen Kapital und physisches Metall an.
Messzeit: [Fr. 16.01.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -12 USD/oz (09.01.25: -8 USD); Δ: -4 USD
Damit hat sich der negative Spread zuletzt wieder ausgeweitet. In der Woche zuvor lag der Abschlag noch bei 8 US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrageimpulse aus China für Gold weiterhin begrenzt bleiben. Der Goldpreis steigt derzeit eher im Sog der ausgeprägten Silberrally.
Silber: China verstärkt den Aufwärtstrend
Ganz anders stellt sich die Lage beim Silber dar. Die jüngsten Rekordstände um 93 US-Dollar je Unze werden maßgeblich durch eine starke Nachfrage aus China unterstützt. Nach Goldreporter-Berechnungen lag der SGE-Preis am Freitag bei einem Aufschlag von rund 10 US-Dollar beziehungsweise etwa zehn Prozent gegenüber dem internationalen Spotpreis.
Dieser Preisvorteil fördert den Arbitrage-Handel und lenkt physisches Silber verstärkt nach Fernost. Die Bewegung spricht für reale Umschichtungen am Markt, die den Silberpreis unmittelbar stützen. Während Gold aus China aktuell kaum zusätzliche Nachfrage erfährt, entwickelt sich Silber zunehmend zum Zugpferd.
Markt / Kennzahl
16.01.26
09.01.26
Δ
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm)
1.032,44
1.003,71
+2,9 %
Gold China SGE (USD/Gramm)
147,64
143,39
+3,0 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.592
4.460
+132
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.604
4.468
+136
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-12
-8
-4
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt war Anfang Dezember ins Negative gedreht. Zwar hatte sich dieser Spread zwischenzeitlich verringert, zuletzt zeigte sich jedoch wieder eine leichte Ausweitung.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember ins Negative. Zuletzt hat sich der Spread kontinuierlich verringert.
Warum der China-Spread entscheidend ist
Die Differenz zwischen SGE-Preis und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme:
Aufschläge in China fördern Importe und können den Weltmarkt beschleunigen.
Abschläge signalisieren geringere Inlandsnachfrage und wirken tendenziell bremsend.
Seit Anfang Dezember notiert der Gold-Spread erneut im negativen Bereich. Das spricht gegen zusätzliche Nachfrageimpulse aus China. Beim Silber zeigt sich hingegen ein gegenteiliger Effekt: Hier tritt China aktuell klar als Preismotor auf.
Methodik:SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 16.01.26; Umrechnung über 6,993 CNY/USD (Vorwoche: 7,000 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.
Der Goldpreis startet mit kräftigen Gewinnen in die Woche – über 4.000 EUR pro Unze. Silber legt noch stärker zu. Politische Impulse aus Davos rücken in den Fokus.
Goldpreis heute – Starker Wochenauftakt
Gold eröffnete die neue Handelswoche mit kräftigen Zugewinnen. Am Montagmorgen um 8:15 Uhr notierte die Feinunze am Spotmarkt bei 4.669 USD bzw. 4.011 EUR. Damit legte der Goldpreis um 1,6 Prozent zu, auf Eurobasis um 1,2 Prozent.
Dabei zeigte sich auch der Silbermarkt deutlich stärker. Silber verteuerte sich am Morgen um 3,5 Prozent auf 93,28 USD je Unze. In Euro gerechnet ergab sich ein Plus von 3,1 Prozent auf 80,12 EUR.
Der Goldpreis startet mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche. Silber zeigt überdurchschnittliche Stärke, während politische Signale aus Davos im Zentrum stehen.
Update, 19.01.2026, 18:15 Uhr: Weitere Kursgewinne auf Rekordniveau
Trotz des US-Feiertags ist ordentlich Bewegung an den Märkten. Silber- und Goldpreis bauen ihre Gewinne bis zum Abend aus. Der Silberpreis steigt um 4,8 Prozent auf 94,36 USD / 81,02 EUR (+4,4 %). Gold verteuert sich um 1,6 Prozent (1,3 %) auf 4.671 USD (4.012 EUR). Dagegen verzeichnen die Aktienmärkte Verluste (DAX: -1,3 %). In China wurde Silber zuletzt 10 Prozent über dem Euro-Kurs gehandelt.
Gold und Silber haben damit neue Allzeithochs erreicht. Nun gilt abzuwarten, ob diese Bestmarken auch auf Tageschlussbasis bestätigt werden.
Vortag – Zweiter Verlusttag in Folge
Am Freitag hatten Gold und Silber noch nachgegeben. Gold verbilligte sich nach einem schwankungsreichen Handel um rund 0,4 Prozent auf 4.595 USD beziehungsweise 3.962 EUR. Silber grenzte seine zwischenzeitlichen Verluste ein und schloss 2,5 Prozent tiefer bei 90,07 USD beziehungsweise 77,68 EUR.
Belastend wirkten am Nachmittag robuste US-Industriedaten. Aber zum Handelsende hin nahm die Kaufbereitschaft wieder zu.
Ausblick
Zum Wochenstart bleibt der US-Markt wegen des Martin Luther King Day geschlossen. In Davos beginnt das Weltwirtschaftsforum. Dort wird auch US-Präsident Donald Trump erwartet. Im Fokus stehen politische Signale zu den territorialen Ansprüchen der USA in Grönland sowie mögliche zusätzliche Zölle gegenüber Europa.
Der Goldpreis gibt nach dem Rekordhoch etwas nach. Aber Terminmarktdaten und Kursreaktion sprechen weiter für Marktstärke.
Goldbarren in einem Edelmetall-Lager: Die anhaltend hohen physischen Bestände an der COMEX stützen eine stabile Lage am US-Goldmarkt.
Goldpreis: Atempause nach Rekordhoch
Gold befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Das starke Momentum lässt auch schwächere Tage zu, wie die beiden Verlusttage Ende der vergangenen Woche. Immerhin wurde am Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht, mit 4.626 USD bzw. 3.972 EUR. Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 1,9 Prozent (+ 2,3 Prozent in EUR).
Der Goldpreis legt nach dem Rekordhoch eine Pause ein, während die Marktstruktur weiter robust bleibt.
Was hat sich vergangene Woche am US-Terminmarkt getan? Dazu betrachten wir die aktuellen CoT-Daten mit der Positionierung der größten Händlergruppen in Gold-Futures-Handel per 13. Januar 2026.
CoT-Daten Gold vom 13. Januar 2026CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 13. Januar 2026 (Quelle: CFTC).
Commercials: Die kommerziellen Händler wiesen eine Netto-Short-Position von 297.106 Kontrakten auf – ein Anstieg um 9 Prozent gegenüber der Vorwoche. Vor allem die Swap Dealers (darunter die Banken) waren hier aktiv (Netto-Verkäufe +11 %).
Große Spekulanten: Die Netto-Long-Position der Trendfolger stieg um 10 Prozent auf 251.238 Kontrakte.
Open Interest steigt deutlich
Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte stieg zunächst um 8 Prozent auf 527.455 Kontrakte (Dienstag), sank aber mit der Kursschwäche zum Wochenausgang um 1,6 Prozent auf 519.455 Kontrakte (Freitag). Im Wochenvergleich (Freitag bis Freitag) nahm der Open Interest um 2,6 Prozent zu. Das signalisiert eine anhaltende Zunahme der Handelsaktivität an der COMEX.
Gold-Optionen: Call-Dominanz, aber Puts nehmen zu
Auch bei den Gold-Optionen zog der Handel an. Der Open Interest stieg um weitere 7 Prozent auf 838.912 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,732. Damit wurden erneut mehr Put- als Call-Optionen aufgebaut, doch insgesamt liegen die Call-Wetten weiterhin vorn: Auf 100 Put-Optionen kamen 137 Call-Optionen (Vorwoche: 146) – die bullischen Erwartungen sind damit etwas rückläufig.
COMEX-Bestände und physische Deckung sinken
Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sind gesunken. Denn für 15. Januar 2026 wird ein Gesamtinventar von 36,13 Millionen Unzen gemeldet. Das sind 180.000 Unzen weniger als vor einer Woche. Die Bestände der Kategorie „registered“ (sofort verfügbar) beliefen sich auf 18,86 Millionen Unzen (-320.000 Unzen), was 52 Prozent der Gesamtbestände entspricht.
Bezogen auf die gesamten Lagerbestände lag die physische Deckung im Gold-Futures-Handel bei 69 Prozent, nach 72 Prozent in der Vorwoche. Historisch ist das immer noch viel. Denn in den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen etwa 30 und über 80 Prozent.
Auslieferungsanträge steigen weiter
Für den Januar-Kontrakt liegen nun 8.728 Anträge auf physische Auslieferung vor – rund 27 Tonnen Gold. Damit kamen innerhalb einer Woche 2.045 (6,4 Tonnen) hinzu. Im Dezember hatten 37.098 Anträge vorgelegen. Das entsprach rund 115 Tonnen.
Der historische Rekord stammt vom Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen.
Vergangene Woche bewegte sich der Goldpreis auf Basis des meistgehandelten Kontrakts (Februar-Auslieferung) die meiste Zeit in einer Spanne von nur rund 1 Prozent zwischen 4.650 USD und 4.590 USD. Nach dem Rücksetzer von rund 75 US-Dollar am Freitag (nach US-Industriedaten) fanden sich schnell wieder Käufer. Das zeugt von einem robusten, bullischen Momentum.
Goldkurs (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 12.01. bis 16.01.26 (Quelle: CME Group)
Ausblick: Marktstärke bleibt dominant
Steigender Open Interest bei steigendem Goldpreis und starkes Kaufinteresse bei zeitweilig fallendem Kurs verdeutlichen die anhaltende Marktstärke im US-Gold-Futures-Handel. Zwar sind COMEX-Bestände gesunken und Auslieferungsanträge gestiegen. Aber es gibt keine Anzeichen von Marktpanik, in Bezug auf die Nachfrage nach physischem Metall. Am Montag wird aufgrund eines Feiertags (Martin Luther King Day) nicht gehandelt.
Die US-Industrieproduktion legte im Dezember stärker zu als erwartet. Robuste Daten belasteten Silber- und Goldpreis.
Die Industrieproduktion in den USA ist im Dezember um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen und übertraf damit klar die Erwartungen. Auch die US-Industrie ohne Versorger legte zu. Die Fertigung erhöhte ihren Ausstoß um 0,2 Prozent, obwohl ein Rückgang prognostiziert worden war. Deutlich zulegen konnten die Versorger, während der Bergbausektor schwächer tendierte. Die Kapazitätsauslastung stieg, blieb aber unter dem langfristigen Durchschnitt. Nach Veröffentlichung der Daten bauten Gold- und Silberpreis ihre Tagesverluste aus, da robuste Konjunktursignale die Zinssenkungshoffnungen dämpften. Quelle: Angaben der Federal Reserve (via Industrie- und Produktionsstatistik)
Gold kaufen wird schwieriger: Wegen hoher Nachfrage und knapper Ware steigen Spreads und Lieferzeiten, Händler melden zunehmende Engpässe.
Gold- und Silbermünzen im stationären Edelmetallhandel: hohe Nachfrage, knappe Ware und steigende Spreads prägen die Marktlage.
Goldpreis und Silberpreis auf Rekordniveau
Am Freitag kamen die Preise für Gold und Silber zwar leicht zurück. Im Rahmen unserer Freitagsanalyse zu den Einkaufs- und Verkaufsbedingungen im deutschen Edelmetallhandel wurden aber erneut Rekordpreise erreicht.
Die Rahmenbedingungen: Der Goldpreis stieg innerhalb einer Woche um 3,7 Prozent auf 4.611 USD, was 3.976 EUR entspricht. Der Silberpreis legte noch deutlich stärker zu. Mit 90,82 USD (78,13 EUR) verteuerte sich das Metall um 17,6 Prozent.
Wer Gold kaufen will, braucht Geduld: Händler sprechen von Ausnahmezustand, Engpässen und massiven Lieferverzögerungen.
„Wir erleben aktuell eine Nachfrage, wie wir sie im Januar lange nicht gesehen haben … wenn überhaupt jemals“, sagt Bars Özdemir, Head of Trade SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de).
„Seit gut zwei Monaten herrscht bei uns absoluter Ausnahmezustand. Dies ist vergleichbar mit der Corona-Zeit. Es gibt sehr viel Nachfrage nach Gold und Silber, die nicht befriedigt werden kann“, erklärt Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24).
Man erlebe sehr viele Ankäufe im Gold- und Silberbereich, aber die Nachfrage sei bei weitem größer.
Die große Nachfrage führt derzeit zu deutlichen Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit. Wer jetzt Gold kaufen möchte, hat oft wenig Auswahl und muss längere Lieferzeiten in Kauf nehmen.
Ware im Edelmetall-Handel knapp
Özdemir führt aus: „Die Lieferketten sind angespannt. Viele gängige Artikel, vor allem im Silberbereich, sind aktuell nur schwer zu beschaffen. Und wenn, dann nicht mehr zu den Konditionen, die wir gewohnt sind. Teilweise mussten wir Ware bei Mitbewerbern einkaufen … zu höheren Preisen, versteht sich. Die Folge: Die Verkaufspreise steigen, die Lieferzeiten auch. Ein Blick in unseren Shop lohnt sich. Vier bis fünf Wochen Wartezeit sind aktuell nicht ungewöhnlich.“
Henry Schwarz ergänzt: „Die Prägestätten und die Barrenhersteller sind über Monate hinweg ausgelastet, wodurch sich Lieferzeiten für manche Münzen und Barren von bis zu drei Monaten ergeben. Bei der Neuware an Gold sieht es bei den Prägestätten noch ganz gut aus, Zweitmarktware ist so gut wie nicht mehr am Markt vorhanden.“
Für Silber-Neuware vergeben die Prägestätten laut Schwarz Kontingente, die aber nur zu einem Bruchteil ausreichten. „Wenn die Gold- und Silber-Rally weiter ansteigt, wird sich die Liefersituation noch drastisch verschlechtern“, so der Händler.
Özdemir berichtet zudem, dass viele Kunden Ware zurückverkaufen, die noch keine sechs Monate alt ist. „Unser Ankaufsteam arbeitet mit Hochdruck, aber das Volumen ist hoch, und es gibt etwas Rückstau. Den holen wir aber bald auf.“
Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter sechs deutschen Edelmetallhändlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 9. Januar 2026). Bemerkenswert: Krügerrand-Unzen kosten erstmals mehr als 4.000 Euro, Silberunzen erstmals mehr als 100 Euro, 1-Kilo-Silberbarren mehr als 3.000 Euro:
Krügerrand (neu): Ø 4.125 Euro (+139 Euro), Aufgeld 3,76 Prozent (zuvor 3,94 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
100-g-Goldbarren: Ø 13.106 Euro (+420 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,5 Prozent (nach 2,9 Prozent).
Die Spreads bleiben erhöht (6,3 % bei Krügerrand; 5 Prozent bei 100-g-Goldbarren), was vor allem auf ein niedrigeres Verkaufspreisniveau zurückzuführen ist. Das Aufgeld war vergangene Woche stark angestiegen, nun kam es zu einem leichten Rücklauf.
Preisdaten vom 16 Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Silber kaufen: Aufgeld sinkt, Speads bleiben hoch
Im Silbergeschäft macht sich die angespannte Lage vor allem in den weiterhin hohen Spreads bemerkbar. Das Aufgeld ging – wie beim Gold kaufen – von den Höchstwerten der Vorwochen leicht zurück. Hier spielt die Preisstruktur der Prägestätten eine zentrale Rolle: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt
Maple-Leaf-Silberunzen des aktuellen Jahrgangs gab es am Freitag nicht mehr unter 100 Euro.
Maple Leaf (neu): Ø 108,51 EUR(+14,7 EUR), Aufgeld sinkt auf 40 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 7 EUR günstiger.
1-kg-Silberbarren: Ø 3.322 EUR (+474 Euro), Aufgeld bei 32 Prozent (zuvor 33 Prozent).
Der Preisvorteil größerer Einheiten wächst damit weiter – allerdings sind große Barren derzeit schwer verfügbar.
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Der Gold- und Silberabsatz der Perth Mint brach im Dezember ein. Starker Silber- und Goldpreis stützten aber das Geschäft – auch im Gesamtjahr 2025.
Gold- und Silberprodukte der Perth Mint vor Chart zur Absatzentwicklung: Schwache Dezember-Zahlen, aber positive Jahresbilanz 2025.
Goldabsatz schwächer, Jahrestrend bleibt positiv
Die Perth Mint meldet für Dezember einen deutlichen Rückgang der Goldverkäufe auf 66.710 Unzen. Das entspricht einem Minus von 46 Prozent gegenüber November, aber einem Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2025 summierte sich der Goldabsatz auf 465.856 Unzen – rund 19 Prozent mehr als im Jahr 2024.
Trotz des massiven Einbruchs im Dezember bleibt das Jahresergebnis auch dank hoher Gold- und Silberpreise stabilisiert.
Die Geschäfte der australischen Prägeanstalt profitierten aber deutlich vom gestiegenen Goldpreis. Denn beim Umsatz zeigt sich ein differenziertes Bild.
Auf Basis des durchschnittlichen Goldpreises von 4.309 US-Dollar pro Unze ergibt sich für Dezember ein Volumen von 154 Millionen US-Dollar. Das bedeutet ein Plus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und gleichzeitig ein Rückgang von 43 Prozent gegenüber November. Die Entwicklung wird maßgeblich durch den stark gestiegenen Goldpreis geprägt, der im Jahresvergleich um 63 Prozent höher lag.
Der General Manager für geprägte Produkte, Neil Vance, verweist auf die üblichen saisonalen Effekte. Dezember sei traditionell eine ruhigere Phase, da viele Kunden ihren Fokus auf Feiertage und Reisezeit legen. Gleichzeitig sieht Vance eine robuste Nachfrage nach 1-Unzen-Silber-Känguru-Münzen und 1-Unzen-Silberbarren – inklusive Känguru- und Lunar-Designs – was die starke Investorennachfrage nach standardisierten Produkten unterstreiche.
Auch bei Silber setzte sich die Schwäche fort. Die Perth Mint lieferte 597.873 Unzen aus – 31 Prozent weniger als im November und 43 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Absatz von 7.285.537 Unzen, rund 26 Prozent unter dem Niveau von 2024.
Silberumsatz gestützt durch Preisentwicklung
Bewertet zum durchschnittlichen Dezemberpreis von 65,16 US-Dollar ergibt sich ein Umsatz von 38,96 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 12 Prozent gegenüber November, aber einem Plus von 27 Prozent gegenüber Dezember 2024. Die Differenz erklärt sich durch den stark gestiegenen Silberpreis, der im Jahresvergleich um 125 Prozent höher lag.
Schwächephase hält an
Nach einer kurzen Erholung im Oktober (siehe Grafik oben) bestätigt der Dezember die seit Ende 2023 anhaltende Abschwächung im Absatzbereich. Trotz punktueller Nachfrageimpulse bei beliebten Silberprodukten bleibt die Gesamtentwicklung gedämpft.
Gold startet am Freitag leicht schwächer bei 4.610 USD. Silber fällt deutlicher. US-Daten und neue Fed-Signale bestimmen den Tagesausblick.
Goldpreis heute – Erneut leichte Abgaben
Der Goldpreis startete am Freitag leicht schwächer in den Handel. Um 8:15 Uhr lag die Feinunze bei 4.610 USD bzw. 3.970 EUR – ein Minus von 0,1 Prozent. Silber zeigte mehr Dynamik und fiel auf 90,80 USD bzw. 78,15 EUR. Außerdem sorgt der starke Anstieg der letzten Tage weiter für erhöhte Volatilität und technische Gegenbewegungen.
Leichte Abgaben treffen auf hohe Erwartung an US-Daten und Fed-Signale und könnten den nächsten Impuls für Gold und Silber bestimmen.
Update, 17.01.26, 10:15 Uhr: Verluste eingegrenzt, boomender Handel
Silber- und Goldpreis gingen nach einem volatilen Handelstag schwächer ins Wochenende. Der Goldpreis sank um rund 0,4 Prozent auf 4.595 USD / 3.962 EUR. Silber grenzte seine Tagesverluste auf minus 2,5 Prozent ein und schloss bei 90,07 USD / 77,68 EUR. Nach Bekanntgabe positiver US-Industriedaten war stärkerer Druck aufgekommen. Aber am Abend fanden sich wieder verstärkt Käufer. Wochenbilanz: Gold: +1,9 Prozent, Silber: +13 (!) Prozent. Boomende Geschäfte und Warenknappheit im deutschen Edelmetall-Handel begleiteten die Kursanstiege.
Vortag – Volatiler Handel, Verluste eingegrenzt
Am Vortag schloss Gold nach einem bewegten Handel 0,2 Prozent tiefer bei 4.616 USD. Dabei zeigte sich auf Eurobasis dank Dollarabwertung ein kleines Plus von 0,1 Prozent. Silber (-1 %) blieb ebenfalls volatil, verringerte aber seine Verluste bis Handelsschluss. Robuste US-Daten und technische Faktoren sorgten zuvor für Druck.
Ausblick
Heute richtet sich der Blick auf neue Zahlen zur US-Industrieproduktion im Dezember. Außerdem treten Fed-Mitglieder Bowman und Jefferson auf. Dabei könnte sich zeigen, ob Hinweise auf ein stärkeres US-Wachstum Bestand haben.
Zusätzlich warten Händler auf die Nominierung des Powell-Nachfolgers im Fed-Vorsitz sowie auf das Urteil des Supreme Courts zu den reziproken Zöllen, die erhebliche Auswirkungen auf Dollar, Renditen und damit den Goldpreis haben könnten.
Robuste US-Witschaft dämpft Zinssenkungshoffnungen. Goldpreis und Silber bauen nach Veröffentlichung der Arbeitsmarkt- und Industrieindikatoren ihre Verluste aus.
Die US-Wirtschaft liefert ein gemischtes, aber insgesamt robusteres Bild. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen überraschend um 9.000 auf 198.000 – der zweittiefste Wert seit zwei Jahren und deutlich unter den Erwartungen. Auch die fortgesetzten Anträge sanken leicht auf 1,884 Mio. Bundesbedienstete meldeten dagegen etwas mehr Anträge, was weiter auf mögliche Shutdown-Effekte hindeutet.
Robuste US-Daten nehmen kurzfristig Druck von der Fed – und könnten einen Abwärtsimpuls bei Goldpreis und Silber stärken.
Gleichzeitig hellten sich die Industrieindikatoren auf: Der Philadelphia-Fed-Index sprang kräftig auf 12,6, getragen von höheren Aufträgen und stärkeren Auslieferungen. Auch der Empire-State-Index drehte mit 7,7 deutlich in den positiven Bereich. Die Preisindikatoren blieben erhöht, während Beschäftigung und Arbeitsstunden leicht rückläufig waren.
Goldreporter-Kommentar:Silber- und Goldpreis weiteten ihre Tagesverluste aus nach Veröffentlichung der Daten zur US-Wirtschaft. Denn robuste Arbeitsmarktsignale dämpfen die Zinssenkungshoffnungen und die Edelmetall-Kurse sind kurzfristig heißgelaufen. Die starke Rohstoff-Hausse dürfte sich mittelfristig auch treibend auf die Inflation auswirken.
Der Goldpreis und der Silberpreis setzen ihre Rekordrally fort. Zugleich steigen die ETF-Zuflüsse in GLD und SLV deutlich an.
Gold und Silber auf neuen Rekordständen – GLD und SLV melden deutliche Bestandszuwächse.
Goldpreis und Silberpreis: Rekordrally setzt sich fort
Der Goldpreis erreichte am Mittwoch ein neues Rekordhoch. Mit 4.626 USD (3.972 EUR) pro Unze verteuerte sich das Edelmetall gegenüber der Vorwoche um 3,7 Prozent (+4 Prozent in EUR). Auch Silber markierte mit 93,38 USD (80,10 EUR) frische Bestmarken und stieg innerhalb einer Woche um weitere 19 Prozent.
ETF-Zuflüsse in GLD und SLV verstärken das ohnehin starke Momentum und untermauern die Rekordrally bei Goldpreis und Silberpreis.
Der Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete in der Woche vom 8. bis 14. Januar deutliche Mittelzuflüsse. Nach einem moderaten Abfluss von rund 88 Mio. USD am 9. Januar drehte die Bewegung rasch ins Positive. Besonders der 12. und 13. Januar brachten kräftige Zuflüsse von 215 Mio. USD bzw. 119 Mio. USD.
Insgesamt ergibt sich damit ein Nettozufluss von +245 Mio. USD. Parallel dazu stiegen die physischen Goldbestände um 7,10 Tonnen auf 1.074,23 Tonnen. Die Entwicklung deutet klar auf eine wieder anziehende Nachfrage institutioneller Anleger hin.
Kapitalbewegungen im größten Gold-ETF GLD: Nach Abflüssen zum Wochenauftakt dominierten ab 12. Januar deutliche Zuflüsse.
Größter Silberfonds: Kapital- und Bestandszuflüsse
Eine ähnliche Entwicklung zeigte der iShares Silver Trust (SLV). Auch hier führte die ausgeprägte Silbermarkt-Euphorie zu Kapital- und Bestandszuflüssen.
Das Inventar wuchs um 142,39 Tonnen auf 16.242,22 Tonnen. Gleichzeitig kam es zu Nettoabflüssen in Höhe von 545 Mio. USD. Für jeden neu ausgegebenen SLV-Anteil muss der Betreiber eine Unze Silber physisch hinterlegen – entsprechend verschieben sich Kapitalflüsse und Bestandsveränderungen nicht immer synchron.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 14 Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Die jüngsten Handelsdaten unterstreichen weiterhin eine strukturelle Nachfrageverschiebung zugunsten der Edelmetalle.
Bedeutung für Silber- und Goldpreis
Edelmetall-ETFs gelten als gut sichtbarer Indikator für die Marktstimmung. Zuflüsse weisen meist auf Vertrauen in den bestehenden Trend hin, während Abflüsse häufig taktische Umschichtungen oder kurzfristigen Liquiditätsbedarf widerspiegeln.
Für die unmittelbare Preisbildung bleibt jedoch der Terminmarkt ausschlaggebend. ETF-Veränderungen wirken typischerweise zeitverzögert und zeigen vor allem die mittelfristigen Positionierungen größerer Anlegergruppen.