Freitag,05.März 2021
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Platin haussiert: Lohnt sich der Kauf für Anleger?

Der Preis für eine Unze Platin hat den höchsten Stand seit 6,5 Jahren erreicht. Angebotsdefizit und Spekulationen treiben den Kurs. Lohnt sich der Kauf für Anleger?

Platin, Platinbarren
Platin in Barrenform: Die Produktauswahl für Anleger ist deutlich geringer als im Falle von Gold oder Silber (Foto: Tim – Fotolia.com)

Platin mit Kurssprung

Der Preis für eine Unze Platin hat zuletzt den höchsten Stand seit September 2014 erreicht. Am Dienstagvormittag notierte der Platinpreis am Spotmarkt bei 1.293 US-Dollar. Das entsprach 1.056 Euro.

Edelmetalle

Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall bereits 20 Prozent Kursgewinn zu verbuchen. Damit ist Platin besser gelaufen als Gold und Silber. Der Silberkurs verbuchte mit 27,61 US-Dollar pro Unze bislang ein Plus von 4,5 Prozent. Währenddessen steht der Goldpreis bei 1.820 US-Dollar sogar 4 Prozent im Minus.

Platinpreis

Der Platinpreis wird vor allem von zwei Aspekten getrieben. Die Erwartungen an ein Ende der Corona-Krise eröffnen Spekulationen über ein Anziehen der Automobil-Nachfrage und damit auch des Bedarfs an Rohstoffen für Katalysatoren. Hier spielt Platin eine Schlüsselrolle, zumindest bei Dieselfahrzeugen.

Katalysatoren-Bau

Außerdem hat die Pandemie zu einer Verknappung des Angebots bei Metallen der Platingruppe geführt. So geht der Londoner Katalysatorenbauer Johnson Matthey laut Reuters für 2021 vom dritten Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit bei Platin aus.

Schmuck und Geldanlage

Hinzu kommt, dass vor mit der anziehenden Schmucknachfrage in China Platin auch im Endverbraucher-Segment eine stärkere Nachfrage erfährt. Eine anziehende Investment-Nachfrage heizt den Platinpreis weiter an.

Platin, Platinpreis, Chart
Preis für Platin in US-Dollar, 10 Jahre

Platin als Barren und Münzen

Das Edelmetall wird auch in Form von Barren und Münzen zur Geldanlage angeboten. Allerdings müssen Investoren deutlich höhere Aufschläge als bei Gold- oder Silber-Produkten hinnehmen.

Vor allem die Spreads sind hoch. Dabei handelt es sich um prozentuelle Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis. Sie bestimmt, wie stark der Platinpreis steigen muss, damit man das Metall nach dem Erwerb wieder verlustfrei verkaufen kann.

Teures Platin

So wird ein Platinmünze der Sorte Maple Leaf derzeit für Preise von rund 1.550 Euro angeboten. Das entspricht einem Aufgeld von satten 46 Prozent. Angekauft werden diese Stücke zum Preis von rund 1.150 Euro. Das heißt, der Platinpreis müsste um gut 35 Prozent steigen, damit man mit dem Investment im Plus liegt.

Kaufentscheidung

Platin als Anlagemetall ist vor allem deshalb teuer, weil die volle Mehrwertsteuer anfällt, die Nachfrage auf ein geringes Produktangebot trifft und die Auflagen von Platinmünzen und Platinbarren gering sind im Vergleich zu den gängigen Gold- und Silber-Produkten. Bei der Kaufentscheidung für das edle Metall überwiegt also der spekulative Aspekt.

Auch das Argument einer gewissen Diversifizierung des privaten Edelmetall-Portfolios mit Platinmetallen kann man gelten lassen.

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13 KOMMENTARE

  1. Die Einen kaufen Platin,- die Anderen Gold und Silber, und ein großer Teil der Bevölkerung anscheinend „Hamster“?

    Es gibt sinnvolle Alternativen: z. B. eine Katze oder Hund aus dem Tierheim; das folgt der Vorgabe, jeden Tag eine „gute Tat“ zu tun.

    Außerdem sind Hamster „Nacht-aktiv“ – was sollen unsere Kleinen am Tage mit diesen possierlichen Tierchen dann machen?

    https://www.mmnews.de/politik/159856-ernaehrungsministerin-warnt-vor-hamsterkaeufen

  2. Mamma, unser Hamster ist krank, der hat ganz heisse Füsse. Hm, stimmt, seine sind Füsse ganz heiss, Junge was hast du denn mit dem Hamster gemacht? Bhrrrrrrm Bhrrrrmmm …

    • @Jupp

      Ohne etwas Humor läßt sich der Monate-lange Corona-Hausarrest kaum ertragen…

      2 Mitarbeiter eines Teppich-Geschäfts verlegen im Wohnzimmer der Fam. Müller einen neuen Teppich – bei gut 30 m² ohne zu kleben; nur sauber „verlegen“.
      Der Teppich liegt „gut“ in den Ecken, doch an einer Stelle hebt er noch etwas ab. („Mist – meine Zigaretten, denkt sich der Teppich-Verleger, nimmt kurz entschlossen den Hammer und „bügelt“ die Falte flach“.)“

      Kommt die 9-jährige Tochter der Hausfrau in‘s Wohnzimmer und fragt schüchtern:
      Onkel, hast Du meinen GOLD-Hamster gesehen?“

      • @Klapperschlange
        https://www.gmx.net/magazine/politik/gruenen-einfamilienhaus-klemme-debatte-schwelt-35542914
        Vor Hamsterkäufen wird gewarnt, und vor dem Besitz eines Eigenheims ebenso. Ganz offen, ich will keinen neuen Hitler. Ein Pinochet würde mir reichen. Habe heute früh wie ein Wilder Schnee gefegt, daß kein Briefzusteller stürzt und sich die Knochen bricht. Weil Eigentum nämlich verpflichtet. Deshalb sahen die Wohnblöcke in der DDR auch so erbärmlich aus. Je weiter nach Osten in Europa, um so schlimmer. Kaliningrad war der Tiefpunkt an dem, was ich gesehen habe. Wenn sich keiner verpflichtet fühlt, dann vergammelt eben alles. Kriegen linke Cecken nicht in die Birne. Zecken schreibt man jetzt mit Zeh wie ZehDeUh. Elende Blockflöten, gottverdammte. Benehmen sich wie früher.

        • @Translator

          Für gewöhnlich wirkt physische Anstrengung beruhigend. Dass mit dem Schnee schieben, muss schon ne Weile her sein, oder hast Du Deine Tabletten vergessen.

          Wünsch Dir besser keinen Pinonchet, unter dem gings den Chilenen – Dank euch Ihr Chikago Boys – auch nicht besser, als unter Allende.

          Das mit dem Alterswohnsitz in einem anderem Land – ich würde Schweden präferieren – hat natürlich etwas für sich. Zumal nicht nur die grüne Seuche, auch die christlichen Demokraten, erwärmen sich dafür, den Fleißigen und Sparsamen auch noch das Letzte zu nehmen. Das ist nur folgerichtig, denn bei den Proleten ist nix mehr zu holen.

          Den Kapitalismus in seinen Lauf, den halten weder Spahn, noch Merkel auf.

          • @Krösus
            Heutzutage ein neues Haus zu bauen, kostet bald eine halbe Million. So viele Auflagen mit Dämmung und Fenstern usw. Energierechtliche Vorgaben. Überall (England, Italien) sind mehr Leute mit Wohn-EIGENTUM als bei uns in D. Wenn eine junge Familie sich „ein Leben lang Miete“ ersparen will – und da hat @MeisterEder Recht – wird sie noch mit 20-30Tsd. € Grunderwerbs-Steuer bestraft. Egal ob Grüne oder CDSU. Oder parteilos wie der Bürgermeister in Kühlungsborn, der 2014 die Ferienhäuser und -wohnungen requirieren wollte, um dort Asyl-Menschen unterzubringen, auch gegen den Willen der Besitzer. Ist die Altersvorsorge von Bruder und Schwägerin, die haben von ihrem Geld sich eine Ferien-Wohnung dort zugelegt, die an wechselnde Gäste vermietet wird, was (als Einkommen) wie eine private, zweite Rente fungieren soll, wenn die gesetzliche kollabieren sollte. Wo es was zu holen gibt, da wird abgegriffen, egal welche Partei. Das ist wie der Unterschied von Kot und Kacke – das sind übrigens DEINE Worte. Es bleibt ja kein anderer Fluchttunnel vor den Kleptokraten, als der anonyme Besitz gewisser, bunter Metalle. Na und ob Bitcoin anonym genug ist, da habe ich meine Zweifel.
            P.S.: Montag war in Ostbrandenburg noch mal ordentlich Schnee gefallen, und die Leute von den Ordnungsämtern fahren und gucken, ob du geräumt, gestreut usw. hast oder nicht, und dann gibt es Bußgelder. Namen usw. der Besitzer von Grundstücken erfahren sie auf dem kleinen Dienstweg vom Liegenschafts-Amt, hab ich selber mal mitgekriegt. Meine russische Ex meinte mal zu mir, daß in Rußland schon die kleinen Kinder lernen, elegant zu balancieren – dort fällt keiner auf die Nase, und dort schiebt keiner Schnee, und es wird bei Glatteis nicht gestreut. Nur ich als doofer Ausländer mußte auf einer glatten Treppe in Königsberg hinfallen und mir eine Platzwunde am Kopf holen. Als sie dann eine Weile in D. gewohnt hatte, stauchte sie Schwester und Mutter bei einem Besuch in der Heimat zusammen, wieso in Kaliningrad nichts beräumt wird. Da hatte wohl was abgefärbt. Die Alten können nämlich nicht so gut balancieren wie die Jugend – dieses Argument von mir hatte mein sonst so stures Biest akzeptiert. Ich will nicht, daß ein Briefzusteller mal stürzt oder sich beschwert, denn ich erhalte fast täglich von Justiz & Co. Post. Schriftliche Sachen zum Übersetzen zumeist. Oder Ladungen zu Terminen wo ich dolmetschen soll. Und Geld verdienen kann. Ich brauche keinen Briefträger mit Gipsbein, weil vor meine Hütte ausgerutscht. Ist außerdem gut für meine Figur, ich würde ja gern noch mal im Leben ein Frauenzimmer abgreifen. Das keine Katzenallergie hat wie die letzte Bekanntschaft. Und die – grüner Daumen – einen verwilderten Garten in ein Vorzeigeobjekt verwandelt.

  3. Aber ernsthaft, wie im Artikel auch steht sind die Spreads bei physischem Platin und Palladium VIEL zu hoch, das handelt man wirklich besser in Papierform (Optionen, Zertifikate, Aktien).

    • @ Jupp
      Völlig richtig mit den Spreads. Die bessere Alternative meiner Meinung nach ist die ,,Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte“ oder ,, Bullion Vault“. Alle Metalle physisch im Zollfreilager, geringe Aufpreise beim Kauf.

    • @Krösus

      Immer wieder nett anzusehen, der Teppich-Verleger Dieter.

      Aber Du weißt schon – ich mußte ja irgendwie den Bogen zu den „Hamsterkäufen“ ziehen…

  4. Was für Ratschläge. Immer wenn etwas hausiert, soll man es kaufen.
    Es ist doch umgekehrt, kaufen soll man, wenn es eine Baisse gibt. Dann und nur dann lohnt sich der Einstieg.
    Wer Gold im Sommer zu 2050 Dollar kaufte, bekommt heute, wenn er es verkaufen müsste, höchstens 1740 Dollar.
    300 Dollar weniger.
    Platin, wer braucht das schon ?
    Als Schmuck zu hässlich, als Zahnersatz überholt, in der Chemie durch Palladium ausgebootet. Was will jemand mit Platin ?
    Da kann man auch Osmium, Iridium oder ähnliches kaufen.
    Heute ging Gold deutlich unter 1800, wie ich gestern voraussagte. Morgen könnte es nochmals runtergehen.
    Wir nähern uns der 1700 Schwelle.
    Was wird sein, wenn die 1600 in die Nähe rücken ? Ukunda meinte damals, dann stünden die 800 Dollar wieder im Fokus.
    Dann beginnt das grosse Heulen der Zitterer. ( Nie wieder Gold ).
    Also, warten. Dann aber mutig zuschlagen, wenn auch Goldman Sachs und andere wieder ihre Lügengeschichten auftischen.

  5. Ganz genau, @maruti!
    Wenn man das hochrechnet auf ein Kilo, dann wären das bei $ 300 pro OZ bei einem Kilo um die $ 10.000
    Das haben oder nicht haben ist schon ein gewaltiger Unterschied, ausser für die Reichen, bei denen spielen wahrscheinlich ein paar Peanuts keine Rolle mehr. Also abwarten, und Tee trinken. (materialist sein Bier und W Schneider seinen Whiskey)

  6. Anzeige

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