Freitag,18.Juni 2021
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US-Banken betreiben Finanzwetten im Wert der 5-fachen Weltwirtschaftsleistung

Im ersten Quartal 2010 erhöhte sich der Gesamtwert der von amerikanischen Geschäftsbanken gehaltenen Finanzderivate um 1,7 Prozent auf 216,6 Billionen Dollar. JP Morgan ist weiterhin der größte Player im Handel mit diesen „Wettscheinen“.

Diese Summen übersteigen die menschliche Vorstellungskraft. Im ersten Quartal 2010 hielten US-Geschäftsbanken Finanzderivate im geschätzten Wert von 216,6 Billionen US-Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 3,6 Billionen Dollar oder 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Die Zahlen stammen aus dem Quartalsbericht der amerikanischen Bankenaufsicht Comptroller of the Currency (CoC). Sie zeigen das unverminderte Wachstum des Marktes für Finanzderivate in den USA.

Zum Vergleich: Das Bruttosozialprodukt aller Staaten der Erde betrug im Jahr 2008 laut Angaben der Weltbank zusammen 44,98 Billionen US-Dollar. Damit hatten alleine die in den USA im ersten Quartal 2010 gehandelten Derivate einen Gesamtnominalwert in Höhe der annähernd fünffachen weltweiten Wirtschaftsleistung!

Mit einem Anteil von 85 Prozent repräsentieren Geldmarkt-Papiere das größte Marktsegment im amerikanischen Derivat-Handel.

Der Umfang von Kredit-Derivaten wird auf 14,4 Billionen Dollar taxiert (7% des gesamten Derviatvolumen). Ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber Q4 2009.

Die 1.050 unter der CoC beaufsichtigten US-Banken erzielten im Derivatgeschäft Einnahmen von 8,3 Billionen Dollar innerhalb der ersten drei Monate des Jahres, 15 Prozent weniger als im Vorquartal.

Der mit Abstand größte Derivate-Händler ist weiterhin das Bankhaus JP Morgan Chase. Die schier unglaubliche Summe von 76,64 Billionen US-Dollar in Form von Derivat-Verträgen ging auf den Deckel des Finanzriesen. Das entspricht einem Marktanteil von 35 Prozent. Es folgen Bank of America ($46,60 Bio.), Citibank ($41,12 Bio.) und Goldman Sachs ($41,17 Bio).

Gemeinsam dominieren die Top-4-Institute damit 95 Prozent des Derivathandels in den USA.

Die Deutsche Bank ist mit ihrer Amerika-Niederlassung auf Platz 23 unter den US-Geschäftsbanken mit geschätzten Derivatgeschäften im Umfang von 27,73 Milliarden Dollar.

Derivate sind Wertpapiere, deren Wert sich von der Entwicklung eines oder mehrerer Basiswerte ableitet. Vereinfacht ausgedrückt, sind Derivate nichts anderes als Wetten auf eine bestimmte Marktentwicklung.

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