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Venezuela gibt Gold-Anleihen für Rentner und Sparer aus

Gold, Goldbarren

Man kann Papiere mit Gold decken. Doch wird der Emittent von Schuldverschreibungen zahlungsunfähig, dann gibt es in der Regel nicht mehr viel zu holen (Foto: Goldreporter)

Im Zuge der Hyperinflation versucht der Staat nun Vertrauen bei Rentnern, Sparern und Kreditnehmern aufzubauen, in dem er Schuldverschreibungen ausgibt, die mit Gold gedeckt sind.

Venezuela plant die Ausgabe von Schuldverschreibungen, die mit Gold gedeckt sind. Die Zertifikate soll es im Nennwert zu 1,5 Gramm und 2,5 Gramm geben. Man will dafür Goldbarren in entsprechender Größe als Sicherheit hinterlegen. Diese Anlageform ist laut den Aussagen der Regierung um Präsident Nicolas Madura als Instrument zur Alterssicherung, für Sparer sowie als Finanzprodukt bei der Kreditvergabe gedacht.

„Wir haben eine Formel für fortschrittlichen Sozialismus, Gleichstellung und zur Entfaltung der nationalen produktiven Kräfte gefunden“, erklärte Maduro laut Bloomberg in einer TV-Ansprache.

Zuletzt hatte der Staat neues Geld ausgegeben („Bolivar Soberano“ / „Souveräner Bolivar“) und die Währung dabei um fünf Nullen gekürzt. Die jährliche Inflation in Venezuela wird mit mehr als 100.000 Prozent beziffert.

Die Gold-Zertifikate sollen ab dem 11. September ausgegeben werden und 3.500 Bolivar Soberano beziehungsweise 5.800 Bolivar kosten.

Einschätzung: Die Idee das Gold des Landes zu verwenden, um Vertrauen bei Bevölkerung und Investoren zu schaffen, ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Venezuelas Goldreserven wurden zuletzt offiziell mit 150,2 Tonnen beziffert. Doch wird ein Emittent von Schuldverschreibungen zahlungsunfähig (Venezuela), dann droht Investoren rein rechtlich ein Totalverlust. Grundsätzlich kann jede bloße Goldforderung ausfallen.

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Eingetragen von am 28. Aug. 2018. gespeichert unter Gold, News, Südamerika, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

12 Kommentare für “Venezuela gibt Gold-Anleihen für Rentner und Sparer aus”

  1. Anleihen egal wechels Wort draufgedruckt wurde können wertlos werden.
    Deshalb besser direkt physisch kaufen und nicht den Umweg über Anleihen wählen.
    P.S. ihr solltet euch auf schlimme Zeiten vorbereiten, hier mal eine gute Infos Seite:
    https://vk.com/survival_gruppe_deutsch

  2. Trau nie einem Staat und seinen Versprechen auf Papier. Und bei Gold noch weniger.
    Besser man kauft sich diese 1,5 bzw. 2,5 Gramm physisch. Dann hat man was in der Not.

  3. „Wir haben eine Formel für fortschrittlichen Sozialismus, …“

    Danke, reicht völlig. Mal sehen, wie lange die Venezolaner brauchen, um zu erkennen, dass ihr Problem nicht das Zahlungsmittel, sondern eine perverse, geisteskranke Ideologie ist, die auch beim millionsten „neuen“ Versuch wieder in Terror, Verelendung und Gulag enden wird.

    • @Butwürger

      Ist Argentinien sozialistisch ?

      Ist die Türkei sozialistisch ?

      Man sagt der Sozialismus wäre eine edle Idee, die leider nicht funktioniert.
      Der Kapitalismus funktioniert auch nicht und edel ist der schon gar nicht.

      • @Krösus

        Wenn wir ganz ehrlich sind, funktioniert gar kein System, welches von Menschen erdacht wurde. Im Kapitalismus sowie im Kommunismus wird die Bevölkerung ausgesaugt und unten gehalten. Bisher ist mir leider kein Land bekannt, in dem der Kommunismus langfristig funktioniert hat.
        Auch der Kapitalismus ist nicht gerade menschenfreundlich, vereinzelt gibt es Länder oder Staaten wo dieses System funktioniert, Singapur zum Beispiel. Zugegeben, ein sehr kleines Land, kann daher nicht wirklich als Blaupause dienen. Der Anfang des amerikanischen Kapitalismus hat viele Jahre gut funktioniert, bis die langsame aber stetige Umverteilung des Kapitals zum Finanzoligarchentum geführt hat.

        Wer aber schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat und das menschliche Wesen in all seinen Facetten gesehen und erlebt hat, muss resigniert feststellen, dass kein System funktioniert, welches auf dem Planet Erde die Runde machte.

      • @Krösus Die letzten 2 Sätze sind richtig,das Kriegstreiber-Raffkesystem wie es sich gerade darstellt wo es meint ungeniert agieren zu können,macht die Menschheit auch nicht glücklich.Höchstens die Raffzähne und Kriegstreiber.

        • @Materialist

          Meinen 2ten Satz der Ihnen so gefiel, kann man satirisch auch auf die Spitze treiben.

          Anfrage an Radio Jerewan; Kann die Ukraine kapitalistisch werden ?
          Antwort; Im Prinzip ja, aber es ist doch Schade um das schöne Ländchen.

          ….

          Bankrott in Zeitlupe ,Flüssige Mittel in ukrainischer Staatskasse auf Rekordtief. Für IWF-Kredite wird die Bevölkerung geschröpft

          Von Reinhard Lauterbach

          Die liquiden Mittel in der ukrainischen Staatskasse sind Ende August auf ein Rekordtief gesunken. Nach Angaben des Finanzministeriums in Kiew betragen sie derzeit knapp zwei Milliarden Griwna – das sind umgerechnet etwa 65 Millionen Euro. Anders gesagt: 1,50 Euro pro Kopf der ukrainischen Bevölkerung, die offiziell 42 Millionen umfasst. Unter Abzug des Donbass mit seinen etwa drei Millionen Menschen, für die Kiew jede soziale Verantwortung zurückweist, sowie der geschätzten vier Millionen Arbeitsmigranten sind, es vielleicht etwas mehr. Die Stockungen bei der Auszahlung der Renten im Juli haben sich zwar im August nicht wiederholt, aber nur aufgrund einer extrem erhöhten Umlaufgeschwindigkeit der Mittel im Staatshaushalt. Wurde die Rente im laufenden Monat traditionell aus den Beiträgen des Vormonats bezahlt, so dass das Geld einen Monat lang auf dem Konto lag und den Eindruck von Liquidität erweckte, ist die Regierung inzwischen dazu übergegangen, die Beiträge so auszugeben, wie sie eingehen.

          Die Führung des Landes wartet derweilen dringlichst auf die nächste Kreditrate des IWF. Denn die Finanzlage der Ukraine ist hoffnungslos. Wie sehr, zeigte ein Vorfall in der vergangenen Woche: Da gelang es der Regierung, einen sechsmonatigen Eurobond über 750 Millionen US-Dollar zu plazieren: zu einem Coupon von sage und schreibe neun Prozent. Eine so märchenhafte Rendite in Zeiten der Niedrigzinsen zeigt, wie hoch der Markt das Ausfallrisiko ukrainischer Anleihen einschätzt. Das Geld ist übrigens zum größten Teil schon wieder weg, weil Ende August und im September die Ukraine gut 500 Millionen US-Dollar zurückzahlen muss. Bis Jahresende sind weitere drei Milliarden Dollar fällig, 2019 weitere sieben Milliarden Dollar. So wird auch die nächste Tranche des IWF-Kredits – wenn sie denn fließt – wieder nur zur Umschuldung des Landes dienen. Wie das Finanzministerium mitteilte, betrug die Gesamtverschuldung der ­Ukraine Ende Juli knapp 76 Milliarden US-Dollar, das waren viermal soviel wie ihre gesamten Währungsreserven.

          So hat die ukrainische Regierung nach längerem Zögern eine zentrale Bedingung des IWF für die nächste Kreditrate erfüllt: Zur Heizperiode sollen die Gaspreise für die Bevölkerung um 17 Prozent steigen. Die Zahl der Bürger, die Zuschüsse zur Gasrechnung erhalten, soll durch verschiedene neue Kriterien reduziert werden: etwa die Größe des genutzten Wohnraums. Auch wer steuerlich nicht angegebenes Vermögen hat, soll künftig keine Zuschüsse mehr bekommen.

          Unklar ist derweil, ob und wann die zentrale Warmwasserversorgung der in sowjetischer Zeit entstandenen Wohnblocks wieder anläuft. Sie ist in manchen Städten, so in Kiew, seit April abgestellt. Das ist für einige Wochen im Sommer Tradition, weil in dieser Zeit die Rohrnetze gewartet werden. Aber dass dies gleich für ein Drittel des Jahres gelten soll, ist neu. Auch der traditionelle Beginn der Lieferung zum Schuljahresbeginn im September steht in Frage. Im Sommer hatten Vertreter des Finanzministeriums gefordert, die zentrale Warmwasserversorgung ganz abzuschaffen und die Bewohner individuell dafür sorgen zu lassen, dass sie duschen könnten. Diese Lösung ist jetzt immerhin vom Tisch, nachdem die ukrainische Elektrizitätswirtschaft Alarm geschlagen hat. Denn wenn sich einige Millionen Haushalte Boiler und Durchlauferhitzer anschaffen – unterstellt, sie hätten das Geld dafür –, wären Überlastungen des Stromnetzes und Stromausfälle, womöglich Leitungsbrände und dergleichen die absehbare Folge. Einfach mehr Strom produzieren und verkaufen kommt nicht in Frage: Die meisten ukrainischen Kraftwerke laufen mit Kohle, und die ist wegen des Donbass-Konflikts knapp und teuer.

          In dieser Situation versucht die Regierung fieberhaft, neue innere Finanzquellen zu erschließen. Die Nationalbank hat kürzlich abgelehnt, zusätzliche Staatsanleihen zu kaufen – also faktisch Geld zu drucken. Die Geschäftsbanken, die derzeit 90 Prozent der ukrainischen Staatsanleihen halten, winken ab. Die neueste Idee ist, die Papiere auch Privatleuten zur Zeichnung anzubieten und auf diese Weise Teile der privaten Ersparnisse für die Staatsfinanzierung heranzuziehen. Die Idee stößt jedoch laut Berichten ukrainischer Medien auf viele praktische Schwierigkeiten: Erstens gibt es nicht so viele wohlhabende Ukrainer, für die eine solche Anlage in Betracht käme. Zweitens versuchten die ukrainischen Banken, anlagewilligen Privatkunden lieber die Finanzprodukte ihrer eigenen Häuser zu verkaufen. Und drittens seien die vermögenden Kunden gegenüber den Anleihen ihres eigenen Landes ebenso skeptisch wie die Finanzprofis aus dem In- und Ausland. Würde aber der Staat, wie es vorgeschlagen wird, als Anreiz die Erträge solcher Anleihen steuerfrei stellen, wäre das finanzpolitisch kontraproduktiv.

      • @krösus
        Nach den Lehren des Taoismus ( Daoismus), dem Yin und Yang kann weder das eine noch das andere in reiner Form von Dauer sein.
        Ein kapitalistischer Sozialimus oder ein sozialer Kapitalismus, ausgewogen,
        , mal etwas mehr kapitalistisch, mal etwas mehr sozialischisch, das wäre schon ein Weg in eine überlegenswerte Richtung.

    • @Butwürger

      Noch 2001 war Venezuela der viertgrößte Öllieferant der Vereinigten Staaten. Hugo Chavez geriet aber schon bald ins Visier der US-amerikanischen Falken, die sich daran störten, dass Venezuela sich zunehmend der liebevollen Umklammerung durch die USA entzog.

      So war Chavez das einzige lateinamerikanische Staatsoberhaupt, das seit dem ersten Golfkrieg den Irak besucht und sich der Wirtschaftsblockade unter Führung der Vereinigten Staaten widersetzt hat. Je deutlicher der Widerstand gegen die US-Hegemonie ausfiel – Kulminationspunkt war die Umstellung des Ölhandels auf den Yuan -, desto brachialer reagierte die USA, um wieder „Ordnung“ in ihrem „Hinterhof“ herzustellen. Eine totale Wirtschafts- und Finanzblockade folgte.

      In Venezuela gibt es selbstredend auch eine Reihe hausgemachter Probleme, ein billiger Antikommunismus klärt aber rein gar nichts:

      https://amerika21.de/analyse/207562/ruin-venezuelas

      • @Thanatos

        „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.“ (Matthäus 7,6).
        Als ob Wutbürger jemals einen so langen Text gelesen haben…!

  4. Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    Nur helfen diese Anleihen wenig den Menschen, die Regale bleiben leer ! Es wird sich auch nichts ändern, die Unternehmer haben das Land verlassen und die Sozialisten sind stark ! Das Elend bleibt !

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