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Wer warnt uns, bevor das Licht aus geht?

Goldener Leuchtturm

Wenn die Renditen von Staatsanleihen nur von Spekulanten getrieben sind und die Rating-Agenturen sowieso keine Ahnung haben, welchen Krisen-Signalen dürfen wir dann noch glauben?

Die Rating-Agenturen sorgen weiter für Schlagzeilen. Nach dem Rundumschlag von Standard & Poor’s am vergangenen Freitag, droht nun auch Fitch Ratings damit, eine ganze Reihe von Euro-Ländern herabzustufen.

Die Maßnahmen der Agenturen sind sehr umstritten. Die Regierungen wollen sich von drei amerikanischen, profitorientierten  Privatunternehmen – genau das sind die Institute – nicht Haushaltskosten (Anleihezinsen) und Politik (Konsolidierungsdruck) bestimmen lassen.

Euro-Krise als amerikanisches Geschäftsmodell
Kritisiert wird in diesem Zusammenhang immer wieder die mögliche Verknüpfung US-amerikanischer Interessen mit den Ratings der dortigen Agenturen. Die These: Im Interesse der USA lenkt man von den Haushalts-Problemen daheim ab, in dem man den Zeigefinger Richtung Europa streckt. „Euro-Krise“ erscheint weiterhin auch ein Geschäftsmodell zu sein, dem sich US-Banken mit Freude widmen.

Doch wer soll die Risikoeinschätzung für Investoren stattdessen übernehmen? Etwa eine neue europäische Ratingagentur, die durch Europas Politiker ins Amt gehoben wird? Was soll die tun? Bessere Ratings für Euro-Staaten vergeben als die US-Kollegen?

Es ist, wie es ist
Wir sollten uns nichts vormachen. Für das (weltweite) Schuldenproblem gibt es keine sanften Lösungen. Die Situation auf dem alten Kontinent ist nun einmal tatsächlich so heikel, wie es die US-Agenturen mit ihren Ratings signalisieren.

Mag sein, dass auch ureigene US-Interessen vor allem hinter dem Timing stecken. Dies ändert aber nichts daran, dass immer mehr Euro-Staaten mit der Pleite kämpfen werden. Ein entsprechendes Warnsignal ist somit durchaus angebracht. 2008 wurden Fitch und Co. schließlich auch dafür kritisiert, wichtige Ratings (US-Banken, MBS-Papiere etc.) zu spät gesenkt zu haben.

Es bleibt dabei: Wenn man den Teich austrocknen will, darf man nicht die Frösche fragen. Alle westlichen Staaten bekommen zunehmend ein Finanzierungsproblem. Sie werden es gemeinsam mit den Zentralbanken bekämpfen (Inflation). Aus diesem Grund reagieren die Märkte kaum mehr auf die Ratingwarnungen und die Euro-Politiker wiegeln mittlerweile recht unaufgeregt ab.

Der letzte Leuchtturm
Wer wird uns also warnen, bevor das Licht aus geht? Physisches Gold als letzte Bastion der Wertstabilität wird uns dabei zumindest behilflich sein. Spätestens wenn aufgrund der Furcht vor Staatspleiten nicht mehr private Investoren, sondern praktisch nur noch Zentralbanken die Länder finanzieren, dann werden die Nachfrage und der Preis des Goldes durch die Decke gehen.

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Eingetragen von am 19. Jan. 2012. gespeichert unter Banken, Gold, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Wer warnt uns, bevor das Licht aus geht?”

  1. Die Warnsignale sind nicht das Problem. Wenn die Ratten das sinkende Schiff verlassen, wenn also die Bigplayer auf einmal unabkömmlich sind, ist es an der Zeit. Vielmehr interessiert mich die Frage, was dann?

    Wenn wir uns ein großes Gemälde vorstellen und darauf nur eine Szene, einen bestimmten Ausschnitt betrachten, ist das in etwa mit unser aller Situation vergleichbar. Dazu gesellt sich ein Informationswirrwarr, das in der Geschichte der Menschheit seinesgleichen sucht. Niemand kann mehr die Wahrheit von der Lüge unterscheiden, denn es wird manipuliert auf Teufel komm raus.

    Die vielfach postulierte Absicherung der Vermögenswerte scheint die BigPlayer auch nicht wirklich zu interessieren. Betrachtet man den Edelmetallmarkt, stellt sich mir unwillkürlich die Fragen, wann denn nun die vielen Mrd an virtuellem Geld in Gold und Silber getauscht werden.

  2. Stellt sich dann nur noch die Frage, warum the City und die USA nicht auf Ramsch-Niveau sind?? Meines Erachtens ist dies kein „Geschäftsmodell“, sondern ein Währungskrieg. Schade, dass man das hier offenbar nicht so sieht…

  3. Es kracht erst dann, wenn alle Zocker und Verbrecher ihre Schäfchen im trockenen haben. Wir wissen doch, dass alle Risiken beim Bürger landen, ihr rettungsdeppen.

  4. Stellt man sich zunächst die Frage mit welchem Recht diese Ratingheinis es wagen andere Staaten zu beurteilen. Diese Dummis sölltem sich in Ihrem Amerika
    umschauen; da würden sie wahrscheinlich einen Wahnsinnsanfall bekommen.
    Die USA hat 114 BILLIONEN Schulden und da wagen sich Amis über ander
    zu urteilen. Ist ja wohl eine Lachnummer, aber nach dem Hochmut kommt der
    tiefe Fall und zwar mächtig. Willkommen am Rettungsschirm !!!

  5. Enron hatte am Tage des Untergangs ein AAA Rating. Warum sollten dann Staaten Kein AAA haben? Bei Enron wusste man nicht, dass sie morgen tot sind. Somit sind Firmen aus meiner Sicht immer ein höheres Risiko als zivilisierte Staaten. Griechenland hat Junk-Status und geht morgen auf keinen Fall unter. Dafür sorgen wir Deutschen schon. Alternativlos !!

    Somit sind Rating Agenturen überflüssig. Zumindest für den Bürger. Aber leider müssen sich ja große Anleger, wie z.B. Versicherungen dem Diktat der Agenturen unterwerfen und sich dann bei schlechten Ratings von Werten trennen. Natürlich gibt es dann neue „Produkte“, die dann wieder AAA sind und die Nieten in Nadelstreifen wieder beherzt hirnlos zugreifen können/müssen. Bis zum nächsten Bailout, den wieder der Bürger bezahlt.

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