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Was uns die Euro-Krise wirklich kostet

Aufspaltung des Euro: Eines der am heißesten diskutierten Themen im Rahmen der aktuellen Krise.

Angst der Politik: Wenn der Euro zerbricht, kommen die tatsächlichen Kosten des Währungsexperiments zum Vorschein.

Künstlich niedrig gehaltene Zinsen, hohe Haftungsrisiken:  Im Rahmen eines TV-Beitrags wird nach Verlierern und Gewinnern der aktuellen Schuldenkrise gesucht. Das Ergebnis bleibt unvollständig.

Die Redaktion des TV-Magazins Plusminus hat die Risiken der Euro-Krise für den deutschen Steuerzahler errechnet. Demnach haften wir bislang mit 770 Milliarden Euro. Nicht mitgerechnet sind dabei Einkommensausfälle und Mindereinnahmen aufgrund künstlich niedrig gehaltener Zinsen.

Der Beitrag zählt dagegen Schuldner zu den Gewinnern der Krise, da man günstig Geld aufnehmen könne, zum Beispiel für den Immobilienkauf. Unter dem Strich bleibe aber für den deutschen Bürger ein Minus. Denn laut Zahlen der Allianz AG besitzen die Deutschen pro Kopf 60.000 Euro an Vermögen und eine Verschuldung von 20.000 Euro. „Das heißt, es gibt dreimal so viel Vermögen wie Verschuldung und damit ist eigentlich klar, dass der Deutsche durch niedrige Zinsen, die durch die Schuldenkrise bedingt sind, einen Verlust macht“, sagt Rolf Schneider von Allianz Research.

Wie stark leiden die Unternehmen hierzulande von der Euro-Krise? „Exportverluste in Europa werden ausgeglichen von Exporterfolgen in anderen Regionen der Welt“, erklärt Kai Carstensen vom ifo-Institut. Das hänge mit dem schwachen Wechselkurs zusammen, sei aber auch durch die große Nachfrage in Fernost bedingt.

Was die Redakteure nicht in ihrer Krisenbilanz berücksichtigen, sind die enormen Risiken, die als Krisenfolgen erst in einigen Jahren zu erwarten sind. Wer morgen seinen Job verliert, kann sein Haus noch so günstig finanziert haben, es droht die finanzielle Schieflage. Die Mini-Zinsen werden sich langfristig negativ auf Renten und Versicherungsleistungen auswirken. Zudem baut sich erheblicher Inflationsdruck auf. Mit weiteren Belastungen ist zu rechnen, wenn die Politik zusätzliche Steuern und Abgaben verordnet, um den Staatshaushalt zu entlasten. Grundsätzlich sind alle Geldwerte bedroht, wenn es zum kaum vermeidbaren großen Schulden- oder Währungsschnitt kommt.

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Eingetragen von am 6. Mrz. 2013. gespeichert unter Deutschland, Euro, Europa, Hintergrund, News, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

16 Kommentare für “Was uns die Euro-Krise wirklich kostet”

  1. reiner tiroch

    dennoch kostet uns die krise weit mehr als uns vorgerechnet wird. 1 billion Target2, 1 Billion faule Kredite, 1 Billion Bilanzkorrekturen, 1 billion Exportausfälle usw sind da noch garnicht eingerechnet. was noch an retterei daherkommt, ganz zu schweigen. ausserdem läßt die FDp Anwaltskanzleien bereits Gesetze schreiben, dass die regierung jederzeit das Vermögen der Bürger enteignen kann. die Banken haben schon die A-Konten gerichtet. es kommt nur noch auf ein gemeinsam beschlossenes datum an, wann die EZB aus der krisenpolitik aussteigen will.

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    • @rainer Tiroch zu „Was uns die Euro-Krise wirklich kostet“: „…ausserdem läßt die FDp Anwaltskanzleien bereits Gesetze schreiben, dass die regierung jederzeit das Vermögen der Bürger enteignen kann. die Banken haben schon die A-Konten gerichtet. es kommt nur noch auf ein gemeinsam beschlossenes datum an, wann die EZB aus der krisenpolitik aussteigen will.“
      Sorry, aber das alles ist unglaubhaft, vor allem, dass gerade die FDP für Enteignungen wäre(!)
      Und die EZB wird sicherlich noch lange nicht aussteigen, wo gerade vor so kurzer Zeit überhaupt eingestiegen und das ziemlich verspätet -die FED z.B. tut das schon viel länger und immer weiter und schaffte damit sogar die Finanzsituation wenigstens zu stabilsieren und so anscheinend der Realwirtschaft auch mehr Vertrauen zu geben, wie sich gerade in denn…anscheinend… doch verbesserten Konjunkturdaten aus den USA zuletzt sich zu zeigen…scheint

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    • Wir müssen es deutlich sagen und die EU Kommission bestätigt es uns fast tagtäglich:

      Diese Betrachtung, was uns die Euro-Krise kostet, ist aus dem Blickwinkel der gleichgerichteten Standardparteien der EU völlig nebensächlich, betrachtet man das Hauptziel: die Gründung der Vereinigten Staaten von Europa!

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      • @Bernd
        Ja,das ist das Ziel, womöglich mit Russland eines Tages.Mega-Sozialismus vom Ural bis zum Atlantik.Doch das wird nur mit Gewalt und einer Diktatur gehen.Denn die Völker Europas sind nicht die USA.

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  2. das ist nur ein teil dessen:

    wo sind die kosten der bad banks berücksichtigt, das alleine sind um die 130Mrd.euro
    das thema ist überall in vergessenheit geraten. aufgrund der gewichtung von einer so gigantischen summe (130 mrd.) sollte man das wieder in den focus rücken.
    bin mal gespannt, was nach den wahlen auf uns zukommt. die schöne heile welt wird dann vorbei sein!
    auch der haftungspiegel des ifo inst. sollte das berücksichtigen!!!

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  3. Böttcher-Manfred

    Also solange der EURO-Glaubens-Fann- Elite-club immer noch an den „schönen EURO-Glauben“ festhält sind die durch falsche Wirtschaftspolitik entstandenen Unkosten überhaupt nicht zu Beurteilen ,weil ja der Fehler nicht behoben werden darf!!! Bitte versucht doch mal die QUWADRIERUNG DES KREISES :Es klappt nirrgens so ganz,daran erinnert mich das EURORETTUNGSUNTERNEHMEN dieser EXPERTEN.

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  4. Bernd@
    Viele EU-Politiker befürworten einen Zusammenschluß der einzelnen europäischen Länder nach dem Vorbild USA nur unterscheiden sich die USA gewaltig von einem zukünftigen europäischen Superstaat. Kein US-Bundesstaat haftet oder zahlt für einen anderen US-Bundesstaat. Texas zb. ist es scheixxegal ob Kalifornien wieder einmal zahlungsunfähig ist.

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  5. Bernd@
    warum funktioniert das in Europa nicht, wie in den USA. Wir Deutschen hätten
    doch genau so sagen können: „was interressieren mich die Schulden von
    Griechenland, von Spanien oder Italien? Warum mussten wir, und nicht zum
    ersten Mal immer wieder auf Kosten der Bürger die Taschen leeren, damit diese
    Schuldenländer weiterhin in Saus und Braus leben können?

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    • weil wir eine historische Schuld haben ;) und aus ebend diesem Grunde wurden ja im letzten jahrhundert 2 Kriege gegen uns geführt…

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  6. Es funktioniert deshalb nicht, weil die deutschen Politiker gleich deppert sind wie die österreichischen und überall ihre Klappe dabei haben, nur nicht im eigenen Land. Unser Geld wird deshalb mit vollen Händen hinausgeworfen um eine schnellere Pleite von Europa hebeizuführen. Weg mit korrupten Politikern, weg mit der EU, und es geht uns allen wieder besser.

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  7. goldheri@
    das mit „weg mit korrupten Politikern“ liese sich ja bei der nächsten Wahl evtl.
    machen aber warum gleich das Kind mit dem Bade ausschütten und „weg mit
    der EU“ sagen. Es müssen nur andere Regelungen herbei. Wenn ich oder Du
    Schulden machen, müssen wir sie auch ausgleichen oder den Offenbacher
    leisten, da hilft uns auch niemand, der uns immer und immer wieder Geld in
    den Sack steckt und hofft, dass wir vernünftig sind und wirtschaftlich besser
    arbeiten. Die Schuldenländer lachen doch über uns, wenn sie immer wieder
    Bares erhalten und keine Kontrolle da ist, was sie mit dem geliehenen Geld
    machen. Also denkt mal bei der nächsten Bundestagswahl daran, wo Ihr
    Euer Kreuz hinmacht, damit diese Brüder in den oberen Etagen endlich mal
    lernen, nicht mit unserem sauer verdienten Geld zu misswirtschaften.

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  8. da hilft nur der allerhöchste Erlaß. Nunja wer sich damit beschäftigt hat wüsste wovon gesprochen würde.

    der Preuße

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  9. finanzpartner.de

    Wenn wir eine Wahl hätten, könnten wir das Kreuz vielleicht an der richtigen Stelle machen. Aber ist die Opposition eine Alternative? SPD und Grüne hätten doch ohne Widerstand gleich mehr Geld rausgeworfen. Das sieht man ja an den Abstimmergebnissen im Bundestag. SPD und Grüne haben da sogar ohne „Abweichungler“ allen Rettungsmaßnahmen zugestimmt.

    Uns fehlt einfach noch der Komiker, der eine eigene Partei gründet. Mein Favorit wäre Volker Pispers …

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    • @finanzpartner.de…Gute Schleichwerbung… schrieb: „Uns fehlt einfach noch der Komiker, der eine eigene Partei gründet. Mein Favorit wäre Volker Pispers“
      Aber es gibt doch in BRD neulich eine KOMPLETTE Komiker…Partei!, nämlich die „PIraten“
      BRD gleicht sich also langsam an Italien, denn früher gab es hier maximal nur eine Spass-Partei, jeder weiss welche gemeint ist (die FDP)
      In Italien gibts auch schon lange ein solche, nämlich die Berlusconi-Partei, nur dort doch schlimmerer Zustand, denn die war ständig an der Macht! Deswegen läuft schon lange nichts mehr gut dort…Dafür aber wenigstens toll! -;)

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  10. @ finanzpartner.de
    Mal nachsehen bei: http://www.alternativefuer.de

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  11. Vielleicht sehen sich mal die Interessierten das Video mit Maybrit Illner an
    http://www.zdf.de/maybrit-illner/Chaos-Clowns-und-Euro-Krise-26924236.html
    aus cashkurs.com. da diskutieren neben Dirk Müller, Lafontaine auch Brüderle und der Gründer einer Anti -Europartei Bernd Lucke nebst Jean Asselborn aus Luxemburg.

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