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Wer Gold hat, hat immer Geld: Beispiel Südkorea

korea-gold

226 Tonnen Privatgold wurden in Südkorea eingesammelt, zu Goldbarren umgeschmolzen und als Deckung für einen Hilfskredit verwendet.

Vor 19 Jahren führte die Asienkrise auch in Südkorea zu einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise.  Das Gold der Bevölkerung half dem Land seinerzeit, sich aus der Notlage zu befreien.

In den Jahren 1997/1998 erschütterte eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise Südostasien. Überbordende Handelsbilanzdefizite, massive Verschuldung (häufig in Fremdwährung) und das Platzen der Kredit- und Immobilienblase führten zu einem massiven Abzug von Kapital durch internationale Investoren. Eine Pleitewelle bei Banken und Unternehmen folgte und eine dramatische Devisenknappheit in den betroffenen Ländern.

Die Asienkrise brachte auch Südkorea an den Rand des Bankrotts. Die Regierung wählte damals einen ungewöhnlichen Weg zur Devisenbeschaffung. Autor Frank Holmes erinnert in einem Artikel auf Forbes.com an die Entwicklungen in dieser Zeit. Damals befanden sich Goldbestände im Wert von geschätzten 20 Milliarden US-Dollar in südkoreanischem Privatbesitz – vor allem in Form von Schmuck, aber auch als Münzen und Barren. Um an Devisen zu kommen und die Krise zu bewältigen, rief man in Soul eine Kampagne ins Leben. Jeder der über Gold verfügte, wurde aufgerufen, es dem Staat gegen eine Zahlung in Inlandswährung auszuliefern.

An der freiwilligen Aktion beteiligten sich angeblich fast 3,5 Millionen Menschen. Das hätte gut acht Prozent der damaligen Bevölkerung Südkoreas entsprochen. Innerhalb von zwei Monaten sammelten sich auf diese Weise 226 Tonnen Gold im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar an. Das Gold wurde eingeschmolzen und zur Deckung eines 58 Milliarden Dollar schweren Hilfskredites verwendet, der durch internationale Finanzinstitutionen gewährt wurde (federführend: der IWF). Der Kredit wurde schon 2001 vollständig zurückgezahlt.

Abgesehen von allen Nebenwirkungen (die Südkoreaner waren ihr Privatgold los, IWF und Co. koppelten Forderungen an die Kapitalspritze), verdeutlicht das Beispiel eindrucksvoll die Rolle des Goldes als Krisenschutz und Währungsreserve. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wer Gold hat, hat immer Geld!

Ein Video zeigt die Einlieferung und das Einschmelzen des Goldes im Rahmen der damaligen Gold-Kampagne.

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Eingetragen von am 28. Sep. 2016. gespeichert unter Asien, Banken, Gold, Hintergrund, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

33 Kommentare für “Wer Gold hat, hat immer Geld: Beispiel Südkorea”

  1. Ohne Gold nix los.

    5+
  2. Ach Quatsch, kauft Aktien Leute. Physiches Gold können Anal-ysten nicht bewerten, muss man teuer lagern (im Fort Knox) und versichern und bringt so gar keinen „Cashflow“, lohnt sich als gar nicht niemals nicht.

    5 Gründe, warum Aktien Gold schlagen
    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/8855397-5-gruende-aktien-gold-schlagen

    Mit Aktien stehst Du auf der goldrichtigen Seite, lass es Dir gesagt sein von jemanden, der die Kursentwicklung einer Aktie von der Tafel ablesen kann (Nein, nicht vorhersagen, nur ablesen).

    OK, es ist nicht wirklich fair die (2) negativen Preisentwicklungen bei Gold zu nennen und die (1000000000) negativen Preisentwicklungen bei Aktien zu verschweigen. Aber hey, it’s fu..ing wallstreet online, was erwartest Du?

    5 Gründe, warum der Journalismus bei wallstreet online im Analsystem steckt …

    9+
  3. Silberne_Zitrone

    Privates Gold rettet Land in der Not…

    Wie sehr standen die Koreaner damals hinter der Regierung, damit sie die inländische Währung gegenüber harten Devisen akzeptiert haben? Und wo stehen wir heute mit dem Euro?

    5+
  4. Bin mal gespannt, welches deutsche Unternehmen als nächstes an der Börse geschlachtet wird. Damit es keiner merkt, gibt es keinen Chrash auf breiter Ebene, sondern es wird ein Unternehmen nach dem anderen zerlegt.

    Beispiele, eon, Rwe, Cobank, Deutsche Bank, Kali und Salz, VW,….

    War nur mal so eine Idee.

    8+
    • VW hat noch genug Reserve….Kali Salz fand ich auch extrem,allein der Umstand direkt nach der geplatzen übernahme ausm dax zu fliegen….Sehr sehr mysteriös. Und Energie Riesen waren unsre Helden in Strumpfhosen schuld.

      1+
  5. 1 Sache verstehe ich nicht…
    Wie kann man UZ Präsident werden, wenn das Pensionsalter bereits erreicht ist?

    Gleiches Phänomen habe ich bereits bei Fed Chefin beobachtet.
    Jung,dynamisch, neue Ideen? :-/

    5+
  6. @Copa

    Die repräsentieren etwas, was sich überlebt hat. Das System kann neue Ideen, die dringend nötig wären, nicht mehr generieren. Ob Clinton oder Trump, das ist auch nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera, zwischen Kot oder Sch…
    Wenn wählen etwas ändern könnte, dann wäre es verboten.

    7+
    • @Krösus
      schwierige Wahl demnach :-/
      ich liebe immer diesen Weisskopfseeadler und diese ganzen UZ Flaggen im Hintergrund der Flimmerkiste.
      Wenn der Hintergrund doch mal mit Hintergrund wäre….

      2+
  7. Das würde in DL mit Sicherheit nicht funktionieren!
    Wer sich etwas Edelmetall geleistet hat, hat das von dem gespart, was ihm der Staat noch übrig gelassen hat. Solidarität ist ein inflationäres Wort geworden, weil, man verzeihe mir meine offenen Gedanken, der Staat die Steuern nur so aus dem Fenster wirft. Denkt mal wer alles von der Schaffenskraft der Arbeitnehmer und der Landwirtschaft sich schadlos hält. Wer alles durchgefüttert wird, ja, auch viele AG-Vorstände bis hin zu …….Libanesen in Berlin und fremde Kinder von Alleinerziehenden, die mich nichts angehen!
    Und dann soll der „Fleißige“, das was er sich an EM abgezwackt hat, den Taugenichtsen zur Verfügung stellen???
    Gruß MM

    14+
  8. Servus zusammen, die Headline ist def. falsch.
    Richtig ist, seit ich Gold habe bin ich immer Pleite :)

    13+
  9. …..etwas zum „schmunzeln“, wenn’s nicht so unendlich traurig wäre (sorry!!):

    http://www.konjunktion.info/2016/09/syrien-wie-kann-ein-taeter-einen-hilfskonvoi-bombardieren-selbst-wenn-der-taeter-es-nicht-war-von-logik-und-beweisen/

    „Es gibt für mich keinen Zweifel, dass die Russen verantwortlich sind, wir wissen nur nicht, wessen Flugzeuge die Bomben warfen.“

    und

    „[Die] Russen sind für diesem Angriff verantwortlich, ob sie ihn nun durchgeführt haben oder nicht, da sie sich selbst mit dem syrischen Regime verbunden haben.“

    alles gut….Sauerei was da aktuell vor Ort abgezogen wird. Bestien sag ich nur diese Huren-Amis!!

    .

    12+
  10. Nunja ich war nicht dabei, aber ich stelle mal in Frage, ob das bei jedem freiwillig war. Sei es durch Druck vom Staat oder der puren Not, weil man Hunger hatte. Aber zeigt sehr gut, wohin die Reise geht. Gold in Provatbesitz ist schon jetzt Eigentum der Staaten/Banken. Wir wissen es nur noch nicht. Bei uns geht noch perverser vor. Erst wird Gold und Silber ins Bodenlose gedrückt, damit der Papiergegenwert, den man als Ausgleich bekommt ausreichend minimal ist. Schließlich ist der Zweck der Übung die Umverteilung. Also wird nach gewaltsamer Zwangsenteignung der Preis vielleicht wieder steigen, nur nützt das wohl dann den wenigsten… Wer noch nicht im Knast sitzt oder auf andere Weise belangt wurde, kann froh sein, wenn er sich noch frei bewegen kann. Und damit ads klar ist, es ist nicht das Gold, was schlecht ist, es sind die Menschen…

    4+
  11. Barrick Gold muß seine Goldmine „Veladero“ in Argentinien schließen, weil im Grundwasser „Zyanid“ gefunden wurde (ein Leck?).

    Warum der Autor des Artikels (Dave Kranzler) die Veladero-Goldminen-Produktion mit 6 Millionen Unzen (170 Tonnen) angibt, ist mir allerdings ein Rätsel (bewußte Panikmache ?), da im Jahr 2015 max 720.000 Unzen Gold gefördert wurden.

    http://www.silverdoctors.com/gold/gold-news/global-supply-of-gold-tightens-after-barrick-mine-closure/#more-72837

    2+
    • zwar unlogisch…….ABER: UNS kanns doch irgendwie Recht sein, oder ?!….WENIGER Angebot = MEHR Werteinheiten bei gleichbleibender NACHFRAGE = KAUFKRAFTGEWINN.

      0

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