Sonntag,29.Mai 2022
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Aufgeld für Silbermünzen steigt auf 2-Jahres-Hoch

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Das Aufgeld für 1-Kilogramm-Silberbarren ist derzeit niedriger als jenes für aktuellen Unzen-Silbermünzen, trotz des Mehrwertsteuernachteils (Foto: Goldreporter).

Das Aufgeld für aktuelle Maple-Leaf-Silbermünzen ist mit mehr als 36 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2020 gestiegen.

Edelmetall-Preise gesunken

Am heutigen Freitagvormittag um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.876 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.785 Euro. Silber war für 22,41 US-Dollar beziehungsweise 21,30 Euro pro Unze zu haben. Damit hat der Goldkurs gegenüber Vorwoche 1,4 Prozent eingebüßt, während der Silberpreis etwas mehr als 4 Prozent zurückkam.

Krügerrand-Goldmünzen

Eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze kostete am Freitag durchschnittlich 1.881 Euro. Damit betrug das Aufgeld für diese Stücke 5,37 Prozent (Vorwoche: 5,32 %), was dem höchsten Wert seit Anfang April entspricht. Basis für diese Daten ist unsere wöchentliche Preiserhebung bei für deutschen Onlinehändlern.

Aufgeld weiter gestiegen

Entsprechend gestiegen sind auch die Aufschläge bei 100-Gramm-Goldbarren. Eine Einheit kostete im Durchschnitt 5.903 Euro. Damit lag der Preis 2,83 Prozent über dem Goldkurs an der Börse. In normalen Zeiten waren Krügerrand-Goldmünzen mit einem Aufgeld unter 4 Prozent zu haben, während der Aufschlag bei 100-Gramm-Goldbarren in der Regel weniger als 2 Prozent ausmachte.

Silbermünzen

Nachdem der Silberpreis weiter in den Keller gerutscht ist, sehen wir eine anhaltend hohe Nachfrage nach dem notorisch unterbewerteten Edelmetall. Dementsprechend bleiben auch die relativen Kosten für Maple-Leaf-Silbermünzen des aktuellen Jahrgangs sehr hoch. Eine Unze kostete am Vormittag durchschnittlich 29,13 Euro. Damit ergab sich ein Aufgeld von 36,74 Prozent. Das entspricht im Rahmen unserer wöchentlichen Analyse dem höchsten Wert seit dem 29. Mai 2020. Damals sorgten die Corona-Lockdowns bei hoher Nachfrage für dramatische Lieferengpässe.

Gut zu wissen: Unter diesen Umständen sind die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegenden klassischen Kilo-Silberbarren auf das Gramm gerechnet weiterhin günstiger als die differenzbesteuerten Silbermünzen des aktuellen Jahrgangs. Denn das Aufgeld beträgt hier durchschnittlich „nur“ 32,58 Prozent.

Gold- und Silbermünzen kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Gold- oder Silbermünzen in Form von Anlageprodukten kaufen will, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Gold- und Silberpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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7 Kommentare

  1. Der einfache 2022er Silber Maple Leaf für knapp 30 Euro. Da nehmen die Händler es von den Lebenden. Degussa ist schon drüber, Auragentum liegt bei 31, 30 Euro und Kettner? Über 32 Euro! 50 Prozent über Spot. Dazu kommen für viele Leute noch Versandkosten.
    Ohne Sammlerpotential.
    Naja. Da lobe ich mir meine seminumismatischen Lieblinge;).

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  3. Das war zu erwarten, denn nur wer die Hardware
    einsackt, hat Kaufkrafterhalt garantiert.
    Papier ist für das Klo produziert. Heute kostet
    Klopapier 25% mehr als vor 2 Monaten, Recyclingware allerdings weggehamstert. Macht nichts, meine arme Nachbarin auf der Alb
    hat Anfang der 60er Jahre nur Zeitungspapier
    verwendet. Das waren abgehärtete alte Knochen und keine Weicheier wie heute.
    Mein Bio-Vollkornkoernerbrot gibt’s heute mit
    50% Aufpreis. Wie war das 1789 in Paris?
    Man kann ja Kuchen essen.
    Das ist der Nährboden für eine Revolution.
    Es fehlen heute aber die Mistgabeln und Dreschflegel um wirklich erfolgreich zu sein.
    Hinterher kommt dann wieder ein Groefatz und alles beginnt von Vorne.
    Vielleicht kommen bald die margin calls
    und der Silbermuli trabt wieder zum EM – Händler.

  4. Droht eine Euro-Krise 2.0 bei einem längerem starken Zinsanstieg?

    Schauen wir zunächst auf die Tagesform des schwierigen Patienten ‚Euro‘. Die Visite ergab ein Wiedererstarken der Vitalfunktionen nach Aussagen des französischen Notenbankchefs und EZB-Ratsmitglieds Francois Villeroy de Galhau. Er plädiert für ein Ende der Wertpapierkäufe im Juni und die Anhebung des Einlagensatzes in den positiven Bereich bis zum Jahresende. Der Euro verteuerte sich schlagartig auf 1,0562 von 1,0499 US-Dollar.

    Da erscheinen die aktuellen Warnungen der Deutschen Bank vor einer ‚Eurokrise reloaded‘ wie aus der Zeit gefallen. Claro, die Refinanzierungskosten aller Länder der Euro-Zone seien gesunken, dennoch sei vice versa die Verschuldung deutlich angestiegen. In den Ländern der Südschiene, aber eben nicht nur dort.

    „Die schlechte Nachricht ist, dass der Schuldenstand weiter gestiegen ist. Auch wenn niedrigere Renditen eine Erleichterung darstellen, werden diese Länder bei einem niedrigeren Renditeniveau als 2011 mit ähnlichen Zinskosten im Verhältnis zum BIP konfrontiert sein. Wenn beispielsweise die Rendite 10-jähriger italienischer Anleihen im nächsten Jahr um 2 % steigen würde, hätte Italien Ende 2025 die gleiche Zinsbelastung in Prozent des BIP wie 2011 (bei ansonsten gleichbleibender Refinanzierung über 10-jährige Anleihen).“

    Der Unterschied zur Eurokrise 1.0 bestehe aber nun darin, dass das Pulver der EZB verschossen sei: „Die Freiheitsgrade der EZB sind begrenzt“,

    Hallo, guten Tag, meine Name ist Dilemma. Eine klassische Aporie. Nun zu glauben, man könne das geldpolitische Dilemma – hier künstliche Wachstumsstimuli, dort Geldwertstabilität – einfach nach einer Seite hin auflösen, der kann sich ja mal bei der Generaldirektion Volkswirtschaft der EZB melden. Vorsitzender ist hier ausgerechnet ein Spanier [Senior Oscar Arce]. Seien wir immerhin froh und glücklich, dass insbesondere Deutschland über viele Jahre von dieser Konstruktion profitiert hat. Die Euro-Zone als Freihandelsprojekt ganz im Sinne des deutschen Export-Kapitals.

    https://www.finanzen.net/nachricht/zinsen/verschuldung-nimmt-zu-deutsche-bank-haelt-euro-krise-trotz-ezb-kaeufen-nicht-fuer-unmoeglich-11322745

    https://www.fxstreet.de.com/news/euro-krise-20-droht-bei-langerem-starken-zinsanstieg-deutsche-bank-202205060942

  5. Um . . . 14:30 Uhr klappern die Daten vom US-Arbeitsmarkt über die Ticker:

    – neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft

    Am Goldkurs sieht mn, ob die Daten „schlechter als erwartet“ sind, oder
    aber auch nicht.
    ‎【≽ܫ≼】

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  7. Ich denke sehr bald wird ein neuer QE gestartet denn das Blutbad an den Märkten können sie nicht lange durchhalten vor allem weil die Finanzmafia selbst die größten Aktionäre sind natürlich sind auch die steigenden Zinsen für den US Pleitestaat ein großes Problem zumal die Zinsen auch deren Wirtschaft abwürgt . Der Goldpreis der wie ein Gummi nach unten gezogen wird sollte schnell wieder über die $2000 laufen .

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