Montag,16.Mai 2022
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Bund verdiente 5,6 Mrd. Euro mit Schulden

Schulden, Bund, Anleihen
Günstiger konnte der Bund nie Schulden aufnehmen. Dank Negativzins verdiente man im vergangenen Jahr sogar ordentlich dabei (Foto: Dan Race – Fotolia.com)

Der Bund hat im vergangenen Jahr Anleihen im Wert von 482,7 Milliarden Euro begeben. Durch den Negativzins verdiente man prächtig mit den Schulden.

Verdienen mit Schulden

Schulden machen und Geld verdienen, schöne neue Finanzwelt. Durch die Ausgabe von Bundeswertpapieren hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr 5,6 Milliarden Euro an Zinseinnahmen verbucht. Möglich wurde dies durch die negativen Emissionsrenditen. Sprich: Investoren dieser Staatsanleihen bekommen nach dem Laufzeitende weniger heraus als sie für die Staatsanleihen bezahlt haben.

Negativzinsen

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke wiesen fast alle emittierten Wertpapiere des Bundes im vergangenen Jahr Negativzins auf. Zwei Ausnahmen bildeten ein 30-jährige Bundesanleihe, die 0,13 Prozent p.a. brachte und eine 30-jährige Anleihe, die im Syndikatsverfahren mit einem Zins von 0,28 Prozent ausgegeben wurde. Bei letztgenanntem Verfahren werden die Bundeswertpapiere nicht direkt von staatlicher Stelle, sondern gegen Gebührt über Finanzinstitutionen emittiert.

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7 Kommentare

  1. Gibt es aus der Vergangenheit oder aktuellen Gesetzgebung etwas, was den Umgang mit Staatsanleihen im Falle einer Währungsreform + Lastenausgleich behandelt? Also ob Anleihen ebenfalls mit einem Schuldenfaktor und/oder Schnitt behandelt werden? Wenn eine Institution 30 Jahre auf sein Geld verzichten kann, noch dazu in diesen Rahmebedingungen wie aktuell (hohe Inflation), dann tippe ich darauf, dass man sich bei diesen Vorgängen (Währungsreform + Lastenausgleich) einen positiven Ausgang erhofft oder diese Institutionen staatsnah angesiedelt sind (Versicherungen mit Kaufverpflichtung).

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  3. Zinsanhebungen sind lt FED gut für Aktien und schlecht für EM (wenn man auf die Kurstafeln schaut). Wer es glaubt tut mir leid. EM wird bis zum Mond steigen und dann noch weiter, wenn die Politik weiterhin Fiat entwertet. Ich wünsche allen Papiertigern sehr viel Glück, denn das werden sie brauchen.

  4. Nicht uninteressant dürfte in diesem Zusammenhang sein, dass mit Stand vom September letzten Jahres der größte Gläubiger des deutschen Staates die Bundesbank ist, die im Auftrag der Majestät, äh der EZB die Bundes-Schuldverschreibungen aufkauft, um das Perpetuum Mobile am Laufen zu halten. Rund ein Drittel aller Treasuries sollen in Frankfurt lagern.
    Quelle: Reuters

    Da will die ehrenwerte Gesellschaft der Banken und anderer zwielichtigen Organisationen natürlich nicht hinten anstehen und gedenkt, sich auch ein ordentliches Stück vom übersäuerten Kuchen abzuschneiden.
    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/finanzen/negativzinsen-einige-banken-verdienen-mehr-als-sie-verlieren-b/

    Was die aber können, können wir schon lange!
    https://www.der-postillon.com/2020/01/negativzinsen.html

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  6. Mindestens 10 große, russische Öl-Tanker waren
    gestern auf dem Wege in die USA, schreibt Reuters,
    (hier mehr.)

    Dürfen diese (von den USA vor der Verhängung
    der Sanktionen gegen Rußland bestellten Öl-Tanker) nun „entladen“ werden,
    oder schickt man die Tanker wieder zurück (mit einem kleinen Umweg über
    Shanghai ? )
    (·̿Ĺ̯·̿ ̿)

    • @Klapperschlange
      Die Amis sind bei Öl ganz pragmatisch.
      Notfalls wird auch einfach mal ein fremdes Land überfallen, damit der Nachschub nicht stockt.
      „Spass“ beiseite:

      Bis Ende April darf bestellte Ware ja noch ganz legal abgeladen werden.
      Wenn bis dahin Venezuela und Saudi Arabien die Fehlmengen nicht zusätzlich liefern, kann man die 4 Wochen nutzen, um eine schicke Briefkastenfirma unter Palmen aufzumachen, die das RU-Öl dann vor der Küste Panamas in einen Tanker von Petrobras oder PeMex umpumpt und dann ist ja wieder alles OK.

      Im Mai geht bei den Amis die erste Reisesaison los und da MUSS der Sprit billig sein.
      Und die Heizöltanks wollen nach dem Winter wieder billig aufgefüllt werden.
      Im Herbst sind Zwischenwahlen und Uncle Joe will die garantiert nicht noch höher verlieren.

      60% der Amis interessiert die Ukraine NULL.
      Und beim Rest reicht die Besorgnis vielleicht bei 3 % soweit, daß man dafür höhere Energiekosten in Kauf nehmen würde (und die wohnen fast alle in Kalifornien und NY).
      Ist wie bei der Energiewende: wir auch in keinem einzigen Land so leidenschaftlich diskutiert wie in Berlin-Mitte.
      Und bei uns verdienen sich die Ölmultis eine goldene Nase.
      Seht Euch mal über die letzten Jahre die Rohölpreise und die Spritpreise an.
      Da ist derzeit eine gigantische Spanne drin.

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