Die Euro-Rettung um jeden Preis hat sich verselbstständigt

Neue Rettungs-Milliarden abzusegnen, gehĂśrt mittlerweile zur Alltags-Routine im Deutschen Bundestag. Eine erstzunehmende Opposition gegen die aufkommende Schuldenunion kommt nicht zustande.

Peer SteinbrĂźck war um markige SprĂźche nie verlegen. Wasser zu predigen und Wein zu trinken, versteht er wie kaum ein anderer in der deutschen Politik. 2008 rettete er auf Druck der Finanzbranche gemeinsam mit Kanzlerin Merkel das deutsche Bankensystem. Erst als er aus dem Amt geschieden war, fing er an, Ăśffentlich fĂźr den Steuerzahler zu denken und legte sich vollmundig mit der Finanzbranche an.

In einem ZDF-Interview versuchte Steinbrßck nun kßrzlich seine widersprßchliche Position zu erklären: Denn obwohl er gegen immer neue Finanzhilfen argumentiert, segnet seine Partei artig jede Aufstockung neuer Rettungs-Milliarden ab.

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7 Kommentare

  1. Falsch, das Abnicken und Absegnen der sinnlosen retterei bewegt sich bereits im Billionenbereich. Die verlogene politk suggeriert dennoch wie beherrschbar doch die krise sei.

  2. Mein lieber Herr Steinbrßck, Bankgeheimnisse sind eigentlich geschaffen worden, eben um die Bßrger von auszuraubenden Staaten zu retten. Wenn die Staaten in der Vergangenheit ßber ihre Verhältnisse gelebt haben, soll jetzt der Bßrger die Rechnung bezahlen. Frßher haben die VÜgte ihre Bauern in der Gegenwart ausgebeutet, in unserer Zeit gaben die Politiker das Geld in der Vergangenheit aus und jetzt wird wieder das einfache Volk (frßher Bauer) dafßr gerade stehen mßssen.

  3. ..so ein „lĂźgenbold“! Die SPD hat die Krise erst mit CDU,/CSU und FDP erschaffen.

    Die Dominosteine sind schon lange im fallen und stehen schon lange nicht mehr.

    Aber immer schĂśn weiter blenden, ablenken und besonders abnicken! Und unsere Altersvorsorge und das Sparkapital in der EU verzocken und sich selbst die Taschen dabei fĂźllen…so kenne ich die Politik seit ich klein bin!

  4. Raus aus dem Euro!

    Das gilt nicht nur fĂźr die Politik, sondern erst recht fĂźr den BĂźrger.

    • Gestern meinte meine Dolmetscher-Kollegin Agnieszka zu mir, daß Polen unter der (leider neo-)liberalen Regierung voll Kurs auf den Euro nimmt. Also haben wir den nächsten Lemming, der mit Anlauf Ăźber die Klippe springen will. Und die einzige Alternative wäre, die klerikal-nationalistisch-deutschfeindliche Horde um den verbliebenen Kaczynski-Zwillingsbruder zu wählen. Gute Nacht, Europa!

  5. Herr Steinbrßck, Sie wissen sehr genau,dass es sich nicht um einen Euro-Rettungsschirm handelt,sondern um einen Bankenrettungsschirm. Vorallem der FranzÜsischen und letztlich auch der Amerikanischen Banken. Diese halten nämlich die Anleihen und die Kreditausfallsversicherungen in den USA. Nicht umsonst war Timmoty Geitner in Europa und der IWF bei Frau Merkel.Weil sonst die amerikanischen Banken Lehmann x 100 gemacht hätten.
    Doch wie sollte man das dem BĂźrger vermitteln ?
    Also sprach man vom Euro Rettungsschirm. Um den amerikanischen Banken Zeit zu geben, ihre Dollars rauszuholen, auf Kosten der europäischen Steuerzahler.
    Der ganze Mist wurde von der amerikanischen Finanzindustrie inszeniert.Und diese Finanzindustrie ist wiederum der größte Geldgeber der amerikanischen Rüstungsindustrie (zu 2/3).
    Das alles wissen Sie, Herr SteinbrĂźck.Gnade Ihne Gott, wenn das schief geht.

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