Donnerstag,29.September 2022
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Drei Mythen über Gold entschlüsselt

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Responsible Gold: Wer möchte, kann auch in nachhaltig produziertes Edelmetall investieren (Foto: ESG Edelmetall-Service GmbH & Co KG)

Ist Gold nur als Wertanlage für Reiche interessant?  Sollte man vor allem in Krisenzeiten in Edelmetall investieren? Diese und weitere Mythen ranken sich seit Langem um das Thema Gold. 

Von Dominik Lochmann, ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG

Gold-Mythen

Anleger sollten besonders in Krisenzeiten in Gold investieren, der Kauf ist nur für reiche Menschen erschwinglich und der Abbau findet grundsätzlich unter umweltschädigenden und menschenunwürdigen Bedingungen statt – diese und weitere Mythen ranken sich um das wertvolle Edelmetall

Seit jeher existieren viele Vorurteile gegenüber Gold als Wertanlage. Allen voran steht die Annahme, dass es nur für Wohlhabende als mögliches Investment infrage kommt. Dem lässt sich widersprechen, genauso wie einigen anderen Irrtümern.

Mythos 1: In Krisenzeiten investieren

Gold gilt seit Langem als stabile Wertanlage in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – insbesondere bei einer hohen Inflationsrate und stark schwankenden Kapitalmärkten soll das Edelmetall vor Wertverlust schützen. Tatsächlich stieg der Preis in den letzten Jahren kurzfristig immer dann am stärksten an, wenn große Unsicherheit an den Märkten herrschte. Daher sollten Anleger idealerweise nicht nur in einer Krise Gold kaufen, sondern während stabiler Marktverhältnisse. So besteht eine höhere Chance, das eigene Vermögen zuverlässig abzusichern.

Mythos 2: Abbau nicht nachhaltig

Edelmetallabbau steht häufig im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung und Menschenausbeutung. Es gibt jedoch Produkte, die eine nachhaltige Goldgewinnung unterstützen. Dazu zählt unter anderem Recyclinggold. Dieses lässt sich beispielsweise aus Altschmuck herstellen, indem es eingeschmolzen und zu Barren oder Münzen gegossen wird. Aus alt mach neu – und das ohne in die Natur einzugreifen. Außerdem gibt es sogenanntes Responsible-Gold. Indem sich der gesamte Herstellungsprozess solcher Produkte zurückverfolgen lässt, wird sichergestellt, dass ein nachhaltiger Abbau unter fairen Bedingungen eingehalten wurde. Dazu zählen ein verminderter CO2-Ausstoß sowie die Einhaltung von Menschenrechten, unter anderem nach den Vorschriften der UN und OECD. Mit dem Kauf von Recyclinggold und Responsible-Gold lässt sich demnach nachhaltig in Gold investieren.

Mythos 3: Investment für Reiche

Gold ist sehr teuer und nur Wohlhabende investieren in Edelmetalle – dieses Vorurteil hält sich bei vielen Menschen hartnäckig. Für große Mengen mag dies zutreffen, allerdings gibt es mittlerweile genügend preiswertere Alternativen. Zurzeit lassen sich bereits mit knapp sechzig Euro ein Gramm schwere Stückelungen des Edelmetalls erwerben. Bei den sogenannten CombiBars handelt es sich um Tafelbarren, die sich durch Sollbruchstellen händisch und ohne Materialverlust in kleinere Einheiten trennen lassen. Dadurch haben Anleger die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt auch geringe Goldmengen zu verkaufen statt direkt einen kompletten Barren.

Dominik Lochmann ist Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG. Die ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG mit Sitz in Rheinstetten und die Tochtergesellschaft ESG Edelmetall-Service GmbH in Schänis (nahe Zürich) recyceln seit vielen Jahren europaweit edelmetallhaltiges Scheidgut der Schmuck-, Elektronik-, Galvanik- und Dentalindustrie. Als Handels- und Recyclingunternehmen ist die ESG ist für edelmetallverarbeitende Unternehmen sowie im Bereich des privaten Edelmetallankaufs und -verkaufs tätig.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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4 Kommentare

    • @Goldhase
      https://www.onlyinyourstate.com/florida/shipwreck-ruin-1715-treasure-coast-fl/
      Stell Dir vor, die Flotte wäre 1715 mit lauter Kryptos an Bord untergegangen. Ich erzähl Dir mal ’ne Geschichte von mir zu Hause. Ich wohne in Ostbrandenburg unweit der polnischen Grenze 5km vor Lebus. Mein Häuschen steht 100m von einem See namens Aalkasten entfernt. Im 7jährigen Krieg gelang es dem Generalstab mit knapper Not, den alten Fritzen zur Flucht zu überreden, als die Schlacht bei Kunersdorf (heute Kunowice) gegen die Russen verloren gegangen war. Die hätten ihn glatt gefangen genommen. Bei mir zu Hause führt die alte Heerstraße vorbei, heute die E167. Auf der Flucht nach Berlin versenkte der Generalstab eine ganze Truhe mit dem Sold im See. Die wurde bis heute nicht gefunden. Suchen ist lebensgefährlich. Die Bauern versenkten nach 1945 alle Blindgänger, die sie auf den Feldern fanden – und das waren Unmengen – hier in diesem See. Es ist, als ob auf dem Schatz ein Fluch liegt. Wer hier mit dem Metall-Detektor anrückt – das wäre glatt eine Vorlage für den nächsten Teil von „Die Jäger des verlorenen Schatzes“. Und wenn wer was gefunden hat – egal on in Florida oder hier – dann kommen gleich haufenweise Arschnasen, die kreischen, daß alles ihnen gehört, und sie überziehen dich mit Klagen und Prozessen. Sich aber selbst den Hintern naß machen, abtauchen und paar Granaten dabei korrekt entsorgen würden die niemals.

      • @Wolfgang Schneider
        Wer nachts nicht schlafen kann, schreibt sich eben mit netten Menschen. Ich glaube
        die Geschichte mit Kunersdorf geht noch weiter. Der Alte Fritz wollte sich ob der verlorenen Schlacht gegen die Russen in einer nahen Dorfkirche das Leben nehmen. Er hatte nur das Glück, das dann ein Zar an die Macht kam, der ihn mochte. In diese Epoche fiel auch der schwedisch – russische Krieg. Der fand in der Hautsache auf der Ostsee statt. Damals war man um das Schaffen eines Auslösers weniger erfinderisch als heute.
        Als beide Flotten sich zufällig begegneten, fühlten sich die Schweden beleidigt, von
        den Russen nicht gegrüßt zu werden und griffen an Das war ein verlustreicher Fehler.
        Ich hoffe de GR verzeiht unsere kleine Abschweifung. Wir werden uns bessern.
        Allen eine gute Restnacht.

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