Samstag,01.Oktober 2022
Anzeige

Edelmetall-Handel: Europreise gefallen, Aufgeld gestiegen

Gold, Edelmetall, kaufen (Foto: Goldreporter)
Der gestiegene Euro-Kurs hat die Preise im Edelmetall-Handel zusätzlich gedrückt. Allerdings ist das Aufgeld angestiegen (Foto: Goldreporter).

Mit dem Rückgang der Edelmetall-Kurse auf Euro-Basis ist in dieser Woche das Aufgeld für Barren und Münzen im Handel deutlicher angestiegen.

Edelmetall-Kurse gefallen

Fallende Edelmetall-Kurse ziehen in diesen Tagen immer wieder Käufer an. In dieser Woche sorgte vor allem der gestiegene Euro-Dollar-Kurs für günstigere Preise im Handel.

So gab der Euro-Goldpreis gegenüber Vorwoche um fast zwei Prozent nach. Silber kam auf Euro-Basis sogar um 3 Prozent zurück. Allerdings gaben die Händler den Kursrückgang nicht voll in den Abgabepreise weiter. Resultat ist der erneute Anstieg des Aufgelds bei den meisten Anlageprodukten.

Krügerrand-Goldmünzen

So kostete eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze am Freitagvormittag um 11 Uhr durchschnittliche 1.654 Euro. Basis ist unsere wöchentliche Preiserhebung bei fünf deutschen Edelmetall-Händlern. Der Goldpreis am Spotmarkt notierte zum gleichen Zeitpunkt mit 1.581 Euro. Somit ergab sich ein Aufgeld von 4,62 Prozent. Damit ergibt sich im Rahmen unserer Beobachtung der höchste Wert seit dem 3. Dezember 2021.

Dementsprechend ist auch die Entwicklung bei 100-Gramm-Goldbarren. Denn hier haben wir einen Durchschnittspreis von 5.206 Euro ermittelt. Somit stieg das Aufgeld von 2,24 Prozent in der Vorwoche auf nun 2,42 Prozent.

Edelmetall, Preise, Goldmünzen, Krügerrand, Silbermünzen, Aufgeld

Aufgeld gestiegen

Noch deutlich stärker zeigt sich dieser Effekt bei Silbermünzen der Sorte Maple Leaf. Eine Unze der beliebten Silber-Anlagemünze kostete am Freitag durchschnittlich 25,44 Euro. Dagegen notierte der Silberkurs zu diesem Zeitpunkt mit 19,69 Prozent. Damit stieg das Aufgeld von 27,5 Prozent in der Vorwoche auf jetzt 29,20 Prozent.

Nebenbei sind auch die Spreads, also die prozentuale Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreisen, deutlich angestiegen. Die liegt vor allem daran, dass die Händler das Niveau der Ankaufspreise gesenkt haben.

Edelmetall kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber- oder Goldmünzen kaufen will, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Gold- und Silberpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

Goldreporter

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?



11 Kommentare

  1. Der Goldpreis sehr deutlich unter 1600 Euro und auf Dollarbasis die 1800 nicht gehalten, kurzfristig schon unter 1790. Das bedeutet ein bärisches Umfeld mit weiterem Abwärtstrend. Genau wie beabsichtigt.
    Alle sollen mit dem Goldkauf noch warten.
    Ich denke, nicht alle aber werden warten und das könnte sich als richtig erweisen. Nichts desto trotz, Die Entscheidungen sind jetzt zu treffen.

  2. Ntv schreibt:
    „Kurs Massaker bei den Tech Aktien.
    Jetzt oder in den nächsten Wochen und Monaten wird man in gute Tech-Titel reinkommen zu Preisen, die in den letzten fünf Jahren nicht für möglich gehalten wurden – und die es wahrscheinlich in den nächsten fünf Jahren nicht mehr so geben wird.“
    Ich kann mich nicht erinnern, dass dort derartiger Unsinn bei Gold geschrieben wurde.
    Ausserdem, was hat bitte Amazon oder Google mit Tech zu tun ?
    Das eine ist ein Bücher Laden, das andere ein Branchenverzeichnis, beide eines unter vielen.
    Kein Mensch braucht derartiges. Offenbar ist so manchem ein Licht aufgegangen.
    Diese Aktien sind nicht mehr wert als Hühnerdreck.

    • @Maruti
      Sie und ich würden sicher gar nicht bemerken, wenn Amazon, Google, Facebook oder Apple morgen einfach verschwunden wären.
      Ich würde es sogar ausdrücklich begrüßen.
      Aber wir zählen nicht.
      Weil wir ja noch selbst denken können und das auch tun.

      Da draußen gibt es aber Milliarden Dummköpfe, die nicht mehr selbst denken können.
      Was soll man von Leuten halten, die ihr Essen im Restaurant fotografieren, das Bild posten und ernsthaft glauben, irgendwen (ausser vergleichbare Dummköpfe) würde das interessieren ?

      Die auch gar nicht merken, dass sie für ein Produkt 20 % mehr bezahlen als der selbst denkende Nachbar, weil der Google- oder Amazon-Algorithmus ausgerechnet hat, dass sie geeignete Opfer sind ?

      Kein Witz: die erkennen, mit welchem Endgerät man sich wo befindet. Das Surfverhalten der letzten Jahre sowieso.
      Mit dem neuesten I Pad im WLAN eines In-Restaurants oder einer teuren Wohngegend etwas aufrufen zeigt einem eine ganz andere Preisliste.
      Wenn wir Flüge, Hotels oder Mietwagen buchen, recherchieren wir in der Stadtbibliothek und buchen irgendwann nachts von unserem 10 Jahre alten Aldi -PC, der noch mit Kabel an der Dose hängt.
      Und ausreichend Software drauf hat um uns zu verstecken.
      Mit ein paar weiteren Tricks kostet derselbe Flug 30% bis 40% weniger.

      Das merken die Freunde des betreuten Denkens aber gar nicht.
      Sie haben ja das erste Angebot oben auf der Trefferseite von Google ausgewählt.
      Und das muss ja gut sein, das hat ja Google ausgesucht.
      Ihnen muss ich ja nicht erklären, warum irgendwas oben auf der Google-Trefferliste steht.

      • @MeisterEder

        Die „cookies“ und PC-IP-Adresse machen es möglich.

        Beispiel: ich „google für meine Urlaubsplanung mit Orts-Angabe
        und Namen meines Wunsch-Hotels.
        Gebe den Abflughafen und die Anzahl Personen und Wunschtermin ein.

        Angezeigter Reisepreis mit Flug und HP für 2 Personen: z.B. 2460,- €

        Das Angebot nehme ich zur Kenntnis, schalte den PC aus und gehe
        erst mal einkaufen.

        Abends logge ich mich wieder ein und surfe zum Reise-Veranstalter,
        gebe dieselben Reisedaten vom Vormittag ein und sehe einen Reisepreis
        von 2700,-€

        Aha,- der Kunde hat 2x Interesse gezeigt! Dich kriegen wir!

        Ich starte mein Tablet und besuche dort per ‚Gugl‘ den Reise-Veranstalter
        und gebe die identischen Urlaubswunschdaten ein, und siehe da:

        – der angezeigte Reisepreis liegt wieder bei 2460,-€.

        Fazit: diese saublöden „Kekse“ kann man auch austricksen.
        ᕙ(⇀‸↼‶)ᕗ✌

        • @klapperschlange
          Genau, wir machen es so ( also die einfache Version), auch für die stillen Mitleser:
          1.) Als Browser z.B. Opera. NIE Chrome oder Google etc. direkt.
          2.) NIE ein Android Gerät oder was von Apple. Da ist die Spionage serienmäßig mit fest eingebaut.
          3.) GHOSTERY auf den Rechner laden (der wenn möglich unter Linux läuft).
          4.) CC Cleaner (Pirinform Cleaner) auf den Rechner und vor jedem Herunterfahren 2x durchlaufen lassen.

          Alles gibt es für den Privatgebrauch kostenlos u.a. bei CHIP.
          3.) Schützt einen vor neugierigen Blicken (wenn man den Wirtschaftsteil der Faz liest,sieht man, dass das bis zu 60 Leute interessiert, bei Immoscout oder mobile.de ist es noch schlimmer).
          4.) Putzt alle Cookies und sonstigen Dreck aus dem Rechner. Auch interessant, was sich da nach 2 Stunden so ansammelt. Putzaktion machen wir jeden Abend.

    • @Klapperschlange
      In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 1941 fiel die Wehrmacht unter Verletzung des Nichtangriffs-Pakts in die UdSSR ein. Am 21. Juni, so erzählte es mir ein russischer Übersetzer-Kollege, fuhren noch Züge mit Korn aus der UdSSR ins Reich – Stalin hielt sich bis zuletzt an den Pakt. Das zieht sich überhaupt wie ein roter Faden durch die russische Geschichte – Vertragstreue. Pacta sunt servanda. Und nun sag mir, wen man lieber in der Verwandtschaft oder Nachbarschaft hat. Zuverlässige Zeitgenossen oder grinsende Parvenus, die stets auf’s neue bescheißen? Stichwort Indianer. Stichwort Kompensation an Vietnam (1973), die nie gezahlt wurde. Ich gratuliere den China-Hassern in Hanoi, die vor 1 Jahr >30 Mia. $ an US-Bonds hielten. Blöder als ihr sind wohl nur noch die Deutschen, die ihre Goldbarren nicht mal besuchen dürfen, geschweige denn mitnehmen. Und soll man von Absolventen – falls überhaupt – eines NWO-Blödianeums in London erwarten, solche Zusammenhänge zu kennen und zu begreifen? Ich hoffe bloß, die umfangreiche Sammlung meiner signierten Scholl-Latour-Werke landet nicht eines Tages auf einem Scheiterhaufen für Bücher. Wie in Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, den ich auch gern lese.

      • @WS
        Waren das Zeiten, als Begriffe wie kaufmännische Ehre normal waren und für kleine Geschäfte ein Handschlag reichte. Schwer vorstellbar, das die Russen eine Pipeline für
        10 Mrd. bauen und dann bei den Deutschen nachfrage, ob sie denn bitte ihr Gas abnehmen möchten. Dann kannst du ebenso eine neue Autobahn mitten in der Sahara enden lassen. Aber unsere amerikanischen Freunde können uns doch jederzeit mit umweltfreundlichen Fracking Gas helfen. Wer sich in Berlin Studio-Apartments leisten
        kann, den müssen die nochmal höheren Gaspreise nicht wirklich beeindrucken.

    • @Klapperschlage
      Ich könnte mir denken, das die Russen sich längst ärgern, Nord Stream 2 in die falsche Richtung gebaut zu
      haben.

      • @Goldhase
        Das hat Wladimir schon lange gemerkt.
        Die nächste Grosspipeline nach China wird 2024 fertig.
        Bis 2029 gibt es eine Verbindung der bisher nach Europa führenden Pipelines nach China.
        Dann kann er das Gas aus den Jamal-Gasfeldern (die bisher uns beliefern) an China verkaufen.

        Wenn wir ab 2024 mit Sanktionen drohen, wird Wladimir nur noch müde lächeln und den russischen Botschafter in Berlin bitten, dem deutschen Kanzler für den nächsten Winter eine Wolldecke und einen Karton Kerzen vorbeizubringen.

        Und: die Idee mit Flüssiggas als Ersatz ist ein schlechter Witz.
        Praktisch 3 x so teuer (das juckt aber die Grünen nicht, erhöhen sie sich halt selber die Diäten um 20 %) und eine Ökokatastrophe wg. FRACKING).
        Derzeit wird sogar das Flüssiggas aus Algerien , direkt gegenüber von Frankreich, komplett nach China verkauft.
        Niemand auf der Welt wartet auf die paar Idioten, die zwischen Flensburg und Garmisch wohnen. Wir sind in der Energiepolitik nur noch die belächelten Geisterfahrer.

        Kleinigkeit am Rande:
        Russland in die Arme Chinas zu treiben ist DER geostrategische Fehler der USA und Europas 21. Jahrhundert.

        • Meister Eder Es ist vielleicht gar nicht so schlecht dass der verehrte Peter Scholl- Latour schon verstorben ist ,ansonsten würde er wahrscheinlich wahnsinnig werden ,wenn er sehen müsste was in diesem Panoptikum los ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige