Mittwoch,05.Oktober 2022
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Edelmetall-Handel: Weniger Ware, höhere Ankaufspreise

Goldmünzen, Euro, Edelmetall, Handel, Goldpreis (Foto: Goldreporter)
Wiele Anleger nutzen den rückläufigen Goldpreis für Nachkäufe. Der Edelmetall-Handel hat auch das Niveau der Ankaufspreise angehoben (Foto: Goldreporter).

Die Edelmetall-Kurse sind gegenüber Vorwoche um rund 3 Prozent zurückgekommen. Das Aufgeld im Handel ist weiter erhöht und wir sehen ein gestiegenes Ankaufspreis-Niveau.

Goldpreis-Entwicklung

Am heutigen Freitagvormittag um 11 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.933 US-Dollar pro Unze das entsprach 1.748 Euro. Silber kostete beziehungsweise 22,84 Euro. Damit kam der Euro-Goldpreis innerhalb einer Woche um 3,5 Prozent zurück. Der Silberpreis sank um 2,8 Prozent. Wie ist die Preisentwicklung im Edelmetall-Handel?

Aufgeld weiter erhöht

Eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze kostete um 11 Uhr durchschnittlich 1.844 Euro. Basis ist unsere wöchentliche Preiserhebung bei fünf deutschen Edelmetall-Händlern. Damit lag das errechnete Aufgeld zu diesem Zeitpunkt bei 5,49 Prozent, was nur geringfügig unter dem Wert der Vorwoche lag.

Ähnliches sehen wir bei 100-Gramm-Goldbarren, die derzeit in vielen Shops ausverkauft sind oder längere Lieferzeiten aufweisen. Mit 5.793 Euro pro Stück ergab sich nun ein Aufschlag auf den aktuellen Goldpreis von 3,04 Prozent.

Edelmetall, Goldpreis, Goldmünzen, Aufgeld, Handel, Silber, Gold

Höhere Ankaufspreise

Deutlicher gefallen bei beiden Anlageprodukten sind die Spreads, also die prozentuale Differenz zwischen Verkaufspreis und Ankaufspreis im Handel. Denn die Händler haben das Niveau der Ankaufspreise angehoben. Das ergibt durchaus Sinn, weil die Verfügbarkeit an Barren und Münzen zurückgegangen ist und mutmaßlich ebenso das Verkaufsinteresse von Goldbesitzern, nach dem Rücksetzer beim Goldkurs.

Silbermünzen

Wie sieht es im Silbersektor aus. Hier ist ein noch stärkerer Ausverkauf bei den klassischen Anlagemünzen erkennbar. Eine Unze Silber Maple Leaf wurde am Freitag für durchschnittlich 29,11 Euro angeboten. Damit stieg das Aufgeld gegenüber Vorwoche erneut leicht an auf 27,45 Prozent.

Edelmetall kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten von fünf deutschen Anbietern beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber- oder Goldmünzen kaufen will, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Gold- und Silberpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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12 Kommentare

  1. Am heutigen Verfallstag der Aktien wird man alles unternehmen, Gold unter die 1920 zu bekommen.
    Und damit wieder unter 1900 nachfolgend.
    Das Spiel geht munter weiter, als wäre nichts gewesen.
    Die Ukraine wurde börsianisch bereits abgeschrieben.

  2. @Stillhalter
    Keine Bange! Die politische „Elite“ der westlichen Werteunion wird schon dafür sorgen, dass dir zukünftige Enttäuschungen erspart bleiben.
    Wäre ja auch noch schöner, wenn der Glaube ans allein seligmachende Papiergeld dahin schwände. Schlimm genug, dass der christliche Glaube dem Abendland verloren zu gehen scheint.
    Da müssen trotz Inflation, Stagflation und nun auch noch Krieg in Europa wenigstens die Börsen, die Notenbanken und selbstverständlich Dollar und Euro für das nötige Vertrauen der Bevölkerung herhalten.
    Gott sei`s geklagt….Amen!

    • @Skorpion und @Stillhalter
      Federkleid
      https://www.youtube.com/watch?v=zOvsyamoEDg

      Hier an der Börse, im ersten morgendlichen Schein
      steigen die Kurse, wo mögen sie wohl morgen sein?
      Die Anleger lauschen, dem Tenhagen leiht man sein Ohr.
      Uralte Lügen, die Wirklichkeit kommt nicht mehr vor.

      Komm und fliege mit uns fort!
      Laß den Kurs dich tragen weit fort von diesem Ort.
      Komm und flieg so hoch du kannst, laß uns den Index jagen
      Im Tanz!

      Renditen wie Seide streifen meine Haut so kühl.
      Höher und höher, wo find ich meiner Sehnsucht Ziel?
      Ich schließe die Augen und mir sprießt ein Federkleid.
      Schon spür ich QE und mache meine Flügel weit.

      Komm und fliege mit uns fort!
      Laß den Kurs dich tragen weit fort von diesem Ort.
      Komm und flieg so hoch du kannst, laß uns den Index jagen
      Im Tanz!

      Prognosen und Charts, wie kann ich sie wissen, kann sie sehn?
      Sie tanzen im Fluge, die Kurse, die ihrer Wege zieh`n.

      Komm und fliege mit uns fort!
      Laß den Kurs dich tragen weit fort von diesem Ort.
      Komm und flieg so hoch du kannst, laß uns den Index jagen
      Im Tanz!

  3. @Klapperschlange
    habe ich etwas verpasst und haben Sie es noch nicht entdeckt, dass die Reverse Repo mit 3% statt 0,5% verzinst werden?? Eine 6-fache Zinserhöhung innerhalb kürzester Zeit deutet auf mannigfaltige Probleme im Finanzsystem hin;)
    3% von 1,7 Billionen USD sind eine massive Erhöhung gegenüber nur 0,5% von 1,7 Billionen USD.
    Wann kommt die Kernschmelze? Am 02.07.2022??

    • Die Verzinsung liegt für ReverseRepo lag bei 0,05 % und liegt jetzt bei 0,30 %. Die Ver-6-fachung stimmt schon mal, nur die Komma-Stelle um eine Position nach links. :) Die Lei(d)Zins-Erhöhung in den USA brachte eine Anpassung von 0,00 % auf 0,25 %. Frage an angehende Mathematiker: Welche Ver-x-fachung ist das?

    • @Rechts rochierender Schachspieler

      Nun,- 3 % Zinsen wäre „viel Holz“ für die ca. 80 Banken, die jede Nacht 1,6
      Billionen US-Dollar an Liquidität bei der FED parken.
      Nach der winzigen Leitzinserhöhung von 0,25% letzten Mittwoch wurde
      der bisherige RRP-Zinssatz von 0,05% um eben die 0,25% angehoben, was
      den „Übernacht-Zins“ auf 0,30% .

      https://www.newyorkfed.org/markets/data-hub

      Siehe dort: gestern erhöhte sich die „geparkte“ Summe auf $1,715 BILLIONEN
      zum Zinssatz (Rate) von 0,30 %; ein PLUS VON ~ 100 Mrd. $.

      Wenn Du das Feld „Recent Operations“ selektierst, werden die Daten der
      letzten Tage eingeblendet und dann erkennt man den Alten „Repo-Zins“ von
      0,05% am letzten Dienstag.

      Ich rechne aber wegen des angehobenen Zinssatzes mit steigenden RRP-
      Einlagen, womit dem Finanzmarkt Liquidität entzogen wird – bei gleichzeitiger
      FED-Aktion, QE zu beenden und die FED-Bilanz zu reduzieren.

      Ein „gehebelter Derivate-PUT“ auf den DOW/NASDAQ/S&P500 hat derzeit wohl mehr
      Aussicht auf (finanziellen) Erfolg?
      (◌˘◡˘◌).

      • @Christian

        Sorry, habe Deinen Kommentar erst lesen können, nachdem
        ich meinen abgeschickt hatte.
        ʕ•́ᴥ•̀ʔっ

  4. @GR ❤

    Kleiner Hinweis: der Text unter dem Bild (links oben, unter der Überschrift):

    . . . der Edelmetallhandel . . .hat das Niveau der Ankaufpreise gesenkt
    paßt nicht zur Überschrift.“
    \ (•◡•) / ❤

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