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Financial Times stellt Ungereimtheiten bei den Goldlagerbeständen in New York fest

In einem aktuellen Artikel setzt sich die englische Ausgabe des Wirtschaftsblattes besonders kritisch mit der Informationspolitik von Fed und US-Regierung auseinander und deckt Fehler in den offiziellen Angaben über die amerikanische Goldlagerung in New York auf.

„Ein Lichtspalt erhellt das Gold der New York Fed“, lautet die Überschrift eines aktuellen Artikels der englischen Ausgabe von Financial Times. Das Wirtschaftsblatt hat sich Informationen der Federal Reserve Bank of New York über die amerikanischen Goldreserven angesehen und kritische Fragen an deren Hüter gestellt. Die Bank beherbergt eigenen Angaben zufolge in Speichern unter den Straßen von Manhattan große Teile der weltweiten Goldreserven.

Bei dem Vergleich von Imagebroschüren aus den Jahren 2004 und 2008 fiel den Autoren der Financial Times etwas auf. Die Anzahl der Länder, deren Gold in New York lagern soll, verringerte sich laut den Angaben in den Informationsschriften innerhalb der vier Jahre um 40 Prozent. 2004 habe die Fed von 60 Nationen gesprochen, 2008 nur noch von 36.

„Die Revision ist bedeutsam, weil der historische Vault, gebaut auf der Felssohle von Manhattan, mit Beständen im Wert von rund 290 Milliarden Dollar, die weltweit größte Lagerstätte von Goldbarren darstellt, aber nur sehr wenig über die Länder bekannt ist, deren Gold dort lagert“, schreibt Financial Times.

Auf Anfrage der Zeitung äußerte sich ein Sprecher der New York Fed zu der Differenz. Diese resultiere daraus, dass man die Art geändert habe, wie man die Länder zähle, die den Goldlager-Service nutzten. Die Zahl von „ungefähr 60“ aus dem Jahr 2004 habe sich auf die Anzahl der Länder bezogen, die ein Konto bei der New York Fed unterhielten, inklusive derer die zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Gold gehalten hätten. Die 36 aktuell genannten Nationen lagerten allesamt tatsächlich Gold in New York. Die Anzahl der Länder mit aktiven Goldbeständen in New York hätten sich nach den Angaben des Sprechers nicht geändert.

In der 2004 veröffentlichen Broschüre heißt es: „Das Gold, was sie im Speicher der Federal Reserve Bank of New York sehen, gehört ungefähr 60 ausländischen Regierungen und Zentralbanken und internationalen Währungsorganisationen“.
Wie Financial Times feststellt, gibt es zu den Goldreserven keine anderen öffentlichen Informationen, als die in den genannten Prospekten. Und es gäbe auch keinerlei Auskunft darüber, welche der 24 Länder kein Gold in Manhattan hielten. Zudem ergaben sich nun weitere Differenzen.

Die New York Fed habe erklärt, dass Mitte 2004 insgesamt 226 Millionen Unzen Gold in dem Vault eingelagert waren, nicht 266 Millionen Unzen, wie in der damaligen Broschüre angegeben. Das ältere Schriftstück hat die Fed mittlerweile von ihrer Website entfernt.


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Eingetragen von am 29. Okt. 2010. gespeichert unter Banken, Fed, Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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