Donnerstag,25.April 2024
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Gold abgestoßen: Positionen der BIZ im Juli stark gefallen

Die Gold-Positionen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind im Juli stark gefallen. Es geht um ein Äquivalent von rund 75 Tonnen.

Gold-Positionen der BIZ

Laut ihrem jüngsten Monatsbericht sank der Wert der von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) unter „Assets“ gehaltenen Gold-Position im Juli um insgesamt 722,16 Millionen US-Dollar auf 37,81Milliarden US-Dollar. Dies betrifft den Rechnungsposten „Gold und Goldforderungen“.

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Bewertet mit dem jeweiligen Goldpreis (London P.M. am letzten Handelstag) und denen im Rechnungsbericht hinterlegten Wechselkursen korrespondiert dies mit einem Abgang von umgerechnet 29,97 Tonnen Gold.

Gestiegene „Goldreserven“?

Aber noch stärker rückläufig war im Juli die Gold-Position, die wir den echten Goldreserven der BIZ zuordnen, beziehungsweise physischen Beständen, die das Institut in Fremdauftrag verwahrt – unter „Goldeinlagen“ in der Bilanzposition „Verbindlichkeiten/Eigenkapital“. Denn dieser Eintrag weist im Vormonatsvergleich ein Minus von 2,03 Milliarden US-Dollar auf 24,8 Milliarden US-Dollar aus, was unseren Berechnungen zufolge einem Äquivalent von 393,41 Tonnen Gold entspricht – 45,13 Tonnen weniger als Ende Juni.

Der Goldpreis ist im Juli (auf Basis des Londoner Referenzkurses) um 3 Prozent gefallen. Die bildliche Darstellung dieser Parallel-Entwicklung (Goldpreis/“Gold-Assets“) sehen Sie in der Grafik oben.

Hintergrund BIZ

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wird auch als Zentralbank der Zentralbanken betrachtet. Warum ist die Aufschlüsselung und inhaltliche Zuordnung der publizierten Zahlen so kompliziert? Das fragen wir uns seit Jahren selbst.

Einmal im Monat veröffentlicht die BIZ einen Rechnungsbericht. Darin enthalten sind die Goldbestände der Bank in einer Bewertung in SDR (Sonderziehungsrechte) aufgeführt. Goldreporter rechnet diese Beträge in Goldeinheiten (Tonnen) um. Ob und bei welchen Positionen es sich um echtes physisches Edelmetall oder um Goldderivate handelt (Futures, Optionen, Swaps) geht aus den Zahlen nicht hervor – wie in Zentralbank-Kreisen üblich. Also darf/muss man spekulieren.

Goldpreis-Effekte

Auf Groß- und Zentralbanken-Ebene wird Gold typischerweise „over the Counter“ (OTC), also an den Börsen vorbei gehandelt. Das kann in Form von Swaps oder Forwards geschehen. Sollte die BIZ Gold in großem Stil auch über die bedeutenden Handelsplätze traden (insbesondere an der COMEX), dann wäre der potenzielle Einfluss auf den Goldpreis sicherlich unbestritten.

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7 Kommentare

  1. GR schreibt völlig richtig:
    „Ob und bei welchen Positionen es sich um echtes physisches Edelmetall oder um Goldderivate handelt (Futures, Optionen, Swaps) geht aus den Zahlen nicht hervor – wie in Zentralbank-Kreisen üblich. Also darf/muss man spekulieren.“
    Das bedeutet auch im Umkehrschluss, ob die angegebenen Positionen des Monatsberichtes der BIZ
    korrekt oder nur Fake sind, darüber darf man wohl auch nur spekulieren.
    Maruti meint:
    In diesen Kreisen ist nichts so, wie es scheint.

  2. Es ist schon bemerkenswert wie Gold einen Preis in Dollar zwischen 1940 und 1900 hält. Als hätte man sich entschieden, dass ist jetzt der richtige Preis in Dollar. Ziemlich langweilig seit einigen Monaten!

    • @stillhalter
      So sehe ich das auch. Gold ist extrem stark trotz des festen Dollars.
      Eine alte börsenregel besagt: wenn der Preis bei schlechten Nachrichten nicht mehr fällt (starker Dollsr) ist es Zeit zu kaufen. War das nicht sogar kostolany???

  3. Typisch Freitag
    Der DAX und Dow wie von Geisterhand gegen Börsenschluss vom massiven Tief angehoben, damit man wie immer schreiben kann:
    „Geht versöhnlich ins Wochenende“
    Gold natürlich nicht, das senkt man wie von Geisterhand ins Minus.
    Die glauben tatsächlich, dass alle Anleger, sei es an Papieren oder Gold komplett blöd sind.
    Dazu trickst man mit Zahlen und Werten, weil angenommen wird, dass ohnehin keiner nachrechnet.
    Wer nachrechnet, stellt allerdings fest, dass der DAX seit 2007 bis heute kräftige Verluste aufweist.
    Bin ich froh, keine solche Papiere zu haben.
    Ansonsten frage ich mich, guckt sich keiner sein Portfolio an ?

    • @ Maruti

      Diese Papiere besitzen Sie nicht… Dafür massig Au.
      Allerdings dürfte eines Ihrer Verstecke enttarnt worden sein. Fahnden Sie mal unter Alaska, Goldei…
      Eine Unterwasser-Nebelgranate??

      Beste Grüße

      • @aureumestsilentium
        Diese obskuren Goldvorkommen gräbt man seit 50 Jahren immer wieder dann aus, wenn Gefahr besteht, dass der Dollar gegenüber Gold in Gefahr geraten könnte.
        Was ohnehin nicht geschieht. Aber, sicher ist sicher, man kann ja nie wissen und die Leute sollen ihr sauer Verdientes in Dollar anlegen und nicht in dieses gelbe, wertlose Zeugs, das keine Zinsen bringt, unsozial ist und man nicht essen kann.
        Am Dollar hängt doch alles, zum Dollar drängt doch alles ( hat gefälligst alles zu drängen, ) wir haben gierig nach Dollars zu sein, je mehr, desto besser.
        Wir müssen :
        Ge-impft, ge-boostert, ge-gendert und ge-dollart sein, verdammt noch mal !
        Am US Wesen soll die Welt genesen.

    • @ Maruti Das war am Freitag nachmittag wieder mal die klassische Feierabend Hebefigur des Dax,sie setzt meistens so zwischen 15.00 und 16.00 ein und liftet ihn dann meist so .0.1 bis 0.2 % über die Nullinie.

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