Mittwoch,12.Juni 2024
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Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

Jetzt Gold kaufen? Händler berichten von eine leicht belebten, aber nach wie vor sommerlich geprägten Edelmetall-Nachfrage.

Silber- und Goldpreis

Die Handelswoche war geprägt von einem steigenden US-Dollar und weiter anziehenden Anleihe-Renditen. Das wirkte sich auch auf die Edelmetall-Notierungen aus. So notierte der Goldpreis am Freitagvormittag um 11 Uhr mit 1.925 US-Dollar beziehungsweise 1.798 Euro pro Unze. Damit gab Gold auf Dollar-Basis gegenüber Vorwoche um 1 Prozent nach, während die Euro-Notierung um 0,4 Prozent zulegte. Dagegen sank der Silberpreis in beiden Währungen um bis zu 6,2 Prozent auf 23,06 US-Dollar beziehungsweise 21,55 Euro.

Gold, Gold kaufen, Goldbarren, Einkaufswagen (Bild: Goldreporter)
Der durchschnittliche Warenkorb im Edelmetall-Handel beträgt in normalen Zeiten rund 3.000 Euro. Die Sommermonate gehören zu den umsatzschwächeren Zeiträumen, sofern die großen Kaufimpulse ausbleiben (Bild: Goldreporter).

Edelmetall-Handel

Wie ist die Geschäftslage im Edelmetall-Handel? „Im Moment ist die Nachfrage noch relativ verhalten, typisch für die Sommermonate. Vor allem Silber wird derzeit kaum gekauft. Zuletzt wurden allerdings vermehrt auch Münzen nachgefragt, vor allem Krügerrand und Känguru. Wobei unsere Kunden im Allgemeinen eher Barren bevorzugen“, sagt Maria Herold, deutsche Country-Managerin von GoldBroker, der britischen Internetplattform für Kauf und Lagerung von Edelmetallen.

Bei Gold & Co in Wien sieht man diesen Punkt schon überschritten. „Bei uns macht es sich schon bemerkbar, dass die Sommerurlaube vorbei sind“, sagt Geschäftsführer Walter Hell-Höflinger. Der Geschäftsmann eröffnete im 3. Bezirk gerade seine dritte Wiener Edelmetall-Filiale, die von Kunden bereits sehr gut besucht sei.

„Die letzten Tage waren etwas verhaltener, jedoch hat sich die Nachfrage grundsätzlich wieder belebt“, sagt Markus Osiander, Co-Geschäftsführer der ZIEMANN Valor GmbH (my-VALOR.de). Das Unternehmen bereitet gerade die Eröffnung eines neuen Edelmetall-Schalters beim Schließfachspezialisten TRiSOR in der Nürnberger Innenstadt für Anfang Oktober vor.

Silber, Platin und Palladium kaum gefragt

Am Freitag kommentierte auch Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24.de) gegenüber Goldreporter die aktuelle Lage: „Wir verzeichnen seit gut zwei Wochen eine steigende Nachfrage nach Gold. Gold nähert sich in Euro der wichtigen 1.800 Eurogrenze. Wir verkaufen wieder zunehmend große Tickets. Interessant wird es noch, wenn bei steigenden Kursen die 2.000 Dollarmarke überschritten wird“.

Auch er attestiert einen schwachen Silberabsatz. „Wir verzeichnen seit diesem Jahr eine sinkende Nachfrage von etwas mehr als 40 Prozent, was hauptsächlich mit der Abschaffung der Differenzbesteuerung ab dem 1.1.23 zusammenhängt“, so Schwarz. Auch bei Platin und Palladium befinde sich Nachfrage weiterhin auf geringen Niveau, hier habe sich in den vergangen Monaten wenig verändert.

Gold kaufen

Wie haben sich die Preise im deutschen Edelmetall-Handel entwickelt? Dazu werfen wir einen Blick auf unsere allfreitägliche Datenerhebung mit den Zahlen von fünf deutschen Anbietern. Wer in Form von Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte, zahlte am Freitagvormittag durchschnittlich 1.885 Euro für eine Unze. Damit kam das Aufgeld in der vierten Woche in Folge zurück auf nun 4,80 Prozent.

Dagegen waren 100-Gramm-Goldbarren für 5.927 Euro zu haben. Damit lag der Preis 2,48 Prozent über dem reinen Materialwert (Vorwoche: 2,50 Prozent).

Gesunken ist das Niveau der Ankaufspreise, so dass der Spread bei beiden Produkten etwas deutlicher gestiegen ist. Dabei handelt es sich um die prozentuelle Differenz zwischen Verkaufspreis und Ankaufspreis im Handel.

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Silber kaufen

Die Verkaufspreise bei den Silberprodukten sind nicht so stark gesunken, wie der Silberkurs. Das führte in dieser Woche zu einem steigenden Aufgeld. Denn einen Maple-Leaf-Silbermünze des aktuellen Jahrgangs kostete durchschnittlich 30,27 Euro pro Unze. Somit lag der Preis 40,46 Prozent über dem Silberwert. Bei 1-Kilo-Silberbarren (906,50 Euro) stieg der Aufschlag auf 30,76 Prozent.

Wie ist die Angebotslage im Handel? „Die Lieferfähigkeit der Prägestätten und Barrenhersteller ist im Moment noch sehr gut, was sich aber schnell ändern kann bei einer stark steigenden Nachfrage“, so Henry Schwarz.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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