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Gold anonym kaufen: Darum bleibt die Filiale der beste Ort!

Die auf 2.000 Euro herabgesetzte Anonymitäts-Grenze beim Kauf von Gold und Silber hat Auswirkungen auf das Kaufverhalten von Anlegern und auf das Filialgeschäft deutscher Edelmetall-Händler. Vor Ort zu kaufen, ist dennoch die beste Möglichkeit, beim Edelmetall-Erwerb anonym zu bleiben.   

Von Tim Schieferstein, GoldSilberShop.de

Gold, Edelmetall, Gold kaufen, anonym

Gold und Silber vor Ort zu kaufen, hat nach wie vor viele Vorteile. Und Kunden können auch nach der Gesetzesänderung zum 1. Januar (2.000-Euro-Grenze) anonym bleiben (Foto: GoldSilberShop.de).

Bis 2.000 Euro ohne Ausweis

Seit dem 1. Januar 2020 müssen Edelmetall-Anleger in Deutschland ab einem Rechnungsbetrag von 2.000 Euro ihre Personalien hinterlassen, wenn sie Barren oder Münzen gegen bar erwerben möchten. Nun befürchten einige Branchenkenner, die niedrigere Anonymitätsschwelle könnte das Filialgeschäft in Deutschland ernsthaft bedrohen. Berechtigte Argumente: Mehraufwand an Bürokratie, Abwanderung des Geschäfts in den Versandhandel, sinkende Rentabilität im „Tafelgeschäft“.

Edelmetall in der Filiale

Als wir 2018 unser Ladengeschäft in Mainz eröffnet haben, taten wir dies unter der Maßgabe, dort kein schwerwiegendes Kostenrisiko einzugehen. Wenn der Kundenverkehr abnimmt, sind die Mitarbeiter für Arbeiten eingeplant, die sie ansonsten im Büro erledigen würden. Aber danach sieht es derzeit nicht aus: Zum einen wickeln wir sämtliche Ankäufe (auch die des Onlinegeschäfts) in der Filiale ab. Auch im Rahmen des Altgoldankaufs gibt es immer etwas zu tun. Zum anderen konnten wir nach dem Verkaufsboom Ende 2019 auch in den ersten Tagen des neuen Jahres eine hohe Kundenfrequenz feststellen. Auch im neuen Jahr wollen die Kunden Edelmetalle kaufen. Und als einziger Edelmetall-Händler in Mainz gehören außerdem viele Erstkäufer zu unseren Kunden. Das sind Anleger, die nicht in erster Linie wegen der Anonymität des Goldkaufs zu uns in die Filiale kommen.

Filialgeschäft ist nicht tot

Darüber hinaus stellt sich für jeden Edelmetall-Käufer die Frage nach der Alternative. Es ist zu bezweifeln, dass diese nun wieder Aktien, Lebensversicherungen oder andere klassische Formen der Geldanlage bevorzugen, weil man Edelmetalle nicht mehr anonym kaufen kann. Diese Personen haben sich ja bewusst von den krisenbetroffenen Anlageklassen abgewandt. Der Edelmetall-Anleger könnte nun online bestellen, dann ist sein Kauf in jedem Fall nicht mehr anonym. Ein Teil der Kundschaft wird ohnehin weiter das Tafelgeschäft bevorzugen – aus Gewohnheit, zur Vermeidung des Vorkasse-Risikos oder weil er die Silber- und Goldmünzen einfach vor dem Kauf begutachten möchte.

Anonymität weiter möglich

Darüber hinaus ist meiner Meinung nach der Kauf vor Ort auch oberhalb von 2.000 Euro immer noch die beste Möglichkeit, um als Käufer letztlich anonym zu bleiben. Zwar muss der Käufer uns gegenüber seine Identität preisgeben. Da Papier aber bekanntlich geduldig ist, hat er eine geschätzte Chance von mehr als 99,99%, dass er gegenüber einer öffentlichen Institution weiterhin anonym bleibt. Ein Zahlenbeispiel dazu: Wir wurden im letzten Jahr vom Regierungspräsidium Darmstadt für eine Routinekontrolle auserwählt. Das war großer Zufall, denn das RP Darmstadt hat zirka 26.000 Betriebe zu kontrollieren. Unserer Kenntnis nach schafft die Behörde pro Jahr etwa 100 Betriebe zu überprüfen.

Höchst unwahrscheinlich

Die Chance ausgewählt zu werden, liegt demnach bei weniger als 0,01 Prozent. Da es bei uns nichts zu beanstanden gab, ist es unwahrscheinlich, dass wir so bald erneut Besuch von den Prüfern erhalten werden. Während der Prüfung hat man aus maximal 20 Ordnern drei Belege herausgesucht, die hinsichtlich ihrer Vollständigkeit untersucht wurden. Drei von vielleicht 1.000 Belegen entsprechen ebenfalls nur einer Quote von weniger als 0,01 Prozent. In Kombination mit der zuvor festgestellten Wahrscheinlichkeit sinkt die Chance als Kunde betroffen zu sein noch einmal erheblich. Nun nehmen wir an, dass die Behörde in drei bis vier Jahren wieder bei uns vorbeischaut, weil wir erneut das 0,01-prozentige „Losglück“ hatten. Dann werden wir Hunderte Ordner und mehrere tausend Belege haben. Sollten dann wieder nur eine Handvoll Belege geprüft werden, reden wir für Betroffene von einer „Lottogewinnwahrscheinlichkeit“.

Wer ist verdächtig?

Sofern also die Behörden nicht die Mitarbeiteranzahl massiv aufstocken oder das Gesetz nochmals angepasst wird, passiert nichts mit den Dokumentationsunterlagen. Der Kunde bleibt weiter anonym. Der besonders kauffreudige Filialbesucher genießt sogar noch einen Vorteil. Wenn er für mehr als 2.000 Euro einkauft, müssen wir das so oder so dokumentieren. Wollte er vor der Gesetzesänderung anonym bleiben, musste der Rechnungsbetrag unterhalb von 10.000 Euro bleiben. Jetzt ist dieser Käufer nicht mehr gezwungen, sich selbst auf die vorherige Grenze zu beschränken, sondern kann beispielsweise gleich für 20.000 Euro einkaufen. Eine Verdachtsmeldung ist auch weiterhin nur zu stellen, wenn ein entsprechender Verdacht besteht, weil das Geschäft ungewöhnlich ist. Dass ein typischer Kunde (50 Jahre aufwärts, im oder vor dem Ruhestand) über einen Geldbetrag von mehr als 10.000 Euro verfügt und diesen in Edelmetalle investieren möchte, ist zunächst kein ungewöhnlicher und damit unmittelbar meldepflichtiger Vorfall. Das Tafelgeschäft ist also nach wie vor die beste Möglichkeit, anonym Edelmetalle zu kaufen.

Tim Schieferstein ist Geschäftsführer der SOLIT Gruppe in Wiesbaden. Der Edelmetall-Spezialist betreibt einen Onlineshop und Filialen in Wiesbaden und Mainz. Über Vertriebspartner bietet man Edelmetalle im „Tafelgeschäft“ bundesweit an. Zum Service des Unternehmens gehört auch eine bankenunabhängige Lagerung physischer Werte.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 4. Jan. 2020. gespeichert unter Deutschland, Gastartikel, Gold, Goldmünzen, Handel, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

42 Kommentare für “Gold anonym kaufen: Darum bleibt die Filiale der beste Ort!”

  1. Hier muss ich widersprechen. Wenn die Identität des Käufers erfasst wurde, ist er nicht mehr anonym. Wie häufig die Behörden dann heute nachträglich diese Unterlagen kontrollieren, ist vollkommen irrelevant. Die Gesetzeslage dazu kann sich jederzeit ändern.

    Dass die Filiale immer noch der beste Ort zum anonymen Kauf von seriösem Gold ist, ist unbestritten. Der Schwarzmarkt wäre noch anonymer, aber eben auch sehr viel risikoreicher und teurer.

    Für die Filialen kann dies sogar einen besseren Ertrag bedeuten. Wer heute anonym kaufen möchte, muss unter €2.000 bleiben und ggf. an mehreren Tagen kaufen. Und kleinere Stückelung haben bekanntlich ein höheres Aufgeld und damit eine höhere Marge für den Händler.

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  3. Das kann doch nicht so schwierig sein. Herr K. (EM-Händler) und ich haben uns folgendes Szenario angewöhnt:
    Der Junior leiht sich vom Vater 20k Euro. Er kauft für sich privat (anonym) für 20k Euro Gold, geht raus und findet 20k Euro auf der Parkbank vor der Tür, rennt schnell zurück in den Laden und lässt vor Schreck sein Gold stehen, das ich dann jedes Mal „finde“. Mit den 20k begleicht er die Schulden beim Senior, der dann das Gold aus seinem „privaten“ Safe wieder auffüllt.

  4. Nicht jeder hat einen seriösen Goldhändler um die Ecke. Für mich lohnt ein Kauf unter 2000 nicht, wegen der Anfahrt. Also was bleibt, registriert kaufen oder im Ausland!

    • Das war jetzt die Meinung vom Gold silber Shop. Die erzählen uns das es nahezu ausgeschlossen ist das jemand der für über 2000 Euro kauft vom Staat entdeckt wird.Aktuell hab ich mir ein Video von Kerner Edelmetalle angeschaut, da wird einem nahe gelegt online zu kaufen, weil unsere Daten da nach neustem Stand der Technik geschützt sind und nicht an die Behörden weitergeleitet werden. Auch in diesem Fall soll es im Grunde auch anonym gegenüber dem Staat sein. In erster Linie sind die Händler Geschäftsleute und wollen Umsatz machen. Aber was soll ich jetzt glauben, das meine Daten in Aktenordnern verrotten oder das der Staat nicht meine Konto überprüfen kann? Alle Daten sind doch irgendwo gespeichert. Es war mir sogar möglich noch Kontoauszüge von meiner Bank zu bekommen die 10 Jahre zurück lagen. Was ist wenn der Tag x kommt, der Euro ist Geschichte, das deutsche Gold liegt in USA und besteht aus Wolfram? Dann könnte es gut sein das der Staat Gold braucht. Wer ein Schließfach hat ist schon mal vom Inhalt verabschieden, wer irgendwo in vorm von Daten oder Akten registriert ist, wird wohl dann nicht mehr anonym bleiben…

      • Genau so ist es. Diese Gesetze und neuen Richtlinien werden nicht aus Spaß gemacht. Die Regierung weiß längst,was auf uns zu kommt !

    • Und wo im Ausland? Und wieviel Anonym?

    • systemverweigerer

      @stillhalter, kommen Sie nach Traun (Oberösterreich) zu GVS. Tolles Service und tolle Preise.

      • Österreich wird es Deutschland bald nachmachen. Die lassen sich auch nicht lumpen, wissen ganz genau, dass nun jene Käufer nach Österreich ausweichen werden, die man nicht haben will. Österreich zieht bei der Verschärfung der deutschen Gesetze immer schnell nach.

  5. Die Kundendaten werden wohl kaum auf Papier und in Aktenordnern festgehalten.
    Eine Softwarelösung bietet sich an und wird wohl auch in Gebrauch kommen, falls dies bereits jetzt nicht der Fall ist. Die Abfrage einer Datenbank bedeutet dann auch keinen großen Aufwand mehr.

    • @Krösus Wenn ich bei einem Händler für Aufträge eine Nachbestellung brauche, kann der mir in ein paar Sekunden sagen was ich vor x-Jahren genau bestellt habe. Alles wird immer zusätzlich elektronisch erfaßt und ist sofort abrufbar. Wenns um Gold geht ist das natürlich anderst, da müßte man erst in den Keller gehen und alte Ordner durchwühlen….

      • @Toni

        Wer einmal lügt dem glaubt man nicht. Ein Händler der dermaßen unbeholfen Unglaubwürdiges veröffentlicht, hätte mein Vertrauen nicht mehr.
        Bei diesem Geschäft sind Diskretion und ein sensibles Feeling für die Nöte und Sorgen potentieller Kunden unabdingbar.

        Man kann m.E. dennoch auch bei einer Grenze von 2000 Euro mit etwas Geschick und Splitting bei Ein und/oder Verkauf anonym bleiben.
        Wie man ins Geschäft kommt und den Staat außen vor lässt, haben wir Ossis jahrzehntelang ausgiebig üben müssen. Wie Krise geht, das wissen wir.

  6. Der Artikel überrascht mich doch etwas, ich hatte vor Ort schon vor Jahren diesbezüglich nachgefragt. Die ESG und andere Händler werden jedes Jahr kontrolliert. Offensichtlich ist die Branche sehr interessant!!
    Der Artikel soll beruhigen, alle wollen ja weiter gute Geschäfte machen.
    Schöner Gedanke, Daten die blos in Ordnern verstauben, Glaube ist schön,
    EDV war früher…

    • @Toni
      @ alle anderen

      also ich habe über dem WebShop und auch direkt größere Mengen gekauft
      das schon vor Jahren. Sicherlich ist der WebKauf per Rechnung nachvollziehbar, nicht nur bei mir. Vom Finanzamt hat sich noch niemand blicken lassen, das kommt dann wohl erst beim Verkauf. Klar habe ich alle Rechnungen, das Geld kam vom Konto, auch das ist alles nachvollziehbar.
      Ja, und dann gibt es das per Tafelgeschäft gekaufte, auch hier ist eigentlich
      alles fast nachvollziehbar. Das gute Geld, ja so weit reicht mein Erinnerungs-
      vermögen nicht mehr, vom Konto, von den Eltern, der Oma, Sparvertrag, Lebensversicherung woher soll ich das jetzt im Detail wissen. Vom Mund abgespart. Und jetzt, will man das mir wegnehmen ?

      Grüße

      Pinocchio

      • @Pinochio
        Es ist Ihnen nicht verboten etwas privat zu Erwerben oder auch wieder zu veräußern. Auch bei Gold nicht. Bei Gold ist der Verkauf durch die steuerfreiheit nach einem Haltejahr sogar noch leichter. Vor Allem: Sie sind nicht verpflichtet den Weg nachverfolgbar zu gestallten!
        Wie hat es ein Händler mir gegenüber einmal formuliert „Ich (der Händler) muss nicht wissen, ob Sie ihren Verkauf an mich in der Steuer angeben oder wann es von Ihnen erworben wurde. Aber es ist IHRE Pflicht Gewinne aus der Aktion korrekt in IHRER Steuererklärung anzugeben, wenn Steuerpflicht besteht.“
        Es kann sein, dass das Finanzamt einen Nachweis für einen Verkauf nach einem Haltejahr einforderd (also die Quittung von dem Erwerb mit dem Datum älter als ein Jahr vor dem Verkauf). Fehlt der Nachweis, muss nachgezahlt werden. Ob dann eine Strafe angesetzt werden kann, weis ich nicht. Das Finanzamt wird diese Aktion ja eh nur wissen, wenn eine ordentlich angemeldete Firma, Bank oder Händler in dem Verkauf involviert ist. Aber sonst gehen die genauen Gründe, wieso, weshalb, warum, den Staat nichts an.
        Meines Wissens von Privatperson an Privatperson innerhalb des Haltejahres geht den Staat nicht einmal der Verkauf „an wen“ etwas an.

        Bedingung: anonym, ohne Vorlage eines Passes, Zahlung in bar. Ab dem Tafelgeschäft bis zu der Verkaufsaktion ist man normalerweise nicht nachverfolgbar. Gibt man allerdings einen Verkauf innerhalb des Haltejahres korrekt an, man ist also steuerpflichtig, ist ab diesem Zeitpunkt des privaten Verkaufs für den Verkäufer die Anonymität dahin. Betonung liegt auf AB dem Verkauf. Aber das ist ja in dem Sinne egal. Wichtig war, dass eventuell später heiß begehrtes Gut ohne das Wissen Anderer gelagert werden konnte. Was interessiert der Verbleib, wenn man sich bereits für die Veräußerung entschieden hat? Oder ob besagtes, weggegebenes Gut einmal in dem eigenen Besitz war? Wenn es nachweislich verkauft wurde kann es einem ja auch nachweislich nicht mehr weggenommen werden. Das gilt nicht nur bei Edelmetallen so.
        Tipp: Wenn egal ob anonym oder nicht anonym eroworbenes Gold versteckt wird, dann immer auch die Quittungen mit verstecken, wenn vorhanden. Falls Jemand unberechtigt danach suchen sollte, das können schließlich auch Diebe sein, dann ist es doof, wenn Einkaufquittungen im obersten Schubfach, also einfach zu finden, auf die mögliche Existenz von Edelmetallen hinweist.
        Aber wie immer: Angaben ohne Gewähr ;-)

        • @Toni :Das gute Versteck ist das Wichtigste ,Die Kaufquittungen mit verstecken ,daran hatte ich auch noch nicht gedacht ,ist aber wichtig.Ansonsten glit:verschenkt Enkel ,verfressen,verloren,vergessen Parkbank,vervögelt,verschwunden,verweggefunden,versoffen,verfahren,verflogen und was was ich was sonst noch.Die können mich mal…Ach das noch mal.Schliessfach fällt somit unter grobe Fahrlässigkeit

          • Wolfgang Schneider

            @materialist
            Und vor allem den Weibern nicht trauen. Guckst du.
            Smuglianka Songtext
            https://www.youtube.com/watch?v=n7hHlh2IusY

            Im Gespräch bei der Beratung, warum ging ich dort hinein?
            Sitzt die lächelnd Angestellte, sammelt meine Kohle ein.
            Mir wird heiß bei ihrem Anblick, ihre Augen sanft und weich.
            Trag dein Geld zur Börse – schnell, schnell, schnell, dann wirst Du reich!

            /Refrain 2x/ Eingewickelt, kaum daß ich bis drei gezählt,
            Mein Portfolio hat sie mir gleich ausgewählt.
            Aktienfonds mit ’ner Zinsversprechung, hab unterschrieben sogleich.

            Als ein Jahr ins Land gegangen, kam ein Auszug in dem Brief.
            Fondsverwalter sich erhangen, in New York lief alles schief.
            Ich gleich hin zur Angestellten, habe ihr mein Leid geklagt,
            Fiel ich aus den Wolken, denn sie hat zu mir gesagt:

            /Refrain 2x/ Eingewickelt, kaum daß du bis drei gezählt,
            Dein Portfolio hab ich dir gleich ausgewählt.
            Aktienfonds mit ’ner Zinsversprechung, hast unterschrieben sogleich.

            Und der süßen Angestellten hab ich dann vom Gold erzählt.
            Und ein Schließfach in dem Keller hat sie mir gleich ausgewählt.
            Als darin mein Gold verstaut war, kam dann gleich der nächste Schreck,
            Das Schließfach ward versiegelt, alles Gold ist futsch und weg.

            /Refrain mehrfach/ Aus Berlin kam ganz unverhofft das Goldverbot,
            Aktien, Börsen, Staatsfinanzen, alles tot.
            Lastenausgleich auf Immobilien, der Euro ist nichts mehr wert.

        • @ dummkopf^2

          Danke für Deine ausführliche Antwort. Ist schon was dran.

          Grüße

          Pinocchio

          • Wolfgang Schneider

            @Pinocchio
            Ich muß dazu was anmerken. Oberster Devisen-Beschaffer unter Honecker in der DDR war der Genosse Alexander Schalck-Golodkowski. Leiter der Abteilung Kommerzielle Koordinierung (KoKo) und nebenher auch Oberst der Stasi. Damals in der DDR waren Brandschutz-Kontrollen in allen Häusern und Wohnungen vorgeschrieben. Alle anderthalb bis 2 Jahre kamen dann welche – einer von der Feuerwehr zu Hause, den man kannte, in Uniform und ein Zivilist dazu, und man schauten sich die Wohnungen der Leute an. Anmerkung: Damals hatten die meisten bei uns noch Kohle-Öfen. Diese Kontrollettis in Zivil waren vom Innenministerium in die Spur geschickt worden. Viele von denen arbeiteten auch dem MfS zu, was man beim Innenministerium nicht einmal wußte. Die haben dann der Stasi gemeldet, wenn einer die Bude voller Antiquitäten hatte, z.B. Porzellan-Uhren aus Meißen. Die betr. Leute hat man einfach willkürlich als Händler eingestuft und rückwirkend mit einer Abgabe belegt, so daß die diese Antiquitäten eine nach dem anderen an den Staat abtreten mußten, man hat die Leute noch zu Steuer-Straftätern abgestempelt. Die abgepreßten Stücke wurden dann gegen Devisen in den Westen verscherbelt, und nach der Wende hat manch ein auf diese Weise geprellter Ossi seine Meißner Porzellan-Uhr in einem Laden (in Westberlin) wiedergesehen und auf Herausgabe geklagt. Vergeblich. Die Wessi-Fickfratzen-Justiz hat diese Wegnahmen nämlich samt und sonders nachträglich sanktioniert; die Kläger unterlagen letztinstanzlich in den Prozessen und hatten am Ende noch alle Anwalts- und Verfahrenskosten – auch die der Gegenseite – an der Backe. Zum Schaden auch noch den Spott. Kurzum, an diesen Linksstaat glauben eh nur noch Idioten. Mein Lebensmotto ist daher, auf das Schlimmste gefaßt zu sein und auf das Beste zu hoffen.

            • @Translator

              Im sogenannten Eingungsvertrag haben osttoitsche SED und Blockpartei-Banditen mit westtoitschen Kapitalverbrechern einen Deal abgeschlossen.

              Die Ostler erklärten, wir schenken euch das den DDR-Bürgern gehörende Eigentum ( laut Rohwedderr 600 Milliarden DM, Robert Kurz errechnete 1 Billion ) an Kombinaten, Fabriken, Werkstätten, an Patenten und Lizenzen, an Ferienheimen und Kulturhäusern, an Feldern, Wiesen, Wäldern und an sonstigen Immobilien, Kurzum an Allem und an Alles was sich die DDR Bürgern in 40 Jahren unter nervtötenden Bedingungen der Mangelwirtschaft mühsam aufgebaut haben.

              Westtoitsche Kapital-Verbrecher hingegen garantierten den Ostlern den Bestand der unter dem Deckmantel formalen Rechts durchgezogegen Raubzüge gegen die eigene Bevölkerung.

              ( Vergleiche Einigungsvertrag Artikel 18 sowie Artikel 19 )

              Der letzte große Reibach vor dem Wirken einer treuherzigen Anstalt, waren die sogenannten Modrow-Gesetze. Nicht in jedem Einzelfall, jedoch in der Mehrzahl gelang es den Bütteln und Privilegietrten des Regimes, wertvolle Immobilien – die eigentlich im Volkseigentum standen – unter Zahlung eines realsozialistischen Butterbrotes an sich zu ziehen. Ursprünglich von westlichen Medien zu Recht kritisiert, hat der sogenannte Bundesgerichtshof den letzten großen Reibach der Genossen juristisch abgesegnet.

              • Wolfgang Schneider

                @Krösus
                Das war schon erstaunlich mit anzusehen, wie SED-Kreisleiter und Stasi-belastete Figuren plötzlich Hand in Hand gingen mit westdeutschen Kleptomanen und Blutsaugern – als hätte es die 45 Jahre ideologischer Feindschaft nie gegeben. Als Detlev Rohwedder diesen Banditen im Weg stand, wurde er liquidiert. Nur kurz zur Anmerkung: Die sog. „3. Generation der RAF“, der man auch den Herrhausen-Mord anlastete, hat es nie gegeben. Das „beste“ Beispiel war und bleibt wohl der FKW- und FCKW-freie Kühlschrank, das Kühlmittel war bei dkk in Scharfenstein entwickelt worden. In der DDR hatte jeder einen dkk-Kühlschrank und viele eine dkk-Kühltruhe. Über viele Jahre lang hatten sie bei Bauknecht, Miele & Co. gejammert, so etwas würde überhaupt nicht gehen. Und doch ging es. War eine von vielen Glanzleistungen der Treuhand, den dkk-Betrieb abzuwickeln, indem man ihn an die „richtigen“ Wessis verhökerte. So wurde Morgenthau doch noch Realität. Die Patente mitnehmen und die Produktion auslagern, am besten gleich nach China. So funktioniert Fickfratzen-Globalismus, meine ostdeutsche Heimat, die ich aufrichtig liebe, ging daran kaputt. Binnen 1-2 Jahren 3,5 Mio. Arbeitsplätze bei uns abgewickelt; wer sich aufregt, ist ein Jammer-Ossi und weich in der Birne. Aber was soll’s. Auch dieser Dreck dauert nicht ewig, Trump macht gerade den Sterbehelfer.

  7. Der Artikel enthält einige Halbwahrheiten…

    ad 1) Ein Edelmetallhändler wird definitiv öfter kontrolliert als die sonstigen 26.000 Betriebe in Mainz inkl. Frisöre, Bäckereien, Dachdecker und sonstiges. Der Edelmetallbereich gilt als besonders anfällig für Geldwäsche. Davon gehen zumindest die Beamten aus.

    ad 2) Dem Händler hilft es nicht, sich doof zu stellen und zu sagen „Wie hätte ich bloss wissen können, dass mein Kunde mit Schwarzgeld zahlt?“ Wenn die Behörden nach einer Überprüfung den Verdacht haben, dass mit Schwarzgeld bezhalt worden ist, können Sie das Gut, das aus der kriminellen Handlung stammt, d.h. das Geld, vom Goldhändler konfiszieren. Er kann zwar gerichtlich sein Gold vom einstigen Kunden zurückverlangen, wohl aber mit wenig Erfolg. Mich wundert, wenn Goldhändler dieses enorme finanzielle Risiko nicht sehen. Vom persönlichen Risiko gar nicht zu reden. Vom Angestellten am Schalter bis hin zum Geschäftsführer muss man auch mit einer Gefängnisstrafe rechnen, wenn das Gericht die Beihilfe zur Geldwäsche als erwiesen sieht. Ich prophezeie daher eine grosse Bereinigung im Goldhandel in den nächsten 5 Jahren. Ich meine, wer als Händler ruhig schlafen will, akzeptiert am besten überhaupt keine Barzahlung mehr.

    • @Pule
      Ihnen ist schon klar, dass jemand, der mehr als den Durchschnitt verdienen will (und hofft nicht in die Altersarmut abzudriften), gewisse Risiken eingehen muss?! Man steht dann fast immer mit einem Bein im Gefängnis, weil man nie vermeiden kann, dass einem irgendein Honk (neudeutsch „Troll“) aus Neid oder weil ein Schlupfloch etwas Ungerechtes unter dem Deckmantel „Gleichberechtigung“ zulässt, ans Bein pinkeln will. Mittlerweile sind wir an einem Punkt an dem man nicht mal mehr „A“ sagen darf, ohne das sich irgendwer auf dem Fuss getreten fühlen könnte und kleinste Nebenwirkungen teuer verklagen kann, obwohl KEINER das optimale „B“ liefern könnte. Innovation? Ohne Kompromissbereitschaft kaum noch möglich. Die Volkskrankheit Burnout kursiert nicht umsonst immer mehr durch die Reihen. Projekte welche wirklich nachhaltig und vollumfänglich abgeschlossen werden könnten? Klar, träumen darf man ja noch. Wer kann heute denn noch mit ruhigem Gewissen schlafen, wenn man morgen nicht weis, ob die Hütte vollends ausbrennt und ob man noch seinen aufgebauten Lebensstandard halten kann? Das hat nichts, aber rein überhaupt garnichts mit Bargeld zu tun. Das ist das fortgeschrittene Geschwür des Kapitalismus. Nichts anderes.
      Das aller Schlimmste ist, dass die Jugend, selbst mit vermeintlich „besserer“ Ausbildung auf dem Papier und trotz Gewerkschaft, nicht das verdient, was die gerade noch tätigen „Altlasten“ kurz vor der Rente in der Industrie/freien Marktwirtschaft verdienen. Wie denn auch, die Jugend muss die vielen Alten ja auch mitfinanzieren bei steigender Geldentwertung. Die fetten Jahre sind vorbei. Das Wort „Risiko“ ist mittlerweile ausgelutscht. JEDER erwartet Risikobereitschaft, verkleidet unter dem Deckmantel der „Flexibilität“, „Problembewältigung“, „Effektivitätssteigerung“ und somit „Rentabilität“. Bist du nicht rentabel genug, bist du raus. Pinkelt dir wer an das Bein, ob begründet oder nicht, bist du nicht mehr effektiv genug und somit raus. Ist deine Tätigkeit ersetzbar, bist du raus. Bist du nicht mehr belastbar, bist du raus. Bist du auch noch ehrlich, bist du doppelt raus, denn dann wird dir keine Unterstützung vom Staat zugeteilt, weil du nicht „Versichtungskonform“ handelst. Außnahme, du schaffst es entweder so viel Geblubber ohne wirklichen Inhalt abzugeben, dass du unersetzbar wirkst oder es ist aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller, dass der uneffektive Mitarbeiter als Wasserkopf nach oben befördert wird. Hauptsache weg von den wichtigen Stellen. Da wundert es mich nicht, wer alles ganz oben in der Chef-Ettage von AG’s landet. Wer behauptet in dieser netten vor uns liegenden Welt ohne Ellenbogeneinsatz überleben zu können: Ist raus! Da hilft auch keine Raute und „Wir schaffen das“. Der Zug ist durch. Viel Spaß in the Future ohne Risiko.

      • @Dummkopf

        Das Recht einer jeweiligen gesellschaftlichen Ordnung – wie auch immer diese beschaffen sein mag – ist immerfort lediglich der zum Gesetz erhobene Wille der jeweiligen Herrschafft. Wer diese Herrschafft ablehnt, wer dieser Herrschafft zu entfliehen sucht, ist von daher zwangsläufig ein Krimineller.

        Der Kapitalismus in seiner – vermutlich – finalen Krise, macht die große Bevölkerungsmehrheit zwangsläufig zu Kriminellen und die Minderheit der Herrschenden zu den Wahrern des Rechts.

        Die Forderung des Tages kann nur lauten; Verbrecher aller Länder vereinigt euch.

        Revolutionen geschehen, wenn die die unten sind nicht mehr wollen und die die oben sind nicht mehr können.

    • @Pule

      Wer als Händler wirklich reich werden will, setzt auf Barzahlung.
      Der kapitalistische Staat ist gezwungen die, die für Ihn arbeiten ergo Polizei, Justiz, Berufsbeamtentum usw. usw. für Ihre Tätigkeit zu bezahlen.
      Verliert der Staat mangels monetärer Einnahmen, diese Möglichkeit, wird die Rechtssprechung tendenziell vom staatlichem Recht zu den Kriterien freien Unternehmertums tangieren.

      Dieser Prozeß ist weltweit längst im Gange, nur in Toitschland noch nicht wirklich angekommen. Aber das wird schon. Wie sagen die Neoliberalen immer so schön;

      Die Reformen müssen erst wirken.

  8. Allgemeine Frage: Hat jemand Erfahrung oder Kenntnisse über den Verkauf von physischem Gold von Privat an Privat?

    Der Verkauf von Gold ist unter heutiger Lage der Finanzgesetze nach einer Haltezeit von einem Jahr von der Einkommenssteuer befreit. Wenn die steuerbefreiten Bedingungen (nicht 80% über aktuellem Marktwert, 900er Feinheit) eingehalten wurden, sollte der Gewinn aus dem Verkauf nicht mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden.

    Wir haben hier noch eine Ausnahme von der Versteuerung bei privaten Veräußerungsgeschäften.

    Muß ein gesetzestreuer Bürger den Goldverkauf in einer Steuererklärung angeben? Falls ja, unterliegen die Verkaufsunterlagen der zehnjährigen Haltefrist?

    Da ich kein anonymer Käufer bin, wäre meine private Altersvorsorge im Worst Case bei Erscheinen von einem staatlichen Rollkommando aufgebraucht. Der Goldkauf kann lückenlos mit ordentlich versteuerten Einkommen nachgewiesen werden.

    Mir ist durchaus bewußt, dass der Staat bereits Gesetze rückwirkend zu Lasten von Vertragspartnern geändert hat.

    • Wolfgang Schneider

      @Spottdrossel
      Hab zwar keine Ahnung, aber – achte mal auf die vorletzte Strophe.
      https://www.youtube.com/watch?v=G9sVcRxopJU
      Wir sind des Geyers schwarzer Haufen (neu vertextet)

      Wir sind des Fröhlichs gold’ner Haufen, heia hoho.
      Das edle Metall tun wir kaufen, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Als @Wolfgang Schneider lauwarm spann, kyrieleis,
      kam @Thanatos das Grausen an, weil er es besser weiß.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Den @Krösus, den ficht gar nichts an, heia hoho,
      Karl Marx, den führt er in der Fahn‘, schafft Gold und Silber ran.
      Gold voran, frei und wild, Feuer unter’m Arsch dem rothen Schild.
      Gold voran, frei und wild, Feuer unter’m Arsch dem rothen Schild.

      Beim AWD gibt’s Brand und Stank, heia hoho.
      Manch Vermögen über die Klinge sprang, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Finanzamt sucht bei uns zu Haus, heia hoho,
      uns’re Enkel graben die Barren aus, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Professor Bocker hört man nicht, heia hoho.
      Der Crash wird sein das Strafgericht, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, schafft euch alle bloß kein Bitcoin an.
      Gold voran, drauf und dran, schafft euch alle bloß kein Bitcoin an.

    • @Spottdrossel
      Klar, wenn das staatliche Rollkomando kommt und will Ihr Gold und sie sagen dann, es ist schon alles verbraten, dann sind Sie geliefert, 20 Jahre Sing Sing!!

      Jetzt aber mal den Ball flach halten, man kann jederzeit was kaufen oder auch verkaufen wenn man es will, bzw. nicht mehr will.

      So lange das Ganze nicht als Gewerbe betrieben wird, ist alles kein Problem.

      Wenn Sie privat ein Auto kaufen und es später wieder verkaufen, oder en Krügerrand 2011 teuer gekauft und später mit 300€ Verlust verkauft, dann rufen Sie doch mal wegen dem finanziellen Verlust beim Finanzamt an. Meinen Sie im Erst das interessiert dort jemand?

      Privatkauf/verkauf von EM? Wenn man etwas Ahnung hat, super, kann ich nur empfehlen. Persönlicher Kontakt, cash, Kaufvertrag wie beim Autokauf wer will und alle sind zufrieden – und das Limit liegt im Geldbeutel

      • Wolfgang Schneider

        @Toni
        Von Tamerlan dem Welteroberer, auch Timur Lenk genannt, dessen Grabmal sich in Samarkand in Usbekistan befindet, ist folgender Spruch überliefert: „Hütet euch vor den alten Männern, denn sie haben nichts zu verlieren.“ Würde mich wundern, wie viele systemgeile Inzuchtidioten noch für das Schweine-System den Gold-Einsammler spielen wollen, nachdem – wie bei den Reichsbürgern, die sich wehren – plötzlich ein paar von ihnen tot auf dem Asphalt liegen. Wird in Amerika interessant, wo sie alle Waffen haben. Ich denke mal, dort wird ganz zuerst, bevor es auch anderswo geschieht, der staatliche Goldklau-Fetischismus an eine natürliche Barriere stoßen. Frei nach Wilhelm Busch: „Hier liegt der schwarze Bösewicht und klaute gern und kann doch nicht, denn hinderlich wie überall ist hier der eig’ne Todesfall.“ Sollten unsere Dreckbonzen in ihrem verfaulten Hinterkopf behalten, was abgeht, wenn Menschen existentiell mit dem Rücken zur Wand stehen. Was unsere Regierigen angeht, so möchte ich diese abschließend an ein zweites Zitat vom Tamerlan erinnern: „Glücklich der Mensch der stirbt, bevor die Welt seiner überdrüssig wird.“ Vive la France.

  9. Die Geschäftsgrundlage ändert sich schlagartig, wenn der Staat vom Goldhändler verlangt, alle Transaktionen von z.B. über 20 000 Euro mitzuteilen.

    Da liegt der Hase im Pfeffer.

    Defacto ist es für den Goldkäufer sinnvoller, Xetra Gold zu kaufen, falls er größere Mengen kaufen will.

    Warum?
    Falls das Xetra Gold vom Staat konfisziert würde, wäre alles Geld über Nacht außer Griffweite vom Finanzamt.

    • @Adept
      „Warum? Falls das Xetra Gold vom Staat konfisziert würde, wäre alles Geld über Nacht außer Griffweite vom Finanzamt.“
      Das verstehe ich nicht. Der Staat würde, so die Hoffnung, nur im äußersten Mittel auf Gold zur Stützung des offiziell gültigen „Geldes“ zugreifen wollen. Heißt, wenn es soweit kommen sollte, dann ist „Geld“ nicht mehr das wert, was es jetzt ist. Man kann sich im ungünstigsten Fall mit „Geld“ keine Sachwerte mehr kaufen. Wieso sollte dieser Umstand verhindern, dass angeblich physisch Hinterlegtes dann nicht mehr, für welches Amt auch immer, greifbar ist? Eventuell ist die Lagerung im Ausland ein geringfügiges Hinderniss, aber sonst? Wer kann einen gesetzlich bestimmten Anspruch abwehren? Zur Not mit etwas Nachdruck, wie es aktuell die USA immer wieder mit ihren Sanktionen machen?

    • @Adept
      Xetra Gold, also das verbriefte Anrecht auf Gold ist imo noch unsicherer als das EM im Schließfach. Es ist völlig offen, transparent und kann damit staatlich sofort „verwertet“ werden (auf Mausklick). Die Transformation in Zetteln mit einer Zahl darauf (u.a. für den Bäcker) ist unproblematisch, sobald ein Goldverbot existiert.

    • @Adept

      Xetra-Gold ist Papier und im Erntsfall genau so viel Wert.
      Was ich nicht in den eigenen Händen halte, habe ich nicht wirklich.
      In diesen unseren, vor allem aber in kommenden apokalyptischen Zeiten,
      wird nur zählen was man wirklich hat und nichts Anderes.

      Wer Staat und Kapital vertraut, der hat auf Sand gebaut.

      Die nächste Schnappsidee ist schon im Anmarsch.

      https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spd-chefs-wollen-neue-steuer-fuer-grundbesitzer-a-1303685.html

      Wie alle ( fast ) alle Apologeten der bürgerlichen Volkswirtschaftsleeeeeere,
      kennt dieses Komiker den Unterschied zwischen Wert und Preis nicht.
      Und verfällt der Idiotie steigende Immobilienpreise, wären identisch mit Wertsteigerung.

      …….

      Der Preis unterscheidet sich also vom Wert … dadurch, dass der letztere als Gesetz der Bewegungen erscheint, die der erstere durchläuft. Sie sind aber beständig verschieden und decken sich nie oder nur ganz zufällig und ausnahmsweise …

      Nachfrage und Zufuhr bestimmen beständig die Warenpreise, decken sich nie oder nur zufällig; aber die Produktionskosten bestimmen ihrerseits die Oszillationen der Nachfrage und Zufuhr.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 56f.

      • Wolfgang Schneider

        @Krösus
        https://www.youtube.com/watch?v=DmUnUoeLSIM
        Hier steht es auch. Am Ende werden höhere Immo-Steuern auf die Mieten umgelegt, und die Mieter zahlen mehr statt weniger. Das kann nur einem Sozi einfallen.
        „Son Ei, das geht vom Rückenmark ins Gehirn und dann wirst du blöde und dann wählst du die SPD!!!“ (Ekel Alfred T.)

      • @Krösus:

        Wer seine Karten auf physischen Besitz/Eigentum von Gold/EM gesetzt hat, ist ein natürlicher Protagonist von börsengehandeltem Goldwertpapier.

        Physischer Besitz bietet Vor- und Nachteile. Xetra-Gold ist eine Schuldverschreibung, die nicht nur durch eingelagertes Gold, sondern auch durch Buchgold abgesichert ist. Wir sind uns doch einig in der Annahme, dass Buchgold die Menge an freiverfügbarem Gold übersteigt?

        Ungewiß ist die Sicherheit von zollfrei gelagertem Gold im Falle eine Systemkrise.

        Borjans Aussage halte ich keineswegs für eine neue Schnapsidee. Der Ausspruch schlägt in die Kerbe, die andere (Kühnert, Scholz) vor ihm geschlagen haben. Anscheined reichen die Mehreinannahmen aus der Grundsteuerreform nicht aus.

        „extremen Wertzuwachs von Grund und Boden in Deutschland ein Stück weit abschöpfen“

        Du glaust sicherlich nicht, dass die „SPD“ ein Blick für den kleinen Hausgrundbesitzer hat. Oma und Opa haben in die Anlageklasse Immobilie für das Alter gesetzt und werden jetzt richtig ausgenommen.

        Kapital ist ein scheues Wild und in der heutigen digitalen Welt schnell zu verlagern.

        Anoymer EM Besitz hat an Strahlkraft gewonnen, insbesondere wenn ich mir die Salamitaktiken bei den neuen Gesetzen und Verboten betrachte. Sind Daten erst einmal digital erfaßt, wird eine Profilerstellung in der Masse ohne hohen Aufwand möglich.

        Ich fühle mich zusehend in die Enge getrieben. Die zweite anonyme Anlageklasse ist das Bargeld, mit dem meine EM Bestände agesichert sind.

        Wie sehr anonyme Werte den „Institutionen“ missfallen, war am Artikel mit die besorgten EZB Äußerungen über den nicht zuordnungbaren Verbleib von Euro Bargeld ersichtlich.

        EM Besitz bedeutet im Endeffekt eine Reduktion der Prozesse (Arbeit, Herstellung) in der Wirtschaft, weil umlaufendes Geld dem Kreislauf entzogen wird. Der stotternde Wirtschaftsmotor ist in der heutigen Zeit kreditgetrieben und wer außerdem vor Jahresende anonym EM mit anonymen Bargeld gekauft hat, muß zwangsläufig ein Ärgerniss für datensammelwütigen Institutionen sein.

        Das Neue Jahr beginnt spannend.

        • Wolfgang Schneider

          @Spottdrossel
          Heute ist Dreikönigstag, und ich mache für Dich den Sternsinger. C+M+B.
          Hold gold till I come
          https://www.youtube.com/watch?v=c20de41uS2M

          Sweet promise is given to me who believes.
          “Behold I come quickly, my gold to receive;
          Hold gold till I come, the margin is great;
          Sleep not as do others; be watchful, and wait.”
          /Refrain:/ “Hold gold till I come,” sweet promise of heaven.
          “The kingdom restored, to me shall be given.”
          “Come, enter my joy, sit down on my throne;
          Bright bars are in waiting; hold gold till I come.”

          We’ll “watch unto prayer” with gold shining bright;
          He comes to all dealers a “thief in the night”.
          They know it is near, but know not the day.
          As charts shows that gold-season’s not far away.
          /Refrain:/

          Yes! this is my hope, ’tis built on its word.
          The glorious appearing of bullion, my Lord;
          It promises all, it stands as the sun:
          “Behold I come quickly; hold gold till I come.”
          /Refrain:/

        • Wolfgang Schneider

          @Spottdrossel
          Hier noch ein Lied, und dann will ich Dich verschonen.
          @Thanatos
          Ich frage mich, ob Donald Trump und Mike Pence wohl mitsingen würden.
          Bullion, bullion, bullion
          https://www.youtube.com/watch?v=bmUypfMUfAI

          Bullion, bullion, bullion! Lord Gold Almighty!
          Early in the morning our song shall rise to Thee;
          Bullion, bullion, bullion, merciful and mighty!
          Gold, cash, and silver, blessed Trinity!

          Bullion, bullion, bullion! Gold-bugs adore Thee,
          Hiding all their gold bars so noone else can see;
          Indians, Russians, Persians worship now before Thee,
          Stockpiling ounces, evermore shall be.

          Bullion, bullion, bullion! All wise folk hide Thee,
          Though the eye of brokers Thy glory may not see;
          Only Thou art holy; there is none beside Thee,
          Purchasing power, love, and purity.

          Bullion, bullion, bullion! Lord Gold Almighty!
          All Thy worth shall praise Thy Name, in earth, and sky, and sea;
          Bullion, bullion, bullion, merciful and mighty!
          Gold, cash, and silver, blessed Trinity!

          • Hallo Herr Schneider.

            ein kleiner Quiz und Gruß für den sangesfesten östlichen Nachbarn.

            Geh‘ n sie mit Geh‘ n sie mit
            schöpfen sie ihr Teil und schröpfen sie
            die andern köpfen sie sonst später ohnehin.

            Nach meiner Einschätzung sind sie EM sammelnd als fleissiger Spatz unterwegs. Hier und da anonym existenzsichernd im Pickmodus, also eher im bescheidenen, pragmatischen Bereich.

            Aus reiner Neugierde, seit wann fiel ihr Blick aud die Edelmetalle?

            Mir fiel es anfangs schwer die Hemmschwelle für einen Goldkauf zu überwinden. Mit der Zeit sind meine Skrupel verschwunden und einem finanziellem Notwehrgefühl gewichen.

            • Wolfgang Schneider

              @Spottdrossel
              „Gehn Se mit der Konjunktur“ von Hazy Osterwald.

              Das war bei mir in den späten 90ern. Als die Tiere noch sprechen konnten und das Wünschen noch half. Zuerst deutsches Kaiserreich, Wilhelm II. & Co. in Gold. Aus Interesse an der Geschichte. Bin ja ausgebildeter Dolmetscher für 2 Sprachen, da bekommt man in der Ausbildung eine gehörige Portion Landeskunde und Geschichte eingebleut. Später auch russische, skandinavische Münzen – alles mit gekrönten Häuptern. Österreichische mit Kaiser Franz Joseph. Fast wie zu der Zeit, wo ich als Bengel Briefmarken sammelte. Gold war zu der Zeit spottbillig, 250 Dollar die Unze. Als ich Münzen über die Dresdner Bank bestellte, schauten die mich an, als hätte ich ein Pornoheft geordert. „Was, Gold? Das will doch keiner haben, da klebt die Pest dran.“ Dutzendweise Vrenelis. Später dann auch Silber. Habe herrliche russische Ausgaben mit Tiermotiven. Bekam dann so tröpfchenweise im Lauf der Jahre mit, wohin die Reise mit diesem System geht. Beim GR treibe ich, kann sein, seit Ende 2011 mein Unwesen. Habe hier viel gelernt und erfahren. Wenn ich mich mit anderen zum Thema edle Metalle unterhielt, erntete ich zuerst Unverständnis. Obschon im Lauf der Jahre die Zahl der Zweifler abnahm, sind es immer noch erschreckend viele, die am alten, bekannten glauben festhalten zu müssen. Komme mir manchmal vor wie Kassandra von Troja. Die hatte ja die Gabe der Voraussicht, war aber von Apollo mit einem Fluch belegt worden, so daß ihr niemand Glauben schenkte. Zuletzt 2013 Mutters Erbe in Silberbarren zu 1kg angelegt, jetzt kaufe ich tubenweise Feinunzen Ag Maple Leaf, wo die Elisabeth hinten drauf ist.

              @Spottdrossel, Du sollst kein schlechtes Gewissen dabei haben. „Wer die Zeichen sehen wollte, der sah sie auch,“ meinte einmal R.v. Weizsäcker. Zur Not hilfst Du lieben Menschen, die Dir nahestehen.

              Hier meine inoffizielle Goldhymne.
              https://www.youtube.com/watch?v=KtYxJNfGmXU

              Den morgigen Goldpreis kann niemand erahnen,
              die Charts und Statistiken kramt man hervor.
              Vor Blasen und Kryptos und Falschgeld zu mahnen,
              ist unsere Pflicht, steigt der Dax auch empor.
              Vorwärts, voran in den sicheren Hafen,
              aus Edelmetall ist die Zukunft gemacht,
              die Sparer, sie haben zu lange geschlafen,
              sie werden bald um ihr Vermögen gebracht.

              Wacht auf, denn im Westen, da steigen die Schulden,
              die Zinsen sind niedrig, Ertrag gibt es nicht.
              die Welt wird den Unsinn nicht lange mehr dulden,
              schon leuchtet aus Shanghai ein goldenes Licht.
              Vorwärts, voran in den sicheren Hafen,
              aus Edelmetall ist die Zukunft gemacht,
              die Sparer, sie dürfen nicht länger mehr schlafen,
              sie werden sonst um ihr Vermögen gebracht.

              • @Wolfgang Schneider

                der EM Werdegang ist sehr sympatisch beschrieben. Richtig, das Konjunkturlied von Hazy Osterwald ist fast fünfzig Jahre alt und beeindruckt mich durch den zeitlos modernen Text, der eins zu eins auf heutige Verhältnisse übertragen werden kann.

                Leider kam die Initialzündung zu Gold als Langzeitsparer viel zu spät. In meiner Jugend (schon länger her) war ich unbedarft und hatte einem türkischen Bekannten keinen Glauben geschenkt, der mir riet in Gold zu sparen. Damals war für 70-80 Mark ein Krügerrand.zu haben, nicht zu vergessen der Groschen war zu der Zeit einiges Wert.

                Das Faß zum Überlaufen brachte dann um 2000 die mediale Propaganda um eine privates Standbein bei der Altersvorsorge. Da bimmelten bei mir alle Alarmglocken seine Vermögenswerte nur unter persönlicher Kontrolle zu halten.

                Als Kinder wurden wir von Oma in den Schlaf gesungen.

                Gold und Silber lieb‘ ich sehr,
                Kann’s auch sehr gebrauchen,
                Hätt‘ ich nur ein ganzes Meer,
                Mich hinein zu tauchen
                —-

                Blieb nur diese eine sinnvolle Entscheidung. Leider war zu dieser Zeit der Markt an EM Händler eher mager ausgeprägt und dünn gesät. Damals war der Münzhändler das Biotop, meist mit einer numesmatischen Auswahl.

                Die Kaiserreichmünzen waren attraktiv, aber hatten bereits den Sammlerwert, den ich vermeiden wollte. Das Asset stand im Vordergrund.

                Dein Bankenerlebnis hast du für mich erheiternd geschildert:
                Als ich Münzen über die Dresdner Bank bestellte, schauten die mich an, als hätte ich ein Pornoheft geordert.

                Meine Erhellung war die örtliche Sparkasse. Meine Reaktion auf meine Frage hinterlies bei mir den Eindruck, als ob der Kaufwunsch etwas Abartiges wäre. Auf die Alternativen angesprochen, Nein Danke, an Papierprodukten bin ich nicht interessiert und die Banken war als Goldeschaffer erledigt.

                Immerhin zahlte mir die Sparkasse 10 Euro Silbermünzen gegen Kontogeld aus. Maximal nur zehn Münzen pro Ausgabe. Über die Zeit kam etliches zusammen und zur Not kann ich mich gut davon trennen.

                Aus Bequemlichkeit und fehlender Erreichbarkeit bot sich der Online Handel an. 100 Gold Euro Münzen, Nugget, KR, ML und Vreneli. Mein Favorit bei den Viertel Unzern ist derzeit der Tschernowitz, aber bereits vor dem November Run 2019 schlecht zu bekommen. Wahrscheinlich kaufen russischstämmige das Angebot ab. Die russischen Ballerina Münzen, falls vorhand, sind mir zu teuer.

                Das Kassandra Gefühl kenne ich sehr wohl, denn kognitives Denken wird bei meinen Mitmenschen oft mit Spinnerei gleich gesetzt.

                Ich habe noch keine meiner EM Anlagen verkauft und sehe auch zu, mich redundant abzusichern. Gegen alle Eventualitäten ist kein Kraut gewachsen

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