Dienstag,23.April 2024
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Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

Jetzt Gold kaufen? Die Kurserholung beim Goldpreis hat im Edelmetall-Handel eher zu erhöhten Verkaufswünschen von Kunden geführt.

Goldpreis-Entwicklung

Am Freitagnachmittag um 13:15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.924 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.809 Euro. Währenddessen kostete eine Feinunze Silber 23,68 US-Dollar beziehungsweise 22,26 Euro. Damit erzielte der Euro-Goldpreis gegenüber Vorwoche einen leichten Kursgewinn von 0,59 Prozent. Dagegen konnte der Silberkurs sogar knapp 3 Prozent zulegen.

Gold kaufen, Gold verkaufen, Goldmünzen, Gold (Bild: Goldreporter)
Der gestiegene Goldpreis hat laut Händleraussagen vor allem zu höheren Verkaufswünschen seitens der Kundschaft geführt. Pro Aurum spricht von einem Angebotsüberhang von bis zu 20 Prozent (Bild: Goldreporter).

Anleger verkaufen Gold

Allerdings hat die Kursbelebung die Nachfrage im Edelmetall-Handel kaum stimuliert. Aber Händler sprechen von einem erhöhten Volumen an Verkaufswünschen seitens der Kunden.  „Aufgrund des aktuellen Goldpreises kommen wieder vermehrt Kunden, um ihre Edelmetalle an uns zu veräußern – hauptsächlich größere Barreneinheiten und die üblichen Anlagemünzen zu einer Unze. Wir haben aktuell einen leichten Angebotsüberhang von 10 bis 20 Prozent“, erklärt Benjamin Summa, Firmensprecher des Münchner Goldhändlers Pro Aurum gegenüber Goldreporter.

Goldnachfrage bleibt schwach

„Die Nachfrage ist immer noch mau, sowohl im Silberbereich aber auch im Goldbereich. Nur bei Kursschwankungen gibt es kurze Nachfrage-Peaks. Aber nicht so, dass man von einer anhaltenden Trendwende sprechen könnte“, sagte Dominik Lochmann am Freitag. Der Geschäftsführer von ESG Edelmetall-Service bestätigt die Einschätzung der Münchner Kollegen.

„Im Ankauf wird momentan viel Gold eingeliefert. Entweder es handelt sich um Gewinnmitnahmen aufgrund der hohen Kurse, oder die Leute brauchen tatsächlich gerade Geld um die grünrote Wirtschaftsdelle zu überstehen“, so Lochmann.

Gold kaufen

Wie haben sich die Preise im Edelmetall-Handel entwickelt? Wer am Freitagnachmittag in Form von Krügerrand-Goldmünzen Gold kaufen wollte, zahlte durchschnittlich 1.895 Euro pro Unze. Der Preis basiert auf unserer wöchentlichen Datenerhebung bei sechs deutschen Händlern. Das daraus resultierende Aufgeld lag mit 4,78 Prozent nur marginal über dem Wert der Vorwoche.

Ähnliches ergibt sich bei den Angeboten für 100-Gramm-Goldbarren, die im Durchschnitt bei 5.962 Euro pro Stück lagen. Damit stieg das Aufgeld auf 2,50 Prozent.

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Silber kaufen

Dagegen sehen wir ein etwas sinkendes Preisniveau bei Silbermünzen der Sorte Maple Leaf. Gemäß unserer Zahlen waren Stücke des aktuellen Jahrgangs am Freitag für durchschnittlich 31,01 Euro pro Unze zu haben. Damit lag der Preis 39,32 Prozent über dem reinen Materialwert.

Im Gegensatz dazu hielt sich das Aufgeld bei 1-Kilogramm-Silberbarren mit 30,25 Prozent fast exakt auf dem Vorwochenniveau.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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5 Kommentare

  1. Ich habe die Woche hier einen 50 Gramm Rotschild Goldbarren gekauft. Der Kaufpreis lag ca. 300 € über den sonst üblichen Preisen für Goldbarren. Dürfte ich die geschätzte Meinung der Foristen zu diesem Investment erfahren? Glauben Sie, dass sich das bei einem möglichen späteren Verkauf rentiert? Wie sehen Sie die Investition in Sammlerbarren?

    • Es gibt einfach zu viele Barren auf dem Markt. Wenn Ihnen der Rotschild Barren gefällt,
      Behalten und weiter bewundern und träumen. Träumen insofern, wie dieser Barren ent-
      Standen ist, wer alles schon Besitzer war…. einen Zuschlag beim Verkauf wir es kaum
      geben. Das sollte aber kein Problem sein. Übrigens ist das auch ein Thema mit Münzen.

      Grüße

      Pinocchio

    • @Snowflake
      Es steht eben Rothschild drauf. Das ist ein Markenzeichen.
      Ein Auto ist auch einiges teurer, wenn vorne Porsche draufsteht. Fahren tut es aber nicht besser und eine Uhr teurer, wenn Rolex oder Breitling eingraviert ist.
      Genauer ist sie deshalb auch nicht.
      Und die.traditionelle Kleidung vieler Zuwanderer ist Addidas. Wärmer aber is diese nicht.
      Beispiele gibt es genug. Iphone, Samsung, Daimler, Lacoste usw.
      Eine Marke kostet öfters 1/3 des Kaufpreises.
      Ob man das beim Wiederverkauf zurückbekommt ?
      Ich denke, von den 300 Euro vielleicht 50, aber die Verkaufschancen sind besser, das Zeug wieder los zu werden.

      • Gold lässt sich immer problemlos verkaufen. Warum einen „Aufpreis“ von 300 EUR in Kauf nehmen?? Hätte ich nicht getan. Bei den Bullionsbarren und Münzen ist vollkommen wurscht, was draufsteht – es zählt im Grunde der Material- bzw. Grammwert des Goldes, sonst nix, und der wird nach Tageskurs wieder angekauft. Alles andere ist Geschäftemacherei. Ich habe schon angeblich wertvolle „Sammlermünzen“ mit allem möglichen Kokolores erworben – am Ende wollte nicht mal der Händler, der sie mir verkauft hatte, zurücknehmen. Da bin ich aufgewacht. Seitdem nur noch Bullionsware, gemessen in Gramm, Unzen. Egal, ob karierte Maiglöckchen, die Themseliesel oder nix drauf ist.

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