Samstag,20.Juli 2024
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Gold als Mangelware: US-Produktion schrumpft weiter

Immer weniger Gold: Die aktuellen Zahlen zu US-Goldproduktion zeigen für Juni einen weiteren Rückgang gegenüber Vormonat und Vorjahr.

Gold aus den USA

Der U.S. Geological Survey (USGS) hat Zahlen zur US-amerikanischen Goldproduktion für den Monat Juni 2023 veröffentlicht. Demnach brachten Bergbauunternehmen in den Vereinigten Staaten in diesem Zeitraum insgesamt 13,4 Tonnen Gold hervor. Damit sank der Output gegenüber Vormonat um 2,9 Prozent oder 0,4 Tonnen. Dagegen ergibt sich im Vorjahresvergleich sogar ein Minus von 7,6 Prozent oder 1,1 Tonnen. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2023 liegen mit 79,1 Tonnen 5 Prozent unter Vorjahr.

Goldmine, USA, Bergbau, Open Pit (Bild: Goldreporter)
Tagebaumine: In der US-Minenbranche herrschen schwierige Förderbedingungen. Es fehlen große neue Gold-Vorkommen, die Kosten sind gestiegen und auch bei der Finanzierung von Projekten gibt es immer wieder Probleme (Bild: Goldreporter).

Schlechte Bedingungen

Zuletzt machten den US-Minen zuletzt steigende Kosten bei Exploration und Förderung zu schaffen. Auch die Finanzierung von Förderprojekten gestaltet sich seit Jahren schwierig. Generell ist aber auch die Mineralisierung im Gestein über Jahrzehnte hinweg rückläufig und es werden kaum noch substanziell ertragreiche Goldverkommen entdeckt.

Die Börsen-Performance der amerikanischen Minengesellschaften war für Anleger in diesem Jahr ebenfalls recht ernüchternd. Denn der Dow Jones US Gold Mining Index verlor seit Jahresbeginn rund 12 Prozent. Zumindest konnten die Minen-Aktien sich mit der jüngsten Goldpreis-Erholung etwas mitstabilisieren. Allerdings strahlt die Minenbranche für institutionelle Anleger nach wie vor wenig Attraktivität aus. Dieser Umstand äußert sich immer wieder auch in schwierigen Finanzierungsbedingungen für die Betriebe.

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Die US-Goldproduktion im ersten Halbjahr liegt gegenüber Vorjahr um 5 Prozent zurück. Im laufenden Jahr wurde in keinem Monat mehr als 14 Tonnen Gold gefördert (Quelle: USGS).

Gold-Produktion im Vergleich

Im vergangenen Jahr hatte die US-Goldproduktionsmenge mit 173 Tonnen ein Langzeittief erreicht. Damit halbierte sich die jährliche Liefermenge seit dem Peak im Jahr 1998 mit damals 366 Tonnen.

Gold, Goldproduktion, USA, Chart
Immer weniger Gold: Seit dem Förderhoch im Jahr 1998 hat sich die jährliche Goldproduktion in den USA mehr als halbiert (Quelle: USGS).

Zum Vergleich: Laut den jüngsten USGS-Daten produzierte Branchenprimus China im vergangenen Jahr 330 Tonnen Gold. Australien und Russland folgten mit jeweils 320 Tonnen. Mehr dazu hier: Diese Länder fördern das meiste Gold

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19 Kommentare

  1. Okay die Produktion geht im Westen abwärts während China gefolgt von Russland (BRICS Mitglieder) das meiste Gold fördern bleibt die frage wie lange sie das physische Gold noch zu diesen Dumpingpreisen hergeben . Gutes beispiel ist Öl da brauchte Russland und die Saudis nur einwenig drosseln schon ging der Preis aufwärts bei Gold könnte es noch explosiver rauf gehen wegen dem Comex Kartenhaus .

  2. @blockbuster
    bis jetzt haben die pokerspieler mit den leeren händen und den finger am abzug die regeln dominiert, nun sind die schach und go spieler am zug und diese denken immer einige züge voraus und haben vor allem eines – geduld

  3. Ich würde gerne in Gold investieren.. was denken Sie? Lohnt es sich jetzt in Gold anzulegen oder ist das eher ne riskante sache für die nächsten 3 jahre…

    • @Sam
      Gold ist kein Investment sondern eine Versicherung.
      Hie muss jeder selbst entscheiden, ob er eine solche braucht. Gold per se ist niemals ein Risiko, genau so wenig wie ein Fallschirm. Es ist nur knapp und teuer.
      Für 3 Jahre also einen Fallschirm kaufen und danach ohne rumfliegen oder wie ?
      Wenn Sie ein Investment für 3 Jahre suchen, würde ich einen fast risikolosen Bond kaufen, zu 4% Zinsen in etwa.
      oder einen Festgeld Vertrag.
      Wenn Sie nach der Rendite fragen, bei Gold, das ist sie, die Versicherung.
      Übrigens, kennen Sie heute total verarmte und ehemals gut situierte Leute ?
      Ist darunter auch nur ein einzige Goldbesitzer mit nennenswertem Goldvermögen darunter ?
      Nein ?
      Gehen Sie mal zum Sozialamt und sagen, Sie wären total verarmt, keine Wohnung, nichts mehr zu essen, alles versoffen.
      Sie bekommen Grundsicherung.
      Wenn Sie aber sagen, sie wären deswegen verarmt, weil Sie alles in Gold angelegt haben und jetzt auf einem Haufen riskantem Gold sitzen, welches man nicht essen kann, verwette ich meine Schwiegermutter, Sie bekommen keine Grundsicherung.
      Wo ist der Unterschied ?

    • @Sam Wenn Sie Geld für drei Jahre anlegen wollen, würde ich Ihnen nicht die Investition in Gold empfehlen. Der Kurs für Gold ist nicht berechenbar und folgt keinem Muster. Der Goldpreis orientiert sich auch nicht an Angebot und Nachfrage. Allenfalls an den Renditen andere Anlagen oder an der Stärke des US-Dollars. Allerdings wird es dabei schwierig eine Anlage zu finden, die eine Rendite bringt, die über der aktuellen Inflation liegt und somit die Kaufkraft nicht schmälert. Wenn Sie einen Horizont von fünf bis zehn Jahren ins Auge fassen, sieht das schon wieder anders aus. Aber glauben Sie bitte nicht, dass Gold eine große Rendite abwerfen muss. Gold ist in erste Linie eine Versicherung gegen einen Totalschaden und die Rendite steht hinten an.

      • @Snowflake

        Was für dich Geld ist ,ist für andere beliebig vermehrbares und im grunde wertloses Papiergeld .Und es ist NIEMALS verkehrt zumindest solange nicht wie die Falschen an der Falschgeldpresse sitzen und das Falschgeld ständig verwässern gegen die EINZIG echte WÄHRUNG (=Gold) zu tauschen . Was viele einfach nicht verstehen wollen ist das Gold in ERSTER LINIE Geld ist und keine Anlage .

        • Blockbuster:
          Stimmt, der Kauf von Gold ist nichts anderes als der Tausch von einem aktuell gültigen Zahlungsmittel in richtiges, ewig gültiges Geld.
          Dass selbst die Immobilien als in Deutschland sehr beliebte Anlage- und Altersvorsorgeform nicht mitkommen, beweisen gerade die Folgen unserer Qualitätspolitik. Die Preise brechen ein. Und wenn man beispielsweise den Blick nach Bergkarabach richtet, wird deutlich, dass die schönste Immo nichts wert ist, wenn sie an der falschen Stelle steht. 1-2 Kilo Gold dagegen kann man gut transportieren und es ermöglicht einen Neustart an einem anderen Ort. Gold ist in der Tat die Versicherung schlechthin.

          • @ Racew Dem ist nichts hinzuzufügen eine Immo in Bergkarabach oder Deutschland ist auch keine Wertgarantie mehr.Ich sehe es auch hier in Berlin wie schnell Stadtviertel kippen
            Vom CO2 mal ganz abgesehen.Eine Eigentumswohnung in Duisburg Marxloh würde ich nicht geschenkt nehmen.Mit den Ozerln werde ich micj spätestens zum Amtsantritt der nächsten Ampel nach Hungaria verpieseln.In Deutschland kauf ich nicht mal ein mobiles Sanitärsystem.

        • @Blockbuster Sie haben ja recht mit Ihrer Meinung. Allerdings muss Sam aufpassen, dass er kein Geld investiert, was er ggf. in 3 Jahren benötigt. Wenn er zum Beispiel Festgeld anlegt, kann er es nach 3 Jahren wieder verwenden und das ist kalkulierbar und somit ist er liquide (eine Hyperinflation schließen wir hierbei mal aus). Wenn er es in Gold investiert, kann es sein, dass er mit einem großem Minus rausgeht. Wenn er dann das Gold flüssig machen muss, hat er einen großen Schaden. Was will ich damit sagen? Man sollte nur Geld in Gold investieren, welches man auf viele Jahre nicht unbedingt benötigt. Ist ja auch das Gleiche mit Aktien.

    • @ Wenn man dss Geld definitiv in 3 Jahren wieder braucht ist Gold nicht die optimale Lösung.Der Goldkurs ist zur Zeit nich wdit vom Allzeithoch und eine Garantie dass er in 3 Jahren wesentlich höher ist gibt es nicht.

  4. @Sam & Snowflake
    Bravo, hätte ich auch nicht besser beantworten können! Ich bin selbst ein Beispiel dafür: Goldanlagen stetig seit den 80er Jahren immer wieder aufgestockt. Auf Basisjahr 2005: bezahlt pro Unze = 379,– EUR; Wert heute??? Also mal ’ne kleine Rechenaufgabe… :-)))
    Es stecken aber auch viele Jahre Geduld dahinter – schnell reich werden ist nicht! Klar, den Inflationsausgleich habe ich locker damit geschafft – aber AU ist und bleibt die Versicherung / der Vermögensschutz für die Totalkrise und die Zeit nach dem Reset.
    @Sam: machen Sie auf jeden Fall eine Anlage in AU; einen Totalverlust hat es hierbei seit 5000 Jahren nicht gegeben; im Gegenteil – aber nur mit Geld, das Sie TATSÄCHLICH nicht auf absehbare Zeit brauchen!!! Das war immer so meine Strategie – und es hat funktioniert.
    Der Dokta

  5. @Sam
    Sehr gut erklärt Maruti. Gold physisch zu haben in eigenen Händen, bei der heutigen verrückten Welt muss sein. Gold einfach kaufen, liegen lassen, sich nicht weiter um Kurs Entwicklung kümmern. Wie Maruti schreibt, Gold ist eine Versicherung. Wenn nichts mehr geht, Gold geht immer.
    Sie müssen ja nicht alles in Gold anlegen, aber ein kleiner Bestand ist nicht verkehrt.

  6. Der Peak bei der Goldproduktion ist schon lange vorbei.
    Da helfen auch keine Märchen von polnischen Zügen, Meerwasser oder Asteroiden.
    Die Förderung der restlichen Krümmel wird so teuer, dass sich manche die Augen reiben und fragen, wie kann das sein. Aber auch das Recycling von Altgold kostet Unmengen und das sieht man schon an den Preisen.
    Zur Zeit etwa 15% vom Goldpreis, Tendenz steigend.
    Das benötigte Gold bekommt man allmählich nur durch den Verkauf von bereits gekauftem Gold und jeder Verkäufer will somit Rendite machen.
    Bei nur 4% sind das beim nächsten Verkäufer schon 8%, dann 16, 32 usw. Die Rendite verdoppelt sich also vom Ausgangspunkt bei jedem neuen Verkäufer.
    Gute Nacht, Kartell, schlaft ihr noch ruhig ?
    Ja ?, dann schlaft schön weiter.
    Bald will nämlich jeder nur Gold haben.

    • @Maruti Wenn ich Ihrer Argumentation folge, und das tue ich auch, dann müsste in naher Zukunft der Goldpreis nur noch eine Richtung kennen – steil nach oben. Nur wie lange es noch bis zum Ausbruch dauert, kann keiner sagen. Das können noch fünf, zehn oder 20 Jahre sein.

      • @Snow

        Wenn ich mir die Daten des US Pleitestaates anschaue dann denke ich stehen wir schon unmittelbar vor einer großen Goldrally . Die US Staatsverschuldung hat mit höchstgeschwindigkeit die $33 BILLIONEN geknackt und ca alle 4 monate kommt eine weitere BILLION hinzu allein die Zinskosten liegen schon bei einer $1 BILLION und die lage droht weiter zu eskalieren wegen den hohen Zinsen und natürlich wegen der Deglobalisierung die sind am Ende . Das ist wohl der grund warum das US Regime alles tut um einen großen Krieg anzuzetteln sie haben nur noch die Wahl entweder innere Unruhen und Zerfall hinzunehmen oder Krieg .Da sie jährlich fast $1 billion für den Millitärapparat ausgeben könnt ihr euch vorstellen welchen weg sie wählen werden .

    • @Maruti Noch ein kleiner Hinweis der Ihre Aussage unterstützt. Wenn Gold uninteressant wäre, würden die EM-Händler nicht in jeder größeren Stadt wie Pilze aus dem Boden sprießen. Die großen Platzhirsche wie Degussa oder pro aurum haben ihre Verkaufsflächen vergrößert bzw. neue Filialen eröffnet. Ein eindeutiger Beweis, dass man mit dem Verkauf von Gold Geld verdienen kann und die Nachfrage groß ist.

      • @Snowflake
        Wenn Gold unwichtig wäre, wieso hortet dann die FED derartige Mengen ?
        Wieso führte die BRD zu horrenden Kosten Gold zurück, wieso kaufen nahezu alle Zentralbanken aller Staaten Gold ?
        Ben Bernanke wurde mal von einem Journalisten öffentlich gefragt:
        Was ist für Sie Gold ?
        Antwort des Chefs der FED: Ein Metall, glaube ich.
        Frage: Wieso hortet dann die FED über 8.000 Tonnen zu gewaltigen Lagerkosten ?.
        Antwort Bernanke: Aus Tradition nur.
        Maruti schrieb damals dazu:
        Wenn Ihre Frau sie beim fremdgehen erwischt und schreit: “ Wieso hast du das getan ?“
        Antworten sie einfach nach FED Manier:
        Aus männlicher) Tradition nur.
        Es ist unwichtig, bloss aus Tradition.
        Es ist leider aber so, dass, wer genügend Gold hat, seine eigene Zentralbank ist.
        (Wer ausreichend fremdgeht, immer genügend Frauen um sich hat :) )

  7. @Maruti
    Super Vergleich – mußte herzlich lachen, obwohl das ja bierernst ist!
    Ich leg noch einen nach: selbst der dicke Marschall Hermann (Sie wissen schon) war so schlau, seine metallische Altersvorsorge irgendwo im Salzkammergut zu deponieren. So doof war der also gar nicht – es wurde nur noch nicht gefunden…! Und die Alten von damals, die ev. sogar noch selbst mitgemischt haben, werden gemäß ihrem Sinnspruch schön die Klappe halten („Meine Ehre heißt…“) Da haben Sie auch noch mit dem Dicken etwas gemeinsam: er bunkert im Stollen – Sie unter Wasser!
    Wo ist eigentlich der Schreinermeister???
    Der Dokta

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