Montag,04.März 2024
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Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

Angesichts der jüngsten Rekordpreise melden Händler ein anhaltende großes Verkaufsinteresse unter Goldanlegern. Es gibt aber auch wieder mehr Kunden, die Silber und Gold kaufen.

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis bewegte sich in den vergangenen Tagen unter den vor einer Woche erreichten Rekordhochs. In unserer Freitagsanalyse betrifft dies jedoch nicht den Euro-Goldkurs. Hier wurde ein neues Rekordhoch gesetzt. Denn am Vormittag um 11 Uhr kostete eine Feinunze Gold 2.029 US-Dollar pro Unze. Das entsprach knapp 1.882 Euro. Damit sank die Dollar-Notierung im Vorwochenvergleich zwar um 0,6 Prozent. Allerdings legte der Euro-Goldpreis um 0,3 Prozent zu.

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Gold kaufen oder verkaufen? Edelmetall-Händler haben weiterhin auch ein hohes Aufkommen an angekauften Goldmünzen und Goldbarren zu bewältigen (Bild: Goldreporter).

Dagegen sehen wir nach dem starken Anstieg in der Vorwoche einen rückläufigen Silberpreis. Denn dieser gab um 5,4 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent nach auf 23,80 US-Dollar oder 22,08 Euro.

Lage im Edelmetall-Handel

Welche Auswirkungen hatte die Kursentwicklung auf die Geschäfte im deutschen Edelmetall-Handel?

 „Die Nachfrage nach Edelmetallen hat sich spürbar erhöht. Viele Kunden sehen die starken Bewegungen im Markt und kaufen lieber heute als morgen“, sagte Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24), am Freitag gegenüber Goldreporter.

Seinen Aussagen zufolge werden fast alles gekauft, von kleinen bis zu großen Goldeinheiten. Und auch die Silbernachfrage habe sich deutlich erholt. Hier stünden die neuen 2024er-Ausgaben der Standardmünzen im Fokus und vor allem Stücke der Lunar-Serie.  

Hohes Verkaufsinteresse bleibt bestehen

Allerdings melden Händler eine anhaltend große Verkaufsneigung von Kunden. So berichtet Benjamin Summa, Leitung Kommunikation beim Münchner Edelmetall-Händler Pro Aurum: „Angesichts des gestiegenen Euro-Goldpreises tendierten mehr Kunden dazu, ihr Gold zu verkaufen statt zu erwerben. Dabei standen etwa 2,5 Verkäufer einem Käufer gegenüber“. Das starke Verkaufsinteresse bestätigt auch Henry Schwarz.

Summa ergänzt: „Besonders aktiv verkauft haben jene Kunden, die schon länger in Gold investiert waren und nun Gewinne mitnahmen. In unseren Beratungsgesprächen erwähnten viele Kunden einen gestiegenen Bedarf an Liquidität für anstehende Investitionen.“

Er berichtet von durchschnittlichen Verkaufsaufträge von etwa 15.000 Euro. Dagegen habe der mittlere Kaufwert bei rund 7.000 Euro gelegen.

Gold kaufen

Wie haben sich die Preise im Edelmetall-Handel entwickelt? Wer am Freitagvormittag in Form von Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte, zahlte durchschnittlich 1.966 Euro pro Unze, also 13 Euro mehr als in unserer Analyse vor einer Woche. Währenddessen stieg das Aufgeld weiter auf 4,44 Prozent (Vorwoche: 4,14 %).

Dagegen sanken die Aufschläge bei 100-Gramm-Goldbarren. Denn ein Stück kostete in unserer jüngsten Erhebung durchschnittlich 6.188 Euro und damit 18 Euro mehr als vor einer Woche. Damit kam das Aufgeld zurück auf 2,28 Prozent (Vorwoche: 2,32 Prozent).

Silber kaufen

Währenddessen zog das Aufgeld für Silberanlageprodukte an. Denn eine Unze der Maple-Leaf-Silbermünze kostete im Falle des aktuellen Jahrgangs durchschnittlich 31,25 Euro. Damit lagen die Kosten 41,51 Prozent über dem reinen Silberwert (Vorwoche: 37,48 Prozent). Parallel stieg der Aufschlag für 1kg-Silberbarren in unserer Analyse von 28,20 Prozent in der Vorwoche auf 31,84 Prozent.

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Gold- und Silberangebot

Wie ist die Angebotslage? Hier zeichnete sich wie immer zum Jahresende eine gewisse Mangellage in bestimmten Produktsegmenten ab. „Die Schwierigkeit für uns im Handel ist, dass die 2023er Ausgaben meist nicht mehr von den Prägestätten produziert werden und die 2024er-Ausgaben nicht mehr verfügbar sind. Hier erwarten wir Engpässe zwischen den Jahren beziehungsweise Anfang des neuen Jahres“, sagt Henry Schwarz.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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9 Kommentare

  1. Warum heute ausgerechnet Silber so stark fällt ist für mich nicht logisch. Wenn Silber so wichtig für die Industrie ist, dann müsste es bei soviel Verbrauchervertrauen doch steigen. Nee, falsch gedacht, heute ist es mal wieder ein Metall zur Geldanlage, darum ist es gerade mal wieder anders… oder so.

    Wie dem auch sei, Gold wird jetzt wieder unter die 2000 rutschen, da wohl doch nichts mit Zinssenkung wird. Gilt aber nicht für Aktien, die steigen wegen dem Verbrauchervertrauen oder weil die Zinssenkung doch nicht kommt. Wer blickt da noch durch? Ich jedenfalls nicht!

    • Verwundert schaut man auf den Dachs, von ca. 14500 auf 16800 in 5 Wochen, das sind rund 15 % Kursanstieg. Das ist schon eine ordentliche Performance!
      Wenn mich morgen jemand auf der Straße fragen würde in welches Dachs Unternehmen ich investieren würde hätte ich Probleme eines zu nennen.
      Besser gesagt würde mir keines einfallen!
      Aber andere scheinen da mehr zu wissen…

      • @The Mac
        Sehen Sie sich mal bei einigen großen Dachs-Konzernen die großen Aktionäre an.
        Allein mit den 5 grossen Amis (Blackrock und Freunde) sind Sie schon bei mindestens einem Drittel des Kapitals.
        Weit überwiegend legen die Banker da fremdes Geld an.
        Das Geld derer, die so doof sind , ihr Geld einer Bank, einem Fonds etc. zu geben.
        Für die Bank also NULL Risiko.
        Geht es schief, ist es das Geld der Anleger.
        Fondsgebühren müssen die Dummies trotzdem zahlen.
        Dumm verliert, so ist es eben.
        Begründung: Das war der Markt und der ist eben nicht vorhersehbar.
        Schade, Pech gehabt.

        Hauptsache die Banker hatten noch genug Zeit, die eigene Kohle in Sicherheit zu bringen.
        Das klappt fast immer.

        Fragt doch mal einen Banker wieviel von dem Zeug, das er seinen Kunden andreht, er selber kauft.
        Die einzige ehrliche Antwort hat 4 Buchstaben und fängt mit Nul. an.

      • @ Themac Ob die Dachsunternehmen Gewinne oder Milliardebverluste machen ist egal der Hebel im Casino ist auf steigen umgelegt.Mir fällt auch kein einziger ein den ich kaufen würde
        Wenn ich was kaufen würde dann nur ne International tätige Firma keinefalls vorwiegend auf Deutschland gestüzte Firmen,da sind due Messen gesungen

    • Ich weiß auch gar nicht wer auf den Gedanken kommt das Zinssenkungen im Raum stehen.
      Solange die Kurse passen wird es garantiert keine Zinssenkungen geben.
      Wirtschaft hin oder her…
      Meine Meinung

    • @Stillhalter
      Das sind Pokerspiele. Da soll auch keiner durchblicken.
      Jedenfalls, wer Gold oder Silber billig kaufen will, braucht Geduld und Durchhaltevermögen.

  2. Na dann kann man ja Montag wieder etwas nachkaufen, wenn der Kurs übers Wochenende unter 2000 $ bleibt. Ist doch auch nett, nur nicht zuviel, den wer weiß schon wo es hingeht, außer das Kartell

  3. An alle, weiss jemand zufällig ab wann es die Krugeranden 2024 in normaler Ausführung mahe am Spotpreis gibt? Im Moment nur als Proof ab 2500,das ust mir dann doch zu fett.

  4. Im Januar 2023 war der Goldpreis unter 1700€ und dort wird er wieder hin geprügelt um dann wieder über 2000€ zu steigen.
    Wer Geduld hat der bekommt gute Kaufkurse,spätestens wenn es einen Aktien Crash gibt

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