Mittwoch,21.Februar 2024
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Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

Kurz vor dem Jahreswechsel hat sich der Goldpreis auf hohem Niveau gefestigt. Wer jetzt noch Gold kaufen will, sollte die Preise gut vergleichen.

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis etablierte sich kurz vor dem Jahreswechsel deutlich über der Marke von 2.000 US-Dollar. Denn am Freitagvormittag um 11:00 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 2.065 US-Dollar. Das entsprach 1.868 Euro. Währenddessen wurde Silber zu 23,70 US-Dollar, beziehungsweise 21,45 Euro pro Unze gehandelt. Damit legte der Goldpreis im Vorwochenvergleich um 0,5 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent (in Euro) zu. Dagegen kam der Silberpreis um 3,2 Prozent oder 3,5 Prozent (in Euro) zurück.

Gold, Gold kaufen, Goldmünzen (Bild: Goldreporter)
Gold kaufen oder verkaufen? Die vergangenen Monate waren geprägt von einem hohen Aufkommen an Ware aus Kundenverkäufen (Bild: Goldreporter).

Lage im Edelmetall-Handel

Die vergangenen Monate waren mit der starken Goldpreis-Entwicklung durch ein hohes Aufkommen an angekaufter Ware im Edelmetall-Handel geprägt. Diese Entwicklung hielt bis zuletzt an. Und sie betraf nicht nur den deutschen Markt. Walter Hell-Höflinger, Geschäftsführer von Gold&Co in Wien hat sich dazu gegenüber Goldreporter geäußert und die Auswirkungen auf den Goldhandel, die Prägestätten und die Marktpreise geschildert.

„Die zurückfließende Umlaufware wird natürlich nicht geschmolzen, sondern zu deutlich niedrigen Aufschlägen in den Markt verkauft – was natürlich die Abnahmen bei den Herstellern zwangshalber zurückgehen lassen musst“, so der Goldexperte.

Während Goldunzen in diesem Jahr mit Aufschlägen von durchschnittlich vier bis fünf Prozent verkauft worden seien, habe das Aufgeld für klassische Anlagemünzen dieser Größe zuletzt ein Prozent oder sogar weniger. Allerdings betrifft dies in der Regel nur Sorten älterer Jahrgänge.

Gold kaufen

Wie sich die Preise für Neuware zuletzt entwickelt haben, lässt sich aus den Ergebnissen unserer wöchentlichen Preiserhebung bei fünf deutschen Anbietern ableiten.

Wer am Freitagvormittag in Form von Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 1.950 Euro pro Unze, also 6 Euro mehr als in unserer Analyse vor einer Woche. Währenddessen stieg das Aufgeld von 4,24 Prozent in der Vorwoche auf nun 4,39 Prozent. Allerdings konnte man Münzen älterer Jahrgänge (aus dem Ankauf) bei Händlern teilweise immer noch bis zu 40 Euro günstiger kaufen. Auf der anderen Seite haben sich einzelne Händler mit höheren Preisen für ältere Jahrgänge gegen einen möglichen Goldpreis-Rückgang abgesichert. Denn der könnte Händler hart treffen, die die teuer angekaufte Ware nicht sofort einschmelzen lassen. Es gilt derzeit also weiterhin, Preise gut zu vergleichen.

Parallel stiegen auch die Aufschläge bei 100-Gramm-Goldbarren leicht an. Denn ein Stück kostete in unserer jüngsten Erhebung durchschnittlich 6.153 Euro und damit 15 Euro mehr als vor einer Woche. Dabei stieg das Aufgeld auf 2,40 Prozent (Vorwoche: 2,36 Prozent).

Silber kaufen

Währenddessen nahmen auch die Aufschläge bei den Silber-Anlageprodukten zu. Denn eine Unze der Maple-Leaf-Silbermünze kostete im Falle des aktuellen Jahrgangs durchschnittlich 30,49 Euro. Damit lagen die Kosten 42,15 Prozent über dem reinen Silberwert (Vorwoche: 41,54 Prozent). Parallel stieg der Aufschlag für 1kg-Silberbarren in unserer Analyse von 30,55 Prozent in der Vorwoche auf 31,88 Prozent.

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Generell sind auch die Spreads gestiegen, also die Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreise im Edelmetall-Handel. Denn das Niveau der Ankaufspreise wurden noch einmal gesenkt.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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7 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Fröhlich, es bleibt mir nur, wie alle Jahre wieder, Ihnen für Ihre vorzügliche Arbeit zu danken, die Sie das Jahr 2023 über geleistet haben! Die Nachrichten zum Thema „Gold“, die sie so regelmäßig zusammentragen, sind für mich eine große Unterstützung bei meinen Anlageentscheidungen und darüber hinaus auch oft noch allgemein bildend. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr verbleibe ich, Ihr Markus Wülfing

    • @Goldreporter Herr Fröhlich: Ich schließe mich, mit den besten Wünschen, ebenso inhaltlich Herrn Wülfing an. Vielen Dank für Ihre regelmäßigen News zu Gold, welche immer gern zu neuen Gedanken anregen. Ihnen also alles Gute und eine flotte Tipp-Hand bei den vielen spannenden Infos in 2024. Guten Rutsch auch allen tollen Kommentatoren hier im Forum. Bestens – Der Commander

  2. „Denn der könnte Händler hart treffen, die die teuer angekaufte Ware nicht sofort einschmelzen lassen.“ Ich gehe mal davon aus, dass sich Profis da mit Finanzprodukten absichern, alles andere wäre ja Wahnsinn

    • @Gregor
      Ich hatte einen Traum.
      Es ist Dezember 2035, im TV der Jahresrückblick 2035.
      Die größte Lachnummer: der ultimative Scam der letzten 50 Jahre ist aufgeflogen, mit dem man Anlegern riesige Milliarden abgenommen hat.
      Die Geschichte ist die reine Comedy: irgendwo in einem unbekannten Keller hat ein unbekannter Japaner (auch angeblich und unbewiesen) einen technisch sehr anspruchsvollen Zahlencode erfunden (das stimmt, die technische Finesse war aber integraler Teil des Marketingplans in einer tech-gläubigen Gesellschaft) und den Leuten fürs Mitspielen Milliarden abgenommen.
      Für einen Zahlencode auf dem Handy.
      Die Leute haben daran geglaubt, wie früher an die Jungfrauengeburt Christi, die Erde als Scheibe und die Tatsache, dass Thor auf die Trommel haut, wenn es donnert.
      Haben die wirklch.
      Bis herauskam, dass…..der Erfinder kein unbekannter Japaner war, sondern ein Urenkel von Herrn Ponzi.
      Nicht wirklich neu.
      Die Leute haben ja auch mal geglaubt, dass eine einzige Tulpenzwiebel so viel wert ist wie 2 Geschäftshäuser mitten in Amsterdam. Ok, der Vergleich hinkt: die Zwiebel gab es wirklich, die konnte man anfassen.

      Und wie immer bei solchen Spielen kam der Moment, an dem irgendwer gesagt hat : Glaube ich nicht mehr, dafür gebe ich kein Geld mehr.
      Dann kam ein Zweiter : stimmt eigentlich, warum…
      Und ein Dritter…
      Es endet immer gleich.
      Wenige wurden reich, viele verars……
      War nur ein Traum.
      Wiedervorlage in 3 Jahren.

      Man kann bei jedem Ponzi Geld verdienen, man muss „nur“ rechtzeitig raus.

  3. Was mich am Goldpreis wundert ist seine Schwäche verglichen mit den Kryptos die doch nichts als ein ungedeckter energieverbrauchender Haufen von Nullen und Einsen in einem Computermodell sind, ich kenne mich nicht aus und das bisschen Gold in der Familie hat mein Uropa angeschafft, rechnet man sich allerdings aus wieviel Gramm Gold auf einen Menschen kämen teilte man es durch 8 Milliarden so sind das kaum 30 Gramm.

    208.874 Tonnen sind das bisher geförderte Gold auf der Welt
    Gold im Umlauf, Schmuckgold, Industriegold und Reservegold.

    Das entspricht in etwa 75% der vermuten Gesamtmenge die mit voranschreitender Entwicklung der Bergbautechnik auf dem Planeten Gesamt abgebaut werden kann.

    Das hieße die auf die nächsten Jahrzehnte erreichbare Gesamtmenge an Gold beliefe sich auf 278.499 Tonnen

    Die 208.874 Tonnen Gold geteilt durch 8.000.000.000 Menschen entsprächen 26,11 Gramm Gold/Kopf

    Nimmt man nur die 35.568 Tonnen global verfügbares Reservegold und teilt dieses durch 8.000.000.000 Menschen, so käme man auf auf gerade einmal 4,45 Gramm pro Kopf bei einer gerechten Verteilung.

    Kann mir irgendjemand bitte den Selling Point der Rarity bei den Kryptos erklären? Wie sieht eigentlich eine vergleichende Energie- und Klimabilanz Gold Kryptos aus?

    Unser Barrengold ist jedenfalls weit über 100 Jahre alt und in der Zeit in der es hier rumliegt dürfte es kaum schädliches CO2 erzeugt haben….

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