Mittwoch,21.Februar 2024
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Goldproduktion der USA erholt sich kaum

Im vergangenen September haben US-Minen zwar etwas mehr Gold gefördert. Im Jahresverlauf liegen die Produktionszahlen aber erneut unter Vorjahr.

Gold aus den USA

Der U.S. Geological Survey (USGS) hat vorläufige Zahlen zur US-amerikanischen Goldproduktion für den Monat September 2023 veröffentlicht. Demnach brachten Bergbauunternehmen in den Vereinigten Staaten in diesem Zeitraum insgesamt 14,6 Tonnen Gold hervor.

Gold, Goldmine, US-Mine (Bild: Goldreporter)
Tagebaumine am Abend: In den USA wird von Jahr zu Jahr weniger Gold gefördert. Neben sinkenden Erzvorkommen machen den Minenbetreibern auch schwierige Finanzierungsbedingungen und steigende Kosten zu schaffen (Bild: Goldreporter).

Damit sank der Output gegenüber Vormonat um 3 Prozent oder 0,5 Tonnen. Dagegen ergibt sich im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 6,5 Prozent oder 0,9 Tonnen. Die 9-Monatszahlen liegen mit 125 Tonnen 0,9 Prozent oder 1,1 Tonnen unter Vorjahr.

Schlechte Bedingungen

Zuletzt machten den US-Minen zuletzt steigende Kosten bei Exploration und Förderung zu schaffen. Auch die Finanzierung von Förderprojekten gestaltet sich seit Jahren schwierig. Generell ist aber auch die Mineralisierung im Gestein über Jahrzehnte hinweg rückläufig und es werden kaum noch substanziell ertragreiche Goldverkommen entdeckt.

Goldproduktion, USA, Gold, 2023
Die US-Goldproduktion in den ersten neun Monaten liegt gegenüber Vorjahr weiter um 0,9 Prozent zurück (Quelle: USGS).

Goldminen-Aktien

Die Börsen-Performance der amerikanischen Minengesellschaften war für Anleger in diesem Jahr ebenfalls recht ernüchternd. Denn der Dow Jones US Gold Mining Index verlor seit Jahresbeginn trotz wiederholter Goldpreis-Rekorde rund 8 Prozent. Zumindest konnten die Minen-Aktien sich mit der jüngsten Kurs-Rally etwas stabilisieren. Allerdings strahlt die Minenbranche für institutionelle Anleger nach wie vor wenig Attraktivität aus. Dieser Umstand äußert sich immer wieder auch in schwierigen Finanzierungsbedingungen für die Betriebe.

Gold-Produktion im Vergleich

Im vergangenen Jahr hatte die US-Goldproduktionsmenge mit 173 Tonnen ein Langzeittief erreicht. Damit halbierte sich die jährliche Liefermenge seit dem Peak im Jahr 1998 mit damals 366 Tonnen.

Gold, Goldproduktion, USA, Chart
Immer weniger Gold: Seit dem Förderhoch im Jahr 1998 hat sich die jährliche Goldproduktion in den USA mehr als halbiert (Quelle: USGS).

Zum Vergleich: Laut den jüngsten USGS-Daten produzierte Branchenprimus China im vergangenen Jahr 330 Tonnen Gold. Australien und Russland folgten mit jeweils 320 Tonnen. Mehr dazu hier: Diese Länder fördern das meiste Gold

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5 Kommentare

  1. Heute muss mit aller Macht nochmal draufgehauen werden. Koste es was es wolle. Im Januar wird Gold erst mal wieder losgelassen.
    Die Drückerei ist sehr teuer:-)
    Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr

  2. Die können froh sein das es Papiergold gibt und genügend Dumme den Dreck kaufen. Ansonsten wäre der Goldpreis schon Richtung Mond

    • @Frosch, ich glaube auch genau dafür hat man Bitcoin geschaffen. Angebliche Alternative zu Gold, es wird überschüssige Liquidität abgeschöpft, um den Zentralbankirrsinn zu kaschieren, die Ersteinsteiger sahnen ab wie im Ponzisystem. Und können mit den (auch Spekulations-) Gewinnen evtl. wieder den Goldmarkt beeinflussen? Es gibt nur 1 Gold, aber einen NeoBitcoin mit demselben Muster oder andere Kryptos sind schnell aufgelegt. In der Hand halten, wenn der Strom weg ist, ohne Spuren? Pustekuchen.

  3. @Todo
    823,66 Mrd USD Market Cap. Das ist die Marktkapitalisierung von Bitcoin, das wären 2 x der Konzern Exxonmobil, nicht gerade wenig. Wessen Interessen vertritt nochmal der CEO von Black Rock Inc. Larry Fink? Die der kleinen Anleger oder die des Big Money? Kommt diese Art von Bitcoin-ETF zustande, werden Milliarden von US-Dollar investiert. Die „kleinen“ werden denken wenn das Big Money reingeht muss es ja gut sein, umso mehr wenn der Preis steigt. Es ist wie mit das Licht der Lampe und die Motten.
    Die Frage ist wann werden die grössen die kleinen fallen lassen. Hier heißt es nicht zu gierig sein, Gewinn mitnehmen und raus.

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