Mittwoch,27.Oktober 2021
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Gold kaufen – Hier müssen Sie vorsichtig sein!

Vorsicht, wenn Sie online Gold kaufen. Immer wieder tauchen im Internet unseriöse Goldanbieter auf. Wir sagen Ihnen, was Sie beachten müssen, um nicht auf Betrüger hereinzufallen.

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Gold kaufen im Internet: Schnell ist die Ware bestellt und der Kaufbetrag überwiesen. Wenn Sie an einen Betrüger geraten sind, ist das Geld weg (Foto: Goldreporter).

Gold kaufen im Internet

In Zeiten von Corona verlagert sich das Edelmetall-Geschäft noch stärker ins Internet. Wer Silber, Platin oder Gold kaufen will, ordert Münzen oder Barren bequem von zu Hause und lässt sich die Ware liefern. Das ist problemlos möglich, wenn man einerseits auf seine Anonymität beim Kauf verzichtet und zudem einen seriösen Anbieter gewählt hat. Anleger sollten sich immer genau darüber informieren, bei wem sie bestellen. Denn wenn das Goldgeschäft boomt, treten immer auch Betrüger auf den Plan.

Besonderheiten des Onlinegeschäfts

In den vergangenen Jahren wurden leichtsinnige Investoren mehrfach um ihr Geld gebracht. Im Edelmetall-Handel ist eine Bezahlung per Vorkasse üblich. Erst wenn der Shop-Betreiber das Geld erhalten hat, versendet er die georderte Ware. Der Grund: Die Edelmetall-Kurse sind deutlichen Schwankungen unterworfen. Und es geht in der Regel um hohe Beträge. Der durchschnittliche Warenkorb im Online-Handel mit Edelmetall lag in den vergangenen Jahren bei etwa 3.000 Euro. Das birgt Risiken für Händler – wenn Kunden Ware bestellen und diese verspätet oder gar nicht zahlen.

Vorsicht vor Betrügern

Aus diesem Grund ist der fingierte Goldhandel im Internet für Betrüger oft ein lukratives Betätigungsfeld. Es geht um eine Menge Geld. Und das wird auch noch vorab überwiesen. So tauchten in den vergangenen Jahren immer wieder „Fake Shops“ auf – also Internetseiten, die den Verkauf von Edelmetall zu meist recht günstigen Preisen fingieren. Die Shops sind meist professionell gestaltet und auch Gütesiegel wie etwa „Trusted Shops“ werden gefälscht oder mit gefälschten Kundenbewertungen manipuliert. Mehr dazu hier: Vorsicht vor gefälschten Edelmetall-Shops!

In einem Fall der vergangenen Jahre lieferte ein Betrüger in den ersten Wochen sogar Gold aus und bewarb seinen Shop im Internet. Nach etwa einem Monat stellte er die Lieferungen ein und machte sich mit dem Geld aus denn zwischenzeitlich aufgelaufenen Bestellungen aus dem Staub.

Wichtige Tipps

Achten Sie also auf folgende Dinge, wenn Sie online Gold kaufen wollen. Hier sollten Sie generell vorsichtig sein:

  • Wenn der Händler erst seit kurzem das Online-Geschäft betreibt. Aber Achtung: dies ist nicht immer eindeutig erkennbar. Oft wird in der Rubrik „Über uns“ behauptet, der Inhaber oder das Unternehmen sei ein langjähriger Marktteilnehmer.
  • Wenn das angebotene Gold und Silber auf die Unze gerechnet günstiger ist als der aktuelle Marktpreis (Goldpreis, Silberpreis an der Börse). Üblich beim Kauf von einer Unze Gold (z.B. Krügerrand) sind zwischen 4 bis 5 Prozent Aufschlag auf den aktuellen Goldkurs.
  • Wenn verlockende Erstkunden-Rabatte versprochen werden. Die Preise auf dem Goldmarkt sind sehr knapp kalkuliert. Auch Händler verdienen an den klassischen Anlageprodukten meist nicht mehr als 1 Prozent, eher weniger. Schnäppchen gibt es in diesem Bereich nicht.
  • Wenn der Händler telefonisch nicht zu erreichen ist.

Eine Auswahl an zuverlässigen Händlern finden Sie in unserer Rubrik Händlerporträts!

Goldkonten und Sparpläne

Aber es gibt auch andere Goldgeschäfte vor denen man warnen muss. Wenn Sie nicht physisches Gold nach Hause bekommen, sondern Ihnen die Einlagerung oder ein Edelmetallkonto versprochen wird, sollten Sie besonders genau hinschauen. Es gibt viele seriöse Händler, die solche Angebote machen auch hier verweisen wir auf unsere Händlerporträts (Edelmetall-Lagerung). Besondere Vorsicht geboten ist hier …

  • Wenn Ihnen im Rahmen von Sparplänen eine Extrarendite versprochen wird. Denn kein privater Anbieter kann mit Gold eine Rendite erwirtschaften, die über die reine Kurssteigerung hinausgeht.
  • Wenn Sie keine Option haben, sich das „angesparte“ Gold jeder Zeit (zu vernünftigen Kosten) physisch ausliefern zu lassen
  • Wenn es sich bei dem angebotenen Gold nur um kleinste Einheiten handelt, wie etwa 1-Gramm-Barren. Auf diese Kleinstbarren entfallen generell sehr hohe Aufschläge, weil der Anteil der Verarbeitungskosten mit fallendem Goldgewicht steigt. Damit kaufen Sie Gold langfristig viel zu teuer ein.

Gold kaufen und extern lagern

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Ratgeber „Schließfach und Depotlagerung“, wenn Sie Gold sicher extern lagern möchten!

Nach wie vor ist der Kauf von Gold nahe am aktuellen Goldkurs, bei einem seriösen Edelmetall-Händler und die Lagerung im unmittelbaren privaten Umfeld die beste Lösung bei der langfristigen Goldanlage (Vermögenssicherung). Aber nicht jeder kann und will Edelmetall zu Hause aufbewahren. Gute und seriöse Lösungen für eine externe Goldlagerung beschreiben wir in unserer Sonderpublikation „Schließfach- und Depotlagerung“. Der Ratgeber ist im Goldreporter-Shop als gedruckte Ausgabe oder als E-Book erhältlich. Wir bieten die Publikation bis zum 18. Januar 2021 zum stark reduzierten Sonderpreis an.

Goldreporter

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13 KOMMENTARE

  1. Anzeige
  2. Neues zu Bitcoin! Lagarde möchte den Bitcoin weltweit regulieren. Ob das gelingt ist offen, aber ich stelle fest, der Bitcoin ist als Problem lokalisiert worden. Mal schauen welche Massnahmen da jetzt eungeleitet werden. Jedenfallls willman das Loch stopfen.

  3. @ Stillhalter
    Wen wundert´s? Die Eliten hassen es wenn Sie bei den Bitcoins lediglich den „Zuschauerstatus“ halten. Aber zumindest beim Gold können die Herr-schaften sich Freitag nachmittags immer noch ordentlich um Uhr 15.00 austoben. Das Wochenende ist dann gerettet:)

  4. Klapperschlange

    Da wo die „ehrenwerte Gesellschaft“ zu Hause ist, haben die letzten 3.500 Jahre die Griechen, Phönizier, Römer etc….ihre Geschäfte gemacht.
    Ganz ohne FIAT und Bitcoin.
    Schätze mal, dass einem „alten“ Consiliere da noch ein gut funktionierendes Zahlungsmittel aus alter Zeit einfällt. Das man auch lagern kann.

    Regulierung BTC durch Christine: wie schon (öfter) gesagt, sobald die ihren CBDC-Euro fertig hat (dito FED, BOJ, BOC), stolpert irgendein Neuling bei der NSA über ein Kabel ……und ….bzzzt. Offline.

    Wer glaubt, dass die NSA und Freunde bei BTC, Thor und allen anderen „sicheren“ Verschlüsselungssystemen keine Backdoors drin haben glaubt auch, dass Olaf Kanzler wird.

    In meinem Laden gab es 5 Geheimhaltungsstufen (1 = niedrig).
    Nur bei 1 und 2 war (ein durch mehrere hundert Mitarbeiter der EDV abgeschirmtes) Internet erlaubt.
    Ab Stufe 3 gab es keine Handies mehr und nur spezielle Laptops (u.a. mit ausgebauten Antennen und spez. gecheckter HW/SW).
    Apple-Geräte sowieso nicht.
    Bei Stufe 4 und 5 völlige körperliche Trennung von Internet und Mobilfunk.
    Doppelt abgeschirmte Räume (elektromagnetisch und Schallwellen).
    Datenübertragung verschlüsselt ?
    Nur für Anfänger.
    Die spez. gesicherten Datenträger wurden persönlich durch Kurier übergeben.
    Schon vor 15 Jahren.

    Nur für die, die noch glauben, die 120.000 Leutchen bei der NSA würden den ganzen Tag Netflix gucken.

  5. Davon abgesehen,ob mein sein Geld in Kryptos wie Bitcoin anlegen will oder nicht,was ich jedenfalls nicht mache,finde ich schon immer viel interessanter,das man immer mit so dümmlichen Argumenten wie Geldwäsche daherkommt,um etwas zu regulieren oder zu verbieten. Das ist so ein Argument wie Rechtsextrem,oder antisemitisch,womit man auch jede noch so berechtigte Kritik zum Schweigen bringen will.Es ist vielmehr die sucht der Eliten,jedes kleine Schlupfloch des privaten Geldes zu stopfen,damit man Jeden und Alles kontrolliert,bis hin zur Bargeldabschaffung.

  6. +++Kryptonischer Newsfeed+++

    Shit happens – oder wie der Russe zu sagen pflegt: такова жизнь.

    Jetzt ist man schon jung, technikaffin und irgendwie sorglos gegenüber der Schönen Neuen Welt [© by Aldous Huxley] und dann passiert so was!

    Ein Programmierer und IT-Experte hat sein Passwort vergessen, um an seine 7002 ShitCoins zu kommen. Gegenwert zur Zeit roundabout 200 Millionen Euro. Als Kryptorianer besitzt er einen sogenannten verschlüsselten Speicher, IronKey genannt, der aber durch ein Passwort geschützt ist. Der unglückliche Stefan Thomas hat nun genau 10 Versuche selbiges korrekt einzugeben – 8 mal ist er bereits gescheitert. Frei nach Lenin, ‚Was tun?‘

    https://www.spiegel.de/netzwelt/web/bitcoin-passwort-vergessen-stefan-thomas-hat-noch-zwei-versuche-um-an-200-millionen-euro-zu-kommen-a-69e7dd73-c700-4a54-b529-b53bbbd3e46e

    Im 9. Versuch würde ich das hoffnungsschwangere „1234“ versuchen.
    Klappt fast immer.

  7. Thanatos
    Das ist wirklich wahnsinnn. Ein passwort vergessen und schon ist soviel Geld weg. Puff. Wer da investiert muss schon einen am dachstübchen haben.Wie kommt man als Programmierer überhaupt an so viel Geld? Da lob ich mir Gold. Da kann ich höchsten vergessen wo ich es versteckt habe.

  8. @andreas

    Lieber Namensvetter – mir ist ebenfalls völlig schleierhaft, warum man sich diesem Kladderadatsch ohne Not ausliefert. Derlei „Renditechancen des Jahrhunderts“ vergehen im Nu ohne jede Substanz und Werterhalt.

    Konfuzius sagt: Nichts Unvollendetes kann für etwas Maßstab sein.

  9. @stillhalter
    Bitcoin ist in Japan mittlerweile eine offiziele Währung und sie ist dezentral. Keiner kennt den Erschaffer. Durch den Währungsstatus kann Bitcoin nicht mehr verboten werden.
    Wohl aber können Banken den Handel einschränken.
    Natürlich werden Ökonomen, Banken und Notenbanken + IWF versuchen das nicht noch mehr Menschen die Fiat Flucht suchen. Du sollst den Aktienmarkt stützen!
    Gold kann leider durch Zertifikate manipuliert werden.
    Ansonsten kann ich nur immer wieder sagen, Bitcoin gehört genauso in ein diversifizierte Portfolio wie Gold.
    Wie groß der jeweiluge Anteil muss jeder selber wissen.

  10. @Thanatos

    Ich verwende immer die private Tel.-Nr. von Kim Jon Un als durchgängiges Passwort, füge den Präfix „Telefon-Seelsorge“ ein und hänge einen Zettel mit dieser geschriebenen Nachricht an mein „Memo-Brett“ mit der „To do-Liste“ in der „Cucina“,- das hat mir schon öfter geholfen, wenn ich z.B. hilflos am PC saß und mich nicht mehr an das Paypal-Pwd erinnern konnte.
    Du weißt ja, wen ich zur Not anrufen könnte, wenn ich die „To do-Liste“ aus Versehen im Restmüll entsorgen sollte;
    , siehe hier.
    PS: das muß aber unter uns bleiben…

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  12. Thanator
    Vollkommen richtig. Die haben alle ein an der Waffel. Genauso mit diesem ganzen Online-Banking und Emails und was weiß ich. Die spinnen doch oder? Und woher soll das ganze Geld beim Bitcoin herkommen? Da ist mir Gold einfach lieber, das bleibt immer beim selben Preis!

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