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Gold kaufen: Welches Gold ist das beste?

Gold ist nicht gleich Gold. Es gibt hinsichtlich der Erscheinungsform, Zusammensetzung und Gestaltung viele Varianten des Edelmetalls. Das müssen Sie beachten, wenn Sie Gold kaufen!

Gold, Goldmünzen, Goldbarren, Gold kaufen (Foto: Goldreporter)

Goldmünzen Maple Leaf und Krügerrand sowie Goldplättchen zu je 1 Gramm. Eine ausgewogene Mischung ist wichtig, wenn man Gold kauft (Foto: Goldreporter)

Gold kaufen als Geldanlage

In Zeiten der Krise beschäftigen sich viele neue Anleger mit Gold als Geldanlage. Bereits als Kind lernt man in Erzählungen und Filmen, dass Gold ein Gegenstand von großem Wert ist. Es ist der Klassiker unter den Geldmetallen. Und dennoch ist Gold nicht gleich Gold. Gold kann man als Schmuck kaufen, als Goldmünzen, Barren oder Medaillen. Es gibt Kunstgegenstände aus Edelmetall. Und es gibt „Papiergold“. Das sind Versprechen, Wettscheine oder Wertpapiere, die auf Gold lauten oder die an die Entwicklung des Goldpreises angelehnt sind. Dazu gehören Fonds, Zertifikate, Optionen oder Futures. Auch Gold auf einem Goldkonto oder im Depot eines Dienstleisters könnte man im Prinzip als Papiergold bezeichnen. Was ist also das beste Gold zur Geldanlage?

Echtes Gold

Gleich das Wichtigste vorab: Wer Gold als Wertaufbewahrungsmittel kaufen möchte, der sollte sich Goldbarren und Goldmünzen zulegen. Wer mit Gold nur kurzfristig spekulieren will, der kann sich auch mit „Papiergold“ auseinandersetzen. Aber: Mit physischem Gold in der eigenen Hand besitzt man die größte Sicherheit. Man kann Goldmünzen und Goldbarren jederzeit recht nah am aktuellen Goldkurs bei einem Edelmetall-Händler verkaufen oder die Stücke in einer Krise gegen andere Dinge tauschen. Und wichtig ist folgende Unterscheidung: Goldmünzen besitzen eine Währungsaufschrift (Nominal). Sie werden von einem Staat ausgegeben. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine Medaille. Diese sind vielleicht bei Sammlern begehrt, als klassische Geldanlage sind sie nicht geeignet.

Also: Kaufen Sie Goldmünzen oder Goldbarren, wenn Sie Geld langfristig in Edelmetall anlegen möchten!

Feingold oder Goldlegierung?

Goldbarren sollten mindestens zu 999 von 1.000 Teilen aus reinem Gold bestehen. Das nennt man dann Feingold. Gängige Bezeichnung dafür ist auch 24 Karat. Gold mit geringerer Feinheit ist legiert. Das heißt, es wurden bei der Herstellung bewusst andere Metalle wie Kupfer oder Silber hinzugeben, etwa um eine Münze härter zu machen. Das spielte vor allem bei Goldmünzen eine Rolle, weil sie früher als Umlaufmünzen durch viele Hände gingen. Das Gleiche gilt für Schmuck. Reines Gold ist ein sehr weiches Metall. Deshalb biss man zu Zeiten des Goldgeldes auch gerne mit den Zähnen darauf, um dessen Echtheit zu prüfen. Goldmünzen kann man auch mit geringerem Feingehalt kaufen. Üblich sind etwa 916,17 von 1.000 Teilen Feingold (22 Karat). Die Krügerrand-Goldmünze besitzt zum Beispiel einen solchen Feingehalt.


Feingehalt von Gold

Feingold-AnteilBezeichnung
> 999/1.000 (Feingold)24 Karat
965/1.000 ("Thaigold)"23,2 Karat
916,7/1.000 (Krügerrand)22 Karat
900/1.00021,6 Karat
875/1.00021 Karat
750/1.00018 Karat
585/1.00014 Karat
375/1.0009 Karat
333/1.0008 Karat
Erklärung/Beispiel: Bei 750er Gold (750/1.000) besteht das Material aus 750 Teilen Feingold und 250 Teilen aus anderem Metall (meist Kupfer oder Silber).

Was ist nun das beste Gold? Die beliebteste Goldmünze zur Geldanlage ist der Krügerrand. Sie ist weltweit bekannt. Das ist beim Wiederverkauf von Vorteil. Die Beigabe von Kupfer macht sie weniger empfindlich für Kratzer. Feingoldmünzen, wie etwa die kanadische Maple-Leaf-Münze zeigt dagegen den unverwechselbaren Glanz und die typische warme Farbe echten Goldes.

Empfehlung: Am Ende entscheiden Sie selbst, was Ihnen wichtiger ist. Kenner mischen beide Münzarten in ihrem Portfolio.

Goldmünzen oder Goldbarren?

Kauft man eher Goldmünzen oder Goldbarren als Geldanlage? Das hängt auch vom Anlagevolumen ab. Wer ein großes Vermögen besitzt, sollte einen höheren den Anteil von Goldbarren mit hohem Gewicht kaufen (z.B. 500 Gramm, 1.000 Gramm). Denn auf das Gramm umgerechnet, sind größere Goldklumpen günstiger als kleine Stücke. Fachbegriff: Größere Goldeinheiten bekommt man mit einem geringeren Aufgeld. Und beim Kauf sollte man schon an den Verkauf denken. Denn einen 1-Kilogramm-Goldbarren muss man in einem Stück verkaufen. Damit ist man weniger flexibel gegenüber kleineren Goldmünzen, die man je nach Liquiditätsbedarf in kleineren Tranchen wieder veräußern kann. Kleinstmünzen (unter 1/4 Unze; 1 Unze = 31,10 Gramm) oder 1-Gramm-Goldbarren sind also in Bezug auf das Aufgeld relativ teuer. Dafür sind diese Einheiten sie in einer Krise womöglich besser als Tauschmittel geeignet.

Auch hier gilt also: Die Mischung macht’s!

Tipp: Mehr Informationen zur Anlage in Gold erfahren Sie auch in unserem Ratgeber „Altersvorsorge mit Gold“. Darin gehen wir auch auf die optimale Gold-Gewichtung im privaten Anlageportfolio ein.

Goldreporter

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Eingetragen von am 23. Dez. 2020. gespeichert unter Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Investment-Tipps, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

3 Kommentare für “Gold kaufen: Welches Gold ist das beste?”

  1. Rechtzeitig zur „geplanten Einführung“ eines globalen „Goldstandards“ findet man wieder untergegangene Galeeren, Goldzüge, mit Gold beladene Meteoriten usw….

    Blick in die Türkei:

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/508338/Ausgerechnet-vor-wahrscheinlicher-Einfuehrung-des-globalen-Goldstandards-Riesige-Gold-Ader-in-der-Tuerkei-entdeckt

    Das ist zwar nur die Überschrift, sagt aber schon alles…

    Riesige Goldader“ mit x-tausend Tonnen, … oder so.

    • @ Klapperschlange

      Also ich halte diesen Artikel für reinen Spekulation genauso wie einen globalen Gold -Standard
      Wenn dann nur eine Teildeckung wenn überhaupt

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  3. Sicherlich richtig mit der Stückelung.
    Nur, den Kilobaren oder den 400 Uz Baren, den kauft man nicht, um ihn zu verkaufen. Das wäre Unsinn.
    Genau so wenig, wie ein Staat, eine Regierung oder jemand eine Atombombe kauft, um sie zu verkaufen. Fragt mal Putin, den Iran oder den Kim.
    Gold ist eine Waffe, der Grossbarren eine strategische.

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