Freitag,09.Dezember 2022
Anzeige

Gold: Noch ein antizyklisches Kaufsignal!

Im US-Futures-Handel sind die Gold-Verkäufe der Banken auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gesunken. Ein weiterer möglicher Kontra-Indikator in Sachen Goldpreis.

Gold-Position der Banken

Die an der US-Warenterminbörse COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken sind ein wichtiger Indikator für die Lage auf dem Goldmarkt. Und Anfang November hat sich deren Netto-Verkaufsposition den niedrigsten Stand seit November 2018 erreicht. Das geht aus dem aktuellen Bank Participation Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC hervor. Das heißt, auch hier sehen wir womöglich ein antizyklisches Kaufsignal.

Gold, Goldpreis, US-Banken, Futures, Positionen, COMEX
Die Netto-Short-Position der am US-Terminmarkt mit Gold -Futures handelnden Banken ist auf den tiefsten Stand seit November 2018 gefallen.

Short-Position auf 4-Jahres-Tief

Denn per 1. November 2022 waren alle an der COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken mit 64.726 Kontrakten netto-short positioniert. Damit verkauften diese 29, nicht namentlich genannten Institute unter dem Strich nur noch 201 Tonnen Gold auf Termin.

Gegenüber Vormonat sank die Verkaufsposition um 17 Prozent. Zum Vergleich: Im vergangenen März waren die Banken noch mit umgerechnet 487 Tonnen netto-short. Damals erreichte der Goldpreis ein markantes Zwischenhoch. Auf Euro-Basis gab es sogar ein neues Allzeithoch.

Die besonders einflussreichen (fünf) mit Gold-Futures handelnden US-Banken reduzierten ihre Netto-Verkäufe gegenüber Vormonat um 16 Prozent auf 38.100 Kontrakte. Damit stand diese Gruppe noch mit umgerechnet 118 Tonnen auf der Verkaufsseite. Das wiederum ist der niedrigste Stand seit vergangenem Januar.

Silber-Futures

Hingegen ging die Netto-Short-Position der US-Banken bei den Silber-Futures um 12 Prozent zurück auf 21.630 Kontrakte. Das heißt, diese Unternehmen verkauften Anfang November gemeinsam (netto) 3.363 Tonnen auf Termin. Dabei handelt es sich im Rahmen des monatlichen Bank Participation Reports um den niedrigsten Wert seit vergangenem September. Und Achtung: Betrachtet man diesen Aspekt als Kontraindikator, so ist Silber dem großen goldenen Bruder in den vergangenen Monaten schon deutlich vorausgeeilt. Denn seit Anfang September stieg der Silberpreis bereits wieder um 17 Prozent.

Silber, US-Banken, Futures, Positionen, COMEX
Silber-Short-Position der US-Banken: Antizyklisches Kaufsignal schon Anfang September. Seither ist der Silberpreis schon wieder um 17 Prozent gestiegen.

Hintergrund Gold-Futures und Goldpreis

Die Banken agieren als Market Maker, handeln Silber und Gold aber auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis/Silberpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn die Edelmetall-Kurse besonders stark gefallen waren. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Kursrückgang zu rechnen.

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

16 Kommentare

  1. Im Dezember werden wir mehr sehen.
    Denn zum Jahresende gibt es wie meistens ein Window Dressing bei den Aktien und ein Drückerchen bei den EM.
    Der DAX, aber auch der DOW steht jetzt noch beim Jahresgewinn im Minus und Gold ebenso auf Dollarbasis, auf Eurobasis +- Null.
    Das wird so nicht bleiben. Der DOW muss noch deutlich rauf und der DAX ebenso.
    Am Jahresende muss es heissen: DOW 18% plus, DAX 12% Plus und Gold mindestens 9% Minus, alles trotz oder wegen der Inflation.
    Die Aktien, besonders die der USA, müssen einen Gewinn deutlich über der Inflation machen und Gold zu den grössten Inflations Verlierern der letzten 50 Jahre zählen.
    Das ist der Weg und darauf spekuliere ich für den Golderwerb.

  2. @Maruti
    Der Goldpreis steckt trotz hoher Inflation fest. Schon langsam frage ich mich, ob es nicht doch klüger gewesen wäre, das Geld in Immobilien zu stecken. Wenn man sich die Tatsache zu Gemüte führt, wie sehr diese Preise steigen im Gegensatz zum Gold….

    • @Löwenzahn
      Ich würde mich heute nicht mehr mit einer Immobilie belasten. Nicht einmal für den Eigenbedarf. Die Gefahr
      das der Staat gerade in diesem Segment demnächst übergriffig wird, ist mir inzwischen zu hoch. Lieber feststecken als die Hälfte verlieren.

    • @Löwenzahn
      Immomarkt: für München als Beispiel minus 7 % im ersten Halbjahr. NOMINAL.
      D.h. nach Inflation real minus 17% bis minus 25%, je nach Sichtweise.
      Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer etc. fast 13 %, bei Gold 3 %).
      Mietrendite weniger als 1 % und dann kommt noch Berlin und zwingt mich, für ein Vermögen eine PV und Wärmepumpe einzubauen.
      Und wenn dann die Wärmepumpe drin ist, verdreifachen die Stadtwerke den Strompreis für die Wärmepumpe auf 72 Cent, ab 01.01.2023. Kein Witz. Eine fiese Falle.
      Teurer heizen geht nicht.

      Bei Gold gibt es auch keine Arbeit mit einem Mieter und kein Politiker kann mich zwingen, eine Photovoltaik auf den Barren zu schrauben.

      Und wenn dann 2024 die Vermögenstuer oder der Lastenausgleich kommt, ist die Immobilie was ?
      Immobil !

      Prognose: werden Immos in einem Land, das bis 2030 ca. 5 bis 6 MIO. gut bezahlte Jobs durch Deindustrialisierung verlieren wird im Wert steigen ?
      Glaube ich nicht.

      Bin ich jetzt Pessimist oder Realist ?

      Nein, ich bin Optimist.
      Es gibt dazu nur eine Voraussetzung: das Geld muss raus aus diesem Land. Z.B.in diesen kleinen runden Dingern……

      • Guten Morgen Meister Eder,
        genau Deine Gedanken treiben mich gerade um, der Anlagenotstand machts möglich.
        Die Kohle für die Altersversorgung sichern ist das Problem und „die Karten werden wöchentlich neu gemischt“, nicht nur im politischen Irrenhaus Germany.
        Da braut sich etwas zusammen!

      • @Materialist
        In diesem Land und dieser Zeit sehr gefährlich. Allein die Heizungszwangsumstellung bis 2026 wird Privatinsolvenzen in Masse schaffen (oder unbeheizte Häuser) .
        @Meister Eder
        Vielleicht als Zusatz. In einem Altbau eine Luft/ Wasser Wärmepumpe zu installieren, ist
        Irrwitz. In der Regel unter 4 °C wird sie zur reinen Elektroheizung. Sie ist eine klassische
        Niedertemperaturheizung, d.h. alle Fußböden im Haus aufnehmen um Heizschlangen
        zu verlegen plus Wärmedämmungen am Haus. Ich kann mir nicht vorstellen, das selbst die kleinste Heizung 5 stellig bleibt. Und wie Sie schreiben, incl, Strompreisfalle.
        Machen wir uns eben die Welt, wie sie anderen gefällt.

        • @Goldhase
          Nur mal schnell für die Mitleser: in einem MFH, in dem wir eine Mietwohnung haben, ist die Heizung altersbedingt fällig (20 Wohnungen).
          1.) Neue Ölheizung: 95,000
          2.) Pellets: 200.000, bei vervierfachtem Pelletpreis in einem Jahr und kalkulierten Wartungskosten von 4.000 Euro p.a. , weil die Technik anfällig ist.
          3.) Wärmepumpe 160,000, das geht aber (BJ 1975) nur nach Sanierung/Dämmung, das sind dann noch mal 500.000 bis 600.000.
          Wenn man eine Wasser-Wasser-WP mit Tiefbrunnen oder Soletechnik will, kommen noch mal 200.000 für die Bohrungen drauf.
          Kalkulierte Lebensdauer 16 Jahre.

          Fazit: Ölheizung zu 95.000 oder Öko-Wärmepumpe mit allem für eine Mio. , also 50.000 je Wohnung. Rechtlich müsste man dann den Mietern die Miete um 340 Euro je Monat erhöhen. Die würden sich freuen.
          Das ist nicht freiwillig: wenn ich das als Vermieter nicht mache, steht das Finanzamt sofort auf der Matte.
          Bei den explodierenden Strompreisen wohl keine Einsparung bei den Heizkosten.
          Wir bauen noch mal Öl-Brennwert ein. Hält ca. 30 Jahre.
          Zahlen von einem Profi-Ingenieurbüro.

          Zugegeben: wenn man ein Neubaueinfamilienhaus baut, mit Fussbodenheizung und allem Schnick Schnack, sieht es vielleicht anders aus.
          Wenn man daran glaubt, dass es im Winter Strom gibt.
          Die Regierung glaubt es nicht:
          1.) Im Juni still und leise eingeführter neuer § 14 a Energiewirtschaftsgesetz: die Bundesnetzagentur kann Wärmepumpen und E-Auto-Ladeboxen jederzeit ferngesteuert abschalten.
          2.) In den Verträgen der Stadtwerke München für Wärmepumpenstrom gibt es jetzt auch so einen netten Passus: „..die SWM sind von ihrer Lieferverpflichtung befreit, wenn der Netzbetreiber…..“

          All die Sorgen habe ich bei einem süssen kleinen Barren nicht.
          Der liegt einfach friedlich herum und braucht keine Heizung, keine Dämmung, ruft nicht an, weil die Toilettenspülung undicht ist und er hat keine Wartungskosten ( 1x im Jahr in die Hand nehmen und zärtlich streicheln reicht…).
          Und wird seit Jahren immer mehr wert.

          Nur mal so…..

    • Ich sehe nur Preisstürze im oberen und mittleren Segmenten! Meine Eltern versuchen gerade eine kleine Villa( Naherholungsgebiet ) zu veräußern. Der Preis ist mehr als moderat, leider hatten wir vorher Grundstücke sehr optimal verkauft und damit( gegen meinen Rat) das Gebäude modernisiert! Heute ist bei uns die obere Heizungspumpe in die Binsen gegangen und unsere Öltank leert sich auch merklich! Finanzamt läßt mit Rückzahlungen auch schon über drei Monate auf sich warten. Da wurden mal wieder die falschen Prioritäten gesetzt! Da hilft nur der Verkauf von Gold, ist gerade auch definitiv der beste Moment! So das mußte ich mir zum Thema Immobilien mal von der Seele schreiben! Betongold!

    • @löwenzahn
      Eine Immobilie kann auch ein verdammter Klotz am Bein sein. Sicher, man kann damit auch Rendite erwirtschaften, aber die Sicherheit von Gold hat sie nicht.
      Gold ist das einzige materielle auf Erden, welches nahezu 100% Sicherheit bietet.
      Und so etwas gibt es leider nicht umsonst.
      Denn sonst würden alle in Gold investieren und eben nicht in Immobilien oder Aktienpapiere und für den Gewinn ins Wettbüro gehen :).
      Verstehen Sie, Gold ist für den Besitzer der allerletzte Anker, falls alles andere reisst. Wenn der nicht hält, ist ohnehin alles aus.
      Sie können in einem Flieger 4 Motoren haben, alles 3 fach redundant, 3 Piloten und weiss Gott noch sonst was gut und teuer ist. Einen Fallschirm oder Schleudersitz aber ersetzt es nicht.
      Ein Baker ejection seat samt allem Drum und dran kostet gut eine halbe Million in einfacher Ausführung und die jährliche Wartung und Unterhalt verschlingt Ihr Jahreseinkommen. Und falls Sie den mal verkaufen, bekommen Sie nicht mal die Hälfte.
      Sollte man lieber in einen 5. Motor und 4. Piloten investieren ?

  3. @Löwenzahn
    Der Immobilienmarkt ist gerade am stagnieren oder einbrechen außer sie reden von 2015-2021 aber in der Zeit stieg Gold auch von 1000€ auf aktuell 1670€

  4. Hallo Löwenzahn, meiner Meinung nach ist der Peak von Immobilienpreisen überschritten.
    Der Mix von Inflation und höheren Zinsen lâsst die Nachfrage nach Immobilien eindeutig zurückgehen.
    Ich befürchte, dass sich sehr viele Hâuslbauer bzw Käufer mit einer hohen Fremdfinanzierung übernommen haben und in den nächsten Jahren mehr als nur einige Immos frei am Markt werden, und das zu einem erheblich geringerem Preis.
    Und dann das noch …
    https://uncutnews.ch/zentralbanken-kaufen-in-aller-stille-gold-und-das-in-einem-ausmass-wie-seit-55-jahren-nicht-mehr/

  5. Was mich behäftigt:

    Bei den letzten Zinserhöhungen der FED 2019 gab es kurz vor Weihnachten Panik. Folge: Ausserordentliche FED Sitzung und dann drastische Zinssenkungen.

    Diesmal werden von der FED die Zinsen drastischer und schneller angehoben, sind jetzt sogar höher, aber die Panik ist bisher ausgeblieben. Frage: Was ist diesmal anders? Was hat man geändert, dass das möglich ist. Da die Schulden auch in den letzten Jahren weiter gewachsen sind finde ich das merkwürdig.

    Wer hat da eine Idee?

  6. Antwort zu Frage von Stillhalter 7.11 1:51

    DM hat da eine gute Vorstellung und sehr plausible Erklärung/en dazu (komplett sehr sehens-/hörenswerter Beitrag vor allem auch in der 2. Stunde !)

    https://www.youtube.com/watch?v=xpJp5mRyw9E

    Schönen Gruss in die – wie fast immer – fantastische Runde (toll dass auch die ganzen Trolle wieder mal durch Abwesenheit glänzen ;-)

    Ich (privat, seriös) schreibe leider nur sehr selten aber ihr die ihr hier alle regelmässig schreibt seid Klasse und wir wären ein perfektes Team um nach dem Sturm dem Guten und Vernünftigen auf Dauer . . .

    GR darf Kontakte gerne an mich durchreichen wenn gewünscht …

  7. Was musste ich mir als Verfechter von Gold alles anhören von den Bitcoin Fetischisten.
    Gold, Dinosaurier Relikt, nur für Opas, nicht mehr zeitgemäss die Zukunft gehört Bitcoin.
    Was sind die Fakten: von 60 000 Sfr ist der Bitcoin auf aktuell 16000 Franken gefallen. Hoppla. Und all die Krypto Banken die entweder gehäckt wurden, Schäden in 3 stelliger Millionenhöhe, oder vom Wallett auf dem Smartphone Cyber Devisen geklaut, und jetzt ist TSX pleite. Uebernahme gescheitert.
    Was ist mit all den c
    Coins der Kunden bei TSX?? Uff Uff Uff. Da ist mdas physische Gold wohl nicht so schlecht.
    Was meint ihr Leute? Salve.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige