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Gold: Neues Kaufinteresse nach Kurs-Rücksetzer?

Der Goldpreis hat von seinen Höchstkursen Ende Juni rund 5 Prozent abgegeben. Einige Analysten erwarten nun weiter fallende Edelmetallpreise, weil die Investorennachfrage aufgrund der verbesserten Konjunkturlage nachlasse. Andere sehen die kürzliche Kursentwicklung als Marktbereinigung und erwarten nun wieder steigende Kurse.

Im Nachmittagsfixing des 28. Juni wurde der Goldpreis in London auf 1.261 Dollar festgelegt. Neuer Rekord. Seither knickte der Kurs des Edelmetalls um 55,5 Dollar oder 4,4 Prozent ein. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Preisrutsch am 2. Juli, der alleine für einen Abschlag von 40 Dollar verantwortlich war.

Wie geht es nun weiter? Die Meinungen der Finanzanalysten sind wie immer geteilt.

“Der Goldpreis ist auf das Niveau von Anfang April zurück gefallen, als das Metall unterhalb von 1.150 Dollar notierte. Das bedeutet effektiv, dass alle Handelspositionen, die in Zusammenhang mit dem erhöhten Staatspleitenrisiko aufgebaut wurden, nun herausgenommen sind. Das ergibt einen Sinn, weil Investoren das Risiko von Staatspleiten für unwahrscheinlicher halten”, erklärt Edel Tully, Analyst bei UBS gegenüber Economic Times.

„Kurzfristig dürfte der Preis nach unten gehen, könnte bei 1000 Dollar oder darunter liegen“, sagt Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg der Frankfurter Rundschau. Das aktuelle Niveau werde laut Weinberg erst wieder Ende 2010 erreicht.

“Legt man die breite Zunahme der Risikofreude zugrunde, dann könnte Gold eine Liquidation weiterer Long-Positionen bevorstehen”, so James Moore, Analyst bei TheBullionDesk.com gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg.

Er erwarte jedoch, dass unterhalb von 1.200 Dollar wieder verstärkt Käufer von physischem Gold und nicht-physischen Goldanlagen aktiv werden.

“Gold könnte ein paar neue Impulse gebrauchen, um über das aktuelle Niveau hinaus anzusteigen. Da die Sorgen über eine Abschwächung der Konjunkturerholung schwinden, verlieren Investoren ihren Appetit auf Gold. Dennoch ist einer schärferer Kursrückgang derzeit unwahrscheinlich”, so Chae Un Soo, Trader bei KEB Futures Co. in Seoul.

Tatsache ist: An der amerikanischen Terminbörse sind die spekulativen Long-Positionen (Wetten auf steigende Kurse) in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen. Dafür hat vor allem der 2. Juli gesorgt. Denn diese Anlegergruppe war vielfach gezwungen, ihre Termingeschäfte einzudecken.

„Der Markt wurde stark bereinigt. Das sehe ich nun erneut als sehr bullisches Zeichen für Gold“, sagt der amerikanische Rohstoff-Experte Ted Butler. Die Logik dahinter: Wenn „alle“ bereits auf steigende Kurse wetten, kann es kaum mehr zusätzliche Nachfrageimpulse geben. Umgekehrt: Je weniger „long“ sind, desto größer ist das Aufwärtspotenzial.

Fazit: Die vorübergehende Goldpreis-Schwäche könnte schon bald wieder vorüber sein. Denn an den fundamentalen Gründen, Gold zu halten, hat sich in den letzten Wochen rein gar nichts geändert.


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Eingetragen von am 23. Jul. 2010. gespeichert unter Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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  • taipan: @force majeure genau.Auf den Punkt gebracht. Es ist ein Wertaufbewahrungsmittel und kein Handelsgut wie...
  • Force Majeure: @taipan Schon klar. Nimmt man mit Jastram die „Goldene Konstante“ so ist Gold eben einfach...
  • taipan: @force majeure Eine Notenbank ist ein Konsortium. Die muss nicht unbedingt zum Wohle des Volkes handeln.Eine...
  • Force Majeure: Es wäre doch nur einfältig zu nennen wenn er das Gold nun gegen (kurzfristige) Devisen verkaufen...
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  • taipan: @force majeure Gold und Silber ist eben etwas für Eliten. Papiere und Schuldverschreibungen etwas fürs Volk...
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