Mittwoch,28.September 2022
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Gold und Silber kaufen: So ist die Lage im Handel

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Sie möchten Gold kaufen? Eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze kostete am Freitagvormittag durchschnittlich 1.798 Euro. Basis ist unsere wöchentliche, seit 2010 durchgeführte Preiserhebung (Foto: Goldreporter).

Das Aufgeld für Gold- und Silber-Produkte ist gegenüber Vorwoche zurückgekommen. Silber bleibt aufgrund eines knappen Angebots aber relativ teuer.

Krügerrand-Goldmünzen

Am heutigen Freitagvormittag um 11 Uhr kostete eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze durchschnittlich 1.798 US-Dollar. Das sind zwei Euro weniger als vor einer Woche. Die Zahlen basieren auf unserer Preiserhebung bei fünf deutschen Edelmetall-Händler. Derweilen notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit knapp 1.711 Euro pro Unze. Somit zahlte man gemäß unserer Analyse beim Kauf von Krügerrand-Goldmünzen durchschnittlich ein Aufgeld von 5,11 Prozent. In der Vorwoche waren es noch 5,35 Prozent.

Gesunkenes Aufgeld für Gold

Auch bei 100-Gramm-Goldbarren sehen wir einen deutlichen Rückgang bei den Aufschlägen. Denn mit einem Durchschnittspreis von 5.649 Euro lagen die Kosten für diese Stücke gemäß unserer Berechnung 2,68 Prozent über dem Goldpreis (Vorwoche: 2,92 Prozent).

Und das rückläufige Aufgeld ist auch bei Silbermünzen der Sorte Maple Leaf festzustellen. Denn eine Unze kostete zuletzt durchschnittlich 25,16 Euro. Der Silberpreis kletterte gegenüber Vorwoche um 4 Prozent auf 18,72 Euro. Somit betrug das Aufgeld für den aktuellen Maple-Jahrgang 34,40 Prozent. Dagegen waren es vor einer Woche noch 36,54 Prozent.

Silber-Produkte

Damit sind 1-Kilo-Silberbarren aber – aufs Gramm gerechnet – weiterhin günstiger als die begehrten Silberlinge. Denn die schweren Silbereinheiten wurden mit einem Aufgeld von durchschnittlich 33,60 Prozent abgegeben.

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Im Silber-Sektor herrscht allerdings weiterhin ein Angebotsengpass. Die Händler könnten eigenen Angaben zufolge mehr verkaufen, wenn mehr Ware verfügbar wäre. Ein Grund dafür ist auch der Umstand, dass sich die Prägeanstalten derzeit auf die Goldmünzen-Herstellung konzentrieren. Denn bei gleichen Herstellungskosten bringen die Goldprodukte deutlich mehr Ertrag als entsprechende Silberware.

Da viele Firmen an der Kapazitätsgrenze arbeiten, ist diese Tatsache besonders relevant. Und das bedeutet, dass Ware restriktiv an die großen Händler zugeteilt wird. Die Direkt-Importeure haben dann oft nur noch die Möglichkeit, alle ein bis zwei Monate neue Ware zu bekommen.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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5 Kommentare

  1. Die meisten „Analysten“ und „Kommentatoren“ zur Gold- und Silberpreis-Entwicklung
    weigern sich hartnäckig, zuzugeben, daß die Edelmetalle von den Notenbanken/ den
    Bullionbanken schon seit Gründung der „CME-Group“ (Chicago Mercantile Exchange)
    im Jahr 2007 kontrolliert „manipuliert“
    werden, vor allem an der „New York Commodities Exchange“ (COMEX).

    Dann werden „Muster“ (auch saisonale Übereinstimmungen) in der
    Vergangenheit gesucht, um wackelige Prognosen aufzustellen,
    (siehe hier:)

    (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿)

    • @klapperschlange
      Das war immer schon so und genau daraus kann man profitieren. Wie sonst auch, wenn eine Ware zu Preisen unter Herstellungskosten auf den Markt geworfen wird.
      Das ist dann immer die Zeit für Schnäppchen Jäger.
      Freuen wir uns doch darüber.
      Jeder freut sich doch, wenn er etwas günstig ergattern kann. Das gilt auch bei allen langlebigen Dingen, welche man ohnehin nicht wieder verkaufen wird.

    • @Klapperschlange
      Kein Zynismus, einfach eine Tatsachenbeschreibung:
      Die lukrativsten Geschäfte macht man, wenn 95 % der der Konkurrenten “ blöd wie 5 Meter Feldweg “ (Spruch aus BY) sind.
      Genießen wir es einfach.
      War doch toll, als man auf der Titanic ohne Gedränge in die ersten Rettungsboote kam, als die Masse noch bei den Gratisdrinks und der Bordkapelle war.
      Lassen wir die eben dumm in die Pleite rauschen.
      Jeder hatte seit 2008 Zeit, was zu lernen.

      • @Meister Eder So sehe ich das auch, der deutsche Wähler welcher seine Augen 30 Jahre nicht zum Sehen benutzt hat wird sie halt bald zum Weinen benutzen müssen….

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