Mittwoch,12.Juni 2024
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Gold und Silber: Keine Impulse vom ETF-Markt

Der Goldpreis bewegt sich erneut in Richtung seiner jüngsten Rekordhochs. Allerdings gibt es nach wie vor kaum Impulse vom ETF-Markt.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Donnerstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.997 US-Dollar pro Unze (Februar-Kontrakt). Das entsprach 1.835 Euro. Silber kostete zum gleichen Zeitpunkt 22,92 US-Dollar beziehungsweise 21,06 Euro pro Unze. Damit kamen die Edelmetall-Preise im Vorwochenvergleich noch einmal zurück. Gold gab um 2,4 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent nach. Dagegen erwischte es Silber einmal mehr noch härter. Denn der Kurs kam um 5,3 Prozent oder 6,4 Prozent zurück.

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Der SPDR Gold Shares (GLD) ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold pro ausgegebenem Anteilsschein physisch gedeckt. Anders als beim Goldpreis gab es hier keine Hochs zu verzeichnen.

Zentralbank-Sitzungen

Allerdings ging es am Mittwochabend nach Ende der Fed-Sitzung wieder deutlicher hoch mit den Kursen (Gold: Neuer Höhenflug nach Fed-Sitzung). So notierte der Goldpreis am Donnerstag um 15:30 Uhr mit 2.046 US-Dollar (1.866 Euro).

Das Ergebnis der EZB-Sitzung am heutigen Nachmittag stärkte den Euro gegenüber dem US-Dollar zusätzlich. Wie erwartet, bleibt der Euro-Leitzins unverändert bei 4,5 Prozent. Allerdings gab es aus Frankfurt noch keine Signale, die auf bereits anstehende Zinssenkungen hindeuten.

Größter Gold-ETF

Die jüngsten Ereignisse hatte noch keinen Einfluss auf die Entwicklung der ETF-Investments, die mittel- und langfristig einen wichtigen Einfluss auf die physische Goldnachfrage und auch auf den Goldpreis haben können.

So meldet der Betreiber des SPDR Gold Shares (Börsenkürzel: GLD) per 13. Dezember 2023 physische Goldbestände im Umfang von 877,96 Tonnen. Damit nahm das Inventar gegenüber Vorwoche um 2,87 Tonnen ab. Dabei zogen Investoren netto 314 Millionen US-Dollar an Kapital ab. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der GLD-Betreiber eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern.

Größter Silber-ETF

Dagegen gab es auf dem Silbermarkt offensichtlich Schnäppchenjäger. Denn die physischen Bestände des größten Silber-ETF, dem iShares Silver Trust (SLV) stiegen im Vorwochenvergleich um 260,63 Tonnen oder 1,9 Prozent auf 13.731,26 Tonnen. Dabei flossen dem Fonds netto 193 Millionen US-Dollar zu. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Fonds eine Unze Silber physisch einlagern.

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Einordnung Gold- und Silber-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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