Sonntag,03.März 2024
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Gold unter Druck, Anleihe-Renditen steigen

Zuletzt sind die Anleihe-Renditen wieder angestiegen. Gold geriet am Dienstag etwas unter Druck. Am Freitag gibt es neue US-Arbeitsmarktzahlen.

Gold am Monatsanfang

Am Dienstagvormittag um 15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.946 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.776 Euro. Damit kam Gold auf Dollar-Basis gegenüber Vorwoche um 0,7 Prozent zurück. Dagegen zog der Euro-Goldpreis um 0,4 Prozent an. Nachdem der vergangene Monat fast 2 Prozent Kursgewinn brachte (in Euro), begann der August mit leichten Verlusten. In beiden Währungen ging es am ersten Tag des Monats knapp 1 Prozent nach unten.

Gold, Goldpreis, Goldbarren, Anleihen (Bild: Goldreporter)
Gold ist etwas schwächer in den neuen Monat gestartet. Die Anleihe-Renditen sind zuletzt wieder deutlicher angestiegen (Bild: Goldreporter).

Anleihe-Renditen

Mit den jüngsten Notenbank-Sitzungen wurden die Erwartungen an weiter steigende Zinsen nur mäßig gedämpft. Dazu beigetragen haben auch die nach wie vor hohe Inflation – insbesondere was die Kernraten betrifft. In diesem Zuge sind auch die Anleihe-Renditen erneut angestiegen. So rentierten 10-jährige US-Staatspapiere am Dienstag mit 4,01 Prozent – nach 3,87 Prozent in der Vorwoche. Währenddessen stiegen die Zinsen für deutsche Papiere von 2,41 Prozent auf 2,51 Prozent. Und entsprechende Aufschläge sehen wir auch bei den andere europäischen Staatsanleihen.

Ausblick

Wichtigster Berichtstermin der neuen Woche bilden wohl die US-Arbeitsmarktzahlen für den Monat Juli. Sie werden am Freitagnachmittag veröffentlicht. Informationen, die auf eine Abschwächung der Wirtschaft hindeuten, reduzieren zwar die Zinserwartungen. Bei dem zuletzt positiven Momentum an den Aktienmärkten könnten aber größere Impulse von überraschend positiven Konjunktur-Signalen ausgehen.

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Renditen und Gold

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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17 Kommentare

  1. Eigentlich unglaublich dass EM fällt oder dümpelt…bei Nachrichten über evtl goldgedeckter BRICS Währung, sinkender COMEX Bestände (Silber) usw
    Gibts irgendwann nen Rumms oder Doppelrumms bei den EM Preisen?

    • @Klaus
      EM fällt nicht, es bleibt in seiner Kaufkraft gleich.
      Nur manchmal gewinnt der Dollar an Stärke oder der mehr oder weniger von ihm beeinflusste Euro, manchmal
      verliert der Dollar oder Euro und alles wird teurer.
      Obendrauf wird noch Manipulation mit den Preisen getrieben, dass sich die Balken biegen.
      Halten Sie einfach Dollars als Valuten, also Scheine und Gold als Münze.
      Der Gesamtwert beider Dinge wird immer gleich sein.
      Fällt der Dollar, steigt das Gold, steigt der Dollar fällt das Gold. Zusätzlich haben Sie noch die Sicherheit des Goldes, falls das Papier brennt.
      Steigt also der Wert des Dollars, kaufen Sie einfach um diesen Betrag Gold nach. Fällt der Dollar, könnten Sie Gold verkaufen oder sparsamer leben und das Gold behalten. Die Wahl haben dann Sie und nicht die Obrigkeiten.
      Ich halte das schon seit Jahrzehnten so, ohne den Stress
      eines Investments in eine Firma, welche ich nicht mal betreten darf. Deshalb investiere ich ausschliesslich in mich und meine Lieben.
      Gold und Bargeld, mehr braucht der Mensch nicht in finanziellen Angelegenheiten. Sollen andere mit dem Rest glücklich werden.

      • @Maruti Bitte verzeihen Sie mir, wenn das eine blöde Frage ist. Aber wie meinen Sie das mit dem Dollar und den Scheinen? Gehen Sie auf eine Bank und bestellen für einen gewissen Betrag Dollar und nehmen es als Bargeld mit nach Hause?

        • @Snowflake
          Richtig. Dollarscheine in kleiner Stückelung.
          Früher hatte ich SF, jedoch hat die Schweiz ein Ablaufdatum bei den Scheinen und man muss dann extra in die Schweiz reisen um die alten Scheine zu tauschen. Ansonsten hätte ich zum Dollar noch die Franken.
          Ich habe also Dollars und Euro in Scheinen, vormals auch Franken und Gold / Silber in klimpernder Münze und Barren. Damit bin ich sehr flexibel und unabhängig.

          • @ Maruti Vielen Dank für Ihre Antwort. Mit dem Dollar werde ich mir noch überlegen. Die Idee finde ich charmant.

    • Dank für den Dollar Tip. Aber bei meinen kleinen übrigen Beträgen lohnt kein Dollar wechsel. Ein, zwei Silberne mtl, mehr is nich…

      • Silber ist für mich sehr teuer geworden. Die durchschnittliche Unze kostet heute schon 30 Euro. Obwohl der Silberpreis noch nicht mal annähernd in Fahrt gekommen ist.
        Viele reden immer von einem schlechten Investment wenn man von Silber spricht.
        Wenn man aber seit 2000 ca. In Münzen investiert sind diese um das 5 fache und mehr gestiegen.
        Es geht schlechter…!
        Wie immer kommt es auf den einstiegskurs an.

  2. @Klaus
    Jeder nach seine finanziellen Möglichkeiten, lieber zwei Silberne in Monat als gar keine. Was man hat das hat man.
    Ausserdem sowohl Gold wie auch Silber dienen der Absicherung und Schutz des Vermögens, ich persönlich schaue garnicht auf den Kurs. Ich kaufe nach rücksätzer und wenn Geld übrig ist, da ich nicht vor habe zu verkaufen.

    • @ Big Driver Im Prinzip haben Sie recht. Man kauft, wenn man die Gelegenheit dazu hat, unabhängig vom Preis. Das mache ich auch so, weil ich langfristig investiert sein will. D. h., ich möchte mit Edelmetallen nicht spekulieren und es irgendwann vererben.

  3. Es kracht wieder im Casino.Musste heute das Frühstück verschieben u, erst mal Aktienmüll zu verkaufen.Erst keine stabile Internetverbimdung,fann Akku TAN Generator tauschen ,.Ich hatte echt Stres ,Gott sei Dank bin ich das Zeug jetzt los..Mit Gold lebt man halt ruhiger.

    • @materialist
      Kenne ich nur zu gut.
      Kaufen geht fast immer bei steigenden Aktien, komisch, da funktioniert das Internet.
      Fallen die Kurse, schwupp, hat das Internet plötzlich Probleme oder die Bank oder der Broker oder der Auftrag kann nicht ausgeführt werden wegen Screen Snapping oder ähnliches wirres Zeug.
      Deshalb habe ich auch nur Gold und Bares.

      • Kenne ich vom Internet Poker, mit den besten Karten war auf einmal immer das Internet unterbrochen.
        Habe aber wieder etwas gelernt damals. Traue niemandem im Internet…:-)
        Nur Cash, Gold und Silber

  4. @Ammit Vielen Dank für den Link. Ich kaufe meistens ein- oder zweimal im Jahr, wenn ich denke, dass es günstig ist. Da ich langfristig investiere und nicht vor habe, meine Edelmetalle zu verkaufen, relativiert sich der Preis. Im Nachhinein weiß man dann, ob es richtig war oder nicht. Auf lange Sicht macht man damit keinen Fehler.

    • @Snowflake
      Gerade wenn man langfristig kaufen und nichts verkaufen will, macht sein System absolut Sinn.
      Ich bin selbst nicht so diszipliniert wie er und kaufe eher intuitiv nach seinem Prinzip billig=viel;teuer=wenig. Bin damit ganz gut gefahren, hab auch paarmal richtig gutes Momentum gehabt und da aggressiv zugeschlagen.
      Aber das Wichtigste bei ihm ist, dass er eben komplett den emotionalen Anteil seiner Entscheidungen entfernt; und das betrifft Angst UND Gier! Man braucht schon eiserne Disziplin manchen Verlockungen standzuhalten.
      Ich hatte mal meinen Stack spaßeshalber nach seinen Regeln durchgerechnet. Ich hätte 14oz mehr und mein Durchschnittspreis wäre 2% günstiger ausgefallen. Das hat mich schon überrascht.

  5. Der Dax noch vor 3 Tagen hochgejubelt auf über
    15.500 und neuem All Time High ( jetzt 20.000 fest im Blick und Sektkorkenknallen bei Anlegern) hat 700 Punkte verloren. Das hat viele Trittbrettfahrer und Zögerer kalt erwischt. Natürlich nicht die Banken, die haben das ja ausgelöst, sondern die Kleinanleger wurden kaltschneuzig abgezockt, wie immer.
    Infineon, noch vor 3 Tagen von vielen gekauft ( Man will ja dabei sein), 10% im Minus.
    Renditestreben, Gier und das Gefühl, bloss nichts zu verpassen hat wieder mal seine Opfer gesucht, in deren Haut keiner stecken möchte.
    Gold hat sich jedenfalls in Euro bis jetzt ganz gut gehalten, in Dollar weniger, war aber meist ohnehin Papiergold. Die physischen Händler haben ohnehin kaum nachgezogen und zum Spotpreis gibt es nun mal kein Gold zu kaufen.
    Diese Tage zeigen wieder mal, wie es steht:
    Ein aufgeblähter Aktienballon, ein unterbewertetes und für Käufer subventioniertes Goldstück und ein wirtschaftlich und industrielles Desaster.
    Das kann jedenfalls heute die Medienlandschaft nicht mehr leugnen und hüllt sich in Schweigen.
    Die, welche nun lauthals brüllen, faseln wieder mal vom
    irrationellen Marktverhalten und guten Einstiegskursen.
    Na, dann. Wohl bekomms.

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