Sonntag,19.September 2021
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Goldangebot schrumpft um 24 Prozent

Erzabbau in Afrika (Foto: AngloGold Ashanti)

Im ersten Quartal 2010 kam deutlich weniger Gold auf den Markt als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Verantwortlich waren vor allem geringere Altgoldverkäufe und die Restriktionen der Notenbanken und Minengesellschaften.

Die Menschen verkauften im ersten Quartal weniger Altgold. Die Notenbanken hielten sich mit Verkäufen zurück. Die Minen-Gesellschaften betreiben weiter De-Hedging, kaufen also Gold am Markt, um Terminverkäufe aufzulösen. Das Ergebnis: Im ersten Quartal 2010 ging das weltweite Goldangebot deutlich zurück. Mit insgesamt 949 Tonnen gelangte 24 Prozent weniger Gold auf den Markt als im gleichen Zeitraum des Jahres 2009.

Der Angebotsrückgang ergab sich trotz eines leicht erhöhten Minenausstoßes. Die Bergbauunternehmen förderten mit 611 Tonnen 5 Prozent mehr Gold, als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorquartal (Q4 2009) ging die Minenproduktion jedoch trotz des steigenden Goldpreises um 9 Prozent zurück.

Der World Gold Council (WGC) meldet in seinem aktuellen Marktbericht, dass es bei vielen großen Minen teilweise starke Produktionseinbrüche gab. So fiel der Output des indonesischen Förderers Grasberg um 25 Prozent, als Folge einer geringeren Goldkonzentration im Erz. Eine ähnliche Entwicklung sei in den US-Minen von Newport Mining und Goldstrike zu beobachten und auch bei beim russischen Goldproduzenten Kupol schrumpfe die Goldausbeute.

Viele Geologen gehen davon aus, dass der so genannte „Peak Gold“ bereits erreicht ist. Dass heißt, der Höhepunkt der globalen Förderleistung wäre überschritten. Die jährlichen Mengen des wirtschaftlich rentabel abbaubaren Edelmetalls nehmen dann kontinuierlich ab, mit einem preissteigernden Effekt für Gold.

Die Zentralbanken verkauften im ersten Quartal unter dem Strich 15 Tonnen Gold. Das ist ein sehr geringer Wert im historischen Vergleich. Der Internationale Währungsfonds stieß 24,1 Tonnen ab. Einige Notenbanken, vor allem die russische, erwarben Gold.

Die Altgoldverkäufe waren zuletzt stark rückläufig. Mit 343 Tonnen in den ersten drei Monaten dieses Jahres kam 43 Prozent weniger Recycling-Gold auf den Markt, als im Vergleichszeitraum 2009.

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