Montag,26.Februar 2024
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Goldmarkt: So sind die Banken jetzt positioniert

Gold, USA, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Die Terminhandelsbörse COMEX ist in New York angesiedelt. Hier werden weltweit die größten Mengen an „Papier-Gold“ gehandelt (Foto: Goldreporter).

Die Netto-Short-Position der an der COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken ist mit dem jüngsten Goldpreis-Anstieg deutlich angewachsen.

Goldpreis-Effekte

Mit dem gestiegenen Goldpreis haben zuletzt auch die Terminverkäufe der im US-Futures-Handel engagierten Banken deutlich zugenommen. Wie aus dem aktuellen Bank Participation Report der US-Börsenaufsicht hervorgeht, stieg die Netto-Short-Position diese Institute gegenüber Vormonat um 16 Prozent auf 95.943 Kontrakte. Das entspricht Vorwärtsverkäufen im Umfang von 298 Tonnen. Die vereinte Short-Position (148.501 Kontrakte short vs. 53.459 long) hatte per 3. Januar 2023 einen Anteil von einem Drittel an den gesamten Gold-Futures-Positionen (Open Interest).

Gold-Futures der Banken

Gleichzeitig erreichten die Gold-Verkäufe der Banken am US-Terminmarkt den höchsten Wert seit Juni 2022. Insgesamt waren an dieser Netto-Verkaufsmenge 28 Banken beteiligt, darunter nur fünf US-Banken. Aber diese Handvoll war zum gleichen Zeitpunkt bei den Gold-Futures mit 55.891 Kontrakten (173 Tonnen) netto-short positioniert.

Gold, Goldpreis, Gold-Futures, Banken
Der Goldpreis ist seit September 2022 um 14,5 Prozent gestiegen. Die Netto-Short-Position der an der COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken wuchs im gleichen Zeitraum um um 14 Prozent.

Silber-Shorts

Bei den Silber-Futures sind die US-Banken anteilig noch stärker engagiert. Denn hier hielten fünf Institute vergangene Woche eine Netto-Short-Position im Umfang von 27.877 Kontrakten. Das entspricht Terminverkäufen von 4.334 Tonnen Silber. Die Position stieg gegenüber Vormonat um 4 Prozent und erreichte ebenfalls den höchsten Stand seit vergangenem Juni.

Goldpreis vs. Gold-Futures

Wie ist die Entwicklung einzuordnen? Die Banken agieren als Market Maker, handeln Silber und Gold aber auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis / Silberpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn die Edelmetall-Kurse besonders stark gefallen waren. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Kursrückgang zu rechnen. Insofern ist erkennbar (siehe Grafik), dass der Goldmarkt bereits im September/Oktober eine Bodenbildung signalisierte und es für die Bank-Positionen (und den Goldpreis) offensichtlich weiterhin Spielraum nach oben gibt.

Aber seit dem September-Tief bei 1.633 US-Dollar ist der Goldpreis mittlerweile bereits um  14,5 Prozentgestiegen auf zuletzt 1.870 US-Dollar pro Unze.

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