Dienstag,23.April 2024
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Goldpreis: Bereit für den nächsten Kursprung!

Der Goldpreis hat sich zuletzt oberhalb von 1.800 Euro etabliert. Jetzt ist ein kleiner Impuls nötig für den nächsten Angriff auf das Rekordhoch.

Goldpreis fest

Am gestrigen Dienstag beendete der Goldpreis den US-Futures-Handel mit 1.973 US-Dollar pro Unze (Juni-Kontrakt = meistgehandelt). Das entsprach 1.819 Euro. Die vergangenen Handelstage waren volatil. Dennoch hielt sich Gold in beiden Währungen oberhalb wichtiger kurzfristiger Unterstützungen. Wir betrachten die aktuelle charttechnische Lage bei Euro-Goldpreis per 28. Marz 2023.

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Goldpreis in Euro, 2 Jahre, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Juni-Kontrakt) per 28. März 2023.

 Charttechnik

Mit dem Anfang März erfolgten Kursimpuls schnellte der Goldpreis am 17. März auf ein neues Jahreshoch bei 1.851 Euro. Damit wurde das Rekordniveau von 1.874 Euro (vom 08.03.22) nur knapp verfehlt. Nach Erreichen dieses Zwischenhoch folgte eine volatile Kursphase, in der der Preis noch einmal kurzzeitig unter die Schwelle von 1.800 Euro rutschte. Schließlich endete ein zweiter Anlauf auf das Rekordhoch am vergangenen Freitag bei 1.843 Euro, gefolgt von einem erneute Rücksetzer auf Kurse knapp über der 1.800er Marke.

Dabei blieb der steile vierwöchige Aufwärtsmechanismus intakt. Das Gleiche gilt für den im November etablierten Trend, ausgehend von 1.650 Euro. Wobei die wichtigste kurzfristige Unterstützung nun auf der Höhe von 1.789 Euro zu verorten ist. Das entspricht dem markanten Zwischenhoch vom vergangenen Januar.

Sentiment

Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 57 befindet sich die Marktstimmung aus der Sicht von 14 Tagen weitgehend im neutralen Bereich. Das heißt, Gold ist aktuell weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Hier bilden die Werte von 30 und 70 den technischen Rahmen. Zuletzt hat sich die 50-Tage-Linie weiter vom 200-Tageschnitt nach oben abgesetzt. Das deutet auf ein entsprechend positives Momentum hin.

Ausblick

Das aktuelle Chartbild könnte man mit den Worten beschreiben: Bereit zum nächsten Sprung. Und erhöhte Volatilität ist oft ein Vorbote für dynamische Kursbewegungen. Nach unten scheint sich im Bereich von 1.789 Euro eine stabile Basis gebildet zu haben. Aber damit die Feder nach oben ausschlägt, müsste der Goldpreis nun zeitnah über die Schwelle von 1.850 Euro hinauslaufen. In diesem Fall  wäre ein neues Rekordhoch und ein Schritt darüber hinaus in unmittelbarer Reichweite.

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Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt) per 28. Februar 2023

Dagegen sehen wir auf Dollar-Basis die entscheidende kurzfristige Unterstützung bei 1.940 USD. Und der große Befreiungsschlag dürfte mit einem nachhaltigen Sprung über die Schwelle von 2.000 USD erfolgen. Denn an dieser Spitzen treffen sich auch die Linien diverser nachgelagerter Aufwärtstrends.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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17 Kommentare

  1. Sie wollen unbedingt Gold weg von den 2000 halten.
    Es scheint ihnen im Moment nicht wirklich zu gelingen, Zuviel ist schon passiert im derzeitigen Finanzsystem.
    Sobald Gold die 2000 nachhaltig nimmt wird der Zug endgültig den Bahnhof verlassen…!
    Nur meine Meinung

    • @themac
      Der Dollar scheint etwas unter Druck zu kommen, was allgemein bedeutet, der Goldpreis in Dollar könnte steigen. Ob allerdings nachhaltig über 2.000 mag bezweifelt werden. Auf Eurobasis ist eher mit einer Seitwärtsbewegung oder leicht fallenden Kursen zu rechnen.

      • @ Maruti
        “ Ob allerdings nachhaltig über 2.000 mag bezweifelt werden “ ?

        Das die $ 2000 er Marke n a c h h a l t i g überschritten wird, davon können sie ausgehen.

        • @der Schrauber
          Na dann, Ihr Wort in Gottes Ohren.
          Hoffentlich erleben wir hier noch das “ nachhaltige Überschreiten“

  2. Wie der Gr bereits sinngemäß schrieb,
    Die 2000 $ ist eine so bedeutende schwelle, das das Kartell mit allen mitteln drauf prügelt um es darunter zu halten.
    Sollten in China mal 2 sack reis anstelle immer nur einer umkippen, waren alle mühen umsonst.
    Der tag wird kommen, und wie ich meine – sehr bald. Die Zündschnur der Goldrakete wackelt schon

    • @Oliver
      als 2011 der Goldpreis ebenfalls an der 2.000 Dollarmarke kratzte ( ich glaube, es waren nur 1940 $ ), und zeitgleich Billionen in die Finanzmärkte gestopft werden musste,
      gab der damalige FED Chef indirekt dem Gold schuld und eben nicht den Zockern an den Banken und Börsen.
      Wörtlich sagte er im Nachhinein, als die Situation sich beruhigte und die Börsen einen Boom sondergleichen erlebten:
      “ Wir ( die Notenbanken) hätten Gold niemals so stark steigen lassen dürfen“
      Das habe ich mir bis heute gemerkt.
      Never fight the FED.

  3. Die Entwicklung des Goldpreises ist, wenig überraschend, ganz wesentlich von der weiteren Entwicklung der Krisenprozesse abhängig. Langfristige Prozesse – der übergreifende Krisenmodus seit Ende der 70er Jahre, Stichwort Ende des sog. ‚Wirtschaftswunders‘, Defizitkonjunkturen, sprich die Substitution von Wachstum durch Verschuldung – befeuern immer wieder akute Krisenschübe. Die globale Finanzkrise 2007ff. mit geschätzt 50000 Milliarden Dollar Schäden [nach Erhebungen der Asiatischen Entwicklungsbank] ist bis heute nicht zu Ende gegangen.

    Bezüglich der aktuellen Bankenkrise ist es ja nicht so, dass es keine Warnungen gab.

    Noch im Dezember veröffentlichte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich [BIZ] einen Kassandraruf: Global drohten „hohen Finanzrisiken“ durch „versteckte Schulden in Höhe von 80 Billionen Dollar“. Im Februar zeigte der „Fear & Greed-Index“ von CNN, dass die Stimmung in „Greed“ [Gier] umgeschlagen sei. Das Zentralorgan des deutschen Kapitals, die FAZ, schrieb daraufhin, dass die Signale für eine Überhitzung inzwischen überdeutlich seien.

    Unser längst vermisster Freund James [‚Jim‘] Rickards [„Gold – Wie sie sich vor Inflation, Zentralbanken und finanzieller Repression Schützen“] hat sich dazu endlich gemeldet – wo war er bloß?

    Die Fed sei überzeugt, so Jim, dass es nun strengere ‚Stresstests‘ für die Banken brauche. „Was für ein Witz. Ein aufgeweckter Oberschüler mit einer Tabellenkalkulation konnte erkennen, dass die SVB zahlungsunfähig war. Gefragt ist kompetente Betreuung. Barr und Powell sollten jetzt beide wegen grober Fahrlässigkeit zurücktreten.“

    https://twitter.com/JamesGRickards/status/1640699121278279681?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet

    Derweil freuen sich die Chinesen, die schon immer überzeugt waren, dass der Hegemon USA in einem unaufhaltsamen Niedergang begriffen ist.

    https://www.wiwo.de/politik/ausland/kalter-krieg-so-profitiert-china-von-der-us-bankenkrise/29061090.html

    Arbeitslosigkeit, die unsichere Existenz des Schaffenden, enttäuschte Erwartungen, der plötzliche Verlust von Ersparnissen, die unbotmäßigen Profite Einzelner – der Spekulanten und Profitgeier -, sie alle gehen in erheblichem Maße auf die mangelnde Stabilität des Wertstandards zurück.

    John Maynard Keynes
    Ein Traktat über Währungsreform [1924]

    • @klapperschlange
      Mit den DAX Werten allerdings, geht es aufwärts, heute mit 1.2%. Bei Gold seitwärts mit Abwärtstrend.
      Is nix mit Bankenkrise. Ich war in der Schweiz, bei der CS Normalbetrieb, die Leute gehen ein und aus. Ich fragte einen Angestellten: der ach, wo, der Betrieb geht weiter,
      in den oberen Etagen kriselt es etwas.
      Daraus folgt: Die Systemkrise wurde ganz einfach abgesagt. Nur die Medien haben es noch nicht begriffen und die fakes im Internet auch noch nicht.

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