Samstag,13.Juli 2024
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Goldpreis: Darauf sind die Blicke nun gerichtet!

In Sachen Bankenkrise trat am Montag leichte Entspannung ein. Neue Inflationsdaten und die Verfallstermine können den Goldpreis in dieser Woche tangieren.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Bild: Goldreporter @midjourney)
Mit den aufkommenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten ist auch die Goldnachfrage wieder gestiegen. Der Goldpreis unternahm Ausbruchsversuche über die Schwelle von 2.000 US-Dollar. Was bringt die neue Handelswoche? (Bild: Goldreporter @midjourney)

Silber- und Goldpreis

Am Montagvormittag um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.966 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1,827 Euro. Damit gaben die Notierungen zum Wochenauftakt um 0,5 Prozent nach. Dagegen stand Silber mit 22,99 beziehungsweise 21,37 Euro knapp 1 Prozent tiefer als zu Handelsschluss am Freitag.

Immerhin war es das erste Wochenende seit Anfang März an dem keine Bank gerettet werden musste. In der vergangenen Woche waren die Aktien der Deutschen Bank stark unter Druck geraten. Nach den Problemen und der Zwangsübernahme der Credit Suisse breitete sich Verunsicherung in der Branche aus. Allerdings ist auch die Rede von gezielt gestreuten Gerüchten und verstärktem Shortselling mit Anteilen der Deutschen Bank. Am Montag erholten sich die Aktien des Geldhauses wieder etwas von dem starken Abverkauf. Auch dieser Aspekt wirkt sich sicherlich auch den Goldpreis aus.

Inflationsdaten

Aber kurzfristig könnte das Interesse der Investoren sicher wieder stärker auf makroökonomische Daten konzentrieren. Und in dieser Hinsicht stehen in den kommenden Tagen eine Reihe interessanter Termine an, darunter zahlreiche Inflationsdaten.

In diesem Zusammenhang steht auch der faktische Generalstreik des öffentlichen Dienstes in Deutschland, der am Montag praktisch den gesamten ÖPNV inklusive Flughafenbetrieb lahmlegte. Die Gewerkschaften Verdi und EVG verlangen bis zu 12 Prozent mehr Lohn. Und wie immer die Verhandlungen enden, wird von diesem Tarifstreit ein Preiseffekt ausgehen.

Passend dazu gibt das Statistische Bundesamt in dieser Woche neue Inflationsdaten bekannt. Die erste Schätzung der März-Inflation erscheint am Donnerstagnachmittag. Dagegen steht der aktuelle Wert für die gesamte Eurozone am Freitagvormittag an.

US-Inflation

Währenddessen spielt die Inflation auch in der US-Berichtswoche eine zentrale Rolle. Und das dürfte auch den Goldpreis tangieren. Denn am Donnerstag erscheint der BIP-Preisindex, gemeinsam mit den finalen Wachstumszahlen für das vierten Quartal 2022. Der „GDP Price Inflator“ misst die Veränderung der Preise für Endprodukte und Dienstleistungen und gilt als Schlüsselindikator für den Inflationsdruck. Am Freitag folgen dann noch Angaben zur Entwicklung des PCE-Preisindex im Februar, der die persönlichen Konsumausgaben der US-Amerikaner reflektiert. Gegenüber dem Verbraucherpreisindex (offizielle Inflationsrate) gibt es hier keinen festen Warenkorb, an dem die Preisveränderungen gemessen werden.

Goldpreis – Verfallstermine

In Sachen Goldpreis steht mit den Verfallsterminen an der COMEX ein potenziell marktbewegendes Ereignis bevor. Denn am Dienstag laufen die April-Optionen auf und am Mittwoch ist letzter Handelstag der März-Futures bei Gold und Silber. Und nach wie vor spielt die Marke von 2.000 US-Dollar eine Schlüsselrolle für den Goldpreis. Sollte diese Schwelle einmal nachhaltig überwunden werden, so dürfte sich das Aufwärts-Momentum bei Gold weiter verstärken.

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16 Kommentare

  1. Die akuten Angst- und Panikattacken scheinen sich auszuschleichen. Dabei hat es schon was von Autosuggestion, die Zwangsfusion zu einem UBS-„Monster“ mit Erleichterung zu quittieren. Das Federal Reserve System [Fed] und die Europäische Zentralbank [EZB] simulieren ‚business as usual‘ [/ˈbɪznɪs əz ˈjuːʒʊəl/] und die Politik sekundiert mit leutseligen Beschwichtigungen.

    Dennoch ist davon auszugehen, dass die Unsicherheit weiterhin ganz erheblich ist. An den Finanzmärkten wird wohl bald die doppelte Praxisgebühr fällig [endlich eine Art Finanztransaktionssteuer!, Anm. d. Red.] – die neue Zuversicht wird wie eine Monstranz übers Börsen-PVC getragen, während subkutan gleichwohl die schiere Angst herrscht.

    Die Gerüchteküche tut schließlich, was sie tun soll, sie brodelt: Alleine in den USA sollen mehr als 50 Geldinstitute gefährdet sein. Quasi ein neues Banken-Prekariat.

    https://newsunrolled.com/economy/203298.html

    Derweil fallen die Energiepreise weiter, die extrem pessimistischen Konjunkturerwartungen zeigen Wirkung. Die Ölpreise waren schon vor einer Woche mit der abermaligen Systemkrise auf ein Fünfzehnmonatstief gefallen. Am Freitag sank die Sorte ‚Brent‘ [Lieferung im Mai] um fast drei US-Dollar auf 72,94. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte ‚West Texas Intermediate‘ [WTI] fiel deutlich um 2,88 Dollar auf roundabout 67 US-Dollar.

    Die systemischen Probleme bleiben, das abermalige Totalversagen der Finanzmarktregulierung liegt wie ein offenes Buch auf dem Tisch, aber hey, das Dachs-Sentiment steigt.

    • @thanatos
      Hey, das Totalversagen des Finanzmarktregulierung liegt nun schon seit ich mich erinnern kann und wahrscheinlich auch schon früher, wie ein offenes Buch da.
      Nur, es interessiert keine Sau ( pardon).
      Genau so wenig, wie das Ausplündern des Planeten, der Umweltverschmutzung und Zerstörung der Atemluft.
      Der Reibach, der muss heute sein, die Rendite über 10%.
      Das interessiert, nicht der Abfall und die Jauchegrube.
      Mit dem kann sich die nächste Generation beschäftigen.
      Doch die glaubt tatsächlich, dass sie die letzte wäre,
      die kleinen dummen Vögelchen aber auch.
      Thanatos, sind Sie ein Weltverbesserer ?
      Nein ? Gut so, da gibts nämlich nichts mehr zu verbessern.:)
      ( Derweil schon komplett Schrott).

      • @Maruti

        Kennen sie noch den Gassenhauer „AKTENZEICHEN XY… UNGELÖST“ aus ferner TV-Vergangenheit? Dort hieß es doch immer „Sachdienliche Hinweise nimmt die Kripo in München oder jede Polizeidienststelle entgegen“.

        Also, bitteschön, machen Sie sich sachkundig, dann können Sie sich auch gleich an mich wenden.

        By the way: Wussten Sie eigentlich, dass Schwurbeln ein performativer Akt ist? Nachfragen diesbezüglich könnnen Sie ebenfalls gerne an mich richten.

        Da werden Sie geholfen.

        • @thanatos
          Wollten Sie irgendetwas zur Sache sagen oder hören Sie sich einfach gerne reden. Da Sie immer wieder von Ihrer eigenen Sachkunde fasziniert sind,
          sagen Sie mal, drückt der Heiligenschein sehr und tut Ihnen die Schulter vom draufklopfen auch sehr weh ? Vom eigenen draufklopfen nämlich.
          Ich finde Ihre Ausführungen schon komisch, aber mehr auch nicht.

        • @thanatos
          Ich gehöre eben nicht zu jener Gruppe, welche sich ihr meist links marxistisches im Weltbild im Köpfchen zusammen schwurbeln.
          Dazu noch aus illustren Quellen kopieren oder dasselbe Geschwurbel noch unzählige male verlinken und damit die Foren zumüllen.
          Hören Sie endlich auf damit, ihr deaströses, verqueres Weltbild zu missionieren, den ewigen Weltverbesser zu spielen und damit andere auch noch zwangsbeglücken.
          Es wäre schön, würde GR die Kommentare auf 400 Zeichen beschränken, Verlinkungen oder Plagiate
          (copy and paste) nicht zulassen und jegliche Art persönlicher Diffamierung verbieten.
          Es reicht, wenn einer sagt, „Ich bin zu diesem oder jenem Thema anderer Meinung“
          Zu Ihrem ständigen Oberlehrer Gehabe, noch dazu gespeist vom pausenlosen Abkupfern, möchte ich nur sagen:
          „Schettino“ Thanatos.

          • @Maruti

            Heidewitzka, Herr Kapitän, jetzt bringen Sie mich doch glatt in Kalamitäten. Sie raten mir also im Umgang mit Ihnen zu akzeptierender Sozialarbeit?

            Ich bin wirklich nicht sicher, ob das bei Ihnen verfangen kann. Dazu braucht es eine positive Sozialprognose. Aber so schnell gebe ich meine Klienten nicht auf!

            Mein Hilfsangebot steht, Sie müssen nur über Ihren eigenen Schatten springen.

            Toi Toi Toi !

  2. Man muss sich nur in die Notenbanken hineinversetzen.
    Das ist eine grosse und mächtige Familie. Und nun ist diese in Gefahr, die Kinder, (die Banken) und alles was man aufgebaut hat.
    Man ruft den Familienrat ein.
    Wir müssen verhindern, dass ein Bank Run entsteht und man in Gold oder womöglich Bitcoin flüchtet, beides ausserhalb unserer Kontrolle.
    Wir haben zusammen 15.000 Tonnen Gold im Keller, kalt und nutzlos. Wenn jeder von euch nur 0.5% vom Balkon schmeisst, können wir die Situation stabilisieren und ihr könnt das Gold später sogar billiger zurückkaufen. Dafür garantieren wir alle mit der Notenpresse.
    Schreit der Jüngste: Aber Oberhaupt, die Inflation !
    Lächelt Mama, aber Junge, die betrifft nicht uns und nicht dich, nur die da unten draussen.
    Wir, die Familie, sind sehr mächtig, wir können alles erreichen, so wir nur zusammen halten und uns einig sind. Deshalb sind wir heute hier zusammen.
    Wenn man sich nun fragt, weshalb die Notenbanken soviel Gold gesammelt haben, dem sei gesagt, genau für solche Geschehnisse und wenn man maruti fragt, weshalb über 100 Kg, dann antwortet der:
    Genau dafür.

    • Maruti, das ist leicht nachzuvollziehen und ich hab mir auch schon darüber Gedanken gemacht, dass Notenbanken nicht wegen Währungsreform, Great Reset, oder wie man es auch nennen mag EM horten. In konzertierten Aktionen ist es anscheinend ein Leichtes, EM zu kontrollieren. Liegen wirklich Experten so falsch, die immer wieder „aber jetzt“ eine EM Explosion prognostizieren? Und warum noch gleich horten Sie 100 kg, wenn Sie das vermuten?

      • @Ahnungsloser
        Ach, hat sich einfach so ergeben.
        Über all die Jahre, auch durch Geschenke, Erbschaften usw.
        Ist ohnehin Schluss damit

  3. Ja worauf sind die Blicke nun gerichtet?
    https://rubino.substack.com/p/de-dollarization-just-got-real
    „A multi-polar world is bad news for the American Empire but great news for gold.“
    Eine gute Zusammenfassung, bloß leider auf Englisch.
    Wer kein Englisch kann, den tröste ich mit einem Lied.

    Die Goldarmee ist die stärkste (2x anklicken, weil 6 Strophen!)
    https://www.youtube.com/watch?v=zgKazTrhXmI

    1. Fed Bonds und T-Bonds verkaufen sie schon,
    allmählich wackelt der Dollar-Thron.
    Und eine Goldwährung steht schon bereit,
    läutet sie ein eine neue Zeit.
    /Refrain:/ Sei es die goldene, sei es die silberne
    Zeit ohne Falschgeld sie genannt.
    Die Unterdrücker, Diebe und Lügner
    steh’n mit dem Rücken jetzt zur Wand.

    2. Silber und Gold wird jetzt repatriiert.
    Wer noch keines hat, der ist angeschmiert.
    Fällt erst der Öl-Dollar, ist es soweit,
    tönet der Ruf nach der neuen Zeit.
    /Refrain:/ Sei es die goldene …

    3. Krypto- und Bond-Halter sind ganz empört,
    sie haben einfach den Schuß nicht gehört.
    In einer Welt, die auf Schulden gebaut,
    wurden die Sparer noch stets beklaut.
    /Refrain:/ Sei es die goldene …

    4. Leute kauft Aktien, so sagt Friedrich Merz.
    Macht unser Black-Rocker einen Scherz.
    Kommt bei der Fed einmal die Inventur,
    Finden sie wertlose Zettel nur.
    /Refrain:/ Sei es die goldene …

    5. Kobalt und Kobold, die bringen uns Glück.
    Knallgrün reformiert ist das Fach Physik.
    Sonnen- und Windstrom, die speichert das Netz.
    Scheißt man auf jedes Naturgesetz.
    /Refrain:/ Sei es die goldene …

    6. Sparer und Anleger sind registriert.
    Wenn nicht der Nullzins sie schon düpiert,
    Kommt das Finanzamt und holt sich sein‘ Teil.
    Sucht man in edlem Metall sein Heil.
    /Refrain:/ Sei es die goldene …

  4. In Deutschland rückt die Inflation wieder in den Fokus.
    Sicher auch bedingt durch die Streiks und maßlosen Lohnforderungen bei Post und öffentlichem Dienst.
    Das war zu erwarten und wird Folgen haben unter anderem mit Arbeitsplatz Abbau und Preisen, welche der Bürger wird tragen müssen. Die EZB muss reagieren und die Zinsen weiter hochschrauben, was wiederum zum Abbau von Arbeitsplätzen führen muss.
    Letztendlich wird das auf eine Rezession hinauslaufen und eben nicht auf einen Boom in der Wirtschaft.
    Darüber sollte man nachdenken und die Weichen stellen.
    Jetzt nämlich werden Schulden nicht mehr belohnt, wie es war, sondern bestraft, wie es die Normalität ist.
    Rückkehr zur Normalität ? Ich glaube eher an ein Hauen und stechen, dann, wenn die deutsche Wirtschaft und damit die europäische auch eine Vollbremsung hinlegt und es nichts mehr zu verteilen gibt.
    Gerade landeten 2.000 Migranten in Lampedusa, welche alle versorgt werden müssen, auch mit Wohnungen, Medizin und weiteres. Die Knappheit wird einkehren in den Haushalten, denn die Spendierhosen des Staates leeren sich.
    All das sind Zeichen, weiter auf Gold zu setzen, trotz des momentanen Rückganges. Wer Geld hat, soll bald wieder kaufen.
    Der Staat wird diesmal wohl kaum in der Lage sein, nochmals die Druckmaschine anzuwerfen.
    Und das bedeutet, Geld und Geldwertes Vermögen, akso auch Gold wird in den Vordergrund rücken.
    Im Zeichen der jetzt beginnenden Stagflation, der gefährlichsten Art einer Inflation.
    Die Zeichen stehen auf Sturm, die Lage ist sehr kritisch, so höre ich von diversen Insidern im Finanz- und Bankwesen.
    Zum Gold: Es könnte kommen, dass wir wieder 1750 oder 1700 Euro beim Gold sehen. Da soll zulangen, wer noch kann.

    • @Toto

      Maßlos ist vor Allem Ihr Sendungsbewusstsein, dass nur noch durch Ihre Unkenntnis sozioökonomischer
      Prozesse übertroffen wird. Niedrige Löhne bedeuten weniger Aufträge für Handwerk, Industrie und/oder Dienstleistungen. Die Folge sind Pleite und Insolvenz und somit Verlust von Arbeitsplätzen, weniger Steuereinahmmen für den Staat, dafür aber für diesen wachsende Alimentierungsaufgaben. Umgekehrt bei höheren Löhnen wird freilich dasselbe passieren nur anders herum. Die Wahl die die Herrschaften noch haben ist die zwischen Inflation und Deflation und Sie werden Beides bekommen. Das System hat fertig, nur die Herrschaften wissen es noch nicht. Die sind offenbar ähnlich sachkompetent wie Sie. Heute z.B. hat Bundes-Insolvenz-Minister Robert Habeck verkündet etwas für die Umwelt zu tun, indem Millionen und aber Millionen fuktionierende Heizungen verschrottet werden sollen. Wers bezahlen soll, das weiß der Robert auch nicht, vielleicht sollt er mal bei Ihnen nachfragen, Experten wie Sie braucht das Land. Dies Alles habe ich freilich schon mal ähnlich erlebt, in den 80zigern, östlich der Elbe, die damaligen Experten waren im Übrigen auch nicht dümmer als die Heutigen.

  5. @Maruti
    Wie Sie vielleicht wissen, arbeite ich in kommunalen Betrieb. Eine sparte davon sind die Verkehrsbetriebe, teils in privater Hand, größtenteils in kommunalen Hand. Sie finden also die Lohnforderungen übertrieben? Ok. Wir rechnen mal zusammen. Fachkraft in Fahrbetrieb, 40 Std. Woche, arbeitsschichten von 03:00 morgens bis 01:00. Samstag und Sonntags teilweise. St.Kl. 3, ohne Überstunden und Feiertagszulage ca. 3000,00€ Brutto.
    Wie hoch ist nochmal die reale Inflation? 500,00 € Brutto zusätzlich, heißt dann ca. 370,00€ Netto. Für fremde Länder schmeißt man Milliarden raus, aber für die Arbeiterschicht die Steuern bezahlen bleibt nichts übrig. Kapitalismus ist ok. Aber irgendwo gibt’s eine Grenze. Wollen Sie in Alter ruhig leben, dann müssen die Menschen fair entlohnt werden. Wenn die Regierungen die Kontrolle über die Massen verlieren, da war es mit der Ruhe. Da nützt denen ihr ganzes Militär nichts und das Gold Ihnen auch nichts.

    • @Big Driver

      Die sog. ‚Lohn-Preis-Spirale‘ ist bekanntlich immer gut für die abendliche Märchenstunde. Und wurde hier schon mehrfach thematisiert. Bei einem Vertreter der christlichen Seefahrt ohne jeden Erfolg. Nüscht passiert.

      Und so steht der geneigte Kommentator vor der faustischen Frage, gibt er es einfach auf, weil die ideologischen Verkrustungen nicht aufzubrechen sind. Oder er repetiert unverdrossen die Datenbasis, nicht weil Käpt’n Blaubär von seinem Bauchgefühl lassen würde, Gott bewahre, sondern weil der ebenso geneigte Leser sich ja selber ein Bild machen kann.

      Fakt ist nämlich, dass die Reallöhne bereits das dritte Jahr in Folge gesunken sind. In 2022 übrigens besonders stark – und zwar flächendeckend um 3,1 Prozent. Inkludiert sind hier bereits möglichen Sonderzahlungen und Extraleistungen. Claro, bei den möglichen Lohnforderungen aus diesem Jahr sollte, nein MUSS das natürlich mitgedacht werden.

      Die Dialektik dieses Vorgangs noch einmal in der Sprache der Statistiker: „Nach wie vor handelt es sich um den höchsten Anstieg der Nominallöhne [in 2022, Anm. d. Red.] bei gleichzeitig stärksten Reallohnverlust für die Beschäftigten, der seit Beginn der Zeitreihe 2008 in Deutschland gemessen wurde“.

      https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-03/realloehne-inflation-statistisches-bundesamt

      Lassen steigende Löhne unsere armen Unternehmen also pleitegehen? Nope, ganz im Gegenteil.
      Ich schlage also eine Umwidmung vor: Wie wär’s mit Preis-Preis-Spirale? Und Lohn-Preis-Spirale wird das Unwort 2023.

      Als Serviceleistung noch eine aktuelle Liste der laufenden und bereits abgeschlossenen Tarifkämpfe aus diesem Jahr.

      https://www.capital.de/wirtschaft-politik/hohe-lohnforderungen–worum-es-beim-grossen-warnstreik-geht-33260206.html

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