Donnerstag,07.Juli 2022
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Goldpreis: Das wäre der Befreiungsschlag!

Der Euro-Goldpreis hat an Momentum gewonnen und sich zuletzt über der Marke von 1.740 Euro etabliert. So sind die Bedingungen für einen endgültigen Kursausbruch!

Goldpreis in Euro

Der Goldpreis im US-Futures-Handel schloss gestrigen Dienstag mit 1.838 US-Dollar pro Unze (August-Kontrakt). Das entsprach 1.745 Euro. Damit legte der Euro-Goldkurs gegenüber Vorwoche leicht zu um 4 Euro oder 0,2 Prozent. Seit Jahresbeginn stand die Notierung damit 8,5 Prozent im Plus. Durch die Erholung des Euro steht nun auch Goldpreis auf Dollar-Basis im Jahresverlauf wieder auf der Gewinnerseite – mit 0,5 Prozent.

Wir betrachten die charttechnische Lage des Euro-Goldcharts per 21. Juni 2022. Nach dem dynamischen Ausbruch aus dem bullischen Keil in der ersten Juli-Woche bis auf 1.775 Euro und dem nachfolgenden Rücklauf, hat sich der Goldpreis über der Marke von 1.740 Euro etabliert.

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Goldpreis in Euro, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 21. Juni 2022. Gewonnenes Momentum nach dem Ausbruch aus dem bullischen Keil (grün).

Momentum

Die nächsten bedeutenden Widerstände sehen wir bei 1.758 Euro und 1.775 Euro. Auf dieser Höhe verläuft auch die Kante des Anfang März initiierten Abwärtstrends. Dagegen sollte sich der Goldpreis über dem Niveau von 1.740 Euro halten, um die zuletzt gewonnene Momentum zu erhalten. Sollte dies nicht gelingen, stünde einmal mehr die massive Unterstützung von 1.720 Euro zum Test an.

Sentiment

Nach wie vor ergibt sich aus der Sicht von 14 Tagen keine Kursübertreibung, weder nach unten noch nach oben. Denn mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 49 ist die aktuelle Marktstimmung bei Gold im neutralen Bereich. Vom 50-Tage-Schnitt ist die Notierung nur 1 Prozent entfernt. Währenddessen hat sich der Euro-Goldpreis um 5,6 Prozent nach oben von der 200-Tage-Linie angesetzt. Sie ist ein beliebtes Anlaufziel bei Kurskorrekturen.

Ausblick

Damit der Euro-Goldpreis die charttechnischen Fortschritte ausbauen kann, muss der Chart sich über dem Niveau von 1.740 Euro festigen. Aber erst mit Tagesschlusskursen oberhalb von 1.780 Euro wäre ein echter Befreiungsschlag zu erwarten.

Auf Dollar-Basis bildet die Schwelle von $ 1.800 nach wie vor eine wichtigste kurzfristige Unterstützung. Dagegen würden Tagesschlusskurse über $ 1.880 einen Ausbruch aus dem seit März bestehenden Abwärtstrend ermöglichen.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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7 Kommentare

    • @klapperschlange
      Da es ja eigentlich nicht sein sollte, dass eine Bank von einer Zentralbank alleine für elektronisches Geldparken
      ( Es werden ja keine Geldscheine hinüber gekarrt), Geld in Form von Zinsen erhält, kann man daraus nur schliessen:
      Es handelt sich um eigentlich illegale Bankenfinanzierung.
      Dazu noch mit Gelddrucken oder richtig gesagt, Geld fälschen. Dies ist nichts anderes, als Inflationieren des Dollars, denn es wird ja bei diesem Vorgang keine Arbeit geleistet.
      Jedenfalls sehe ich das so.
      Genau so gut könnte ich mein Portmonet meiner Frau ins Schlafzimmer legen und sie morgens zur Kasse bitten, mit 1.5% des Inhaltes.
      ( Ich gehöre nicht zu den Ängstlichen, aber das traue ich mich nicht wirklich).

    • @klapperschlange
      Derselbe Piepenburg schreibt,nach dem Motto der Weisse Hai, : “ Wir werden ein grösseres Boot brauchen“ und seines soll ein goldenes Ruder haben.
      Wer es nicht versteht, die Haifischlossen kommen nämlich näher. Schon jemand gemerkt ?
      Wahrscheinlich noch nicht. Es gibt ja Fussball, Biergarten und Aldi.

  1. Leider wird Gold aber in Dollars gehandelt, so dass der Chart in Dollars Vorrang hat.
    Man könnte aber den Dollar/ Euro Chart in die Berechnung einfügen, weil im Allgemeinen ein starker Dollar zu einem niedrigeren Goldpreis in Dollars führt.
    Spekulanten sichern den Dollar wenn überhaupt, meist dann mit Gold ab.
    In Dollars sieht es zur Zeit eben nicht gut aus für Gold, es nähert sich wieder der kritischen 1820er Marke, zudem kommt noch der Ölpreis zurück.
    An den Aktienmärkten, aber auch beim Bitcoin Achterbahnfahrten. Jeder Anstieg wird zu Abverkäufen genutzt um die Verluste geringer zu halten.
    Insgesamt habe ich eine derartige spekulative Volatilität bei alle Assets in den letzten 45 Jahren noch nicht erlebt oder nicht mitbekommen :). Man hatte ja auch was anderes zu tun. :).
    Wer anderer Ansicht ist, bitte losschimpfen, auf den maruti oder schweigen.

    • @Maruti
      … in den letzten 45 Jahren nicht erlebt…..
      Also 2008 bis 2010 war in der Finanzbranche echt „erlebnisreich“.
      Wenn man überlegt, ob morgens, wenn man den Ausweis an das Tiefgaragentor hält, die Tür noch aufgeht.
      Galgenhumor.
      Zwei Unterschiede
      1.) 2007 wusste nur eine Minderheit was kommen kann/wird.
      2.) Die Staaten und die Notenbanken hatten damals noch Mittel, um gegenzuhalten.

      Wir hier haben heute eine Einschätzung
      1.) Was kommen wird
      2.) Dass jetzt die Staaten und Notenbanken mit dem Rücken an der Wand stehen.

      Gut, dass es diese kleinen schweren runden Dinger gibt.

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