Freitag,24.September 2021
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Goldpreis: Die nächste Prüfung steht an

Gold, Goldpreis, Termine (Foto: Goldreporter)
Der Goldpreis hat sich gerade etwas oberhalb der Marke von 1.800 US-Dollar etabliert. Wird das nach dieser ereignisreichen Berichtswoche weiter der Fall sein?

In dieser Woche kommen aus den USA neue Arbeitsmarkt-Daten, die für die weitere Entwicklung der US-Geldpolitik genauso bedeutsam sind wie für den Goldpreis.

Goldpreis über 1.800 US-Dollar

Der Goldpreis hat die Marke von 1.800 US-Dollar zurückerobert. Am heutigen Montagmorgen um 9 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.814 US-Dollar. Das entsprach 1.537 Euro (-0,2 %). Die Silberunze kostete zum gleichen Zeitpunkt 23,96 US-Dollar beziehungsweise 20,30 Euro (-0,2 %).

US-Arbeitsmarkt im Blick

Wie Fed-Präsident Jerome Powell in seiner Jackson-Hole-Rede Ende vergangener Woche noch einmal betonte, steht die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt im Zentrum der geldpolitischen Agenda. An diesem Freitag werden nun die Zahlen für August bekanntgegeben (Non-farm Payrolls). Und nach den 943.000 im Juli geschaffenen Jobs, darf man gespannt sein ob es hier eine Überraschung im positiven oder negativen Sinne kommt.

Der Analystenkonsens liegt laut Trading Economics bei 728.000 Neuanstellungen. Fällt das Ergebnis besser aus als die Erwartungen, dann könnte der Goldpreis noch einmal unter Druck geraten. Denn dann steigt die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit einer schnelleren Drosselung der US-Geldpolitik.

Wichtige Konjunkturdaten

Schon am Mittwoch (ADP-Arbeitsmarktbericht) und Donnerstag (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) könnten US-Jobdaten ein Zeichen setzen. Und es gibt eine ganze Reihe weiterer Konjunkturberichte, die die Märkte in Bewegung versetzen können. Hier eine Übersicht mit ausgewählten Terminen:

Montag, 30.08.21

  • 11:00 Uhr: Geschäftsklima/Verbrauchervertrauen (EU)
  • 14:00 Uhr: Inflationsrate im August (D)
  • 16:00 Uhr: Schwebende Hausverkäufe im Juli (USA)
  • 16:30 Uhr: Dallas-Fed-Einkaufsmanager-Index (USA)

Dienstag, 31.08.21

  • 03:00 Uhr: NBS-Einkaufsmanager-Index (CHN)
  • 09:55 Uhr: Arbeitsmarktzahlen im August (D)
  • 11:00 Uhr: Inflationsrate im August (EU)
  • 15:45 Uhr: Chicago-Einkaufsmanager-Index

Mittwoch, 01.09.21

  • 03:45 Uhr: Caixin-Einkaufsmanager-Index (CHN)
  • 08:00 Uhr: Einzelhandelsumsätze im Juli (D)
  • 09:55 Uhr: Markit-Einkaufsmanager-Index (D)
  • 14:15 Uhr: ADP-Arbeitsmarktbericht August (USA)
  • 16:00 Uhr: ISM-Einkaufsmanager-Index (USA)
  • 16:00 Uhr: Bauausgaben im Juli (USA)

Donnerstag, 02.09.21

  • 14:30 Uhr: Handelsbilanz im Juli (USA)
  • 16:00 Uhr: Auftragseingänge im Juli (USA)

Freitag, 03.09.21

  • 09:55 Uhr: Markit-Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen (D)
  • 14:30 Uhr: US-Arbeitsmarktbericht August (USA)
  • 15:45 Uhr: Markit-Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen (USA)
  • 16:00 Uhr: ISM-Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen (USA)

Alle Terminangaben ohne Gewähr.

Goldpreis-Entwicklung

Derweil hat der Goldpreis hat die Verfallstermine in der vergangenen Woche gut überstanden. Man darf gespannt sein, wie sich die Händler am US-Terminmarkt nun positionieren.

Goldreporter

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14 KOMMENTARE

  1. Der September wird zeigen, wohin der Goldpreis manipuliert werden wird. So zeigte sich heute Nacht, dass wohl erst mal bei 1800 der Deckel drauf ist.
    (1822 war wohl schon zu viel).
    Und ob man am Jahresende den bisher 5% Verlust beim Gold noch ausweiten wird, auch das zeigt der September.
    Man erinnere sich:
    Vor einem Jahr stand der Goldpreis bei 2.040 Dollar
    Heute be etwas über 1800 ( 1816).
    Das sind immer noch 226 Dollar weniger oder 11%.
    Dazu kommt aber noch die Inflation in den USA ( wir rechnen ja mit Dollar) von 5%.
    So wären es 16% Verlust, für jemanden, der vor 1 Jahr in den USA Gold gekauft hätte.
    In Euro sieht es etwas günstiger aus. Da wären es nur 12% Miese.
    Doch zum Glück hat vor einem Jahr hier in Deutschland keiner Gold gekauft, weil alle auf günstiger gewartet haben.

    • @Maruti Wenn man das Geld 13 Jahre auf dem Konto gelassen hätte wäre der Verlust wesentlich grösser. Beim Sparen auf eine Immobiie wäre der Verlust sogar desaströs weil sich die Pteise in dieser Zeit mehr als verdoppelt haben.

      • @materialist
        Die Immobilienpreise werden zurückkommen.
        Ich erinnere mich noch sehr gut an 2008y
        Da überlegte ich, ein Haus mit Garten in der Nähe von Celle zu kaufen. Abgelegen, Endstrasse, rundherum Wälder.
        Der Besitzer wäre froh gewesen, 150.000 Euro zu bekommen. Gekostet hat sie ihn 350.000.
        Letztlich ging sie zu 85.000 an den neuen Besitzer.
        Diese Zeiten kommen demnächst wieder,
        denn die Preise sind 70% zu hoch vom tatsächlichen Wert.

        • @Maruti
          https://sputniknews.com/us/202108301083754222-with-us-federal-eviction-ban-overturned-nearly-1-million-renters-likely-to-lose-home-by-end-of-year/
          Eigener Herd ist Goldes wert. Es wird gerechnet, daß die gerichtlich gekippte Aussetzung der Zwangsräumungen wegen Corona dazu führt, daß 1 Mio. Mieter auf die Straße gesetzt werden. Wäre doch ein altes, neues Geschäftsmodell: Haben sie nicht vor 2008 zuhauf Leuten ohne Bonität Kredite aufgeschwatzt zum Erwerb von Immos? Diese faulen Kredite (bad loans) hat man dann bunt verpackt Trottel-Investoren aus der ganzen Welt zur Übernahme angeboten. Könnte sein, daß in God’s Own Country bald die Immo-Preise steigen. Ehrlich, hätte ich vor 30 Jahren gewußt, in was für einer bekackten Welt ich einmal leben werde, ich hätte die DDR mitsamt Honecker behalten. Da wurden bei uns die Katzen auch satt. Eines steht fest: Für diesen Wertewesten lasse ich mich nicht als Soldat vereidigen, um 1. auf Gott-weiß-wen zu ballern und 2, irgendwann selbst eine Kugel abzufassen. Ich schäme mich nur noch für dieses System bei uns.

          • @WS Da kann ich wieder nur zustimmen wenn ich 1989 auch nur geahnt hätte wie es 30 Jahre spätet hier aussirht ,hätte ich statt an der beknackten Demo auf dem Alexanderplatz in Berlin teilzunehmen lieber den Schwarzen Kanal geguckt.OK mal etwas übertrieben ausgedrückt.

    • @Maruti
      Wir wissen nicht, wieviel die Papierwährungen in der Zukunft gegen Gold
      abwerten. Wer im Jahre 2025 zurücksieht, freut sich vielleicht über das
      Schnäppchen von 2020.
      Also kein Grund zu Defaitismus. Ich denke die eigentliche Frage ist:
      Wer hat den längeren Atem.

      • Den Defaitismus habe ich nicht auf Ihren Beitrag bezogen.
        Sollte heissen, das Anleger auch bei Rückschlägen nicht an sich zweifeln sollten.

      • @herrmann
        Soweit kann man nicht voraussehen.
        2011 hätte man ähnliches sagen können, für 2015.
        Nur gefreut hätte das keinen.
        Und 2020 ?
        Gold ist verdammt schwerfällig.
        Ich denke eher, 2061 könnte man sich über die Schnäppchen von 2021 freuen.
        40 Jahre ist nämlich für Gold nur ein Wimpernschlag

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  3. @Maruti Theoretisch möglich ,da aber dafür der Wertverlust des Euros drastisch gestoppt werden müsste glaube ich für die nächste Zeit nicht daran.Wie die Juli-Inflationsrate von 3,9% zeigt nimmt die Inflationslokomotive,nicht zu verwechseln mit der Goldzuglokomotive zur Zeit noch mächtig Fahrt auf.

  4. @Materialist
    https://de.rt.com/meinung/123321-praesidentin-harris-usa-und-rest-der-welt/
    Bei uns kommen die Schweinereien nach dem Wahltag auf den Tisch. Schau mal, was sich in den USA abzeichnet. Da zieht jemand ganz schön vom Leder. Zitat: „Präsidentin Harris würde Präsident Biden kompetent und Präsident Trump weise aussehen lassen.“ So allmählich habe ich Lust, zu den UFO-Reichsbürgern auf die Rückseite des Mondes auszuwandern. Allerdings nicht ohne meine Katzen.

  5. @Wolfgang
    Könnte sein, das die Rückseite des Mondes noch zu nahe ist, falls einer
    auf den Gedanken käme, die westlichen Werte auch oberhalb des
    Hindukusch zu verteidigen.
    Wieviel Vertrauen die Deutschen zu den Wahlversprechen ihrer Politiker
    haben, sieht man am Besten daran, das sie allein im ersten halben Jahr noch schnell für 5 Milliarden Gold kaufen.

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  7. @WS Im Zusammenhang mit dem endgüligen Ende der Verteidigung der deutschen Freiheit am Hindukusch heute bei Welt ein interessantes Interview mit einem Taliban*Mudjahedinführer.Darin teilt er mit das die afgjanische Bevölkerung die siegreichen Mudjahedin nicht fürchten muss.Zur Erinnerung die Mudjahedin gibt es dort seit 40 Jahren.Sie wurden um 1980 rum von Amis und Pakistan in Pakistan aufgepumpt,finanziert,bewaffnet und auf die Russen gehetzt.Wie man sieht sind die Zauberlehrlinge der Amis gar nichts Neues.

    • Materialist:
      Es wird berichtet, die Lage in Kabul habe sich normalisiert, Geschäfte, Behörden, etc. seien wieder geöffnet. Und von Gräueltaten der Talib ist zumindest bis jetzt nicht berichtet worden. Die Ausnahmesituation, die gerade zum Aktionismus deutscher Qualitätspolitiker führt, scheint nur in den Köpfen hiesiger Feingeister zu existieren. Und dieser Zustand wird sich fortsetzen. So kann man einerseits Wahlkampf betreiben und andererseits von den wirklich wichtigen Themen ablenken.

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