Mittwoch,28.September 2022
Anzeige

Goldpreis: Dieser Widerstand muss nun fallen!

Nach der kräftigen Aufwärtsbewegung seit Mitte Juli ist der Euro-Goldpreis in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. So ist nun die charttechnische Lage!

Goldpreis in Euro

Der Goldpreis im US-Futures-Handel schloss am gestrigen Dienstag mit 1.789 US-Dollar pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.759 Euro. Damit notierte das Edelmetall schwächer als in der Vorwoche. Denn in US-Dollar gerechnet kam der Goldpreis um 1,3 Prozent zurück. Hingegen sank der Preis für die Goldunze auf Euro-Basis seit vergangenem Dienstag um lediglich 0,8 Prozent.

Gold, Goldpreis, Euro, Goldchart, Charttechnik
Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 16. August 2022.

Charttechnik

Wir betrachten die charttechnische beim Euro-Goldpreis per 16. August 2022. Seit dem Rekordhoch 8. März 2022 bei 1.874 Euro konsolidierte der Kurs zunächst um 11 Prozent auf 1.670 Euro. Dieses Zwischentief wurde am 20. Juli 2022 erreicht. Dabei verließ der Goldchart zunächst den seit Oktober bestehenden Aufwärtstrend. Wenig später entpuppte sich diese Bewegung als Fehlausbruch. Denn mit der darauffolgenden, kräftigen Gegenbewegung kam der Goldpreis zuletzt wieder um 5,3 Prozent voran.

Nun ist der Chart zuletzt nach oben aus der breit aufgespannten Dreiecksformation ausgebrochen. Und bei 1.774 Euro endete die Rally zunächst. Seither läuft der Kurs in einer Schwankungsbreite von rund 25 Euro seitwärts.

Wichtige Marken

Die wichtigste kurzfristige Unterstützung sehen wir knapp oberhalb von 1.740 Euro. Denn hier laufen einige wichtige Linien zusammen. Zum einen ist es die Kante des zuletzt passierten 5-monatigen Abwärtstrends. Des Weiteren wurden an dieser Marke in den vergangenen Monaten mehrfach markante Zwischenhochs erreicht. Darüber hinaus näher sich nun auch die 50-Tage-Linie an dieses Niveau an.

Sentiment

Die Marktstimmung befindet sich mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) aus der Sicht von 14 Tagen weiterhin im neuralen Bereich. Das heißt, der Goldpreis gilt weder als „überkauft“ noch als „überverkauft“. Währenddessen betrug der Abstand zur 200-Tage-Linie zuletzt bereits wieder 4 Prozent.

Ausblick

Für den nächste Kursschub bei Euro-Goldpreis wäre ein Sprung über den Widerstand von 1.774/1.780 erforderlich. Damit würde der Ausbruch aus dem 5-monatigen Abwärtsmechanismus endgültig bestätigt. Weitere Stationen einer entsprechenden Aufwärtsbewegung wären dann zunächst 1.800 Euro und 1.815 Euro.

Hingegen wäre ein Rückfall unter 1.720 Euro auf Tagesschlussbasis als erneuter Rückschlag zu verbuchen. In diesem Fall stünde mit großer Wahrscheinlichkeit ein erneuter Test der 1.700er-Marke an.

Goldpreis in US-Dollar

Werfen wir auch einen Blick auf den Dollar-Goldchart. Auch hier gab es einen kräftigen Rebound, ausgehend vom Juli-Tief. Dabei sollte nun die Unterstützung bei 1.775 US-Dollar halten. Damit die Notierung nicht wieder nach unten wegkippt.

Gold, Goldpreis, Chart, US-Dollar
Goldpreis in USD, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 16. August 2022.

Die nachhaltige Überbrückung der Marke von 1.800 US-Dollar wäre ein wichtiger Meilenstein, um weitere Kursgewinne zu ermöglichen. Mit Schlusskursen oberhalb von 1.830 US-Dollar könnte dann eine neue Rally starten.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?



13 Kommentare

  1. Bei genau 1775 Dollar stehen wir nun und jeder Ausbruch auf nur 1780 wird sofort und sehr deutlich abgefangen.
    Senkrecht nach unten.
    offenbar sitzt da einer extra dafür am PC und verkauft ganze Pakete auf einen Schlag. Könnte aber auch eine Software sein. Die benötigt keine Pinkelpause:).
    Goldpreis 1780 Verkauf so lange bis unter 1775, dann stopp und Beobachtungsmodus.
    Ein kleines Schleifen Programm mit If und then ect.

  2. @maruti

    Gut aufgepasst, danke!

    Ich wollte noch einmal was zum Thema: Dauer einer Anarchie schreiben. Zwar steht in den Geschichtsbüchern, daß eine Anarchie nur so drei Tage dauert. Das kann ich mir durchaus vorstellen. Allerdings hier mal die Frage, wie glaubwürdig sind diese Bücher?

    Es fallen mir jetzt auch reihenweise Länder ein, wo die Anarchie gefühlt nie endet. Beispiele: Venezuela, Libyen, Afghanistan, Jemen, Somalia und weitere Länder in Afrika und Mittelamerika. Selbst wenn es da offiziell keine Anarchie gibt, bin ich da mit Gold und Silber besser dran als mit Pesos, oder anderem Fiatgeld.

  3. „Was erlauben Rußland ?

    „Russland schlägt einen neuen Standard vor, um mit der manipulierten London
    Bullion Market Association (LBMA) zu konkurrieren“.

    Russland schlägt einen neuen internationalen Standard für den Handel mit
    Edelmetallen vor: den Moscow World Standard (MWS), der eine Alternative zur
    London Bullion Market Association (LBMA) werden soll, die die Edelmetallmärkte
    systematisch manipuliert, um die Preise zu drücken. Nach Ansicht des russischen
    Finanzministeriums ist diese neue, unabhängige internationale Struktur für die
    „Normalisierung der Funktionsweise des Edelmetallsektors“ notwendig und ihre
    Schaffung „von entscheidender Bedeutung“.

    Im Wesentlichen schlägt Russland vor, einen Markt für Gold, Platin usw. zu
    schaffen, der von den Ländern reguliert wird, die die Ressourcen für diese Metalle
    kontrollieren. Dies wäre, einfach ausgedrückt, eine Revolution. Auf der Grundlage
    dieses neuen Marktes soll das System des bilateralen Handels in nationalen
    Währungen, das insbesondere Dollar, Euro und Pfund ausschließt, weiterentwickelt
    werden.

    Das russische Finanzministerium will die Mitgliedschaft in dieser Organisation für
    alle Marktteilnehmer attraktiv machen, insbesondere für China, Indien, Venezuela,
    Peru und andere südamerikanische Länder sowie für Afrika.
    Ziel ist es, das
    Monopol der LBMA zügig zu brechen und für eine stabile Entwicklung des
    Edelmetallsektors zu sorgen.

    Und nun einige statistische Angaben zum weltweiten Goldangebot. Der
    Produktionsanteil der USA und anderer feindlicher Nationen beträgt insgesamt
    22 % des weltweiten Goldangebots. Die Eurasische Wirtschaftsunion, die
    BRICS-Staaten und Afrika produzieren zusammen 57 % – das ist bereits ein
    bedeutender Anteil. Nimmt man nun Peru und Venezuela hinzu, steigt die Zahl
    auf 62 %.

    Im Klartext bedeutet dies, dass Russland mit einer Reihe anderer Länder
    konspiriert, um den Dollar, den Euro und das Pfund aus dem internationalen
    Zahlungssystem zu verdrängen, angefangen bei den Edelmetallen, aber nicht
    unbedingt damit aufhörend. Diese Länder kontrollieren einen Löwenanteil der
    Goldproduktion.
    So hat Russland den Goldpreis in Rubel auf 5000₽/g festgesetzt, was einem
    Preis von 2.447,17 $ pro Feinunze entspricht. Dies ist im Vergleich zum aktuellen
    LBMA-Fix von 1737,84 $ recht günstig. Die Tage, an denen die LBMA den Goldpreis
    durch Papiergoldmanipulationen drücken konnte, scheinen gezählt.“

    „Unerhört,- nicht wahr . . .(click mich).“

    ( ͡❛ ͜ʖ ͡❛)

    • @Klapperschlange
      Das hatten wir vor vielen Jahren schon mit Shanghai.
      Gebracht hatte es nichts. Ganz im Gegenteil.
      Nur das Spoofing nahm zu. Das war auch alles.
      Das Monopol sitzt in den USA/ UK und dort hängt auch der besagte Hammer.
      Und solange das so ist, haben wir immer wieder Chancen.
      Chancen günstig Gold und Silber zu kaufen.
      Dafür gehört eigentlich den Spoofer Banken der Nobelpreis.:).

      • @Maruti

        Das Argument, daß das Goldangebot des Westens gerade einmal
        22% und das der Eurasischen Wirtschaftsunion 57% beträgt, weist
        doch auf die bekannte Regel hin: „ Wer das meiste Gold (eben
        nicht: abgegriffenes Papiergold) besitzt, bestimmt die Regeln.
        Daß Venezuela & Peru viele Gründe haben, der Euras. Wirtschaftsunion
        beizutreten, ist wohl bekannt.

        Es besteht daher Hoffnung, daß die LBMA/COMEX bald Geschichte sind.

    • @Klapperschlange
      Noch eine Nachricht aus Moskau: 4 Euro pro Kubikmeter Gas im Winter.
      Das entspricht 4 Euro je Liter Heizöl.

      Bei dem Preis kann 97 % der deutschen Industrie dicht machen.

      https://www.n-tv.de/wirtschaft/Gazprom-droht-Europa-mit-noch-hoeheren-Preisen-article23528831.html?xing_share=news

      Die „60 % mehr“ in der Überschrift beziehen sich auf die aktuellen Horrorpreise an der Börse, die schon knapp beim 10-Fachen von 2020 liegen.

      Langsam wird es billiger mit Wodka innerlich zu heizen.

  4. Wie zu lesen hat nun auch Indien seine eigene Edelmetallbörse gegründet:
    die IIBX am 22.Juli d.J.
    Der CEO der IIBX: Indien wird langsam zum preisbestimmenden Faktor auf dem Goldmarkt werden.
    Man darf gespannt sein….oder auch nicht?

  5. @Klapperschlange
    Es wird Zeit das man der LBMA und COMEX das Wasser (neu: das Gas) abdreht.
    Aber dann wirds eng für den Dollar als Weltleitwährung.

  6. Es sieht so aus, als ob die Unterstützung bei 1775 Dollar nicht hält.Wir stehen eben bei 1756 Dollar und damit könnte der Kurs weiter nach unten wegbrechen.
    Die nächste Unterstützung wäre 1720 Dollar und wenn die auch nicht hält, stehen wir wieder mal bei 1680 Dollar.
    Der Euro erreichte wieder fast Parität zum Dollar. 1.0084.
    Auch der Franken ist deutlich über dem Euro.
    Wie lange die SNB das mitmacht ?

  7. Ein Goldpreis unter 1750 Dollar lädt zum Kauf ein.
    1720 sind eine sehr starke Unterstützung.
    Zwar kann der Preis auch dahin fallen, aber eher nur kurzfristig.
    Jetzt kommt es auf den Euro an, ob der anzieht.
    Wenn nicht, dann sind eben genannte 1720-1750 Dollar Goldkauf Preise.
    Kommt es jedoch zu einer Krise in Taiwan, kann der Goldpreis ganz schnell wieder über 1800 Dollar steigen.
    Kurzfristig.
    Dumm ist nur, dass uns die Inflation erhalten bleibt und Gold damit kein kurzfristiger Inflationsschutz ist.
    Langfristig jedoch allemal.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige