Mittwoch,28.September 2022
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Die Bedeutung von physischem Gold, Skandal an den Terminmärkten

Die Bedeutung von physischem Gold angesichts der geopolitischen Lage und des Skandals an den Terminmärkten.

Von Laurent Maurel

US-Inflation

In den USA ist die Inflationsrate in diesem Monat leicht gesunken. Nach Einschätzung der meisten Investoren haben wir die Spitzenwerte hinter uns. Bei einer Teuerungsrate von weiterhin 8,5 % jährlich beginnen einige Beobachter sogar bereits, Zinssenkungen gegen Jahresende zu prognostizieren, denn die Inflation könnte im Vergleich zur bevorstehenden Rezession an Dringlichkeit verlieren.

Wenn man die Daten im Detail betrachtet, wird klar, dass der Rückgang hauptsächlich dem seit mehreren Wochen sinkenden Benzinpreis geschuldet ist. Die Lebensmittelpreise steigen dagegen weiterhin, wobei insbesondere Eier innerhalb von nur einem Monat 4,9 % teurer geworden sind. Medizinische Produkte haben sich um 2,2 % erhöht. Auch die Strompreise steigen stark, was kein gutes Zeichen für ein potenziell deutliches Absinken des Verbraucherpreisindex in den kommenden Monaten ist. Der Rückgang der Benzinpreise und die übliche Berechnung der Wohnkosten haben den Preisanstieg bei Alltagsgütern ausgeglichen. Das reicht schon, damit der Markt den Sieg ausruft: In den Vereinigten Staaten wurde der Inflation Einhalt geboten!

US-Konjunktur

Das unmittelbare Problem, dem sich die Fed nun annehmen muss, ist also der Konjunkturabschwung. Die guten Arbeitslosenzahlen der letzten Monate täuschen darüber hinweg, dass die Zahl der offenen Stellenangebote in den letzten drei Monaten auf beunruhigende Weise eingebrochen ist:

USA, Job, Openings

Zudem befindet sich der Preis für Neubauimmobilien seit dem kürzlichen Hoch nun im freien Fall.

Die Geschwindigkeit des Rückgangs ist mit der Immobilienkrise von 2007-2008 vergleichbar, die die Große Finanzkrise auslöste.

USA, Immobilienmarkt, Häuserpreise

Es ist davon auszugehen, dass die Fed diese Indikatoren im Blick hat und sich deswegen weniger auf die Inflation konzentriert. Das hoffen zumindest die Märkte…

Europas Wirtschaft

In Europa ist die Lage eine ganz andere. Hier ist die Inflation noch lange nicht vom Tisch.

Zu Beginn des Monats August beobachten wir auf dem gesamten Kontinent einen Höhenflug der Strompreise, wobei die Terminkurse täglich neue Rekorde erreichen:

Strom. Preis, Deutschland, Frankreich

Die Inflation aufgrund dieser steigenden Strompreise wird erst noch kommen. Die EZB hat noch viel Arbeit vor sich, um die Preisexplosion zu zähmen, die Europa in den kommenden Monaten mit einer ernsten Stagflation bedroht.

US-Dollar schwächer

Die Inflationszahlen aus den USA haben den Dollar nach unten absacken lassen, was seinen seit Jahresbeginn intakten Aufwärtstrend unterbricht. Wir beobachten zu Beginn dieser Woche einen Einbruch der US-Währung, der in den kommenden Handelstagen noch bestätigt werden muss.

US-Dollar, Dollar-Index

Goldpreis

Der Goldkurs bekommt dadurch Rückenwind und setzt seine Erholungsbewegung fort. Das gelbe Metall nähert sich seinem Widerstand bei 1.800 $:

Gold, Goldpreis, Chart

Die wiederholten Skandale an den Terminmärkten haben den Goldsektor in dieser Woche weiterhin beschäftigt.

Letzte Woche bin ich in meinem exklusiven monatlichen Marktbericht für die Kunden von GoldBroker.com auf das Thema eingegangen. Hier ein Auszug:

„Die Edelmetallmärkte wurden im Juli von aufsehenerregenden Enthüllungen im Prozess gegen ehemalige Trader von JP Morgan erschüttert, die angeklagt sind, den Goldkurs zehn Jahre lang durch Spoofing mit Futures (Terminkontrakten) manipuliert zu haben. Die Trading-Abteilung der Bank hielt massive Positionen und stornierte ihre Orders im letzten Moment, um den Markt zu kontrollieren.

Goldpreis-Manipulation

Um die Spoofing-Operationen auszuführen, klickte Gregg Smith, einer der angeklagten Trader und zuvor bei Bear Stearns tätig, derart schnell und oft mit seiner PC-Maus, dass seine Kollegen ihm empfahlen, Eis auf seine Finger zu legen, um die Beschwerden zu lindern.

Christian Trunz, ein anderer Trader, der sich schuldig bekannt und zur Zusammenarbeit mit der Justiz bereiterklärt hat, gab an, dass die illegalen Marktoperationen Teil einer reibungslos funktionierenden Strategie des Trading Desks waren, die vom ganzen Team umgesetzt wurde. Er erklärte, dass er von seinem Vorgesetzten darin geschult wurde, dem Compliance Manager gegenüber zu lügen, um die Manipulation zu verschleiern. Der gleiche Vorgesetzte hatte ihm auch geraten, auf „nicht schuldig“ zu plädieren und zu bekräftigen, dass alle platzierten Orders zur Ausführung bestimmt waren. Bereits die zweite Lüge, diesmal gegenüber den Aufsichtsbehörden.

Die Enthüllungen schlagen an einem Markt, an dem ausgerechnet die Bank JP Morgan zu den maßgeblichen Akteuren zählt, ein wie eine Bombe. Im Jahr 2010, zum Zeitpunkt des Tatbestandes, wurde das Clearing (die Verrechnung) von mehr als der Hälfte der Goldterminkontrakte von der amerikanischen Bank durchgeführt. JP Morgan ist zudem in den Vorständen der Teilnehmervereinigungen von Märkten wie der LBMA in London stark vertreten, wo weltweit die meisten Transaktionen des Goldmarktes abgewickelt werden.

Trotz dieser schwerwiegenden Enthüllungen deutet nichts darauf hin, dass sich an der Stellung der US-Bank an den Edelmetallmärkten auf kurze Sicht etwas ändern wird.

Dass ein so einflussreiches Unternehmen der Manipulation des Goldpreises über einen so langen Zeitraum hinweg angeklagt wird, ohne von den Transaktionen ausgeschlossen zu werden oder die von ihm besetzten hochrangigen Posten zu verlieren, stellt ein ernstes Problem für die Gesamtstruktur der Edelmetallmärkte dar.“

Weitere Untersuchungen

In dieser Woche haben wir erfahren, dass nach JP Morgan noch ein weiterer Teilnehmer der Terminmärkte angeklagt ist. Es handelt sich um David Shak, einen international bekannten Pokerspieler. Wie die Trader von JP Morgan hat auch er Spoofing angewendet, um den Markt zu manipulieren. So konnte er künstliche Positionen aufbauen, die einem signifikanten Anteil aller offenen Positionen entsprachen, ohne dass eine Aufsichtsbehörde dieses finanzielle Fehlverhalten überwacht hätte. Der Terminmarkt ist zu einem echten Casino geworden (welches logischerweise Pokerspieler anzieht!) Zur Erinnerung: Dieser Markt sollte es den Minengesellschaften ursprünglich ermöglichen, ihre Produktion im Voraus zu verkaufen, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Vor diesem Hintergrund ist es nur logisch, dass neue Initiativen entstehen, die sich die Etablierung konkurrierender Marktplätze zum Ziel gesetzt haben, welche besser auf Angebot und Nachfrage reagieren. Nach Russland und Indien sollten in Asien bald noch weitere Projekte umgesetzt werden. Die Preisfindung könnte sich am Goldmarkt in den kommenden Jahren grundlegend ändern. Angesichts der neuen Ungleichgewichte infolge der sich verschiebenden geopolitischen Situation und der Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Versorgungslage rückt die Bedeutung physischen Goldes wieder stärker in den Blickpunkt.

Quelle: Goldbroker

LAURENT MAUREL in Edelmetall- und Bergbauanalyst. Als ausgebildeter Ingenieur arbeitete er in verschiedenen Sektoren (Telekommunikation, Softwaretechnik, Astrophysik …) in Kanada, den Vereinigten Staaten, Deutschland und Frankreich.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder. Sie stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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18 Kommentare

  1. Seit 5 Jahren bewegt sich der Goldpreis um die 1800 Dollar, mit Untergrenzen 1750 Dollar und kurzfristigen Ausreissern nach oben, welche allesamt schnell und deutlich wieder abgefangen wurden.
    Im 20 Jahreschart allerdings erkennt man doch einen Anstieg des Preises, ausgehend von 350 Dollar vor 2001.
    Zieht man eine Linie durch die Untergrenzen, sieht man, dass durchaus 1400 bis 1450 Dollar möglich wären.
    Bei Silber sieht es schlecht aus.
    Ausgehend von 5 Dollar vor 2001 bewegt sie hier der Preis um die 18 Dollar, mit Untergrenzen bis zu 15 Dollar und auch hier kurzfristige, schnell wieder eingefangene Übertreibungen nach oben, sogar bis 30 Dollar.
    All das, wie gesagt, trotz Inflation über 20 Jahre.
    Insofern halte ich, auf Dollarbasis einen Kauf von Silber unter 18 Dollar und bei Gold unter 1450 Dollar für günstig.
    Beim Verkauf, so der geplant, muss man die Übertreibungen erwischen. Bei Silber 30 Dollar und bei Gold 2000 Dollar. ( Falls einer Papiergold hält).
    Der 20 Jahreschart zeigt, dass Gold und Silber weniger Inflationsschutz, mehr jedoch eine Versicherung darstellt.
    Gegen Staatsbankrott, Hyperinflation oder extremes persönliches finanzielles Desaster.
    Deshalb sollte ein EM Kauf sehr wohl überlegt sein und keinesfalls aus der Panik oder Gier heraus erfolgen.
    Selbiges gilt natürlich auch beim Verkauf mit Rendite Absicht. Hie lieber billiger verkaufen, denn zu spät.
    An Gewinn Mitnahmen ist noch keiner pleite gegangen.
    Letzteres gilt für Papiergold.
    Ich weiss, dass einiges Widerspruch herausfordert, aber dies ist meine feste Meinung, aus Erfahrung der Goldanlage über bald 45 Jahre.

    • Vielen Dank, Maruti!

      Für mich sind Sie hier eine Wissensautorität (gemeinsam mit dem Schreinermeister).
      So etwas wie der Papst des Forums aufgrund der sehr regelmäßigen Beiträge.
      Bitte weiter so!
      Ich bin mir sicher, daß wir alle von Ihrem Erfahrungsschatz profitieren können.

  2. Das für mich persönlich überzeugenste Argument für Golderwerb ist:
    Es wird vom Staat und Regierung manipuliert.
    (Die beiden verurteilten „Vögel“ agierten nicht eigenständig, sondern waren natürlich von der Regierung der USA beauftragt).
    Die Regierung der USA manipuliert also den Goldpreis, weil sie sonst den Dollar und damit die Macht verlieren würde.
    Das ist der für mich seit jahrzehnten der offensichtliche Zusammenhang. Der Goldpreis muss manipuliert werden, weil sonst die Obrigkeiten am Ende sind.
    Und weil das so ist, besitze ich mit meinem Gold meine eigene Zentralbank und damit meine eigene Regierung.
    Man muss allerdings genug haben, vom gelben Metall.
    Also her damit. Und Danke schön.
    Mit dem Gold muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
    https://m.youtube.com/watch?v=fZMFF8QH3ew

  3. @maruti
    Wenn ich den obigen Artikel lese, sehe ich bei Metall für die nächsten 3 Jahre zu 99 % nur eine Funktion: die als Fallschirm (Copyright by Maruti) oder Rettungsboot.
    Über Rendite mache ich mir erst danach wieder Gedanken.
    Die zerfallenden Immobilienpreise in USA und beginnend bei uns, die explodierenden Energiepreise etc. werden den Kosum killen, Jobs vernichten und dann geht es in die Abwärtsspirale.
    Helm auf !
    Jetzt wollte ich ein passendes Bild anhängen, will mein Handy nicht:
    Rembrandt : Der Mann mit dem Goldhelm

  4. @maruti

    Die Frage ist, ob 45 Jahre Erfahrung für die nächsten 5 Jahre helfen? Ich sehe das derzeitige Finanzsystem als extrem fragil an. Bisher hat man durch sagen wir mal Marktpflege alles gut geregelt.

    Allerdings kann ich wahrnehmen, dass kreative Buchführung (durch Gesetze legitimiert) genutzt wird. Warum macht man das? Weil das System an die Grenzen kommt. Gute Regeln werden immer mehr aufgeweicht und durch Willkür ersetzt.

    Irgendwann ist das System nicht weiter dehnbar und dann wird es einen Mega Zusammenbruch des Systems geben. Das ist meiner Meinung nach unausweichlich!

    Aus diesem Grund ist es nicht wichtig zu welchem Preis man Gold kauft, Hauptsache man hat es. Silber sehe ich auch eher kritisch, denn die Zentralbanken kaufen Gold als Absicherung und kein Silber, wenn ich mich nicht irre?

    • @ Stillhalter
      Da bin ich ganz bei ihnen.
      Bei Silber bin ich dennoch nicht ganz so kritisch.
      Gold wird von den Zentralbanken vorrangig durch seine Wertdichte bzw. deren von der BIS herauf gestuft als Asset 1 Class bevorzugt gehalten.
      Aber das macht Silber nicht zu einem schlechten Asset. Selbst bei einem Börsenwert von 100,- Dollar die Unze ist es für Zentralbanken uninteressant in eimen Wert zu Investieren der zu 50% ein Industriemetall ist. Der vorrangige Wertspeicher ist Gold .Der kleine Bruder Silber.

    • @stillhalter
      Die Sowjetunion hat sehr lange gehalten und die DDR auch. Selbst das marode Cuba. Und wie lange hält schon Nordkorea ?
      Wenn die richtigen Leute an der Macht sitzen, kann selbst die marodeste Wirtschaft länger halten, als einer lebt. Totgesagte leben eben länger. Wie oft wurde der Dollar schon totgesagt ? Oder die USA ?
      Aber Sie haben recht. Man weiss nie, wie lange und deshalb ist eine Sicherung unverzichtbar.
      Diese kann nur Gold oder Silber erfüllen und nichts anderes, ausser beten natürlich.

      • @maruti

        Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Das System kann sehr lange überleben, wenn die Machthaber zusammen halten. Für die EU trifft das meiner Meinung schon einmal nicht zu.

        Darüber hinaus ist das ganze System ja schon kange marode. Mit dem entstehen der Dot-Com-Blase ging es auf jeden Fall los mit der massiven Geldschöpfung. Da hat man irre Preise für Schrott-Aktien bezahlt, alles mit Kredit. Man konnte ja nichts falsch machen! Also 20 Jahre haben wir schon ein ganz irren Markt, wenn man das so nennen kann. Seit 2019 wird nur noch betrogen, vorher lief aber zwar auch viel illegales. Seit 2019 allerdings traut man sich das ganz offen zu machen, staatlich gefördert durch entsprechende Gesetze.

  5. Moin,
    wennder ganze Laden zusammenbricht, wovon ich überzeugt bin, eignet sich Silber aber gut für den Erwerb von Waren des täglichen Bedarfs. Oder irre ich mich da?

    • @barmbekbasch
      Ja und nein. Wenn Sie die Geschichtsbücher zu rate ziehen, sehen Sie, dass so ein Zusammenbruch nur wenige Tage dauert. Dann wird die Ordnung wieder hergestellt. So oder so.
      Wie lange war, als die US Marines samt unseren Milchbubis, Hals über Kopf aus Kabul abgehauen, bis dort die Ordnung wieder hergestellt war ?
      3 Tage.
      Die Anarchie bleibt immer ein Traumgespinst.

      • Maruti:
        Die zwanzig Jahre relativer Ruhe während des Nato-Einsatzes beschränkten sich nur auf Kabul. Und auch dies geschah nur ansatzweise. Faktisch herrschen in Afghanistan seit 44 Jahren Anarchie, Vetternwirtschaft, Korruption, Unfähigkeit und Rechtlosigkeit.
        Ein weiteres Beispiel liefert Libyen. Unter Ghaddafi war es ein Unrechtsstaat ohnegleichen. Seit Ghaddafis Fall existiert dort kein Staatswesen mehr,
        Die entscheidende Frage ist, wer von Chaos, Anarchie und Instabilität profitiert. Deutschland entwickelt sich zu einem failed state. Die Destabilisierung wird seit Jahren betrieben, nunmehr werden Wirtschaft und Wohlstand abgewrackt. Bislang war Deutschland das Zugpferd der EU. Und diese stellt sich nun einmal als wirtschaftlicher Kontrahent dar. Was jetzt gerade passiert, das geschieht nicht ohne Grund und Fahrplan. Und es wird solange fortgesetzt werden, wie es den USA genehm ist. Eine Gegenwehr wird es von Seiten der deutschen Politik nicht geben. Eine Wende kann und wird es nur aus dem Volk heraus geben. Dem geht es allerdings noch zu gut. Meine Hoffnung setze ich daher in Väterchen Frost.

        • @Racew
          Am 9. Oktober sind Landtagswahlen in Niedersachsen.
          Ein großes Bundesland und doch eigentlich ganz vernünftige Menschen dort.
          Die Grünen hatten bei der letzten Wahl nur 8,7 %.

          Für uns ist das der letzte Indikator, wie es mit Debilistan weitergeht.
          Wenn da Rot und Grün mehr Stimmen bekommen, ist Debilistan für uns endgültig abgeschrieben.
          Dann bleiben für den nächsten Winter nicht Mitgefühl und Hilfsbereitschaft , sondern nur noch das Gefühl: „Ihr wolltet es doch so“.
          Vielleicht sogar ganz unchristliche Schadenfreude.

          Also: zurücklehnen, den Sommer geniessen und einfach in aller Ruhe abwarten.
          Mit Metall statt Euro kann man auch in aller Ruhe abwarten.

          Was man jetzt so in Sachen Warburg/Cum-Ex über Olaf den Vergesslichen hört, ist der dann vielleicht schon nicht mehr Kanzler.

          • Meister Eder:
            Der nds. MP Weil war am letzten Sonntag als Redner bei dem NP-Rendevouz (= Neue Presse) in Hannover eingeladen. Was man sich wohl als nette SPD-Plauderstunde vorstellte, lief gehörig aus dem Ruder. Eine überschaubare Anzahl alter, weißer Menschen hat Weil niedergeschrieen. Er hat schließlich aufgegeben und ist abgerauscht. Anschauen kann man sich das auf yt, Stichwort “Wendezeit Hannover“.
            Am Montag wollte Weil den SPD-Wahlkampf am Lister Turm in Hannover eröffnen. Was er nicht wusste: es hatten sich einige Leute unter die Zuschauer gemischt, die ihn ebenfalls ausbuhten und ihren Unmut kundtaten.
            Das lässt hoffen. Ich werde im Herbst mitgehen. Allerdings setze ich keine allzu großen Hoffnungen in die kommende Wahl. Es wird einen kreativen Umgang mit den Wählerstimmen geben.

        • Wie konnte das deutsche Volk nur diese unsägliche Ampel Regierung wählen.
          Der Scholz ist auch so ein farbloser kraftloser Gartenzwerg. Die Baerbock strotzt vor Energie. Ueberall will sie helfen, was das Deutschland kostet interessiert eh keine Sau. Ich sage nur: Deutschland wohin treibst Du?

  6. Zur elementaren Bedeutung von Gold als Geld und „….das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung
    des Goldes durch die Verfechter des Wohlfahrtstaates steht….“ verweise ich immer wieder gern auf Alan Greenspans fundierte zeitlose Aussagen von 1966 „Gold u. wirtschaftl. Freiheit“ – bevor er sich später als FED-Chef korrumpieren ließ. Hier zum Nachlesen:
    https://www.goldseiten.de/artikel/96–Gold-und-wirtschaftliche-Freiheit-Alan-Greenspan.html?seite=1

    Dank spez. an @maruti, der das Forum mit seinen langjährigen Erfahrungen bereichert.

  7. Eigentlich hätte der Bitcoin so etwas wie der Goldstandard einer Währung sein können. Stabil, anonym, ohne Einflussnahme von Banken und Regierungen und weltweit anerkannt. Und zudem leicht zu transportieren und aufbewahren.
    Wenn, ja wenn er nicht so dilettantisch umgesetzt worden wäre.
    Dabei wäre es so einfach gewesen.
    Gold als Schatzmittel und den Bitcoin als Zahlungsmittel.
    Was würde passieren: Banken würden nur noch als Geldverleiher dienen und hätten keinen Einfluss mehr auf das Geldwesen. Auch Spekulanten hätten keine Geschäftsgrundlage.
    Ein privates Geldsystem, von privat für privat.
    Nur leider ist nichts draus geworden. Wieder mal war die Idee gut, die Umsetzung jedoch schlecht.

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